Ortsname - Ortschronik - Bürgermeister/Gemeinderäte - Straßenverzeichnis
Die
verschiedenen Bezeichnungen bzw. Schreibweisen
des Ortsnamens im Laufe der Geschichte
Quelle: Die Ortsnamen der Kreise Karlsruhe und Bruchsal, Stuttgart 1967
1219 Villa in Banbrucken (Kopie
von 1219)
1278 Banbrugken
1301 Banbruggen
1635 Beinbrück
1655 Bannbrücken
Erklärung des Ortsnamens:
Wohl von alt- bzw. mittelhochdeutsch
ban, bane = Weg, Bahn. Die Grundbedeutung wohl eher Schlag, Hieb, also den
durch den Wald geschlagenen Weg, über den eine Brücke fuhr. Die
bzw. "Beinbrück" wurde von den Schreibern wohl irrtümlich falsch
gelesen.
1219 - 1504 - 1806 - 1900
- 1945 - 1971 - 1990
In Bahnbrücken waren zu Beginn unserer
Zeitrechnung die Römer. Zumindest liegt der Ort Bahnbrücken an
der ehemaligen Römer-Strasse, die sich auf dem südlichen Höhenrücken
in süd-nördlicher Richtung über den „Hohen Weg“ hinzieht.
1219
Bahnbrücken wird erstmals als Besitz
der Grafen von Eberstein erwähnt. Damals teilten Graf Eberhard von Eberstein
und sein Bruder Graf Otto von Eberstein ihren Besitz. An Otto fiel u.a. der
Ort Banbrugk mit seinen Bauern, dem Vieh, dem Gerät und allen Rechten.
1278
Otto von Eberstein "schenkt" dem Kloster
Herrenalb (gegründet 1148 durch Rudolf III.) seinen Besitz Bahnbrücken
"für zugefügten Schaden".
1279
Die Söhne Ottos d.Ä. bestätigen
diese Übereignung.
1289
Peter von Massenbach verkauft Heinrich von
Eberstein seinen dritten Anteil des Großen und Kleinen Zehnten im Dorf
und Markung an das Kloster Herrenalb für 65 1/2 Pfund Heller; desgleichen
ist aus dem Jahre 1303 eine Stiftung des Peter von Massenbach und seiner
Gemahlin Irmengart, über Äcker in der Mark Bahnbrücken, vermerkt
(Banbrucke).
1338
Kaiser Ludwig der Bayer gibt den Klosterschutz
des Klosters Herrenalb an die Grafen von Württemberg, der seine Rechte
1341 gegen Baden absichern kann. Damit kommt auch Bahnbrücken in den
Herrschaftsbereich Württembergs.
15. Jahrhundert
Bau der St.-Sebastians-Kirche als Kapelle.
Sie wird mit sog. Secco-Wandmalereien versehen, welche im Zeitalter der Reformation
übertüncht werden. Erst 1911 werden diese wieder entdeckt und frei
gelegt.
1496/97
Das Kloster Herrenalb beruft sich 1496 auf
seine freie Schirmherrschaftswahl und wendet sich von Württemberg wieder
den Markgrafen von Baden zu. Ein Jahr später kommt es jedoch zu einem
Kompromiss. Das Kloster Herrenalb verbleibt mit seinen wichtigen Stabsämtern
Derdingen, Merklingen und Vaihingen gemäß Vertrag von 1497 bei
Württemberg.
1504
Bahnbrücken gehört zum klösterlichen
Stabsamt Derdingen. Der aus Derdingen stammende Johannes Entenfuß war
von 1516 bis 1547 Abt des Kloster Maulbronn. Man sagt, der "Entenfuß"
im alten Derdinger Wappen gehe auf seinen Namen zurück, vgl. hierzu auch
Wappen von Bahnbrücken.
1534/1538
Herzog Ulrich von Württemberg führt
als Schirmherr des Klosters Herrenalb die Reformation ein. Danach wird auch
Bahnbrücken evangelisch. Der zuständige Pfarrer aus Gochsheim war
jedoch weiterhin noch katholisch. Die Grafen von Eberstein und mit ihm Gochsheim
traten erst 1556 zum evangelischen Glauben über.
1538
Der für Bahnbrücken zuständige
Gochsheimer Pfarrer wird von Württemberg ermahnt, "in Bahnbrücken
die evangelische Lehre zu verkünden".
1618-1648
Verwüstungen und Entvölkerung während
des 30jährigen Krieges. Die Gemeinde erholt sich nur langsam von den
Zerstörungen.
1703
Erster Nachweis einer Schule in Bahnbrücken.
Es existieren Lehrerlisten ab 1703.
1709
Die Pflege Derdingen erlässt als zuständiges
Amt ein Sammelpatent zur Renovierung der Kirche.
1714
Nachdem das alte Rathaus im Ortskern baufällig
ist, wird ein neues Rathaus gebaut, das auch einen Platz für eine Feuerwehrspritze
erhält.
1739
In Gochsheim werden beim großen Stadtbrand
auch die Kirchenbücher aus Bahnbrücken vernichtet.
18. Jahrhundert
Bau der Kelter
1806
Bahnbrücken kommt durch einen Tauschvertrag
vom Herzogtum bzw. Kurfürstentum Württemberg zum Großherzogtum
Baden und wird dem neuen Amt Gochsheim zugeordnet.
1812
In Bahnbrücken wird ein eigener Friedhof
am Ende der Langen Straße angelegt. Zuvor wurden die Toten im "alten
Dorf" in Gochsheim beigesetzt ("Totenweg"). Dieser Platz war nahe bei der
alten St.-Martins-Kapelle, von der jedoch heute nichts mehr zu sehen ist.
Der Weg zum Alten Friedhof war äußerst beschwerlich, weshalb die
Gemeinde bat, einen eigenen Friedhof anlegen zu können.
1813
Nach Auflösung des Amtes Gochsheim wird
die Gemeinde Bahnbrücken dem Amt Bretten zugeordnet und verbleibt
dort bis zu dessen Auflösung 1936.
1824
In Rastatt wird die älteste heute noch
erhaltene Glocke der St.-Sebastians-Kirche Bahnbrücken gegossen.
1853
Auf der Gemarkung Bahnbrücken wird
ein Merkurstein sowie ein Torso einer weiblichen Figur aus der Römerzeit
gefunden. Der Stein trägt die Inschrift MERCVRIO CESSORINS V.S.L.L.M.
(auf deutsch etwa "Cessorinus hat dem Gott Merkur sein Gelübde froh und
freudig nach Gebühr eingelöst"). Beide Gegenstände sind im
Landesmuseum in Karlsruhe aufbewahrt.
1894
Gründung der "Bahnbrücker Spar-
und Darlehnskassenverein eGmuH zu Bahnbrücken", der Vorgängerin
der späteren Raiffeisenbank Bahnbrücken eG.
1888
Das Land Baden, der Kreis und die Gemeinde
Bahnbrücken bauen die erste befestigte Straße nach Flehingen über
die heutige Gochsheimer Straße. Zuvor war die Verlängerung der
Sickinger Straße die Verbindungsstraße von Bahnbrücken nach
Flehingen-Sickingen.
1896
Am 5. März wird der Betrieb auf den
Bahnstrecken Bruchsal-Menzingen und Bruchsal-Odenheim aufgenommen. Die Bahn
wird von der Firma Lenz & Co. aus Berlin (früher Stettin) gebaut
und bis 1898 von der Westdeutschen Eisenbahngesellschaft (WeEG) mit Sitz
in Köln betrieben.
Bahnbrücken erhält einen Anschluss
(Haltepunkt) an der Stecke Bruchsal-Menzingen, das sog. "Bahnhöfle".
Es befindet sich ca. 1,5 km vom Ort entfernt. Künftig verkehren Personenzüge,
die bald den Namen "Entenköpfer" bekommen, weil entlang der Strecke u.a.
Enten weideten und diese hin und wieder wohl ihr Leben lassen mussten.
1898
Nach Gründung der Badischen Lokal Eisenbahn
AG (BLEAG) wird die Nebenbahn Bruchsal-Menzingen von der neuen Tochtergesellschaft
der bisherigen WeEG betrieben.
1901
Bau des Schulhauses an der Langen Straße.
Das zweigeschossige Sandsteingebäude beherbergt im Erdgeschoss einen
Schulsaal und im Obergeschoss eine Lehrerwohnung.
1911
Die eindrucksvollen Wandmalereien in der
St.-Sebastians-Kirche aus dem 15. Jahrhundert werden wiederentdeckt und freigelegt.
1912
Gründung des Männergesangvereins
Bahnbrücken. Erster Vorstand wird Karl Heinrich Käser (bis 1939/45),
als erster Dirigent fungiert Lehrer Richard Kluge.
Im Privathaus der Familie Gustav Kolb in der Sickinger Straße 2 wird das 1. Telefon in Bahnbrücken bei der dortigen Poststelle Bahnbrücken eingerichtet.
1915
Die Poststelle zieht in das Haus Kirchner/Martin
in die Lange Straße 15 bzw. 27 um, wo sie sich bis zur Auflösung
befand.
Ende des 1. Weltkrieges
Im Hof der Schule wird das Kriegerdenkmal
für die Gefallenen und Vermissten errichtet. 1975 wird es in den Friedhof
verlegt.
1921
Bahnbrücken wird an das Stromnetz angeschlossen.
Zu diesem Zweck wird auch das sog. "Lichthäusle" erbaut.
1923
Gründung der "Ein- und Verkaufsgenossenschaft
Bahnbrücken", das sog. "Raiffeisenhaus".
1929
Bahnbrücken erhält eine zentrale
Wasserversorgung mit Pumpstation und Hochbehälter. Beide wurden nach
1970 durch den Bau des neuen Hochbehälters zusammen mit der Gemeinde
Zaisenhausen auf dem Gewann "Zaiselsberg" außer Betrieb gesetzt.
An der St.-Sebastians-Kirche wird das Türmchen an der Westseite abgebrochen, die Kirche nach Westen und Norden vergrößert und an der Ostseite ein neuer Turm angebaut. Damit erhält das Gotteshaus seine heutige äußere Gestalt.
1931
Die Badische Lokal Eisenbahn AG (BLEAG) wird
an die Deutsche Eisenbahn Betriebs Gesellschaft (DEBG) verkauft. Damit wird
die Nebenbahnstrecke Bruchsal-Menzingen forthin von der DEBG betrieben.
1933
Im Hof des Schulhauses wird die "Hindenburglinde"
gepflanzt. Sie steht heute noch.
1935
Karl Kolb übernimmt das Amt des Dirigenten
des Männergesangvereins Bahnbrücken und hat dieses Amt bis 1960,
mit kurzen Unterbrechungen nach dem 2. Weltkrieg durch Lehrer Gottlob Veizhans,
inne.
1936
Der Amtsbezirk Bretten wird aufgelöst.
Bahnbrücken, vor Dürrenbüchig und Sprantal die drittkleinste
Gemeinde das Amtsbezirks Bretten, kommt zum Bezirksamt Bruchsal, der ab 1938
zum Landkreis Bruchsal wird.
1937
Der alte Brunnen in der Ortsmitte wird abgerissen
und durch den Sulzfelder Steinhauermeister Ziegler neu gestaltet. Dabei wird
jedoch die bisherige Form im Grundsatz beibehalten. Der Brunnen wird am Brunnenstock
mit Inschriften des damaligen Bürgermeisters Hilpp und den Gemeinderäten
versehen. Auf seiner Nord- und Ostseite (Brunnenrand) werden jeweils die
damaligen Staatssymbole, das Hakenkreuz, sowie eine weitere Inschrift angebracht.
Nach Ende des 2. Weltkrieg werden die Hakenkreuze und die Inschrift am Brunnenrand
entfernt. Der Brunnen wurde später renoviert.
1938
Die Freiwillige Feuerwehr Bahnbrücken
wird durch 27 Mitglieder gegründet. Erster Kommandant wird
August Schmid (bis 1946).
Der Ortsverein Bahnbrücken des Deutschen Roten Kreuzes wird gegründet.
1941
An der Bleichstraße wird mit dem Bau
des Tabakschuppens begonnen. Die Fertigstellung zieht sich jedoch bis nach
dem Krieg hin.
1945
Am 4. April wird Bahnbrücken von französischen
Truppen besetzt.
Am 15. Juli übernahmen die Amerikaner
das Kommando.
1946
Die amerikanische Besatzungsmacht gründet
das Land Württemberg-Baden (Hauptstadt Stuttgart) aus dem nördlichen
Teil des früheren Landes Baden und dem nördlichen Teil des früheren
Landes Württemberg. Das Land gliedert sich in die Landesbezirke Baden,
zu dem auch der Landkreis Bruchsal und damit die Gemeinde Bahnbrücken
gehört, und dem Landesbezirk Württemberg. Das Land besteht bis
1952 und wird dann Teil von Baden-Württemberg.
Der Gemeinde Bahnbrücken werden insgesamt 47 ungarndeutsche und 4 jugoslawiendeutsche Heimatvertriebene zugewiesen, die sich dank Unterstützung aller Bewohner, allen voran vom damaligen Bürgermeister Gustav Richter, sehr schnell in das Ortsleben eingewöhnten.
Johann Kull übernimmt von August Schmid das Amt des Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Bahnbrücken (bis 1967).
1947
Fritz Krockenberger übernimmt das Amt
des Vorstands des Männergesangvereins Bahnbrücken (bis 1952).
1949
In Sinn werden bei den Gebr. Rinker 2 neue
Glocken für die St.-Sebastians-Kirche gegossen, die Betglocke und die
Totenglocke. Beide werden feierlich in Empfang genommen, geweiht und im Turm
neben der 1824 gegossenen alten Glocke aufgehängt. Seither hat Bahnbrücken
wieder ein mehrstimmiges Geläute, das mit den Tönen H, D und F
erklingt.
Die Freiwillige Feuerwehr Bahnbrücken erhält eine Motorspritze.
1950
Junge Frauen und Männer gründen
den Evangelischen Kirchenchor Bahnbrücken, der bis Ende der 50er Jahre
besteht.
1951
Im Süden des Ortes wird das Neubaugebiet
Bergstraße angelegt, das bis in die 70er Jahre besiedelt wird.
In der Waldstraße errichtet die Ein- und Verkaufsgenossenschaft Bahnbrücken die Brückenwaage (in den 90er Jahren geschlossen und abgetragen).
1952
Das Land Württemberg-Baden wird mit
dem Land (Süd-)Baden (Hauptstadt Freiburg) und Württemberg-Hohenzollern
(Hauptstadt Tübingen) zum Land Baden-Württemberg (Hauptstadt Stuttgart)
zusammen geschlossen. Es gliedert sich in 4 Regierungsbezirke Nordbaden (Hauptstadt
Karlsruhe), Südbaden (Hauptstadt Freiburg i.Br.), Nordwürttemberg
(Hauptstadt Stuttgart) und Südwürttemberg-Hohenzollern (Hauptstadt
Tübingen). Der Landkreis Bruchsal und mit ihm auch die Gemeinde Bahnbrücken
gehört zum Regierungsbezirk Nordbaden.
Karl August Richter übernimmt das Amt des Vorstands des Männergesangvereins Bahnbrücken (bis 1961).
Fünf junge Männer gründen
den Evangelischen Posaunenchor Bahnbrücken, der bis heute besteht.
Erster Obmann wird Werner Schroth (bis 1956),
erster Dirigent Hermann Reinbold (bis 1954).
1953
Die Ein- und Verkaufsgenossenschaft und
die Spar- und Darlehnskasse Bahnbrücken eGmuH werden vereinigt.
1954
Hermann Reinbold wird Organist in der Evangelischen
St.-Sebastians-Kirche in Bahnbrücken. Daher gibt er sein Dirigentenamt
beim Posaunenchor an Wilhelm Schmid ab, der den Chor bis zu seinem Tod 1963
leitet.
1956
Nach Inkrafttreten der neuen Verordnung über
die Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge in Deutschland am 1. Juli erhält
der Landkreis Bruchsal das Autokennzeichen "BR". Danach fahren auch in Bahnbrücken
die ersten Fahrzeuge mit diesem Kennzeichen. Es wird bis 1972 vergeben. Danach
wird es durch das neue Kennzeichen des Landkreises Karlsruhe "KA" ersetzt.
Die bisher zugeteilten Kennzeichen können jedoch beibehalten werden,
so dass bis in unsere Tage noch Fahrzeuge, insbesondere aus dem landwirtschaftlichen
Bereich, mit dem alten Kennzeichen "BR" verkehren.
Wilfried Kolb übernimmt von Werner Schroth das Amt des Obmannes des Posaunenchores Bahnbrücken (bis 1974).
1956/57
Wegen Baufälligkeit muss das 1714 erbaute
Rathaus abgebrochen werden. An gleicher Stelle wird ein neues, etwas vergrößertes
Rathaus erbaut. Hierfür muss die Gemeinde das Nachbargrundstück
hinzu erwerben. Am 1957 wird das neue Rathaus eingeweiht. An den Feierlichkeiten
nimmt u.a. auch Regierungspräsident Dr. Huber aus Karlsruhe und Landrat
Weiss aus Bruchsal teil.
Im Erdgeschoss erhält der Kindergarten sein Domizil, bis dieser in den 70er Jahren in das ehemalige Schulhaus umziehen kann.
Die Freiwillige Feuerwehr erhält einen Raum für das Feuerwehrauto und ihre Geräte im neuen Rathaus.
1959
Das Raiffeisenhaus an der Gochsheimer Straße
9 wird gebaut.
1960
Das Schulhaus wird renoviert.
Werner Reinbold übernimmt das Amt des Dirigenten des Männergesangvereins Bahnbrücken (bis 1974).
1961
Die Spar- und Darlehnskasse Bahnbrücken
eGmuH wird in Raiffeisenkasse Bahnbrücken eGmbH umbenannt.
Günther Oberst übernimmt das Amt des Vorstands des Männergesangvereins Bahnbrücken (bis 1992).
Mit der Einführung der Postleitzahlen in Deutschland erhält Bahnbrücken wie die meisten Gemeinden im Raum Bruchsal die Postleitzahl "7521".
1962
Im Privathaus von Johann Kull in der Langen
Straße wird eine Filiale der Bezirkssparkasse Bretten eröffnet.
Der Männergesangverein Bahnbrücken besteht 50 Jahre. Aus diesem Anlass wird im Mai auf dem Sportplatz ein Fest veranstaltet.
Am 10. Dezember wird die Südwestdeutsche Eisenbahn Gesellschaft mbH (SWEG) mit Sitz in Ettlingen gegründet. In ihr gehen alle süddeutschen Bahnen der Deutschen Eisenbahn Betriebs Gesellschaft (DEBG) auf. Die SWEG betreibt ab 1. Mai 1963 offiziell die Nebenbahnstrecke Bruchsal-Menzingen.
1963
Nach dem Tod von Wilhelm Schmid übernimmt
Reinhard Schmid das Dirigentenamt des Posaunenchores Bahnbrücken. Er
leitet den Chor bis heute.
1966
Mit Beginn des Schuljahres 1966/67 nimmt
die Grund- und Hauptschule Münzesheim auch die Oberstufenschüler
der bisherigen Volksschule Bahnbrücken auf. In Bahnbrücken verbleiben
nur noch die Schüler der Klassenstufen 1 bis 4.
1967
Der Friedhof wird nach Osten erweitert.
Gustav Richter übernimmt von Johann Kull das Amt des Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Bahnbrücken bzw. der Abteilung Bahnbrücken der Freiwilligen Feuerwehr Kraichtal und hat dieses Amt bis 1994 inne.
1968
Am 26. März tritt das baden-württembergische
"Erste Gesetz über Maßnahmen zur Stärkung der Verwaltungskraft
kleinerer Gemeinden" tritt in Kraft. Es ist die Grundlage für Vereinigungen
kleinerer Gemeinden. Ein Zweites Gesetz tritt am 28. Juli 1970 in Kraft.
Ende der 60er Jahre
Bahnbrücken wird komplett kanalisiert.
Der Ortsbach verdolt.
1969
Der langjährige Hauptlehrer der Grundschule
Bahnbrücken (seit 1937), Max Zimpfer, wird in den Ruhestand versetzt
und bezieht in Mosbach seinen Altersruhesitz. Sein Nachfolger wird Willi
Spitzer (bis 1971). Die Grundschule Bahnbrücken umfasst nunmehr nur
noch die Klassenstufen 1 bis 3. In der Klassenstufe 4 besuchen die Grundschüler
- wie die Hauptschüler bereits seit 1966 - künftig die Grundschule
in Münzesheim (bis 1974).
1970
Zur Sicherung der Wasserversorgung baut
die Gemeinde Bahnbrücken zusammen mit der Nachbargemeinde Zaisenhausen
einen neuen Hochbehälter auf dem Gewann "Zaiselsberg".
Der Ortsverein Bahnbrücken des Deutschen
Roten Kreuzes wird neu gegründet.
Mit Beginn des Schuljahres 1970/71 nimmt die Sonderschule für Lernbehinderte (heute Mönchsweg-Förderschule) in Münzesheim ihren Schulbetrieb auf. Sie ist auch für Förderschüler aus Bahnbrücken zuständig.
1971
Am 15. Januar treffen sich Bürgermeister
und Gemeinderäte aus Bahnbrücken mit ihren Kollegen aus den Nachbargemeinden
in der Sporthalle Menzingen zu einem Informations- und Ausspracheabend zwecks
Umsetzung der vom Land Baden-Württemberg durchzuführenden Gemeindereform.
Ein weiteres Gespräch findet am 9. Februar statt. Weitere Gespräche
folgen. Als Endergebnis wird eine Vereinbarung über den Zusammenschluss
der Gemeinden Bahnbrücken, Gochsheim, Landshausen, Menzingen, Münzesheim,
Neuenbürg, Oberacker, Oberöwisheim und Unteröwisheim zu einer
neuen Gemeinde ausgearbeitet. Als Namensgeber wird der Kraichbach herangezogen,
daher der Name Kraichtal. Anfangs war auch "Kraichbachtal" im Gespräch.
Durch die Stadtrechte der bisherigen Gemeinden Gochsheim und Unteröwisheim
wird die Bezeichnung "Stadt" auf die neue Kommune übertragen. Eine Neuverleihung
der Bezeichnung "Stadt" bedarf es daher nicht.
Am 14. Juli unterzeichnen die Bürgermeister der 9 Gemeinden in der Turnhalle in Münzesheim den Vertrag zur Bildung der neuen Kommune "Stadt Kraichtal", welcher am 1. September in Kraft tritt. Damit kommt die bisher zum Landkreis Sinsheim gehörende Gemeinde Landshausen zum Kreis Bruchsal. Das Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt den Vertrag am 13. August. Die neue Kommune hat ca. 12.600 Einwohner und eine Fläche von 8.058 ha. Sie erhält die neue Postleitzahl "7527".
Die Hälfte der bisherigen Gemeinderäte
der 9 Gemeinden bildet den "Übergangsgemeinderat Kraichtal". Dieser wählt
den bisherigen Bürgermeister der Gemeinde Oberöwisheim, Friedrich
Wein, am 1. September zum Amtsverweser der neuen Stadt Kraichtal.
Im September erscheint erstmals das "Mitteilungsblatt"
als amtliches Verkündigungsorgan der Stadt Kraichtal. Das Blatt wird
wegen seines grünen Papiers von der Bevölkerung bald als "grünes
Blättle" bezeichnet.
Bereits im Vertrag über die Bildung der Stadt Kraichtal wird geregelt, die unechte Teilortswahl einzuführen. Damit erhält jeder Stadtteil eine bestimmte Anzahl an Gemeinderäten. Auf Bahnbrücken entfallen künftig 2 Gemeinderäte (bisher hatte die Gemeinde Bahnbrücken noch 6 Gemeinderäte). Das gesamte Gremium hat seinerzeit nach der Gemeindeordnung 20, auf Grund der Einführung der unechten Teilortswahl jedoch insgesamt 24 Mitglieder. Später erhöhte sich die Zahl der regulären Sitze auf 26 (bis heute). Auf die Einführung der Ortschaftsverfassung, mit Ortschaftsrat und Ortsvorsteher wird verzichtet. Statt dessen werden sog. "Ortsreferenten" als Ansprechpartner für die Bürger eingeführt. Anfangs versehen 3 Ortsreferenten (Ost, Mitte und West) diese Aufgaben, ab 1984 sind es 5 und ab 1990 wird für jeden der 9 Stadtteile ein Ortsreferent eingesetzt. Bahnbrücken gehört anfangs zum Bereich Ost.
Am 24. Oktober wird der Gemeinderat der Stadt Kraichtal zum ersten Mal gewählt. Die CDU erhält 19, die SPD 5 Sitze. Für Bahnbrücken ziehen Gustav Richter und Reinhard Schmid in das neue Gremium ein.
Im Rathaus Bahnbrücken erhält das Grundbuchamt für die östlichen Stadtteile der neuen Stadt Kraichtal eine vorübergehende Bleibe, bevor es 1977 in das neu erstellte Rathaus in Münzesheim umzieht. Ein weiteres Grundbuchamt für die westlichen Stadtteile findet im Rathaus Unteröwisheim seine vorübergehende Bleibe.
Durch die Gemeindereform sollen künftig alle Straßennamen nur noch ein Mal in einer Gemeinde vorhanden sein. Bahnbrücken muss daher auf die "Kirchstraße" verzichten. Sie wird in "Sonnenstraße" umbenannt. Die Kirchstaße gibt es innerhalb Kraichtals nunmehr nur noch im Stadtteil Menzingen.
Zu Beginn des neuen Schuljahres 1971/72 erhält die Grundschule Bahnbrücken ihren "letzten" Lehrer, Oberlehrer Helmut Gramlich. Drei Jahre später wird die Schule geschlossen.
Am 1. Oktober wird die SWEG-Ettlingen mit der Mittelbadischen Eisenbahn Gesellschaft (MEG) zur Südwestdeutschen Eisenbahn Gesellschaft AG mit Sitz in Lahr zusammengeschlossen. Die SWEG Lahr betreibt weiterhin die Nebenbahnstrecke Bruchsal-Menzingen.
Am 12. Dezember wird der aus Rußheim (heute Dettenheim) stammende Verwaltungsrat Berthold Zimmermann im 2. Wahlgang zum ersten Bürgermeister der neuen Stadt Kraichtal gewählt. Die Wahlbeteiligung beträgt ca. 84 %. Er hatte bereits im 1. Wahlgang die Mehrzahl der Stimmen auf sich vereinigen können. Zimmermann tritt sein neues Amt am 14. Februar 1972 an.
1972
Die Raiffeisenkasse Bahnbrücken eGmbH
wird in Raiffeisenbank Bahnbrücken eG umbenannt.
1973
Mit der Kreisreform des Landes Baden-Württemberg
am 1. Januar wird der Landkreis Bruchsal aufgelöst und ganz dem Landkreis
Karlsruhe einverleibt. Gleichzeitig werden die 4 Regierungsbezirke Baden-Württembergs
umbenannt und neu zugeschnitten. Ferner werden in Baden-Württemberg 12
Regionen geschaffen. Die Stadt Kraichtal gehört seither zum Landkreis
Karlsruhe, Region Mittlerer Oberrhein, Regierungsbezirk Karlsruhe. Mit etwa
13.000 Einwohner ist sie nach Bruchsal, Ettlingen und Bretten die drittgrößte
Gemeinde des neuen Landkreises (durch die Bildung neuer Gemeinden innerhalb
des Landkreises Karlsruhe bis zum Jahr 1975 wurde die Stadt später auf
Rang 7 ? verdrängt).
Infolge der neuen Kreiszugehörigkeit
fahren in Bahnbrücken die ersten Autos mit dem amtlichen Kennzeichen
"KA".
Die Stadt Kraichtal erhält ihr neues Wappen. Amtsverweser Dr. Ditteney vom Landratsamt Karlsruhe übergibt Bürgermeister Zimmermann die Urkunde. Die künftigen Stadtfarben sind rot-weiß.
Nach Fusion der Bezirkssparkasse Bretten mit der Bezirkssparkasse Bruchsal zur Bezirkssparkasse (ab 1988 Sparkasse) Bruchsal-Bretten am 1. Januar gehört die Filiale Bahnbrücken nunmehr zum neuen Kreditinstitut.
Im Juni feiert die Raiffeisenbank Bahnbrücken eG ihr 50jähriges Jubiläum.
Am 18. Oktober gründen die 7 Evangelischen Kirchengemeinden der Stadt Kraichtal, darunter auch die Kirchengemeinde Bahnbrücken, die "Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchengemeinden in Kraichtal". An diesem Tag trifft sich die konstituierende Versammlung der Arbeitsgemeinschaft. Vorsitzender wird Pfarrer Liebrich aus Oberöwisheim.
1974
Am 25. Mai konstituiert sich die Freiwillige Feuerwehr Kraichtal. Die bisherige Feuerwehr Bahnbrücken ist künftig eine Abteilung der neuen Wehr.
Hans Schneider übernimmt von Wilfried Kolb das Amt des Obmannes des Posaunenchores Bahnbrücken (bis 1999).
Die Grundschule Bahnbrücken wird
aufgelöst. Mit Beginn des neuen Schuljahres 1974/75 besuchen die Grundschüler
des Ortes die Grundschule in Gochsheim.
In die Räumlichkeiten der Schule ziehen
später der Evangelische Kindergarten sowie in das Obergeschoss zunächst
das Jugendhaus Bahnbrücken ein.
1975
Reinhard Schmid übernimmt das Amt des
Dirigenten des Männergesangvereins Bahnbrücken von Werner Reinbold
und leitet dieses Amt bis heute.
Bei der Gemeinderatswahl am 20. April erhält die CDU 17, die SPD 9 Sitze. Für Bahnbrücken zieht Reinhard Schmid für eine weitere Wahlperiode in das Gremium ein. Neu gewählt wird Josef Langenbacher. Gustav Richter hatte nicht mehr kandidiert.
Am 23. Mai wird die von Wendelinus Frick
aus Oberöwisheim geschaffenen Ehrentafel für die Gefallenen und
Vermissten des 2. Weltkrieges auf dem Friedhof feierlich übergeben. An
der Feierstunde wirken der Männergesangverein und der Posaunenchor mit.
Zuvor war das Ehrenmal für die Gefallenen
und Vermissten des 1. Weltkrieges vom Schulhof ebenfalls auf den Friedhof
umgesetzt worden. Auf dem Friedhof befinden sich seit 1945 auch einige Soldatengräber,
die bis heute gepflegt werden.
Im Oktober wird das Jugendhaus Bahnbrücken gegründet und erhält im Obergeschoss des Schulhauses sein Domizil.
1976
Die St.-Sebastians-Kirche erhält eine
neue Heizungsanlage.
Die Evangelische Kirchengemeinde Bahnbrücken ändert ihren Namen in "Evangelische Kirchengemeinde Kraichtal-Bahnbrücken". 1988 wird diese Namensänderung wieder rückgängig gemacht.
Mitte der 70er Jahre
Die ehemalige Kelter, ein stattlicher Massivbau
aus dem 18. Jahrhundert, wird von den Ortsvereinen renoviert und dient seither
als Veranstaltungs- und Versammlungsraum für die örtlichen Vereine.
1977
Im Januar wird das neu erbaute Rathaus der
Stadt Kraichtal im Stadtteil Münzesheim bezogen. Damit zieht auch das
Grundbuchamt aus dem Rathaus Bahnbrücken nach Münzesheim um. Die
feierliche Einweihung des Rathauses erfolgt am 18. Mai mit einem Tag der
offenen Tür. An den Feierlichkeiten nehmen u.a. teil: MdB Bühler,
MdB Seefeld, MdL Wirth, Regierungspräsident Dr. Müller, Landrat
Dr. Ditteney, Oberbürgermeister Dr. Bieringer aus Bruchsal sowie die
Bürgermeister der Nachbargemeinden.
In Bahnbrücken verbleibt nach dem Auszug des Grundbuchamtes nur noch eine "Verwaltungsstelle" der Stadt Kraichtal, heute Bürgerbüro Bahnbrücken.
1978
An der St.-Sebastians-Kirche wird die Sakristei
im Turm saniert.
Im September wird im Stadtteil Unteröwisheim die Kläranlage der Stadt Kraichtal in Betrieb genommen. Der Stadtteil Bahnbrücken wird erst 1982 angeschlossen.
70er Jahre, wann
genau?
Die Filiale Bahnbrücken der Sparkasse
Bruchsal-Bretten bezieht ihr Domizil im Obergeschoss des Rathauses (bis 1994).
1979
Bei der Bürgermeisterwahl am 9. Dezember
wird Berthold Zimmermann in seinem Amt bestätigt und tritt im Februar
1980 seine 2. Amtsperiode in Kraichtal an.
1980
Bei der Gemeinderatswahl am 22. Juni erhält
die CDU 16, die SPD 11 Sitze. Reinhard Schmid und Josef Langenbacher ziehen
für den Stadtteil Bahnbrücken wieder in das Gremium ein.
1982
Bahnbrücken wird an die Gemeinschaftskläranlage
der Stadt Kraichtal angeschlossen, die ab 1979 im Stadtteil Unteröwisheim
gebaut wurde.
1983/84
Die 1911 freigelegten Wandmalereien in der
St.-Sebastians-Kirche aus dem 15. Jahrhundert werden restauriert bzw. aufgefrischt.
1984
Am 13. Mai wird auf dem Friedhof die mit
tatkräftiger Unterstützung der Bewohner errichtete Aussegnungshalle
eingeweiht. Sie sollte bereits 1970 von der damaligen Gemeinde Bahnbrücken
in Angriff genommen werden. Durch die Gemeindereform konnte dieses Vorhaben
jedoch nicht mehr ausgeführt werden.
Bei der Gemeinderatswahl am 28. Oktober erhält die CDU 16, die SPD 12 Sitze. Reinhard Schmid und Friedbert Pfitzenmeier ziehen für den Stadtteil Bahnbrücken in das Gremium ein. Josef Langenbacher kandidierte nicht mehr.
Im Nordosten des Dorfes wird das Neubaugebiet "Im Helm" angelegt, das bis in die 90er Jahre besiedelt wird.
Die SWEG als Betreiberin der Nebenbahnstrecke Bruchsal-Menzingen ändert ihren Namen in "Südwestdeutsche Verkehrs-AG".
1987
Die Stadt Kraichtal tritt der Jugendmusik-
und Kunstschule Bruchsal bei.
Am 13. Dezember wird Horst Kochendörfer als neuer Bürgermeister der Stadt Kraichtal gewählt. Er tritt am 13. Februar 1988 sein Amt an. Gleichzeitig wird der bisherige Amtsinhaber Berthold Zimmermann nach 16jähriger Amtzeit in Kraichtal verabschiedet. Er hatte nicht mehr für eine 3. Amtszeit kandidiert.
1988
Das "grüne Blättle" der Stadt
Kraichtal verabschiedet sich. Künftig erscheint es auf weißem Recyclingpapier.
1989
Bei der Gemeinderatswahl am 22. Oktober erhält
die CDU 15, die SPD 14 und Die Grünen 1 Sitz. Für den Stadtteil
Bahnbrücken wird Friedbert Pfitzenmeier wiedergewählt. Neu in das
Gremium zieht Alfred Richter ein. Reinhard Schmid kandidierte nicht mehr.
1990
In Kraichtal werden von der Badenwerk AG
Breitbandkabel, Erdgasleitungen und Stromkabel verlegt.
Die Stadt Kraichtal richtet für jeden Stadtteil einen eigenen Ortsreferenten ein. In Bahnbrücken übernimmt Reinhard Richter dieses Amt.
Der Freizeit- und Sportverein Bahnbrücken e.V. wird gegründet. Erster Vorsitzender wird Helmut Thomaier.
1991
Die Stadt Kraichtal tritt dem Zweckverband
Musik- und Kunstschule Bruchsal bei.
Am 18. September wird das Breitbandkabelfernsehen in Kraichtal in Betrieb genommen. Ab sofort kann man auch in Bahnbrücken mehrere Fernseh- und Radioprogramm per Kabel empfangen.
1992
Hans Schroth übernimmt das Amt des
Vorstands des Männergesangvereins Bahnbrücken (bis 2002).
1993
Am 1. Juli werden in Deutschland neue fünfstellige
Postleitzahlen eingeführt. Kraichtal erhält die Zahl "76703". Weitere
für Kraichtal zuständige Postleitzahlen sind "76699" für die
Postfachnummern 1101-1180 sowie "76700" für die Postfachnummern
1201-1280.
Am 27. November (1. Advent) wird im Stadtteil Münzesheim der 1. Kraichtaler Weihnachtsmarkt abgehalten.
1994
Im April tritt der Karlsruher Verkehrsverbund
(KVV) in Kraft. Die Bahnstrecke Bruchsal-Menzingen ist somit auch Teil dieses
Verkehrsverbundes. Zum Fahrplanwechsel 1994 übernimmt die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft
(AVG) die Nebenbahnstrecke Bruchsal-Menzingen von der SWEG. Die AVG beginnt
kurze Zeit später mit der Sanierung der Bahnstrecke. Bis 1996 wird die
Strecke elektrifiziert und in eine Stadtbahnlinie umgewandelt.
Rolf Richter übernimmt von Gustav Richter das Amt des Abteilungskommandanten der Abteilung Bahnbrücken der Freiwilligen Feuerwehr Kraichtal. Er hat dieses Amt bis heute inne.
Bei der Gemeinderatswahl am 12. Juni erhält die CDU 16, die SPD 12 und Bündnis90/Die Grünen 2 Sitze. Für den Stadtteil Bahnbrücken ziehen Alfred Richter und Hans Schroth, der für den 1992 ausgeschiedenen Friedbert Pfitzenmeier nachgerückt war, in das Gremium ein.
Im Oktober bezieht die Filiale Bahnbrücken der Sparkasse Bruchsal-Bretten ihr heutiges Domizil in der Gochsheimer Straße 4.
1995
Die Raiffeisenbank Bahnbrücken eG fusioniert
mit der Raiffeisenbank Kraichtal eG. Diese ging durch Fusion der "Raiffeisenbank
Kraichtal eG" (durch Zusammenschluss der Raiffeisenbanken Menzingen, Landshausen
und Oberacker entstanden) mit der "Kraichtaler Bank Raiffeisen eG" (1977
durch Zusammenschluss der Raiffeisenbanken Gochsheim, Münzesheim, Neuenbürg
und Oberöwisheim entstanden) hervor.
Bei der Bürgermeisterwahl am 3. Dezember wird Amtsinhaber Horst Kochendörfer in seinem Amt bestätigt und tritt im Februar 1996 seine 2. Amtsperiode an.
1996
Die in eine Stadtbahnlinie umgewandelte Nebenbahnstrecke
Bruchsal-Menzingen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft nimmt ihren Betrieb auf.
Bahnbrücken erhält eine Haltestelle an die Linie S 3 Karlsruhe-Bruchsal-Menzingen.
Das bisherige "Bahnhöfle" wird somit zur S-Bahn-Haltestelle. In der
Folgezeit werden an der Haltestelle Bahnbrücken insgesamt 15 "Park &
Ride"-Parkplätze geschaffen.
Die Haltestelle Bahnbrücken liegt 17
km Bahnstrecke östlich von Bruchsal.
Am 1. September besteht die Stadt Kraichtal 25 Jahre. Aus diesem Anlass findet ein Festakt in Unteröwisheim statt.
1997
Die Raiffeisenbank Kraichtal eG fusioniert
mit der Volksbank Bretten - Raiffeisenbank eG.
1998
Die Volksbank Bretten - Raiffeisenbank eG
bezieht ihre neue Geschäftsstelle Bahnbrücken in der Langen Straße
19. Das bisherige Raiffeisenhaus wird privat veräußert.
1999
Markus Winter übernimmt von Hans Schneider
das Amt des Obmannes des Posaunenchores Bahnbrücken. Er hat dieses Amt
bis heute inne. Hans Schneider wird zum Ehrenobmann ernannt.
2000
Nach 10jähriger Amtszeit als Vorstand
des FSV Bahnbrücken legt Helmut Thomaier sein Amt nieder. Neuer Vorstand
wird Oliver Stumpf.
2001
Am 1. Januar fusioniert die Sparkasse Bruchsal-Bretten
mit der Sparkasse Sinsheim zur neuen Sparkasse Kraichgau. Damit gehört
die Filiale Bahnbrücken zum neuen Kreditinstitut.
Der FSV Bahnbrücken beginnt mit dem
Bau seines Vereinsheims "Vor dem Wald".
2002
Der Evangelische Posaunenchor Bahnbrücken
besteht 50 Jahre. Aus diesem Anlass finden verschiedene Veranstaltungen statt.
Im September schließt die Volksbank
Bretten - Raiffeisenbank eG ihre Geschäftsstelle Bahnbrücken.
Damit gibt es in Bahnbrücken nur noch
eine Filiale der Sparkasse Kraichgau.
Der FSV Bahnbrücken nimmt sein Vereinsheim "Vor dem Wald" in Betrieb. Die offizielle Einweihung findet im Frühjahr 2003 statt.
2003
Im Juli eröffnet im FSV-Vereinsheim
Bahnbrücken die Gaststätte "FSV-Treff". Damit hat der Ort wieder
eine Gaststätte.
Anlässlich der bevorstehenden Renovierung des Dorfbrunnens veranstalten die örtlichen Vereine Ende August ein "Brunnenfest".
Bei der Bürgermeisterwahl wird Amtsinhaber Horst Kochendörfer in seinem Amt bestätigt und tritt im Februar 2004 seine 3. Amtsperiode an.
2004
Völlig unerwartet verstirbt Bürgermeister
Horst Kochendörfer am 27. November nach kurzer Krankheit. Bürgermeister-Stellvertreter
Gemeinderat Bernward Hemberger übernimmt die Amtsgeschäfte im Rathaus.
2005
Bei der vorgezogenen Neuwahl des Bürgermeisters
wird der bisherige Bürgermeister aus Illingen (Württemberg), Ulrich
Hintermayer, unter zehn Bewerbern im zweiten Wahlgang am 20. März zum
neuen Bürgermeister von Kraichtal gewählt. Er nimmt seine Amtsgeschäfte
am 4. Mai auf.
2006
Am 24. Februar wird die Filiale Bahnbrücken
der Sparkasse Kraichgau geschlossen. Nachdem die Volksbank Bretten - Raiffeissen
eG bereits im September 2002 ihre Geschäftsstelle in Bahnbrücken
geschlossen hatte, gibt es nun im Ort kein Kreditinstitut mehr. Kunden müssen
nunmehr Bank- bzw. Sparkassenfilialen in anderen Stadtteilen aufsuchen.
Beim FSV-Vereinsheim werden neue Parkplätze
und ein Beachvolleyball-Feld angelegt.
2009
Im Sommer wird mit dem Bau der Mehrzweckhalle beim FSV-Treff begonnen.
Die Bürgermeister von Bahnbrücken
1358
Syfrit der Schultheiß von Bahnbrücken
1406
Contzlin Sifrit
1538
Martin Hasenaug
1549
Hans Hasenaug
1583
Anselm Kolb
1680
Hanß Jerg Kercher
1706
Johann Jerg Kercher
1713
Jakob Merwarth
1720
Peter Johann Kercher
1725
Hans Jerg Meerwarth (+ vor 1743)
1750
Johann Georg Rempfer
1786
Johann Leonhard Reinbold (*20.09.1770 +24.12.1818)
1806
M. Haller
1817
Johann Jakob Kolb, Vogt (*07.10.1762 +18.06.1831)
1840
Jakob Leonhard Kolb
1852
Jakob Andreas Kolb (*20.12.1806 +31.07.1859)
1871-1873 Johann Leonhard
Kolb (*02.10.1797 +24.03.1874)
1873-1885 Johann Jakob Winter
(*13.02.1816 +07.10.1890)
1885-1891 Johann Peter Käser
(*10.02.1834 +30.06.1913)
1891-1896 Jakob Schroth (*13.12.1855
+03.12.1939)
1896-1905 Wilhelm Jeremias Hilpp
(*13.02.1849 +10.10.1905)
1905-1919 Jakob August Winter
(*15.08.1841 +03.03.1920)
1919-1928 Karl Friedrich Käser
(*21.03.1866 +02.09.1945)
1928-1937 August Theodor Schmid
(*04.08.1868 +09.05.1939)
1937-(1945) Wilhelm Hilpp (*02.02.1907 +16.04.1945
gef.); ab 1942 im Wehrdienst
1942-1945 Gottlieb Meerwarth
(*22.12.1902 +03.05.1984) führte die Amtsgeschäfte
1945-1948 Gustav Richter sen.
(*29.04.1905 +16.12.1993)
1948-1966 Heinrich Schroth (*23.05.1895
+24.02.1984)
1966-1971 Gottlieb Schmid (*17.02.1907
+25.04.1982)
Die Bürgermeister von Bahnbrücken
von 1928 bis 1971 im Bild:
| August Theodor
Schmid 1928-1937 |
Wilhelm
Hilpp 1937-1942 (1945) |
Gottlieb
Meerwarth 1942-1945 |
Gustav
Richter 1945-1948 |
Heinrich
Schroth 1948-1966 |
Gottlieb
Schmid 1966-1971 |
Folgende Personen waren wohl auch Bürgermeister bzw. Vogt in Bahnbrücken. Eine genaue Amtszeit konnte jedoch nicht ermittelt werden:
Johann Leonhard Reinbold, Bürgermeister
(*um 1726 +30.12.1784)
Leonhard Kolb, Bürgermeister (*um 1734
+10.03.1806)
Jakob Meerwarth, Schultheiß und Vogt
(*26.04.1748 +21.01.1812)
Johannes Meerwarth, Bürgermeister (*15.06.1749
+26.09.1821)
Johann Andreas Kolb, Bürgermeister (*16.04.1812
+23.09.1884)
Georg Adam Schroth, Bürgermeister (*16.09.1823
+21.03.1874)
Die Bürgermeister von Kraichtal
1971 - 1972 Friedrich Wein
(Amtsverweser)
1972 - 1988 Berthold Zimmermann
1988 - 2004 Horst Kochendörfer
(† 2004)
2004 - 2005 Bernward Hemberger,
stellv. Bürgermeister
2005 - heute Ulrich Hintermayer
Gemeinderäte für den Stadtteil
Bahnbrücken
seit Bildung der Stadt Kraichtal
| Julia Fürstenberger (Ausgleichssitz) | 2004 - 2005 |
| Siegfried Hausknecht | 2009 - heute |
| Beatrix Kull |
2004 - ? |
| Josef Langenbacher | 1975 - 1984 |
| Friedbert Pfitzenmeier | 1984 - 1992 |
| Alfred Richter | 1989 - heute |
| Konrad Reichert | 2003 - 2004 |
| Gustav Richter | 1971 - 1975 |
| Reinhard Schmid | 1971 - 1989 |
| Hans Schroth | 1992 - 2002 |
Straßenverzeichnis von Bahnbrücken
| Adlerstraße | 3. Abzweigung der
Langen Straße nach rechts; Name vom ehemaligen "Gasthaus zum Adler" |
| Bergstraße | Verlängerung
der Sickinger Straße; Name vom Gewann "Am Berg"; ab ca. 1950 angelegte Straße, in den 1970er Jahren bis zur Einmündung in die Gochsheimer Straße verlängert |
| Bleichstraße | 5. Abzweigung
der Langen Straße nach rechts; Name von der Tätigkeit des "Wäschebleichens" auf den Wiesen, die sich früher dort befanden |
| Gochsheimer Straße | 2. Abzweigung der
Langen Straße nach rechts; Name von Gochsheim (früher selbständige Stadt und heute Nachbarstadtteil von Bahnbrücken) |
| Im Helm | Abzweigung der St.-Sebastian-Straße;
Name vom Gewann "Im Helm"; ab 1984 im Rahmen des Neubaugebietes angelegt |
| Lange Straße | Hauptstraße des Dorfes, führt von West nach Ost durch den Ort; dürfte auch heute noch die "längste Straße des Dorfes" sein |
| Obere Bergstraße | Abzweigung der Gochsheimer Straße oberhalb der Bergstraße, in den 1980er Jahren angelegt und 2009 erweitert. |
| St.-Sebastian-Straße | 3. Abzweigung der
Langen Straße nach links; Name von der Evangelischen Kirche St. Sebastian; ab 1984 im Rahmen des Neubaugebietes "Helm" angelegt |
| Sickinger Straße | 4. Abzweigung der
Langen Straße nach rechts; Name vom früheren Ort Sickingen, der 1936 nach Flehingen eingemeindet wurde (Flehingen heute ein Ortsteil von Oberderdingen) |
| Sonnenstraße | früher Kirchstraße; 1. und 2. Abzweigung bzw. nördliche Parallelstraße der Langen Straße nach links; in der Gegend der Kirche und Kelter wohl die älteste Straße des Dorfes; über die Namensgebung gibt es verschiedene Erklärungen; tatsächliche Herkunft eher zufällig; zumindest scheint die Sonne hier nicht mehr als anderswo im Dorf |
| Vor dem Wald | 1. Abzweigung der
Langen Straße nach rechts; Name vom Gewann "Vor dem Wald"; als jüngste Straße des Dorfes im Rahmen des Neubaugebietes angelegt |
| Waldstraße | südliche Parallelstraße
der Langen Straße; Name vom Wald, der früher bis an den Ort reichte |
| Weiherstraße | 5. und letzte Abzweigung
der Langen Straße nach rechts; kürzeste Straße des Dorfes;
Name von einem früheren Weiher |
Hinweise und Ergänzungen nehme ich
gerne entgegen. Senden Sie mir eine E-Mail.
© März 2002 www.bahnbruecken.de Martin W. Richter Letzte Aktualisierung: 2. Januar 2010