Die Orte des Landkreises und Stadtkreises Karlsruhe

Der Landkreis Karlsruhe und seine 32 Gemeinden
Mit einem Klick auf die nachfolgende Gemeindenamen gelangen Sie zu Kurzinformationen über die jeweilige Gemeinde, wie z.B. deren Entstehung. Zur offiziellen Homepage der jeweiligen Gemeinde gelangen Sie mit einem weiteren Klick auf die in der Kopfzeile angegebene www-Adresse.

Bad Schönborn - Bretten - Bruchsal - Dettenheim - Eggenstein-Leopoldshafen - Ettlingen - Forst - Gondelsheim - Graben-Neudorf - Hambrücken - Karlsbad - Karlsdorf-Neuthard - Kraichtal - Kronau - Kürnbach - Linkenheim-Hochstetten - Malsch - Marxzell - Oberderdingen - Oberhausen-Rheinhausen - Östringen - Pfinztal - Philippsburg - Rheinstetten - Stutensee - Sulzfeld - Ubstadt-Weiher - Waghäusel - Waldbronn - Walzbachtal - Weingarten (Baden) - Zaisenhausen
 

Entstehung der heutigen Gemeinden

Die heutigen oben genannten 32 Gemeinden des Landkreises Karlsruhe wurden aus insgesamt 98 Ortschaften bzw. ehemals selbständigen Gemeinden gebildet. Vor 1936 waren es sogar mehr als 98 Gemeinden. Bis zur Kreisreform zum 1.1.1973 bzw. vor der entsprechenden Gemeindereform gehörten von den insgesamt 98 Orten 51 Orte zum (alten) Landkreis Karlsruhe, 38 zum Landkreis Bruchsal, 1 zum Landkreis Pforzheim, 1 zum Landkreis Rastatt, 6 zum Landkreis Sinsheim und 1 zum Landkreis Vaihingen.
Historisch gehörten die Gemeinden des Kreises seit Anfang des 19. Jahrhunderts zum Großherzogtum Baden. Zuvor waren diese im Besitz folgender Herrschaften:
- Markgrafschaft Baden (bis 1770 geteilt in Markgrafschaft Baden-Durlach und Baden-Baden)
- Hochstift Speyer
- Kurpfalz
- Herzogtum Württemberg
- Ritterkanton Kraichgau (Flehingen, Menzingen, Sickingen, Sulzfeld)
- Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (nur einen Teil von Kürnbach)

Von den 32 Gemeinden haben folgende 9 Gemeinden das Stadtrecht:

Bretten, Bruchsal, Ettlingen, Stutensee, Kraichtal, Östringen, Philippsburg, Rheinstetten und Waghäusel. Die 4 erstgenannten sowie ab 1.1.2005 auch Rheinstetten haben gleichzeitig den Status einer "Großen Kreisstadt" (Die Verleihung des Titels "Große Kreisstadt" durch die Landesregierung ist möglich, sofern die Stadt mehr als 20.000 Einwohner hat).
Bretten, Bruchsal, Ettlingen und Philippsburg tragen die Bezeichnung "Stadt" schon aus historischer Zeit. Auf die Stadt Kraichtal ging der Titel "Stadt" von den beiden ehemaligen Städten und heutigen Stadtteilen Gochsheim und Unteröwisheim über. Den anderen Kommunen (Östringen, Rheinstetten, Stutensee und Waghäusel) wurde die Bezeichnung "Stadt" auf ihren Antrag von der Landesregierung in den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts verliehen. Voraussetzung für die heutige Verleihung der Bezeichnung "Stadt" ist u.a. die Tatsache, dass die Kommune mehr als 10.000 Einwohner und ein "städtisches Gepräge" hat.
Vor der Gemeindereform hatten darüber hinaus auch Heidelsheim und Obergrombach, beide heute Stadtteile von Bruchsal, Stadtrechte.

Kurorte u.ä. *)
Im Landkreis Karlsruhe gibt es folgende Gemeinden mit Kurbetrieb:
- Bad Schönborn, Heilbad und Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb
- Waldbronn, Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb

*) Nach dem baden-württembergischen "Gesetz über die Anerkennung von Kurorten und Erholungsorten" gibt es folgende Arten von Kurorten:
Heilbad (Mineral-, Thermal-, Sole- oder Moorheilbad), Heilklimatischer Kurort, Kneippheilbad, Kneippkurort, Ort mit Heilquellen oder Moor(Peloid)-Kurbetrieb, Ort mit Heilstollen-Kurbetrieb, Luftkurort und Erholungsort
 

Der Stadtkreis Karlsruhe und seine 27 Stadtteile

Beiertheim-Bulach - Daxlanden - Durlach - Grötzingen - Grünwettersbach - Grünwinkel - Hagsfeld - Hohenwettersbach - Innenstadt-Ost - Innenstadt-West - Knielingen - Mühlburg - Neureut - Nordstadt - Nordweststadt - Oberreut - Oststadt - Palmbach - Rintheim - Rüppurr - StupferichSüdstadt - Südweststadt - Waldstadt - Weiherfeld-Dammerstock - Weststadt - Wolfartsweier

Entstehung der heutigen Stadtteile

Der Stadtkreis Karlsruhe in seiner heutigen Ausdehnung besteht aus den oben genannten 27 Stadtteilen. 16 dieser Stadtteile bildeten im Laufe der Geschichte einmal insgesamt 19 Städte und Gemeinden, die mehr oder weniger lang als eigenständige Gemeinden geführt und ab 1886 in die 1715 gegründeten Stadt Karlsruhe eingegliedert wurden. Die ehemaligen Gemeinden Aue (heute Teil des Stadtteils Durlach) und Bulach (heute zusammen mit der ehemaligen Gemeinde Beiertheim gemeinsamer Stadtteil Beiertheim-Bulach) sowie die bis 1935 bestehenden Gemeinden Teutschneureut und Welschneureut (beide bilden heute den Stadtteil Neureut) werden heute nicht mehr als eigenständiger Stadtteil geführt. Hingegen wurden auf dem Gebiet der Stadt Karlsruhe 11 neue Stadtteile festgelegt, bei denen es sich meist um neu entstandene Wohngebiete handelt.
Schon bei der Bildung des Stadtkreises Karlsruhe im Jahr 1938 bestand dieser aus der eigentlichen Stadt Karlsruhe und 11 ehemaligen Städten und Gemeinden. Sieben weitere Gemeinden, darunter Neureut, wurden zwischen 1.1.1972 und 14.2.1975 in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert. Damit erreichte er seine heutige Ausdehnung.
Auf dem Gebiet des Stadtkreises Karlsruhe hatten nur Mühlburg und Durlach Stadtrechte.
 

Die Orte des Stadt- und Landkreises Karlsruhe

Nachfolgend werden in alphabetischer Reihenfolge, die 32 heutigen Gemeinden des Landkreises Karlsruhe, alle 118 Gemeinden des Stadt- und Landkreises Karlsruhe, wie diese seit 1938 bestanden, sowie die vor 1938 bestehenden selbständigen Gemeinden auf dem Gebiet beider Kreise aufgeführt. Darüber hinaus die bedeutendsten, heute noch bestehenden eigenständigen Wohnplätze (W). Am Ende dieser Seite befindet sich eine Aufstellung über die Stadtteile von Karlsruhe, die keine eigenständigen Gemeinden waren. In der Übersicht nicht aufgeführt sind Siedlungen, die vollständig abgegangen sind, auch wenn sie einmal eine selbständige Gemeinde waren.
Jedem Ort wurde die Postleitzahl von 1961, die Postleitzahl nach der Gemeindereform der 70er Jahre sowie die neue heute gültige Postleitzahl (seit 1.7.1993) beigefügt. Die Postleitzahlen der Orte im Stadtkreis Karlsruhe ab 1.7.1993 wurden nur mit 76xxx wiedergegeben, da Karlsruhe mehrere Postleitzahlen hat und die Grenzen der Leitgebiete teilweise quer durch die Stadtteile gehen.
 

Alt-Dettenheim (W) - Gemeinde Dettenheim
Wohnplatz, der nur aus wenigen Häusern besteht. Reste einer ehemals selbständigen Gemeinde, die zur Kurpfalz gehörte, durch den Rheindurchstich Ende des 18. Jh. jedoch ihre Gemarkung verlor, welche dadurch überwiegend linksrheinisch lag, der Ort selbst jedoch weiterhin rechtsrheinisch. Die Gemarkung kam daher 1801 an Frankreich, der Ort 1803 an Baden. Durch Hochwasser des Rheins immer wieder bedroht bat die Bevölkerung, den Ort umsiedeln zu können. Im Jahr 1813 wurde dies durch Großherzog Karl von Baden gestattet. Der Ort wurde bei der Altenburg nahe Bruchsal wieder aufgebaut und erhielt den Namen Karlsdorf. Die noch verbleibende Gemarkung wurde der Gemeinde Liedolsheim zugeschlagen.
Die durch die Gemeindereform am 1.1.1975 entstandene Gemeinde Liedolsheim-Rußheim (Vereinigung von Liedolsheim und Rußheim) wurde am 1.1.1978 in Dettenheim umbenannt, so dass seither der alte Gemeindename wieder existiert.
Postleitzahlen: 7501 Liedolsheim (1961), 7521 Liedolsheim-Rußheim (1975), 7521 Dettenheim (1978), 76706 (1993)

Aue - Stadt Karlsruhe
1110 erstmals als Alia Godeshowa, 1404 Ouwe, erwähnt, gehörte das Dorf Aue von Anfang an zu Durlach, erhielt erst 1859 eine eigene Gemarkung und wurde selbständige Gemeinde im Amt Durlach. 1921 wurde Aue wieder mit Durlach vereinigt und kam mit diesem am 1.4.1938 zum neu gebildeten Stadtkreis Karlsruhe. Seither ist Aue nicht mehr abgegrenzter Bestandteil des Stadtteils Durlach.
Neckname: "Rahmdieb"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe-Durlach (1961), 7500 Karlsruhe 41 (19 ), 76xxx (1993)

Auerbach - Gemeinde Karlsbad
1278 erstmals als Urbach erwähnt, gehörte der Ort zunächst dem Haus Dietenhausen-Nöttingen, dann Konrad von Remchingen. Dessen Sohn Berthold verkaufte den Ort 1297 an das Kloster Herrenalb. Damit gehörte es zu den Dörfern, die unter badischem Schirm standen. Mit der Reformation zog Württemberg den Ort ein und ordnete es dem Amt Langensteinbach zu, von wo es auch kirchlich versorgt wurde. Erst 1802 erhielt der Ort eine eigene Kirche. Von 1803 bis 1821 gehörte Auerbach zum Oberamt Pforzheim, von 1821 bis 1921 zum Amt/Bezirksamt Durlach und anschließend zum Bezirksamt Ettlingen. 1937 wurde Auerbach dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Am 1.9.1971 vereinigte sich Auerbach mit den Gemeinden Ittersbach (Landkreis Pforzheim), Langensteinbach, Mutschelbach und Spielberg zur neuen Gemeinde Karlsbad.
Neckname: "Russen" oder "Kugelbaich"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7516 Karlsbad (1971), 76307 (1993)

Bad Langenbrücken - Gemeinde Bad Schönborn
1269 erstmals als Langenbrucke erwähnt, gelangte der Ort vermutlich schon vor 1250 über die Herrschaft Kislau zum Bistum Speyer und gehörte zu diesem Hochstift bis zum Reichsdeputationshauptschluss im Jahre 1803. Daher blieb Langenbrücken nach der Reformation katholisch. 1803 kam Langenbrücken an Baden. Von 1803 bis 1807 gehörte der Ort zur Grafschaft Odenheim, dann zum Oberamt Bruchsal und ab 1810 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Langenbrücken zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. 1931 erhielt der Ort eine Gemarkungserweiterung durch Eingliederung von Teilen der Lußhardt. Am 6.9.1965 erhielt die Gemeinde den Namenszusatz "Bad". Am 1.1.1971 vereinigte sich die Gemeinde mit Bad Mingolsheim zur neuen Gemeinde Bad Mingolsheim-Langenbrücken, die sich am 7.8.1972 in Bad Schönborn umbenannte. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Gemeinde zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Hafenscherbe" oder "Hitlen"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7525 Bad Mingolsheim-Langenbrücken (1971), 7525 Bad Schönborn (1972), 76669 (1993)

Bad Mingolsheim - Gemeinde Bad Schönborn
773 erstmals als Munigoldesheim erwähnt, gehörte der Ort zum Lorscher Besitz, dann übten die Grafen von Calw Lehnshoheit über den Ort aus, der über die Welfen an die Staufer und von diesen schließlich an die Herren von Kislau gelangte. Vor 1250 kam Mingolsheim an das Bistum Speyer und gehörte zu diesem Hochstift bis 1803, so dass es nach der Reformation katholisch blieb. Nach Anschluss an Baden im Jahre 1803 gehörte Mingolsheim von 1803 bis 1804 zum Amt Wiesloch, dann zum Amt Kislau. 1809 kam er zum zweiten Landamt Bruchsal und 1819 schließlich  zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 30.6.1964 erhielt die Gemeinde den Namenszusatz "Bad". Am 1.1.1971 vereinigte sich die Gemeinde mit Bad Langenbrücken zur neuen Gemeinde Bad Mingolsheim-Langenbrücken, die sich am 7.8.1972 in Bad Schönborn umbenannte. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Gemeinde zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Sunnespritzer" oder "Luft"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7525 Bad Mingolsheim-Langenbrücken (1971), 7525 Bad Schönborn (1972), 76669 (1993)

Bad Mingolsheim-Langenbrücken - Gemeinde Bad Schönborn
Am 1.1.1971 vereinigten sich die Gemeinden Bad Langenbrücken und Bad Mingolsheim zur neuen Gemeinde Bad Mingolsheim-Langenbrücken. Die neue Gemeinde änderte am 7.8.1972 ihren Namen in Bad Schönborn.
Postleitzahlen: - (1961), 7525 (1971), 7525 Bad Schönborn (1972), 76669 (1993)

Bad Schönborn - Gemeinde Bad Schönborn  - www.bad-schoenborn.de
Seit 7.8.1972 Name für die am 1.1.1971 durch Vereinigung der Gemeinden Bad Langenbrücken und Bad Mingolsheim entstandene Gemeinde Bad Mingolsheim-Langenbrücken. Der Name erinnert an den ehemaligen Speyerer Bischof Kardinal Damian Hugo von Schönborn, der das auf dem Gemeindegebiet liegende Schloss Kislau neu gestalten ließ. Die Gemeinde ist das einzige Heilbad mit Heilquellen-Kurbetrieb im Landkreis Karlsruhe. Ein weiterer Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb ist Waldbronn.
Postleitzahlen: - (1961), 7525 (1972), 76669 (1993)

Bahnbrücken - Stadt Kraichtal
1219 erstmals als Bahnbrucken erwähnt, gehörte der Ort anfangs den Grafen von Eberstein und kam ab 1278  an das Kloster Herrenalb. Mit diesem kam der Ort ab 1338 unter württembergische Herrschaft und gehörte zu Pflege Derdingen. 1806 wurde es im Austausch dem Großherzogtum Baden zugeteilt. Von 1807 bis 1813 gehörte der Ort zum Amt Gochsheim, dann zum Amt/Bezirksamt Bretten und ab 1936 zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich Bahnbrücken mit den Städten Gochsheim und Unteröwisheim sowie den Gemeinden Landshausen (Kreis Sinsheim), Menzingen, Münzesheim, Neuenbürg, Oberacker und Oberöwisheimzur neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Hexebrater"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527 Kraichtal (1971), 76703 (1993)

Bauerbach - Stadt Bretten
788 erstmals als Burbach erwähnt, gehörte der Ort überwiegend zum Lorscher Besitz. Später gelangte Bauerbach an das Kloster Hirsau, 1305 wurde es an Zeisold von Magenheim verpfändet, dann kam der Ort 1330 an Albrecht Hofwart von Kirchheim und 1354 wurde Bauerbach von Kaiser Karl IV. in ein Reichslehen umgewandelt. Das Kloster Hirsau verkaufte 1511 den Ort an das Domkapitel zu Speyer. Daher blieb Bauerbach nach der Reformation katholisch. 1803 kam Bauerbach vom Hochstift Speyer an Baden. Von 1803 bis 1936 gehörte der Ort zum Landamt/Amt/Bezirksamt Bretten und ab 1936 zum Landkreis Karlsruhe. Am 2.2.1972 wurde Bauerbach in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Papiersamen" oder "Apfelbrecher"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518 Bretten (1972), 75015 (1993)

Beiertheim - Stadt Karlsruhe
1110 erstmals erwähnt, gehörte der Ort zur Markgrafschaft Baden und war dem Amt Mühlburg zugeteilt. Weil der Ort mit der Pfarrei Bulach verbunden war, kam er 1535 zu Baden-Baden und wurde dem Amt Ettlingen zugeordnet. Der Ort blieb daher nach der Reformation katholisch. Ab 1771 wurden mehrmals Gebiete mit Karlsruhe getauscht. 1809 wurde Beiertheim eine selbständige Gemeinde im Amt Karlsruhe, jedoch knapp 100 Jahre später, am 1.1.1907,  in die Stadt Karlsruhe eingegliedert, als für den Hauptbahnhof Karlsruhe ein neuer Standort gefunden werden musste. Nach Eingliederung von Bulach im Jahre 1928 wurde Beiertheim mit Bulach zum Stadtteil Beiertheim-Bulach vereinigt.
Neckname: "Schlofer"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe (1961), 7500 Karlsruhe 1 (19 ), 76xxx (1993)

Beiertheim-Bulach - Stadt Karlsruhe
Stadtteil von Karlsruhe, entstand nach Eingemeindung von Bulach 1928 durch Vereinigung desselben mit dem bereit 1907 eingemeindeten Beiertheim.

Berghausen - Gemeinde Pfinztal
767/778 erstmals als Barchusen erwähnt, gehörte der Ort den Klostern Lorsch bzw. Weißenburg, später auch Hirsau und Gottesaue. Die Herrschaftsrechte gelangte vermutlich über die Grafen von Hohenberg an die Staufer, um 1220 an die Markgrafschaft Baden. Niedere Adelsgeschlechter hatten später noch Grundbesitz am Ort, jedoch keine Herrschaftsrecht mehr. Die Markgrafen führten die Reformation ein. Berghausen gehörte bis 1924 zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Durlach und seither zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1974 vereinigte sich Berghausen mit den Gemeinden Kleinsteinbach, Söllingen und Wöschbachzur neuen Gemeinde Pfinztal.
Neckname: "Berghasen" oder "Bruchsäckel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7507 Pfinztal (1974), 76327 (1993)

Blankenloch - Stadt Stutensee
1337 erstmals als Blankelach erwähnt, war der Ort im bischöflich-speyerischen Besitz unter Herrschaft der Markgrafschaft Baden. Die Markgrafen führten die Reformation ein. Der Ort gehörte zum Oberamt Durlach und seit 1809 zum Landamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. 1935 wurde die Gemeinde Büchig bei Karlsruhe eingegliedert. Am 1.1.1975 vereinigte sich Blankenloch mit den Gemeinden Friedrichstal, Spöck und Staffort zur neuen Gemeinde Stutensee, welche mit Wirkung vom 1.1.1998 zur "Großen Kreisstadt" erklärt wurde, nachdem sie die Einwohnerzahl von 20.000 überschritten hatte. Auf der Gemarkung Blankenloch liegt auch der Weiler Stutensee, welcher der neuen Stadt den Namen gab. Zur Beschreibung von Stutensee siehe dort.
Neckname: "Rotbärzel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7513 Stutensee (1975), 76297 (1993)

Bretten - Stadt Bretten - www.bretten.de
767 erstmals als Breteheim erwähnt, gehörte der Ort zunächst zu verschiedenen Herrschaften darunter auch die Grafen von Eberstein, die den Ort 1254 zur Stadt machten. Über eine Erbtochter gelangte Bretten 1263 bis 1354 an die Grafen von Zweibrücken-Eberstein, wann wieder an die Ebersteiner. Ab 1309 kam Bretten nach und nach an die Kurpfalz und war Amtsstadt. Vorübergehend gehörte es auch zur Markgrafschaft Baden (ca. 1330-35). 1349 war es ganz kurpfälzisch. Im 30jährigen Krieg wechselte die Stadt mehrmals die Herrschaft. Im pfälzischen Erbfolgekrieg 1669 wurde Bretten nahezu völlig zerstört. 1803 kam Bretten an Baden und blieb eine Amtsstadt bis 1936. Dann wurde der Amtsbezirk auf die Kreise Karlsruhe, Bruchsal, Pforzheim und Sinsheim aufgeteilt. Bretten selbst kam an den Kreis später Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1971 wurde die Gemeinde Rinklingen, am 2.2.1972 die Gemeinde Bauerbach, am 1.3.1972 die Gemeinde Neibsheim, am 1.6.1972 die Gemeinde Dürrenbüchig, am 1.1.1973 die Gemeinden Ruit und Sprantal,  am 1.1.1974 die Gemeinde Büchig bei Bretten und am 1.1.1975 wurden die Gemeinden Diedelsheim und Gölshausen in die Stadt Bretten eingegliedert. Mit der letzten Eingemeindung zum 1.1.1975 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Bretten die Grenze von 20.000. Die Landesregierung Baden-Württemberg erklärte deshalb die Stadt Bretten mit Wirkung vom 1.1.1975 zur "Großen Kreisstadt". Weitere "Große Kreisstädte" im Landkreis Karlsruhe sind Bruchsal, Ettlingen und Stutensee. Mit mehr als 27.000 Einwohnern ist Bretten nach Bruchsal und Ettlingen die drittgrößte Stadt im Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Spitalmucken" oder "Hundle"
Postleitzahlen: 7518 (1961), 75015 (1993)

Bruchhausen - Stadt Ettlingen
1150 erstmals als viculus in palude erwähnt gehörte der Ort anfangs zu verschiedenen Herrschaften und gelangte 1367 an die Markgrafschaft Baden. Bei der Teilung der Markgrafschaft 1535 kam Bruchhausen zur Linie Baden-Baden, weshalb der Ort katholisch blieb. Zuständige Amtsstadt war Ettlingen. Auch nach 1803 gehörte Bruchhausen bis 1937 zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und seither zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Bruchhausen mit der Stadt Ettlingen vereinigt.
Neckname: "Frösch"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7505 Ettlingen (1974), 76275 (1993)

Bruchsal - Stadt Bruchsal  - www.bruchsal.de
Im 9. Jahrhundert erstmals als Bruahselle erwähnt, kam die Siedlung wohl im 10. Jahrhundert an die Salier. 1056 wurde Bruchsal dem Speyerer Bischof geschenkt. Ab dem 12. Jahrhundert wohl Ansätze zur Stadt. Bis 1803 blieb Bruchsal mit wenigen Ausnahmen beim Bistum Speyer und blieb somit auch eine katholische Stadt. Nachdem ab 1719 die ehemalige Residenzstadt Philippsburg  nach Kriegsschäden nicht mehr zur Verfügung stand, wurde Bruchsal zur neuen Residenz des Bistums ausgebaut und im 18. Jahrhundert auch Sitz eines Vizedomamtes, das für die Stadt und die umliegenden Gemeinden zuständig war. Mit dem Bau des Residenzschlosses wurde 1722 begonnen. 1803 kam Bruchsal an Baden und wurde Sitz des Stadtamts Bruchsal, 1806/07 Sitz eines Oberamts. 1809 entstand ein Stadt- und erstes Landamt, zu dem die Stadt Bruchsal selbst gehörte, sowie ein zweites Landamt. Ab 1819 bestand erneut ein Oberamt Bruchsal. 1865 wurde dieses zum Bezirksamt und 1938 entstand daraus der Landkreis Bruchsal. Durch die Baden-Württembergische Gemeindeordnung von 1956 wurde Bruchsal mit Wirkung vom 1.4.1956 in den Rang einer "Großen Kreisstadt" erhoben. Weitere "Große Kreisstädte" im Landkreis Karlsruhe sind Bretten, Ettlingen und Stutensee. Am 1.7.1971 wurden die Stadt Obergrombach und die Gemeinde Untergrombach und am 1.7.1972 die Gemeinden Büchenau und Helmsheim in die Stadt Bruchsal eingegliedert. Bei der Kreisreform in Baden-Württemberg zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Bruchsal aufgelöst und ganz dem Landkreis Karlsruhe einverleibt. Am 1.10.1974 erfolgte die Eingliederung der Stadt Heidelsheim, so dass Bruchsal damit seine heutige Ausdehnung erreichte. Zum Hauptort Bruchsal gehören auch einige Höfe (z.B. Rohrbacher Hof) und mehrere Wohnplätze. Mit mehr als 42.000 Einwohnern ist Bruchsal heute die größte Stadt im Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Holzlumpe" oder "Dorschd"
Postleitzahlen: 752 (1961), 76646 (1993)

Büchenau - Stadt Bruchsal
Um 1300 erstmals als Buchelnowe erwähnt, wurde der Ort von Bruchsal aus aufgesiedelt und teilte die Geschicke mit Bruchsal. Anfangs gehörte der Ort zum Amt Altenburg im Hochstift Speyer und blieb daher ein katholische Ort. Die Bewohner besaßen ferner das Bürgerrecht in Bruchsal. 1803 kam Büchenau mit der Residenzstadt Bruchsal an Baden und gehörte bis 1806 zum Stadtamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Büchenau zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.7.1972 wurde Büchenau in die Stadt Bruchsal eingegliedert. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Büchenau mit der Stadt Bruchsal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Griesknöpf"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7520 Bruchsal (1972), 76646 (1993)

Büchig bei Bretten - Stadt Bretten
Um 1290 erstmals als Buche erwähnt, gehörte der Ort um 1340 zu 3/4 der Vogtei Speyerer Lehen. Bis 1477 gehörte der Ort den Junkern von Berwangen, dann Simon von Balzhofen und schließlich 1478 Eitel Schelm von Bergen als Lehen vom Speyerer Bischof. Um 1490 wurde der Ort an das Bistum Speyer verkauft und blieb daher nach der Reformation katholisch. Vom Hochstift Speyer kam Büchig 1803 an Baden. Von 1803 bis 1806 gehörte der Ort zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal, ab 1810 zum Amt/Bezirksamt Bretten und ab 1936 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1974 wurde Büchig bei Bretten in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Frösche" oder "Spengler"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518 Bretten (1974), 75015 (1993)

Büchig bei Karlsruhe - Stadt Stutensee
1373 als Buchech erstmals erwähnt, hatte die Gemeinde die gleiche Geschichte wie Blankenloch, in welche es 1935 eingegliedert wurde.
Neckname: "Kleine Schweiz"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7513 Stutensee (1975), 76297 (1993)

Bulach - Stadt Karlsruhe
1193 erstmals erwähnt gehörte der Ort ab dem 13. Jh. zur Markgrafschaft Baden und war dem Amt Mühlburg zugeteilt. 1535 kam Bulach zu Baden-Baden und wurde dem Amt Ettlingen zugeordnet. Der Ort blieb daher nach der Reformation katholisch. 1809 wurde der Ort dem Amt Karlsruhe zugeteilt. Bulach wurde am 1.4.1929 in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und mit der bereits am 1.1.1907 eingegliederten Gemeinde Beiertheim zum Stadtteil Beiertheim-Bulach vereinigt.
Neckname: "Nachtwächter"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe (1961),7500 Karlsruhe 1 (19 ), 76xxx (1993)

Burbach - Gemeinde Marxzell
1265 als Burpach erstmals erwähnt, war wohl Sitz einer Burg, die jedoch nicht nachweisbar ist, jedoch 1404 im Ebersteinischen Besitz genannt wird. Der von den Grafen von Malsch gegründete Ort kam 1287 an das Kloster Frauenalb und stand bis 1660 unter gemeinsamem Schirm der Markgrafschaft Baden(-Baden) und der Grafen von Eberstein. Der katholische Ort - zunächst Filial von Ettlingen - hatte um 1683 mit Völkersbach und Marxzell eine gemeinsame, ab 1726 wieder eine eigene Pfarrei, die den Weiler Marxzell mit versorgte. Von 1803 bis 1937 gehörte Burbach zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und seither zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.7.1971 vereinigte sich Burbach mit den Gemeinden Pfaffenrot und Schielbergzur neuen Gemeinde Marxzell. Zum Ortsteil Burbach gehört auch teilweise der Weiler Marxzell (Beschreibung siehe dort).
Neckname: "Eber" oder "Waldeber"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7501 Marxzell (1971), 76359 (1993)

Busenbach - Gemeinde Waldbronn
1292 erstmals als Busenbach erwähnt, wurde der Ort wohl von Grünwettersbach her gegründet und war eine Rodungssiedlung. Damals war er im Besitz der Grafen von Eberstein, welche den Ort an die Markgrafschaft Baden abgaben. Nach der Landesteilung 1535 gehörte Busenbach zur Linie Baden-Baden und blieb daher katholisch. Kirchlich war anfangs Grünwettersbach, später Ettlingen, bis der Ort 1795 eigene Pfarrei wurde, zu welcher bis 1843 auch Reichenbach und Etzenrot gehörten. Politisch gehörte Busenbach zum Amt Ettlingen und verblieb auch nach 1803 beim Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen. Bei dessen Auflösung 1937 kam Busenbach zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1972 wurde Busenbach in die Gemeinde Reichenbach eingegliedert. Bereits am 1.7.1971 war Etzenrot in die Gemeinde Reichenbach eingegliedert worden. Am 19.11.1974 wurde die Gemeinde Reichenbach umbenannt in "Gemeinde Waldbronn".
Neckname: "Griewewirschd"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7517 Reichenbach (1972), 7517 Waldbronn (1974), 76337 (1993)

Daxlanden - Stadt Karlsruhe
1254/61 erstmals erwähnt gehörte der Ort zur Markgrafschaft Baden bzw. Baden-Baden. Daher blieb der Ort katholisch. Im 15. Jh. wurde der Ort infolge Bedrohung durch den Rhein nach Osten verlegt. Er gehörte anfangs zum Amt Mühlburg, ab 1535 zum Amt Ettlingen (Markgrafschaft Baden-Baden) und ab 1809 schließlich zum Amt Karlsruhe. Daxlanden wurde am 1.1.1910 in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und bildet bis heute einen eigenständigen Stadtteil. Er umfasst die Siedlungen Alt-Daxlanden, Neu-Daxlanden, Daxlanden-Ost sowie die Rheinstrandsiedlung, welche zwischen den beiden Weltkriegen entstand.
Neckname: "Schlaucher"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe-West (1961), 7500 Karlsruhe 21 (19 ), 76xxx (1993)

Derdingen - Gemeinde Oberderdingen
Von 1835 bzw. 1936 bis 1964 Name für die Gemeinde Oberderdingen.
Postleitzahlen: 7135 Oberderdingen (1961), 7519 (1973), 75038 (1993)

Dettenheim - Gemeinde Dettenheim  - www.dettenheim.de
Seit 1.1.1978 Name für die am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Liedolsheim und Rußheim entstandene Gemeinde Liedolsheim-Rußheim. Der Name leitet sich ab vom Wohnplatz Alt-Dettenheim (Reste der ehemaligen bis 1813 bestehenden Gemeinde Dettenheim) auf der Gemarkung Liedolsheim.
Postleitzahlen: - (1961), 7521 (1978), 76706 (1993)

Diedelsheim - Stadt Bretten
767 erstmals als Dittinesheim erwähnt, gehörte der Ort zu verschiedenen Herrschaften (Grafen von Katzenelnbogen, Herrschaft Richen, Menzingen u.a.) und kam im 15. Jahrhundert unter die Lehnshoheit des Bistums Speyer. Ab 1552 übten die Kechler von Schwandorf die Lehnshoheit des Bistums Speyer aus. Die Ortsherrschaft führte jedoch die Reformation in lutherischem Sinne ein. 1748/49 kam Diedelsheim an die Kurpfalz, die speyerische Lehnshoheit wurde mit Verzicht auf pfälzische Rechte in Oberöwisheim eingelöst. 1803 wurde Diedelsheim badisch und gehörte von 1803 bis 1936 zum Landamt/Amt/Bezirksamt Bretten. 1936 kam der Ort zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 wurde Diedelsheim in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Karsthengste"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518 Bretten (1975), 75015 (1993)

Dürrenbüchig - Stadt Bretten
1335 erstmals als Minoris Buch erwähnt, wurde der Ort später von Wössingen aus besiedelt und gehörte zum Reichsgut Jöhlingen des Speyerer Doms. Nach Ablösung des Speyerer Lehens 1500 kam der Ort durch Reinhard von Zeutern an die Markgrafschaft Baden und wurde allmählich, wohl erst ab 1703, zum Dorf ausgebaut. Die Bewohner waren von Anfang an evangelisch und gehörten zu Wössingen. Erst 1955 erhielten sie ihre eigene Kirche. Politisch gehörte Dürrenbüchig zunächst zum Amt Stein und wurde 1821 dem Amt/Bezirksamt Bretten zugeordnet. Seit 1936 gehört der Ort zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.6.1972 wurde Dürrenbüchig in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Gebhardle" oder "Kühstumpen"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518 Bretten (1972), 75015 (1993)

Durlach - Stadt Karlsruhe
1196 erstmals erwähnt, war der Ort ab 1565 nach Pforzheim Residenz der seit 1535 geteilten Markgrafschaft Baden-Durlach und bildete ein eigenständiges Amt Durlach, das 1924 aufgelöst wurde. Die Markgrafen führten die Reformation ein. 1689 wurde die Stadt von den Franzonsen stark zerstört. Nach Gründung der Stadt Karlsruhe 1715 zogen 1717 die Behörden von Durlach nach Karlsruhe um. Damit verlor die Stadt die Eingenschaft einer Residenzstadt. Das Residenzschloss wurde Witwensitz des Herrscherhauses. 1859 wurde das zu Durlach gehörige Dorf Aue eine selbständige Gemeinde, die jedoch 1921 wieder mit Durlach vereinigt wurde. Durlach wurde am 1.4.1938 in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und bildet bis heute einen eigenständigen Stadtteil. Er besteht aus folgenden Siedlungen: Alt Durlach, Dornwald-Untermühle, Hanggebiet, Lamprechtshof, Rittnerhof, Bergwald, Aue, Lohn-Lissen und Killisfeld.
Neckname: "Letschebacher" oder "Schwarzbückel"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe-Durlach (1961), 7500 Karlsruhe 41 (19 ), 76xxx (1993)

Eggenstein - Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen
766 erstmals als Hecinstein erwähnt, gehört der Ort zur ältesten fränkischen Siedlungsgeschichte. Bis 805 gewann das Kloster Lorsch mehrere Besitzungen. Im 13. Jahrhundert zum Gottesauer Besitz, kam der Ort wie das ganze Umland seinerzeit zur Markgrafschaft Baden und war danach teilweise noch als Lehen verpfändet, ab dem 14. Jahrhundert jedoch ganz markgräflich. Baden fürhte im 16. Jahrhundert die Reformation ein. Eggenstein gehörte auch nach 1803 (bis 1809) zum Amt Mühlburg und wurde dann dem Landamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Am 1.12.1974 vereinigte sich Eggenstein mit der Gemeinde Leopoldshafen zur neuen Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen.
Neckname: "Krabbe"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7514 Eggenstein-Leopoldshafen (1974), 76344 (1993)

Eggenstein-Leopoldshafen - Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen  - www.eggenstein-leopoldshafen.de
Die Gemeinde entstand am 1.12.1974 durch Vereinigung der Gemeinden Eggenstein und Leopoldshafen. Beide Ortsteile gehörten bereits vor der Kreisreform 1973 zum Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7514 (1974), 76344 (1993)

Eichelberg - Stadt Östringen
1161 erstmals als Eichelberg erwähnt, war der Ort im Besitz des Klosters Odenheim, um kam somit unter den Herrschaftsbereich des Hochstifts Speyer, so dass Eichelberg katholisch blieb. 1803 kam Eichelberg an Baden und gehörte bis 1807 zum Amt Odenheim, dann zum Amt Gochsheim und von 1813 bis 1924 zum Amt/Bezirksamt Eppingen. 1924 wurde Eichelberg dem Bezirksamt Bruchsal und 1936 dem Landkreis Sinsheim zugeordnet. Am 1.1.1972 wurde die Gemeinde Eichelberg in die Gemeinde Östringen eingegliedert und kam somit (wieder) zum Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Eichelberg mit der Gemeinde Östringen zum Landkreis Karlsruhe. Auf dem Gebiet der Gemarkung Eichelberg liegt auch der Stifterhof, Reste des ehemaligen Stifts Odenheim (Kloster Odenheim), von dem heute nur noch wenig zu sehen ist.
Neckname: "Giggle" oder "Holzbirnen"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7524 Östringen (1972), 76684 (1993)

Ettlingen - Stadt Ettlingen  - www.ettlingen.de
788 erstmals als Ediningom erwähnt, gehörte der Ort zu verschiedenen Herrschaft. Zur Zeit Otto I. erhielt der Ort das Marktrecht und vermutlich 1192/93 wurde Ettlingen Stadt. 1219 kam Ettlingen als Lehen zur Markgrafschaft Baden und wurde Sitz eines Amtes. Nach der Landesteilung 1535 kam Ettlingen an die Linie Baden-Baden, dennoch war der Ort bis 1662 mehrheitlich evangelisch.  Danach übernahmen die Jesuiten die Pfarrei St. Martin (Hauptkirche der Stadt). Im pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Stadt 1689 von den Französen zerstört, danach wiederaufgebaut. Das Schloss wurde Witwensitz für Markgräfin Augusta Sibylla, Gattin des Türkenlouis. 1771 fiel die Stadt mit der ganzen oberen Markgrafschaft an Baden-Durlach, blieb jedoch Sitz eines Amtes. 1803 wurde Ettlingen Sitz eines Oberamts, 1809 erneut eines Amtes und schließlich 1865 eines Bezirksamtes. Dieses wurde am 1.4.1937 aufgehlöst und all seine Gemeinden dem Landkreis Karlsruhe zugeschlagen. 19 wurde Ettlingen von der Landesregierung zur "Großen Kreisstadt" erklärt. Weitere "Große Kreisstädte" im Landkreis Karlsruhe sind Bretten, Bruchsal und Stutensee. Am 1.10.1974 wurden die Gemeinden Bruchhausen, Ettlingenweier, Oberweier, Schluttenbach, Schöllbronn und Spessart in die Stadt Ettlingen eingegliedert. Mit mehr als 38.000 Einwohnern ist Ettlingen nach Bruchsal die zweitgrößte Stadt im Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Dohlenaze"
Postleitzahlen: 7505 (1961), 76275 (1993)

Ettlingenweier - Stadt Ettlingen
Um 100 erstmals als Owenswiler erwähnt gehörte der Ort zum Kloster Hirsau bzw. Klosterreichenbach. Er war ebenso wie Oberweier ein Ausbauort von Ettlingen. Über die Grafen zu Eberstein kam der Ort an die Markgrafschaft Baden, war jedoch an die Fleckensteiner (1290-1307) und an Pfau von Rüppurr (1362) verpfändet. Nach der Landesteilung 1535 kam Ettlingenweier an die Linie Baden-Baden und gehörte zum Amt Ettlingen. Nach der Reformation blieb der Ort katholisch. Auch nach 1803 gehörte Ettlingenweier zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und bei dessen Auflösung 1937 kam der Ettlingenweier zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Ettlingenweier mit der Stadt Ettlingen vereinigt.
Neckname: "Bohnegringl"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7505 Ettlingen (1974), 76275 (1993)

Etzenrot - Gemeinde Waldbronn
1292 erstmals als Ebercenrode erwähnt, war der Ort eine Rodungssiedlung, der wohl von Grünwettersbach aus aufgesiedelt wurde. 1292 war er bereits unter badischer Hoheit, aber erst 1443 wurde der Ort von Dietrich von Gemmingen als Eigen an Markgraf Jakob von Baden verkauft. Seither, so auch nach der Landesteilung 1535 gehörte der Ort zum Amt Ettlingen der katholsichen Linie Baden-Baden. Kirchlich war Etzenrot ein Filial von Busenbach, ab 1843 von Reichenbach. Erst 1914-27 erhielt der Ort eine eigene Kirche. Politisch gehörte Etzenrot nach 1803 weiterhin zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und nach dessen Auflösung 1937 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.7.1971 wurde Etzenrot in die Gemeinde Reichenbach eingegliedert. Am 1.1.1972 kam Busenbach als weiterer Ortsteil hinzu. Fast drei Jahre später, am 19.11.1974 erfolgte die Umbenennung der Gemeinde Reichenbach in "Gemeinde Waldbronn".
Neckname: "Heidebückel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7517 Reichenbach (1972), 7517 Waldbronn (1974), 76337 (1993)

Flehingen - Gemeinde Oberderdingen
778/79 erstmals als Flancheim erwähnt, war der Ort im Besitz des Klosters Lorsch bzw. Weißenburg. Letztere ging auf die Salier über. Im 12. Jahrhunderte hatte auch das Kloster Hirsau Güter in Flehingen. Ab 1216 ist ein Geschlecht von Flehingen, Wappengenossen der Junker von Sickingen, bezeugt, die die Herrschaft über den Ort von den Herren von Strahlenberg, ab 1368 von der Kurpfalz hatten. Die Erben des Ortsadels waren ab 1638 die Wolf-Metternich, welche je zur Hälfte an den Ritterkanton Kraichgau und an die Kurpfalz ihre Steuern abgaben. Seit 1522 wurden lutherische Gottesdienste abgehalten, doch wurde die Kirche ab 1698 auch von den Katholiken genutzt (Simultankirche). Seit dem Neubau der katholischen Kirche 1910 dient die alte Kirche der evang. Kirchengemeinde. Politisch kam Flehingen 1805 an die Markgrafschaft bzw. Großherzogtum Baden und gehörte von 1807 bis 1813 zum Amt Gochsheim und dann bis 1936 zum Amt/Bezirksamt Bretten. Seither gehört Flehingen zum Landkreis Karlsruhe. Im gleichen Jahr wurde die Gemeinde Sickingen eingegliedert, das wohl damals schon mit Flehingen baulich verwachsen war. Am 1.1.1973 wurde Flehingen in die Gemeinde Oberderdingen eingegliedert.
Neckname: "Alttuch" oider "Barfüßler"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7519 Oberderdingen (1973), 75038 (1993)

Forchheim - Stadt Rheinstetten
1086 erstmals als Vorechheim erwähnt, war Forchheim Hauptort des Ufgaus, das um 1100 als Grafschaft Forchheim bezeugt ist. Die Herrschaftsrechte wurde den Grafen jedoch entzogen und Forchheim kam 1086 an das Bistum Spyer, 1102 an die Markgrafschaft Baden, dann an Graf Reinboto von Malsch. Über die Staufer kam der Ort dann im frühen 13. Jahrhundert (wieder) an die Markgrafschaft Baden (Amt Mühlburg), ab 1535 zu Baden-Baden, so dass Forchheim katholisch blieb. Die Pfarrei war teilweise auch für Daxlanden und Mörsch zuständig. Bis 1921 gehörte Forchheim zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und seither zum Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte sich Forchheim mit den Gemeinden Mörsch und Neuburgweier zur neuen Gemeinde Rheinstetten, welche mit Wirkung vom 1.1.2000 die Bezeichnung "Stadt" verliehen bekam. Zum 1.1.2005 wurde Rheinstetten zur Großen Kreisstadt erklärt.
Neckname: "Grießbäuch" oder "Grießer"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7512 Rheinstetten (1975), 76287 (1993)

Forst - Gemeinde Forst  - www.forst-baden.de
Um 1100 wird im Hirsauer Kodex erstmals eine Siedlung erwähnt, wobei nicht mit Sicherheit festzustellen ist, ob es sich hierbei um das heutige Forst handelt. Erste sichere Nennung daher erst 1161, gehörte der Ort zur Bruchsaler Mark und damit zum Hochstift Speyer, weshalb der Ort auch nach der Reformation katholisch blieb. Innerhalb des Hochstiftes Speyer gehörte Forst zum Amt Kislau. 1803 kam Forst an Baden und gehörte bis 1806 zum Stadtamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Forst zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. 1931 wurde die Gemarkung durch Eingliederung von Teilen der Lußhardt erheblich vergrößert. Die Gemeindereform veränderte die Gemeindegrenzen nicht. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Forst zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Sandhasen"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 76694 (1993)

Frauenalb (W) - Gemeinde Marxzell
Um 1158 und 1185 wurde im Albtal durch Graf Eberhard III von Eberstein und seine Gemahlin Uta ein Kloster gegründet, das zur Unterscheidung von Herrenalb um 1300 Frauenalb genannt wurde. Der Besitz des Klosters stammte fast ausschließlich von den Grafen von Eberstein. Den Schirm über das Kloster mussten die Ebersteiner jedoch im 14. Jahrhundert an die Markgrafen von Baden abgeben. Während einer Fehde mit König Ruprecht wurde das Kloster niedergebrannt, 1508 durch weiteren Brand verwüstet und 1525 durch Bauern geplündert. Bei der Landesteilung 1535 kam es an die Linie Baden-Baden, doch verfiel es alsbald. 1631 wurde es wiedererrichtet und 1696-1704 durch einen Konventsbau erweitert. 1729/33 wurde eine Kirche errichtet. Nach dem Aussterben der Grafen von Eberstein war die Schirmherrschaft umstritten, das Kloster selbst forderte seine Reichsunmittelbarkeit. Das Reichskammergericht entschied 1782 zugunsten von Baden-Durlach (die Linie Baden-Baden war inzwischen verloschen). 1802 wurde es säkularisiert und gehörte weiterhin zu Baden. 1809 schenkte es der Großherzog den Grafen von Hochberg. Ab 1819 kamen die Gebäude in Privatbesitz. Danach brannten die Gebäude mehrmals aus, die Kirche ist seit 1852 nur noch Ruine. Der Weiler gehört zur ehemaligen Gemeinde Schielberg.
Neckname: "Klosterratze"
Postleitzahlen: 7501 Schielberg (1961), 7501 (1971), 76359 (1993)

Friedrichstal - Stadt Stutensee
Ab 1699 durch Wallonische Glaubenflüchlinge aus der Pfalz angesiedelter Ort auf dem markgräflichen Hardtwald unter Einbeziehung von öden Gütern der Gemeinde Spöck. 1700 nach dem damaligen Herrscher Friedrich, Markgraf von Baden, Friedrichstal benannt, gehörte der Ort von Anfang an zum Amt (später Oberamt/Landamt/Bezirksamt/Landkreis) Karlsruhe. Bereits 1701 hatte der Ort einen reformierten Pfarrer und ab 1725 eine Kapelle, welche 1830 durch eine schlichte Kirche ersetzt wurde. Die lutherischen Deutschen gehörten zu Spöck (bis zur Union 1821). Die französische Sprache der Bewohner Friedrichstals ging in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. 1930 wurde das Gemeindegebiet durch Eingliederung von Teilen des Hardtwaldes erheblich vergrößert. Am 1.1.1975 vereinigte sich Friedrichstal mit den Gemeinden Blankenloch (mit dem 1935 eingemeindeten Büchig bei Karlsruhe), Spöck und Staffort zur neuen Gemeinde Stutensee, welche mit Wirkung vom 1.1.1998 zur "Großen Kreisstadt" erklärt wurde, nachdem sie die Einwohnerzahl von 20.000 überschritten hatte.
Neckname: "Franzose" oder "Kienholzstumpe"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7513 Stutensee (1975), 76297 (1993)

Gochsheim (Baden) - Stadt Kraichtal
804/814 erstmals als Gozbodesheim erwähnt, kam der Ort über die Kraichgaugrafen an die Grafen von Eberstein. Diese gründeten bei ihrer Burg unweit des alten Dorfes eine Stadt, 1278 als oppidum bezeugt. Bis ins 14. Jahrhundert teilten sich die Grafen von Eberstein mit dem Hause Württemberg die Herrschaft über die Stadt, dann als pfälzisches Lehen anerkannt, gehörte die Stadt zeitweilig verschiedenen Niederadligen. 1504 wurde die Stadt von den Württembergern erobert und von diesen verlehnt. Die Ortsherren führten 1556 die Reformation ein. Im 30jährigen Krieg wurde das Lehen eingezogen, danach aber wieder herausgegeben. Nach Erlöschen der Linie Eberstein im Mannesstamm heiratete die Erbtocher 1679 Herzog Friedrich August von Württemberg-Neustadt. 1689 wurde die Stadt durch die Franzosen niedergebrannt, danach wieder aufgebaut und ab 1699 erhielt die Stadt eine Waldenserkolonie. Nach dem Tod der letzten Erbtocher der Ebersteiner1725 nochmals als Lehen ausgegeben, fiel die Stadt 1736 endgültig an das Herzogtum Württemberg und wurde Kameralamt. 1738 erlitt die Stadt einen größeren Stadtbrand. 1806 wurde Gochsheim durch Tauschvertrag an das Großherzogtum Baden abgegeben. Von 1807 bis 1813 gehörte die Stadt zum Amt Gochsheim, dann zum Amt/Bezirksamt Bretten und ab 1936 zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich Gochsheim mit der Stadt Unteröwisheim sowie den Gemeinden Bahnbrücken, Landshausen (Kreis Sinsheim), Menzingen, Münzesheim, Neuenbürg, Oberacker und Oberöwisheimzur neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Griesknepf"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527 Kraichtal (1971), 76703 (1993)

Gölshausen - Stadt Bretten
802 erstmals als Geltolfeshusen erwähnt, gehörte der Ort zum Lorscher, Weißenburger und Hirsauer Besitz. Über die Grafen von Eberstein kam der Ort an verschiedene Vasallen. 1292 erwarb das Kloster Herrenalb Güter, im 14. Jahrhundert auch das Kloster Herrenalb. Die Ortsherrschaftlichen Rechte fielen mit der Reformation Württemberg zu. Die Württemberger führten in Gölshausen die lutherische Reformation ein. 1747 verzichtete Württemberg gegen pfälzische Gegenleistung in Unteröwisheimauf den Ort Gölshausen, welcher damit an die Kurpfalz gelangte. 1803 kam Gölshausen an Baden. Von 1803 bis 1936 gehörte der Ort zum Landamt/Amt/Bezirksamt Bretten und seit 1936 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 wurde Gölshausen in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Händschich" oder "Krautscheißer"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518 Bretten (1975), 75015 (1993)

Gondelsheim - Gemeinde Gondelsheim  - www.gondelsheim.de
Nach 1103 erstmals als Gundelsheim erwähnt, war der Ort im Besitz des Klosters Hirsau. Danach gelangten die Herrschaftsrechte an die Kraichgaugrafen, im wesentlichen an die edelfreien von Helmsheim bzw. an die Grafen von Hohenberg. 1299 wurde der Ort an die Grafen von Württemberg veräußert. 1380 gelangte Gondelsheim an die Herren von Helmstatt bzw. 1483 an Bleikhard Landschad von Steinach. Nach der Reformation wurde Gondelsheim durch die Ortsherrschaft evangelisch. Im 17. Jahrhundert fiel die Ortsherrschaft über den zur Ritterschaft im Kraichgau steuernden Ort an die Knebel von Katzenelnbogen, die seit 1650 an die Junker von Menzingen verkauften. Im Austausch für auf dem Dorf lastende kurpfälzische Pfandansprüche Gondelsheims, wurde der Ort 1761 den Markgrafen von Baden überlassen. Nach 1803 blieb Gondelsheim Standesherrschaft für den Markgrafen und späteren Großherzog Ludwig und bildete bis 1826 ein eigenes standesherrliches Amt. 1826 wurde dieses Amt aufgelöst und die Gemeinde Gondelsheim kam zum Amt/Bezirksamt Bretten. 1936 wurde Gondelsheim dem Landkreis Bruchsal zugeordnet. Die Gemeindereform veränderte die Gemeindegrenzen nicht. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Gondelsheim zum Landkreis Karlsruhe. Heute ist Gondelsheim mit insgesamt 3.200 Einwohner vor Zaisenhausen und Kürnbach die drittkleinste Gemeinde im Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Spatzen" oder "Herrschaftsspatzen"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 75053 (1993)

Graben - Gemeinde Graben-Neudorf
1306 erstmals als Graben erwähnt, gehörte der Ort den Rittern von Ubstadt, die den Ort und die dazugehörige Burg 1310/12 an die Markgrafen von Baden veräußerten. Danach wurde der Ort verschiedenen Herrschaften als Lehen gegeben, später an die Pfalz verpfändet. Die Markgrafschaft Baden erhielt den Ort jedoch wieder als Lehen. Die Markgrafen führten die Reformation ein. Graben war lange Zeit ein eigenes baden-durlachisches Amt, ehe es 1803 zum Oberamt Karlsruhe, 1809 zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal und ab 1819 (wieder) zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe kam. Die Gemeinde Graben vereinigte sich am 1.1.1972 mit der zum Landkreis Bruchsal gehörigen Gemeinde Neudorf zur neuen Gemeinde Graben-Neudorf. Der Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation Graben-Neudorf an der Bahnstrecke Karlsruhe-Mannheim bekannt. Die neue Gemeinde wurde dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Brockenfresser" oder "Sandhasen"
Postleitzahlen: 7523 (1961), 7523 Graben-Neudorf (1972), 76676 (1993)

Graben-Neudorf - Gemeinde Graben-Neudorf  - www.graben-neudorf.de
Die Gemeinde entstand am 1.1.1972 durch Vereinigung der Gemeinden Graben und Neudorf und gehört seither zum Landkreis Karlsruhe. Der Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation Graben-Neudorf an der Bahnstrecke Karlsruhe-Mannheim bekannt.
Postleitzahlen: - (1961), 7523 (1972), 76676 (1993)

Grötzingen - Stadt Karlsruhe
Im 9. Jh. erstmals erwähnt, kam der Ort wohl mit Durlach um 1220 an die Markgrafschaft Baden, später Baden-Durlach und gehörte bis 1924 zum Amt Durlach, dann zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Die Markgrafen führten 1556 die Reformation ein. Der Ort war fast ununterbrochen Sitz einer Pfarrei.
Grötzingen wurde am 1.1.1974 in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert und bildet seither einen eigenständigen Stadtteil.
Neckname: "Hottscheck"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7500 Karlsruhe 41 (1974), 76xxx (1993)

Großvillars - Gemeinde Oberderdingen
1698 als regelmäßige Waldensersiedling gegründet, bildete der Ort bis 1826 mit dem benachbarten Kleinvillars (heute zur Stadt Knittlingen, Enzkreis, gehörend) eine Gemeinde, die Anfangs zum Pflegamt Derdingen und seit 1807 zum Oberamt Maulbronn innerhalb des Herzogtums bzw. Königreichs Württemberg gehörte. 1826 wurde Großvillars eigenständige Gemeinde und erhielt wohl eine eigene Gemarkung (aus den Gemarkungen Oberderdingen und Knittlingen). 1866 bereiste König Karl von Württemberg das Land, wobei er auch in die Nähe von Großvillars kam. Der kommissarische Schultes Combe berichtete dem König von den Problemen der Gemeinde, die zwar selbständig war, jedoch kein Geld für Gemeindeanliegen hatte, da sämtliche Steuern nach Derdingen und Knittlingen abgeführt werden mussten. Er bat den König, die Selbständigkeit der Gemeinde aufzulösen und sie entweder Derdingen oder Knittlingen ganz zuzuteilen. Der König stimmte der Bitte zu, aber weil weder Derdingen noch Knittlingen Interesse an dem Ort hatten, wurde Großvillars genau an der (alten) Gemarkungsgrenze geteilt. 1/6 des Ortes kamen nach Derdingen, 5/6 nach Knittlingen. Die Gehöfte waren teilweise zerschnitten. Beide Gemeinden Derdingen und Knittlingen gehörten weiterhin zum Amt Maulbronn. Nach dessen Auflösung 1938 kamen beide Orte mit Großvillars zum Landkreis Vaihingen. Erst 107 Jahre nach Auflösung der Gemeinde Großvillars, nämlich mit der Kreisreform zum 1.1.1973, konnte Großvillars wieder vereinigt werden, indem der zur Gemeinde Knittlingen gehörige Teil ebenfalls der Gemeinde Oberderdingen angeschlossen wurde. Ein Verbleiben bei Knittlingen hätte nicht nur die Zugehörigkeit zu 2 Gemeinden (Oberderdingen und Knittlingen), sondern auch noch zu 2 verschiedenen Landkreisen (Karlsruhe und Enzkreis) bedeutet, da Knittlingen bei der Kreisreform zum neu gebildeten Enzkreis, Oberderdingen hingegen zum Landkreis Karlsruhe kam.
Neckname: "Halbfranzose" oder "Welsche"
Postleitzahlen: 7531 (1961), 7519 Oberderdingen (1973), 75038 (1993)

Grünwettersbach - Stadt Karlsruhe
Um 1250 als Weddirsbach , ab 1298 Grünenweterspach (zur Unterscheidung von Hohenwettersbach) erstmals erwähnt, war der Ort zunächst wohl im Besitz der Grafen von Vaihingen und kam im 14. Jh. zum Herzogtum Württemberg (Oberamt Neuenbürg), welches später die Reformation einführte. 1806 kam der Ort an das Großherzogtum Baden und gehörte bis 1924 zum Amt Durlach, dann zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Grünwettersbach wurde am 1.1.1972 mit der Gemeinde Palmbach zur neuen Gemeinde Wettersbach vereinigt. Diese gehörte weiterhin zum Landkreis Karlsruhe und wurde am 1.1.1975 in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert. Seither bildet Grünwettersbach (wieder) einen eigenständigen Stadtteil von Karlsruhe.
Neckname: "Küwwelscheisser"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7501 Wettersbach (1972), 7500 Karlsruhe 41 (1975), 76xxx (1993)

Grünwinkel - Stadt Karlsruhe
1468 erstmals als Kregenwinkel erwähnt gehörte der Ort zur Markgrafschaft Baden bzw. Baden-Baden und blieb daher katholisch. Das Dorf entstand allmählich aus dem Badischen Hof, der im 18. Jh. in mehreren Teilen verpachtet war. Grünwinkel gehörte der Ort zum Amt Ettlingen und kam 1809 zum Amt Karlsruhe. Am 1.1.1909 wurde Grünwinkel in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und bildet bis heute einen eigenständigen Stadtteil. Er umfasst die Siedlungen Alt Grünwinkel, Stadtrandsiedlung, Albsiedlung, Alte Heidenstückersiedlung und Neue Heidenstückersiedlung.
Neckname: "Spatzen" oder "Grönländer"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe (1961), 7500 Karlsruhe 21 (19 ), 76xxx (1993)

Hagsfeld - Stadt Karlsruhe
Im 9. Jh. erstmals erwähnt, kam der Ort um 1220 zur Markgrafschaft Baden bzw. ab 1535 an Baden-Durlach und gehörte zum Amt Durlach, ab 1810 zum Amt Karlsruhe. Die Markgrafen fürhten die Reformation ein. Hagsfeld wurde am 1.4.1938 in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und bildet bis heute einen eigenständigen Stadtteil bestehend aus Alt Hagsfeld und Westlicher Teil.
Neckname: "Haagseicher" oder "Hasepelz"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe (1961), 7500 Karlsruhe 1 (19 ), 76xxx (1993)

Hambrücken - Gemeinde Hambrücken  - www.hambruecken.de
1167 erstmals als Hainbruegen erwähnt, gehörte der Ort schon von Anfang an zum Hochstift Speyer (bis 1803). Daher blieb Hambrücken auch nach der Reformation katholisch. Innerhalb des Hochstiftes Speyer gehörte der Ort zum Amt Kislau. Hambrücken kam 1803 an Baden und gehörte dann bis 1806 zum Landamt Bruchsal, anschließend zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. 1819 kam Hambrücken zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. 1931 wurde die Gemarkung durch Eingliederung von Teilen der Lußhardt erheblich vergrößert. Die Gemeindereform veränderte die Gemeindegrenzen nicht. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Hambrücken zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Waldböck" oder "Messerstecher"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 76707 (1993)

Heidelsheim - Stadt Bruchsal
770 erstmals als Heidolfesheim erwähnt, gehörte der Ort anfangs wohl zum Besitz der Klosters Lorsch und kam über die Grafen von Calw an die Staufer. Ab 1240 wurde Heidelsheim allmählich zur Reichsstadt. Ab 1311 an die Grafen von Vaihingen, 1326 an die Markgrafen von Baden verpfändet wurde die Stadt 1333/46 von der Kurpfalz ausgelöst und gehörte zu dieser bis 1803. Von den kurpfälischen Ortsherren wurde die Stadt nach der Reformation evangelisch nach reformierten Bekenntnis (bis zur Union in Baden 1821). 1803 kam Heidelsheim an Baden und gehörte bis 1806 zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Heidelsheim zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Heidelsheim zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Heidelsheim in die Stadt Bruchsal eingegliedert, welche damit ihre heute Ausdehnung erreichte.
Neckname: "Melkkiwwelreiter"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7520 Bruchsal (1974), 76646 (1993)

Helmsheim - Stadt Bruchsal
769 erstmals als Helmulfisheim erwähnt, war der Ort wohl Sitz eines edelfreien Geschlechts, welche Beziehungen zu den Zollern hatten. Die Ortsherren übergaben Helmsheim 1299 an Graf Albrecht von Hohenberg, welche den Ort an Württemberg verschrieben, 1380 an Wiprecht von Helmstatt weiterversetzt, war der Ort dann ab 1483 im Besitz von Bleikhard Landschad von Steinach und gehörte somit wohl bereits zur Pfalz. Nach der Reformation hatte der Ort eine sehr wechselvolle Kirchengeschichte. Die Bewohner waren jedoch überwiegend lutherisch. Die (katholische) Kirche wurde nach der pfälzischen Kirchenteilung von 1707 endgültig den Katholiken zugesprochen. Die Evangelischen gehörte zu Gondelsheim und erhielten erst 1910 eine eigene Kirche. 1771 wurde Helmsheim im Tausch an Baden-Durlach abgegen und gehörte zum Amt Münzesheim. Der Ritterkanton Kraichgau verzichtete jedoch erst 1792 auf seine Rechte am Ort. Nach 1803 gehörte Helmsheim bis 1806 zum Landamt Bruchsal, dann zum Amt Bretten und von 1809 bis 1819 zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Helmsheim zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.7.1972 wurde Helmsheim in die Stadt Bruchsal eingegliedert. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Helmsheim mit der Stadt Bruchsal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Schnecken"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7520 Bruchsal (1972), 76646 (1993)

Hochstetten - Gemeinde Linkenheim-Hochstetten
1103 erstmals als Hoanstat erwähnt, als Hermann von Spiegelberg seinen Besitz dem Kloster Hördt verschenkte. Später kam der Ort an die Markgrafschaft Baden. 1399 wird der Ort zum Wittum der Margräfin Anna bestimmt und 1406 ausdrücklich als Reichslehen bezeugt. Die Markgrafen führten 1556 die Reformation ein. Hochstetten gehörte zum Amt Mühlburg und kam bei dessen Auflösung 1809 zum Landamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte sich Hochstetten mit der Gemeinde Linkenheim zur neuen Gemeinde Linkenheim-Hochstetten.
Neckname: "Affen"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7515 Linkenheim-Hochstetten (1975), 76351 (1993)

Hohenwettersbach - Stadt Karlsruhe
1262 erstmals erwähnt als Durrenwettersbach (als Unterscheidung zu Grünwettersbach) wurde der Ort durch die Herrschaft Zweibrücken-Eberstein an die Markgrafen von Baden verpfändet und kam 1535 zur Markgrafschaft Baden-Durlach. Der Ort war er mehrfach durch Entvölkerung bedroht. 1683 bis 1687 wurde von Oberstallmeister Terzy durch Kauf mehrerer grundherrschaftlicher Güter nahe des Ortes ein Gutshof errichtet, den 1706 Markgraf Karl Wilhelm von Baden für seine illegitime Tocher Caroline von Wangen und Wettersbach erwarb. Der Ort Hohenwettersbach selbst blieb jedoch weiterhin überwiegend reichsritterschaftlich und gelang erst 1805 endgültig unter badische Hoheit und wurde 1813 dem Amt Durlach zugeordnet. Im 18. Jh. war der Ort inzwischen in Hohenwettersbach umbenannt worden. Nach Auflösung des Amtes Durlach 1924 kam Hohenwettersbach zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Kirchlich gehörte Hohenwettersbach urspünglich zur Pfarrei Grünwettersbach. Da dieses jedoch württembergisch war, gehörte Hohenwettersbach nach der Reformation zum badischen Wolfartsweier und wurde wohl mit diesem evangelisch. Ab 1714 gehörte Hohenwettersbach zur Pfarrei Durlach und erst ab 1807 wurde es wieder von Grünwettersbach, das 1806 badisch geworden war, pastorisiert. Am 1.1.1972 wurde Hohenwettersbach in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert und bildet dort einen eigenständigen Stadtteil.
Neckname: "Spengler"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7500 Karlsruhe 41 (1972), 76xxx (1993)

Huttenheim - Stadt Philippsburg
Huttenheim wurde 1758/59 auf bischöflich-speyerischem Gut als neue Siedlung gegründet und 1760 nach dem Landesherrn Kardinal Franz Christoph von Hutten benannt. Der Ort gehörte somit von Anfang an zum Hochstift Speyer und war daher auch ein katholischer Ort. Vorgänger des Ortes war das dem Rhein zum Opfer gefallene Knaudenheim (erstmals 1229 als Cnuotenheim erwähnt), das über die Grafen von Eberstein-Zweibrücken bzw. den Kraichgaugrafen ab 1316 bereits unter der Herrschaft des Bischofs von Speyer stand. Hier gehörte es zum Amt Udenheim (ab 1615 Philippsburg genannt). Nach Aufgabe des Ortes Knaudenheim wurde Huttenheim neu angesiedelt. 1803 kam Huttenheim an Baden und gehörte bis 1864 zum Amt/Bezirksamt Philippsburg. Bei dessen Auflösung kam Huttenheim zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.1.1973 wurde Huttenheim in die Stadt Philippsburg eingegliedert und mit dieser gleichzeitig dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet (Kreisreform zum 1.1.1973).
Neckname: "Hirsch" oder "Hirschböck"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7522 Philippsburg (1973), 76661 (1993)

Ittersbach - Gemeinde Karlsbad
1232 erstmals als Utilspur erwähnt, gehörte der Ort anfangs zum Ebersteinischen Herrschaftsgebeit. 1233 vom Markgraf dem Kloster St. Gallen zu Lehen aufgetragenm, kam der Ort 1296 von Baden an Herrenalb, wobei Württemberg auf seine Rechte verzichtete. Von 1344 bis 1497 war Ittersbach jedoch wieder unter Württembergischer Hoheit, dann kam es wieder an Baden. Mit der Reformation 1555 übernahm Württemberg erneut die Dorfobrigkeit und gab sie erst 1603 an Baden-Durlach ab. Ittersbach gehörte zum Amt Langensteinbach, das teilweise mit dem Amt Stein zusammen gelegt war. Bei dessen Auflösung 1803 kam Ittersbach zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Pforzheim. Am 1.9.1971 vereinigte sich Ittersbach mit den Gemeinden Auerbach, Langensteinbach, Mutschelbach und Spielberg (alle zum Landkreis Karlsruhe gehörig) zur neuen Gemeinde Karlsbad und wurde damit dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Kuckuck"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7516 Karlsbad (1971), 76307 (1993)

Jöhlingen - Gemeinde Walzbachtal
1024 erstmals als Johanningon erwähnt, schenkte König Konrad II den Ort an die Speyerer Domkirche. Seither gehörte Jöhlingen ununterbrochen zum Hochstift Speyer und blieb daher auch katholisch. Der Ort bildete ein eigenes Amt. 1803 kam Jöhlingen an Baden und gehörte bis 1807 zum Landamt Bruchsal, dann zum Amt Bretten, von 1809 bis 1821 zum Amt Stein und von 1821 bis 1924 zum Amt/Bezirksamt Durlach. Seither gehört Jöhlingen zum Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1971 vereinigte sich die Gemeinde Jöhlingen mit der Gemeinde Wössingen zur neuen Gemeinde Walzbachtal.
Neckname: "Kreizköpf"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7519 Walzbachtal (1971), 75045 (1993)

Karlsbad - Gemeinde Karlsbad  - www.karlsbad.de
Die Gemeinde entstand am 1.9.1971 durch Vereinigung der Gemeinden Auerbach, Ittersbach (Landkreis Pforzheim), Langensteinbach, Mutschelbach und Spielberg im Landkreis Karlsruhe. Der Name erinnert an das im 18. Jahrhundert von den Markgrafen von Baden-Durlach geförderte Heilbad im Ortsteil Langensteinbach, das 1648 erstmals bezeugt ist, als Fürstenbad im 18. Jahrhundert sehr beliebt war, aber 1846 aufgegeben wurde.
Postleitzahlen: - (1961), 7516 (1971), 76307 (1993)

Karlsdorf- Gemeinde Karlsdorf-Neuthard
Zur Vorgeschichte vgl. Alt-Dettenheim. 1813 siedelten die Bewohner der Gemeinde Dettenheim in die Gegend der Altenburg bei Bruchsal, nachdem ihnen dieser Schrift durch Großherzog Karl von Baden erlaubt worden war. Die Gemeinde erhielt zu Ehren des Großherzogs den Namen "Karlsdorf". Die Altenburg wurde erstmals 1337 erwähnt als bischöflich-speyrische Burg, nahe Bruchsal, die 1637 zersört worden war. Danach legte der Bischof dort ein Gestüt an. Von den Bauten des 18. Jahrhunderts ist kaum etwas erhalten. Die Schlossruine war bereits 1860 abgebrochen worden. Von 1813-1819 gehörte Karlsdorf zum Stadtamt und ersten Landamt Bruchsal und von 1819 bis 1972 zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Karlsdorf zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte sich Karlsdorf mit der Gemeinde Neuthard zur neuen Gemeinde Karlsdorf-Neuthard.
Neckname: "Bockweddel" oder "Hergschwemmde"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7528 Karlsdorf-Neuthard (1975), 76689 (1993)

Karlsdorf-Neuthard - Gemeinde Karlsdorf-Neuthard  - www.karlsdorf-neuthard.de
Die Gemeinde entstand am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Karlsdorf und Neuthard. Beide Ortsteile gehörten bis 1972 zum Landkreis Bruchsal und seit 1.1.1973 zum Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7528 (1975), 76689 (1993)

Karlsruhe - Stadt Karlsruhe  - www.karlsruhe.de
Die Stadt Karlsruhe wurde am 17. Juni 1715 mit der Grundsteinlegung für das Schloss auf dem herrschaftlichen Wald unweit der Gemarkung des zu Baden-Baden gehörigen Dorfes Beiertheim durch Markgraf Karl von Baden-Durlach gegründet und war von Anfang an eine lutherische Stadt. Doch wurden schon bald auch reformierte und katholische Gemeinden toleriert. Am 18. Oktober 1717 zogen alle Dienststellen von Durlach nach Karlsruhe um. Danach war Karlsruhe Haupt- und Residenzstadt der Markgrafschaft Baden-Durlach, ab 1771 der mit Baden-Baden vereinigten Markgrafschaft Baden, ab 1803 des Kurfürstentums Baden und ab 1806 schließlich des Großherzogtums Baden. 1918 wurde es Hauptstadt des Freistaates Baden (bis 1945/46). Danach war es Hauptstadt des Landesteils Baden des Landes Württemberg-Baden und ab 1952 wurde es Hauptstadt des baden-württembergischen Regierungsbezirks Nordbaden (seit 1.1.1973 Regierungsbezirk Karlsruhe).
Bereits 1717 wurde in Karlsruhe ein Oberamt Karlsruhe geschaffen, das bis 1721 nur für die Stadt Karlsruhe zuständig war. Dann erhielt es einige Gemeinden und vergrößerte seine Zuständigkeiten ständig. Am 28. August 1812 wurde die Siedlung Klein-Karlsruhe in die Stadt eingegliedert. Ab 1886 wurde die Stadt durch weitere Eingemeindungen stark vergrößert. Im folgenden werden die Städte und Gemeinden genannt, die bis 1938 eingemeindet wurden (in Klammern das Datum der Eingemeindung):
Mühlburg (1.1.1886), Beiertheim (1.1.1907), Rüppurr (1.1.1907), Rintheim (1.1.1907), Grünwinkel (1.1.1909), Daxlanden (1.1.1910), Bulach (1.4.1929), Knielingen (1.4.1935), Durlach (1.4.1938 mit dem 1921 wieder eingemeindeten Ort Aue) und Hagsfeld (1.4.1938).
1938 wurde das bisherige Bezirksamt Karlsruhe in einen Landkreis Karlsruhe und einen Stadtkreis Karlsruhe aufgeteilt, welche bis heute bestehen.
Der Stadtkreis Karlsruhe wurde ab 1972 nochmals durch Eingemeindungen vergrößert, bis er schließlich am 14.2.1975 seine heutige Ausdehnung erreichte. Im einzelnen wurden folgende Gemeinden eingegliedert (in Klammern das Datum der Eingemeindung):
Stupferich (1.1.1972), Hohenwettersbach (1.1.1972), Wolfartsweier (1.1.1973), Grötzingen (1.1.1974), Wettersbach (1.1.1975; entstanden am 1.1.1972 durch Vereinigung der Gemeinden Grünwettersbach und Palmbach) und Neureut/Baden (14.2.1975, entstanden am 1.11.1935 durch Vereinigung der Gemeinden Teutschneureut und Welschneureut).
Die Stadt Karlsruhe ist heute in folgende 27 Stadtteile gegliedert (aufgelistet nach ihrer fortlaufenden amtlichen Nummerierung von 01-27, siehe auch alphabetische Auflistung am Beginn dieser Seite):
Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Südstadt, Südweststadt, Weststadt, Nordweststadt, Oststadt, Mühlburg, Daxlanden, Knielingen, Grünwinkel, Oberreut, Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerstock, Rüppurr, Waldstadt, Rintheim, Hagsfeld, Durlach, Grötzingen, Stupferich, Hohenwettersbach, Wolfartsweier, Grünwettersbach, Palmbach, Neureut/Baden und Nordstadt. Die Stadtteile sind in Stadtbezirke bzw. Statistische Bezirke aufgeteilt.
Necknamen: "Brigande" - Karlsruhe-Altstadt "Dörflesbrüder"
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe 1, 21, 31, 41 und 51 (19), 76xxx (1993)

Kislau (W) - Gemeinde Bad Schönborn
Wohnplatz der ehemaligen Gemeinde Bad Mingolsheim. 1063 erstmals als Kisilowe erwähnt, kam der Ort von den Grafen von Calw über die Welfen an die Staufer. Edelfreie von Kislau bewohnten die gleichnamige Burg Kislau, die ab etwa 1230 an das Bistum Speyer gelangte. Die Bischöfe richteten dort ein Amt ein. Die Burg wurde 1675 durch die Franzosen zerstört. Ab 1721 wurde die Ruine zum Jagdschloss umgebaut. 1803 kam Kislau und das gesamte dazugehörige Amt mit Mingolsheim an Baden. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss als Gefängnis genutzt. Heute ist es eine Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Bruchsal.
Postleitzahlen: 7521 Mingolsheim (1961), 7525 Bad Mingolsheim-Langenbrücken (1971), 7525 Bad Schönborn (1972), 76669 (1993)

Kirrlach - Stadt Waghäusel
1234 erstmals als Kirloh erwähnt, war der Ort eine planmäßige Rodungssiedlung im Lußhardtwald, der zum Bistum Speyer gehörte. Der katholische Ort gehörte anfangs zum Amt Kislau. 1772 wurde Kirrlach dem Amt Philippsburg zugeordnet. 1803 kam Kirrlach an Baden und gehörte bis 1864 zum Amt/Bezirksamt Philippsburg. Nach dessen Auflösung kam Kirrlach 1865 zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde Kirrlach dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Am 1.1.1975 vereinigte sich Kirrlach mit den Gemeinden Waghäusel und Wiesental zur neuen Gemeinde Lusshardt, die jedoch sofort in Waghäusel umbenannt wurde. Mit Wirkung vom 1.5.1984 wurde der neuen Gemeinde Waghäusel die Bezeichnung "Stadt" verliehen.
Neckname: "Spraddel"
Postleitzahlen: 6833 (1961), 6833 Waghäusel (1975), 68753 (1993)

Kleinsteinbach - Gemeinde Pfinztal
1328 erstmals als nidern Steinbach erwähnt (im Gegensatz zu Langensteinbach), gehörte der Ort wohl den Grafen von Remchingen und kam 1562 an die Markgrafschaft Baden. Die Markgrafen führten die Reformation ein. Kirchlich war zunächst Remchingen zuständig, dann war es eigene Pfarrei und nach dem 30jährigen Krieg gehörte Kleinsteinbach wieder zu Remchingen, seit 1786 zu Singen. 1817 erhielt der Ort eine eigene Kirche. Politisch gehörte der Ort bis 1821 zum Amt Stein, dann zum Amt/Bezirksamt Durlach und seit 1924 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1974 vereinigte sich Kleinsteinbach mit den Gemeinden Berghausen, Söllingen und Wöschbachzur neuen Gemeinde Pfinztal.
Neckname: "Rotmäntel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7507 Pfinztal (1974), 76327 (1993)

Knaudenheim - siehe Huttenheim

Knielingen - Stadt Karlsruhe
769/78 erstmals erwähnt gehörte der Ort ab ca. 1220 zur Markgrafschaft Baden bzw. ab 1535 zu Baden-Durlach. Die Markgrafen führten 1556 die Reformation ein. Knielingen gehörte zunächst zum Amt Mühlburg und wurde 1809 nach dessen Auflösung dem Amt Karlsruhe zugeordnet. Am 1.4.1935 wurde Knielingen in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und bildet bis heute einen eigenständigen Stadtteil. Er umfasst die Siedlungen Alt Knielingen, Neu Knielingen und die ab 1817 durch die Rheinbegradigung entstandene Insel Maxau.
Neckname: "Holzbiere"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe (1961), 7500 Karlsruhe 21 (19 ), 76xxx (1993)

Kraichtal - Stadt Kraichtal  - www.kraichtal.de
Die Stadt entstand am 1.9.1971 durch Vereinigung der Städte Gochsheim (Baden) und Unteröwisheim sowie der Gemeinden Bahnbrücken, Landshausen, Menzingen, Münzesheim, Neuenbürg, Oberacker und Oberöwisheim. Alle Stadtteile, mit Ausnahme von Landshausen, das beim Landkreis Sinsheim war, gehörten zum Landkreis Bruchsal. Der Name bezieht sich auf die "Kraich", auch Kraichbach genannt, die von Flehingen kommend die Stadtteile Gochsheim, Münzesheim, Oberöwisheim und Unteröwisheim durchfließt bzw. an ihnen vorbei fließt.
Postleitzahlen: - (1961), 7527 (1971), 76703 (1993)

Kronau - Gemeinde Kronau  - www.kronau.de
1289 erstmals als Grunauwe erwähnt gehörte der Ort zur Herrschaft Kislau und kam mit dieser vor 1250 zum Hochstift Speyer. Daher blieb Kronau nach der Reformation katholisch. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam Kronau an Baden. Von 1804 bis 1807 gehörte der Ort zum Amt Kislau, dann zum Amt/Bezirksamt Philippsburg und ab 1865 zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. 1931 wurde die Gemarkung durch Eingliederung von Anteilen der Lußhardt vergrößert. Die Gemeindereform veränderte die Gemeindegrenzen nicht. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Kronau zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Ralling" oder "Mobbären"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 76709 (1993)

Kürnbach - Gemeinde Kürnbach  - www.kuernbach.de
Um 1100 erstmals als Kurnbach erwähnt, gehörte der Ort vermutlich dem Kloster Weißenburg, im 12. Jahrhundert hatte auch das Kloster Hirsau Besitzungen. Von 1100 bis 1231 ist ein edelfreies Geschlecht bezeugt, welches die Burg Sternenfels erbaute, sich ab Mitte des 13. Jahrhunderts nur noch nach dieser Burg benannte. Die Herrschaft über Kürnbach übten zunächst die Herren von Sternenfels als Lehen der Grafen von Katzenelnbogen aus. Um 1320 wurde ein Teil an Württemberg verpfändet. Die anderen Teile gelangten auf dem Erbwege an die Landgrafen von Hessen, die ihren Teil 1598 einzogen. Seither war Kürnbach ein württembergisch-hessisches Kondominat, d.h. es wurde zwischen beiden Ländern verwaltungsmäßig aufgeteilt. Die Bewohner des Dorfes gehörten entweder zu Württemberg oder zu Hessen. Die Württemberger führten 1534 die Reformation ein. Der württembergische Teil gehörte zum Amt Güglingen. 1810 wurde der württembergische Teil per Staatsvertrag an das Großherzogtum Baden abgegeben. Seither war Kürnbach ein badisch-hessisches Kondominat. Erst 1905 kam der Ort dann ganz an Baden. Von 1813-1905 gehörte der badische Teil zum Amt/Bezirksamt Bretten und der hessische Teil zum Landkreis Heppenheim. Von 1905 bis 1936 gehörte ganz Kürnbach zum Bezirksamt Bretten und von 1936-1972 zum Landkreis Sinsheim. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Kürnbach zum Landkreis Karlsruhe. Heute ist Kürnbach mit insgesamt 2.400 Einwohner vor Zaisenhausen die zweitkleinste Gemeinde im Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Dambe"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 75057 (1993)

Landshausen - Stadt Kraichtal
864/76 erstmals als Huserard marca erwähnt, war Landshausen Ausbauort von Menzingen. Um 1100 erscheint die Bezeichnung Nanthesshusen. Die Klöster Lorsch, Hirsau und Odenheim hatten Besitzungen am Ort. Die Herrschaftsrechte lagen bei Menzingen. Von diesen wurde der Ort 1426 und 1427 an das Kloster Odenheim verpfändet und gelangte damit unter bischöflich-speyerische Landeshoheit. Daher blieb der Ort katholisch. 1803 kam Landshausen an Baden und wurde zunächst der Grafschaft Odenheim zugeordnet. 1807 kam der Ort zum Amt Gochsheim und 1813 zum Amt/Bezirksamt Eppingen. Bei dessen Auflösung 1924 kam der Ort zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal und 1938 schließlich zum Landkreis Sinsheim. Am 1.9.1971 vereinigte sich Landshausen mit den Städten Gochsheim und Unteröwisheim sowie den Gemeinden Bahnbrücken, Menzingen, Münzesheim, Neuenbürg, Oberacker und Oberöwisheimzur neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal zum Landkreis Karlsruhe. Damit kam Landshausen (wieder) zum Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde die Stadt Kraichtal dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Mostköpf"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527 Kraichtal (1971), 76703 (1993)

Langensteinbach - Gemeinde Karlsbad
1292 erstmals als Langensteinbach erwähnt, gehörte der Ort anfangs zum Ebersteinischen Herrschaftsgebeit und kam dann an Baden. Von den Markgrafen wurde es an das Kloster Herrenalb verkauft, das im Ort eine Pflege einrichtete (später entstand daraus das Amt Langensteinbach).
Damals verzichtete Württemberg auf seine Rechte am Ort. Von 1344 bis 1497 war Langensteinbach jedoch wieder unter Württembergischer Hoheit, dann kam es wieder an Baden. Mit der Reformation 1555 übernahm Württemberg erneut die Dorfobrigkeit und gab sie erst 1603 an Baden-Durlach ab. Das Amt Langensteinbach war teilweise mit dem Amt Stein zusammen gelegt. Bei Auflösung des Amtes Langensteinbach 1803 kamen alle Amtsorte zum Amt Pforzheim. 1821 wurde Langensteinbach dem Amt/Bezirksamt Durlach und 1921 dem Bezirksamt Ettlingen zugeordnet. 1937 kam Langensteinbach zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.9.1971 vereinigte sich Langensteinbach mit den Gemeinden Auerbach, Ittersbach(Landkreis Pforzheim), Mutschelbach und Spielbergzur neuen Gemeinde Karlsbad. Zu Langensteinbach gehört auch der Wohnplatz des Bibelheims Bethanien, das 1909 gegründet wurde.
Neckname: "Oierkuche" oder "Oierkuchepanscher"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7516 Karlsbad (1971), 76307 (1993)

Leopoldshafen - Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen
1160 wurde erstmals ein Ort Schrag und bereits 769/78 und 796 in der Nachbarschaft der Ort Frecanstetten (später Frechstatt) erwähnt. Beide Orte gehörten zu verschiedenen Herrschaften und kamen über die Grafen von Calw an das Kloster Maulbronn. Nach Abgang von Frechstatt unterhielt das Kloster am Rhein eine Schröck (= Stelle eines Warnsignals für die Schifffahrt) genannte Grangie, die im 14. Jahrhundert aufgegeben und 1362 an Markgraf Rudolf verkauft wurde. Seither gehört der Ort zur Markgrafschaft Baden und wurde mit dieser nach der Reformation lutherisch. Eine eigene Kirche erhielt der Ort jedoch erst 1852. Bis dahin wurde der Ort von Eggenstein und Linkenheim aus versorgt. Schröck gehörte bis 1809 zum Amt Mühlburg und seither zum Landamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. 1833 wurde die Siedlung zum Rheinhafen ausgebaut und am 31.3.1833 zu Ehren von Großherzog Leopold in "Leopoldshafen" umbenannt. 1930 wurde die Gemarkung durch Eingliederung von Teilen des Hardtwaldes vergrößert. Am 1.12.1974 vereinigte sich Leopoldshafen mit der Gemeinde Eggenstein zur neuen Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen.
Neckname: "Schröcker" oder "Hatzeln"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7514 Eggenstein-Leopoldshafen (1974), 76344 (1993)

Liedolsheim - Gemeinde Dettenheim
882 als Liudolvesheim erstmals erwähnt, kam der Ort über verschiedene Herrschaften ab 1281 endgültig an die Markgrafschaft Baden. Danach wurde der Ort mehrfach verlehnt, später auch verpfändet, ab dem 15. Jahrhundert war Liedolsheim dann jedoch dauerhaft badisch und gehörte zum Amt Graben. Mit diesem gehörte Liedolsheim zum pfälzischen Lehen und war von 1634 bis 1648 bei der bayerischen Unterpfalz. Die Markgrafen hatten 1556 die Reformation eingeführt. Von 1803 bis 1809 gehörte Liedolsheim zum Oberamt Karlsruhe, dann zum Amt Philippsburg und von 1810 bis 1819 zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Seit 1819 gehört Liedolsheim (wieder) zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. Die Gemeinde vereinigte sich am 1.1.1975 mit der Gemeinde Rußheim zur neuen Gemeinde Liedolsheim-Rußheim, welche am 1.1.1978 in Dettenheim umbenannt wurde. Zu Liedolsheim gehört auch der Weiler Alt-Dettenheim, der bis 1813 eine eigene Gemeinde bildete.
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7521 Liedolsheim-Rußheim (1975), 7521 Dettenheim (1978), 76706 (1993)

Liedolsheim-Rußheim - Gemeinde Dettenheim
Die Gemeinde entstand am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Liedolsheim und Rußheim. Am 1.1.1978 wurde die Gemeinde in Dettenheim umbenannt. Beide Ortsteile gehörten bereits vor der Kreisreform zum Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7521 (1975), 7521 Dettenheim (1978), 76706 (1993)

Linkenheim - Gemeinde Linkenheim-Hochstetten
769/78 estmals als Linchenheim erwähnt, war der Ort anfangs im Besitz des Klosters Lorsch. Von 1156-1245 ist er als Maulbronner Grangie belegt. Über die Staufer kam Linkenheim an die Markgrafschaft Baden. 1399 wird der Ort zum Wittum der Margräfin Anna bestimmt (wie Hochstetten) und 1406 ausdrücklich als Reichslehen bezeugt. Die Markgrafen führten 1556 die Reformation ein. Linkenheim gehörte zum Amt Mühlburg und kam bei dessen Auflösung 1809 zum Landamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. 1930 erhielt die Gemeinde eine erheblichen Zuwachs durch Teile des Hardtwaldes. Am 1.1.1975 vereinigte sich Linkenheim mit der Gemeinde Hochstetten zur neuen Gemeinde Linkenheim-Hochstetten.
Neckname: "Ginggel" oder "Die Gewaltigen"
Neckname: "Hansudel" oder "Schnecken"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7515 Linkenheim-Hochstetten (1975), 76351 (1993)

Linkenheim-Hochstetten - Gemeinde Linkenheim-Hochstetten  - www.linkenheim-hochstetten.de
Die Gemeinde entstand am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Linkenheim und Hochstetten. Beide Ortsteile gehörten schon vor der Kreisreform 1973 zum Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7515 (1975), 76351 (1993)

Malsch - Gemeinde Malsch  - www.malsch.de
1065 erstmals als Malsche erwähnt, war der Ort im Besitz des Klosters Weißenburg. Als Lehen kam Malsch dann in die Hand der Grafen des Ufgaus, die sich später Grafen von Malsch nannten. Deren Nachfolger waren dann die Grafen von Eberstein, die schließlich wohl um 1256 ihren Besitz der Markgrafschaft Baden als Lehen von Weißenburg übergaben. Die Markgrafen verpfändeten den Ort vorübergehend an das Kloster Herrenalb, dann verkauften sie es 1318/22 den Zisterziensern. Ab 1344 übte Württemberg die Schirmherrschaft aus, ab 1497 wieder Baden. Dennoch wurde der Ort nach der Reformation von Württemberg eingezogen und kam erst 1603 im Tausch an Baden-Durlach. Der lutherische Ort wurde im 30jährigen Krieg der katholischen Markgrafschaft Baden-Baden ausgeliefert, doch blieb der Ort überwiegend evangelisch. Zu baden-badischer Zeit gehörte der Ort zum Amt Malsch und auch nach 1803 verblieb Malsch beim Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen (bis 1937), kam dann kurzzeitig zum Landkreis Rastatt und gehört seit 1939 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1971 wurde die Gemeinde Sulzbach, am 1.4.1972 die Gemeinde Waldprechtsweier (Landkreis Rastatt) und am 1.1.1973 die Gemeinde Völkersbach in die Gemeinde Malsch eingegliedert. Zum Ortsteil Malsch gehört auch der Weiler Neumalsch, der in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand.
Neckname: "Störch"
Postleitzahlen: 7502 (1961), 76316 (1993)

Marxzell - Gemeinde Marxzell  - www.marxzell.de
1. Weiler im Albtal, 1255 erstmals als Celle erwähnt, ab 1502 Mackzell, war der Ort eine klösterliche Siedlung. Die 1278 erstmals erwähnt Pfarrkirche war Mutterkirche für Ittersbach und blieb bis ins 17. Jahrhundert Pfarrkirche für Schielberg und Pfaffenrot. Seit 1726 ist sie Filialkirche von Burbach. Die Siedlung war wohl nie eine eigene Gemeinde, sondern gehörte zu Pfaffenrot, teilweise auch zu Burbach und zu Schielberg. Die durch die Gemeindereform 1971 entstandene neue Gemeinde erhielt den Namen des alten Weilers Marxzell.
2. Seit 1.7.1971 Name der durch Vereinigung der Gemeinden Burbach, Pfaffenrot und Schielberg neu entstandenen Gemeinde.
Postleitzahlen: 7501 Burbach (1961), 7501 (1971), 76359 (1993)

Menzingen- Stadt Kraichtal
769 erstmals als Mencinga erwähnt, hatte das Kloster Lorsch umfassenden Besitz am Ort und gelangte unter den Einfluss der Kraichgaugrafen. Im Spätmittelalter war hatte die Ortsherrschaft Menzingen den Ort als Lehen der Grafen von Katzenelnbogen. Schon im 12. Jahrhundert tauchte das Geschlecht derer von Menzingen auf, die den ritterschaftlichen Ort innerhalb des Ritterkantons Kraichgau bis 1805 beherrschten. Die Ortsherren führten die Reformation ein. Schon seit 1521 sind evangelische Pfarrer belegt. 1805 kam Menzingen an Baden, gehörte dann zunächst zum Amt Gochsheim und ab 1813 zum Amt/Bezirksamt Bretten. 1924 kam Menzingen zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich Menzingen mit den Städten Gochsheim und Unteröwisheim sowie den Gemeinden Bahnbrücken, Landshausen (Kreis Sinsheim), Münzesheim, Neuenbürg, Oberacker und Oberöwisheimzur neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Schollenklopfer"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527 Kraichtal (1971), 76703 (1993)

Mörsch - Stadt Rheinstetten
940 erstmals als Meriske erwähnt, war Mörsch seinerzeit dem Bistum Speyer geschenkt worden. Im 12. Jahrhundert sind Ministerialen von Mörsch als Dientleute der Speyerer und Ebersteiner nachzuweisen, daher war Mörsch wohl an diese belehnt. Ab 1288 war Mörsch an die Markgrafschaft Baden verpfändet. Diese versetzten es an das Kloster Herrenalb, konnten es 1346 aber wieder einlösen. Dennoch trug das Kloster ab 1291 Besitz in Mörsch, ab 1339 war ganz Mörsch beim Kloster Weißenburg zu Lehen. Bis 1535 gehörte es zum Amt Mühlburg, dann wurde es der katholischen Linie Baden-Baden zugeteilt. Hier gehörte es zum Amt Ettlingen und auch nach 1803 verblieb es bis 1937 beim Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen, dann kam es zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte sich Mörsch mit den Gemeinden Forchheim und Neuburgweier zur neuen Gemeinde Rheinstetten, welche mit Wirkung vom 1.1.2000 die Bezeichnung "Stadt" verliehen bekam. Zum 1.1.2005 wurde Rheinstetten zur Großen Kreisstadt erklärt.
Neckname: "Ofenröhrle" oder "Schlittich"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7512 Rheinstetten (1975), 76287 (1993)

Mühlburg - Stadt Karlsruhe
1248 erstmals erwähnt, war Mühlburg eine kleine Stadt, die bereits seit 1220 zur Markgrafschaft Baden, später Baden-Durlach gehörte und ein eigenes Amt bildete. Die Markgrafen führten die Reformation ein. Nach einem Privileg von 1670 sollte sich aus dem Dorf, das sich auf dem Burggut der "Burg bei der Mühle" entwickelt hatte, eine Stadt gründen, doch zerstörten die Franzosen 1689 dieses Vorhaben. Die Stadt wurde danach wieder neu erbaut, das Schloss jedoch aufgelassen. Bald schon stand Mühlburg im Schatten von Karlsruhe. 1809 wurde das Amt Mühlburg vom Landamt Karlsruhe übernommen und am 1.1.1886 wurde Mühlburg nach Karlsruhe eingegliedert. Bis heute bildet Mühlburg jedoch einen eigenständigen Stadtteil. Zum heutigen Stadtteil gehören die Siedlungen Alt-Mühlburg, Weingärtensiedlung und Mühlburger Feld sowie das Gebiet des Rheinhafens.
Neckname: "Milchsäule"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe-West (1961), 7500 Karlsruhe 21 (19 ), 76xxx (1993)

Münzesheim - Stadt Kraichtal
828 erstmals als Muncinesheim erwähnt, wurde der Ort von 1109 bis 1282 durch einen örtlichen Adel beherrscht. 1326 kam der Ort an Baden, doch wurde er an die Hofwart von Kirchheim verlehnt. Die Lehnshoheit stammt vermutlich von den Grafen von Eberstein und damit von den Kraichgaurittern. Die Ortsherrschaft führte 1530 die lutherische Reformation ein. Nach Heimfall des Lehens 1675 gab Markgraf Friedrich von Baden den Ort seinen beiden unehelichen Söhnen, die sich Freiherren von Münzesheim nannten. Friedrich August von Münzesheim verkaufte die Ortsherrschaft 1761 wieder an den Lehensherr, doch musste Baden die Steuerhoheit der Kraichgauer Ritterschaft bis 1805 anerkennen. Von 1805-1807 gehörte Münzesheim zum Amt Bretten, dann zum Amt Gochsheim, 1813 schließlich vorübergehend zum Stadtamt und ersten Landamt Bruchsal und ab Dezember 1813 zum Amt/Bezirksamt Bretten. 1936 kam Münzesheim zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich Münzesheim mit den Städten Gochsheim und Unteröwisheim sowie den Gemeinden Bahnbrücken, Landshausen (Kreis Sinsheim), Menzingen, Neuenbürg, Oberacker und Oberöwisheimzur neuen Stadt Kraichtal.
Neckname: "Nussköpf"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527 Kraichtal (1971), 76703 (1993)

Mutschelbach - Gemeinde Karlsbad
1278 als Muschelnbach erstmals erwähnt, wurde ab 1357 zwischen Ober -und Untermutschelbach unterscheiden, Mittelmutschelbach taucht erst in der Neuzeit auf. Zur weiteren Geschichte vgl. Obermutschelbach bzw. Untermutschelbach. 1936 vereinigten sich die beiden Gemeinden Obermutschelbach und Untermutschelbach zur Gemeinde Mutschelbach. Diese vereinigte sich am 1.9.1971 mit den Gemeinden Auerbach, Ittersbach (Landkreis Pforzheim), Langensteinbach und Spielbergzur neuen Gemeinde Karlsbad.
Neckname: "Schmierbrenner" oder "Käskistler"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7516 Karlsbad (1971), 76307 (1993)

Neibsheim - Stadt Bretten
770 erstmals als Nichbodesheim erwähnt, gehörte der Ort anfangs teilweise zum Lorscher Besitz, dann zum Bistum Speyer und zum Kloster Limburg. 1115 bis 1365 bestand ein spärliches Adelsgeschlecht. Es bestand eine obere und eine untere Burg. Letztere war bald badisches Lehen und wurde 1490 an Speyer verkauft. Die obere Burg war schon im 14. Jahrhundert speyrisch und wurde bischöflisches Schloss, das jedoch im 18. Jahrhundert verfiel. Der Ort blieb katholisch und verblieb bis 1803 beim Hochstift Speyer. Dort gehörte er zum Vizedomamt Bruchsal. 1803 kam Neibsheim an Baden. Von 1803 bis 1806 gehörte der Ort zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal  und ab 1810 zum Amt/Bezirksamt Bretten. 1936 kam Neibsheim zum Landkreis Bruchsal. Am 1.3.1972 wurde Neibsheim in die Stadt Bretten eingegliedert und kam somit zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Spatzen" oder "Kreizköpf"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518 Bretten (1972), 75015 (1993)

Neuburgweier - Stadt Rheinstetten
1396 erstmals als Wilre, 1422 als Neuburgweiler erwähnt, war der Ort wohl Sitz einer Burg auf der Gemarkung Mörsch. Wie Mörsch zunächst unter ebersteinischer Herrschaft, wurde Neuburgweier 1383 kurpfälzisch und gehörte zum Amt Hagenbach des Oberamts Germersheim. Die Kurpfalz führte das reformierte Bekenntnis ein. 1674 wurde Neuburgweier von den Franzosen besetzt und war von 1682 bis 1697 an Frankreich abgetreten. Dieses rekatholisierte den Ort. 1707 wurde es von der Kurpfalz an die Markgrafschaft Baden-Baden abgetreten und gehörte hier zum Amt Ettlingen. Auch nach 1803 verblieb der Ort beim Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und kam 1937 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte sich Neuburgweier mit den Gemeinden Forchheim und Mörsch zur neuen Gemeinde Rheinstetten, welche mit Wirkung vom 1.1.2000 die Bezeichnung "Stadt" verliehen bekam. Zum 1.1.2005 wurde Rheinstetten zur Großen Kreisstadt erklärt.
Neckname: "Woogletsche" oder "Gaiße"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7512 Rheinstetten (1975), 76287 (1993)

Neudorf - Gemeinde Graben-Neudorf
1531 erstnaks als Newendorf erwähnt, wurde der Ort von Graben aus aufgesiedelt. Er gehörte jedoch bald zum Amt Udenheim des Hochstifts Speyer und blieb daher katholisch. Erst 1724 wurde Neudorf jedoch eine eigene Pfarrei, zuvor gehörte die Bevölkerung zur Pfarrei Hambrücken. 1803 kam Neudorf an Baden, gehörte von 1803 bis 1864 zum Amt/Bezirksamt Philippsburg und dann zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.1.1972 vereinigte sich Neudorf mit der zum Landkreis Karlsruhe gehörigen Gemeinde Graben zur neuen Gemeinde Graben-Neudorf. Der Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation Graben-Neudorf an der Bahnstrecke Karlsruhe-Mannheim bekannt. Die neue Gemeinde wurde dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Griesknöpf" oder "Kiehholzmennlen"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7523 Graben-Neudorf (1972), 76676 (1993)

Neuenbürg - Stadt Kraichtal
1255 erstmals als novum castrum Owensheim erwähnt, handelte es sich um ein Dorf im Anschluss an die neue Burg der Grafen von Eberstein auf Gemarkung Oberöwisheim. Mit der Burg - die Reste sind heute Bestandteil der katholischen Kirche St. Lukas, die als Marienkapelle im Schloss erbaut, 1468 zur Pfarrkirche erhoben und 1892 umgebaut worden war - wurde das Dorf 1331 an die Grafen von Remchingen verpfändet, später in ein Lehen umgewandelt. Die Ortsherrschaft führte die lutherische Reformation ein. Nach dem Aussterben der Grafen von Remchingen zog der Bischof von Speyer 1661 den Ort an sich, obwohl Württemberg Ansprüche auf Neuenbürg als Zubehör von Gochsheim geltend machte. Damit wurde Neuenbürg rekatholisiert. 1803 kam Neuenbürg an Baden und gehörte 1807 kurzfristig zum Amt Gochsheim, von 1807-1809 zum Oberamt Bruchsal, dann erneut zu Gochsheim und 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Neuenbürg zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich Neuenbürg mit den Städten Gochsheim und Unteröwisheim sowie den Gemeinden Bahnbrücken, Landshausen (Kreis Sinsheim), Menzingen, Münzesheim, Oberacker und Oberöwisheimzur neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Kuckuck" oder "Hutzel"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527 Kraichtal (1971), 76703 (1993)

Neureut (Baden) - Stadt Karlsruhe
Um 1260 erstmals erwähnt als villa Novale, gehörte der Ort zur Markgraftschaft Baden, ab 1535 zu Baden-Durlach. Die Margrafen führten die Reformation ein. Neureut gehörte zum Amt Mühlburg. Als 1699/1700 durch piemontische Glaubensflüchtlinge auf der Gemarkung Neureut der Ort Welschneureut angesiedelt wurde, welcher bald danach eine eingenständige Gemeinde wurde, nannte sich das bisherige Neureut zur Unterscheidung forthin Teutschneureut. Beide Orte gehörten weiterhin zum Amt Mühlburg, ab 1809 zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Am 1.11.1935 wurde Welschneureut mit Teutschneureut (wieder) unter der Bezeichnung "Neureut (Baden)" vereinigt. Am 14.2.1975 wurde Neureut als letzter Stadtteil in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert und bildet seither einen eigenständigen Stadtteil, bestehend aus den Siedlungen Neureut, "An der Eggensteiner Allee", "An der Linkenheimer Landstraße", "Grüner Weg", Heide, Kirchfeldsiedlung, Oberfeld, Rosenhof und Unterfeld.
Neckname: "Kiehbacher" oder "Spundefresser"
Postleitzahlen: 7503 (1961), 7500 Karlsruhe 31 (1975), 76xxx (1993)

Neuthard - Gemeinde Karlsdorf-Neuthard
1300 als Nythart erstmals erwähnt, gehörte der Ort von Anfang an zum Hochstift Speyer und gehörte dort zum Amt Altenburg. Der Ort blieb katholisch und kam 1803 an Baden. Bis 1806 gehörte Neuthard zum Stadtamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum Stadtamt und ersten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Neuthard schließlich zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Neuthard zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte sich Neuthard mit der Gemeinde Karlsdorf zur neuen Gemeinde Karlsdorf-Neuthard.
Neckname: "Polen" oder "Polacken"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7528 Karlsdorf-Neuthard (1975), 76689 (1993)

Oberacker - Stadt Kraichtal
Um 1100 erstmals als Oberacker erwähnt, war der Ort Sitz eines edelfreien Geschlechts. Die Ortsherraschaft kam über die Ritter von Ubstadt und ihre Lehnsherren von Bruchsal 1288 an das Kloster Herrenalb. Die Oberlehnsrechte hatten vermutlich die Kraichgaugrafen als Nachfolger der Grafen von Katzenelnbogen. Mit dem Kloster Herrenalb wurde Oberacker württembergisch. Die Württemberger führten 1556 die lutherische Reformation ein. 1806 kam Oberacker im Austausch zum Großherzogtum Baden. Von 1806 bis 1813 gehörte der Ort zum Amt Gochsheim, dann zum Amt/Bezirksamt Bretten und ab 1936 zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich Oberacker mit den Städten Gochsheim und Unteröwisheim sowie den Gemeinden Bahnbrücken, Landshausen (Kreis Sinsheim), Menzingen, Münzesheim, Neuenbürg und Oberöwisheimzur neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Kerschdekipper"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527 Kraichtal (1971), 76703 (1993)

Oberderdingen - Gemeinde Oberderdingen  - www.oberderdingen.de
839 erstmals erwähnt als Tardingen, seit 1247 Unterscheidung zwischen Ober- und Unterderdingen. Beide Orte nahmen wohl den gleichen Lauf in der Geschichte und gehörten zu verschiedenen Herrschaften, bevor sie ab 1247 über das Kloster Herrenalb 1344 an Württemberg kamen. Die Württemberger führten als Schirmherren des Klosters Herrenalb 1556 die Reformation ein. In Oberderdingen existierte ein Pflegamt des Klosters Herrenalb, das erst 1807 aufgelöst wurde. Seither gehörten beide Orte zum Oberamt Maulbronn. 1835 wurde der Gemeindename in Derdingen (Ober-) umbenannt. Nach Auflösung der Gemeinde Großvillars im Jahre 1866 kam ein Teil des Ortes zu Oberderdingen, der andere Teil kam zu Knittlingen. 1936 wurde der Gemeindename "Derdingen (Ober-)" in Derdingen vereinfacht. Bei der Auflösung des Oberamts Maulbronn 1938 kam Oberderdingen (mit Unterderdingen und Großvillars) zum Landkreis Vaihingen. 1964 wurde die Gemeinde wieder Oberderdingen bezeichnet. Das frühere Unterderdingen ging zwischenzeitlich ganz in Oberderdingen auf, wurde jedoch bis 1971 noch als Wohnplatz geführt.
Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Oberderdingen vom Landkreis Vaihingen zum Landkreis Karlsruhe, die Nachbargemeinde Knittlingen zum neu gebildeten Enzkreis. Der Ort Großvillars hätte folglich nicht nur zu verschiedenen Gemeinden (Oberderdingen und Knittlingen), sondern auch zu unterschiedlichen Landkreisen (Karlsruhe und Enzkreis) gehört. Daher wurde auch der bislang zu Knittlingen gehörige Teil des Ortes Großvillars der Gemeinde Oberderdingen angegliedert. Am 1.1.1973 wurde ferner die Gemeinde Flehingen in die Gemeinde Oberderdingen eingegliedert.
Neckname: "Philipple" oder "Schwobeseggel"
Postleitzahlen: 7135 (1961), 7519 (1973), 75038 (1993)

Obergrombach - Stadt Bruchsal
789 erstmals als Grunbahe erwähnt, wurde erst am 1275 zwischen Ober- und Untergrombach unterschieden. Der Ort hatte einen eigenen Ortsadel, welcher den Ort 1311 an den Bischof von Speyer verkaufte. Ab 1337 als Stadt bezeugt, wurde der Ort mehrfach verpfändet und bildete mit Untergrombach ein eigenes Amt. Die Stadt blieb daher nach der Reformation katholisch. 1689 wurde Obergrombach durch die Franzosen zerstört, danach von Bischof Damian Hugo als Sommeraufenthalt wieder aufgebaut. 1803 kam Obergrombach an Baden und gehörte bis 1806 zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1809 bis 1819 zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Obergrombach zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.7.1971 wurde Obergrombach in die Stadt Bruchsal eingegliedert. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Obergrombach mit der Stadt Bruchsal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Melkkiwwel"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7520 Bruchsal (1971), 76646 (1993)

Oberhausen - Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen
1207 erstmals als Husen bzw. 1256 als maior villa Husen (zur Unterscheidung von Rheinhausen) erwähnt, gehörte der Ort den Kraichgaugrafen und kam über die Grafen von Eberstein 1316 an das Bistum Speyer. Daher blieb Oberhausen katholisch. 1803 kam Oberhausen an Baden. Von 1803 bis 1864 gehörte Oberhausen zum Amt/Bezirksamt Philippsburg und ab 1865 zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. 1931 wurde die Gemarkunge durch Eingliederung von Teilen der Lußhardt erheblich erweitert. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Oberhausen zum Landkreis Karlsruhe.
Am 1.1.1975 vereinigte sich Oberhausen mit der Gemeinde Rheinhausen zur neuen Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen.
Neckname: "Golo"
Postleitzahlen: 6831 (1961), 6839 Oberhausen-Rheinhausen (1975), 68794 (1993)

Oberhausen-Rheinhausen - Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen  - www.oberhausen-rheinhausen.de
Die Gemeinde entstand am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Oberhausen und Rheinhausen. Beide Ortsteile gehörten bis 1973 zum Landkreis Bruchsal und seither zum Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 6839 (1975), 68794 (1993)

Obermutschelbach - Gemeinde Karlsbad
1278 als Muschelnbach erstmals erwähnt, wurde ab 1357 zwischen Ober -und Untermutschelbach unterscheiden, Mittelmutschelbach taucht erst in der Neuzeit auf. Obermutschelbach wurde um 1250 durch Konrad von Remchingen angelgt, dessen Enkel verkaufte den Ort 1295 an das Kloster Herrenalb. Mit dessen Pflege Langensteinbach stand der Ort später auch Mittelmutschelbach unter badischer Hoheit, wurde in der Reformation durch Württemberg eingezogen (seither ist der Ort evangelisch) und erst 1603 mit dem Amt Langensteinbach wieder an Baden abgetreten. Die zustädige Pfarrei war Nöttingen. Erst 1821 erhielt der Ort eine eigene evangelische Kirche. Politisch gehörte der Ort nach Auflösung des Amtes Langensteinbach zunächst zum Oberamt Pforzheim, von 1821 bis 1924 zum Amt/Bezirksamt Durlach und seither zum Landkreis Karlsruhe. 1936 vereinigte sich Obermutschelbach mit der Gemeinde Untermutschelbach zur Gemeinde Mutschelbach. Diese vereinigte sich am 1.9.1971 mit den Gemeinden Auerbach, Ittersbach (Landkreis Pforzheim), Langensteinbach und Spielberg zur neuen Gemeinde Karlsbad.
Postleitzahlen: 7501 Mutschelbach (1961), 7516 Karlsbad (1971), 76307 (1993)

Oberöwisheim - Stadt Kraichtal
771 erstmals als Auwinsheim erwähnt, wurde der Ort 1277 von Unteröwisheim unterschieden. Große Beistzungen hatte das Kloster Weißenburg, deren Nachfolger die Salier waren. Die Ortsherrschaft lag bei den Kraichgaugrafen. Ab 1260 sind die Grafen von Eberstein-Zweibrücken als Lehnsherren nachweisbar. Ihre Nachfolger in der Ortsherrschaft war der nach Oberöwisheim benannte Zweit der von Helmstatt. 1/3 des Ortes war ab 1443  pfälzisches Lehen, 2/3 des Ortes kam später an das Hochstift Speyer, war jedoch in einer komplizierten Ganerbenschaft (u.a. mit Frankenstein, Balzhofen, Massenbach, Sternenfels, Schaffalitzky und Berg), welche vom Bistum Speyer ab 1732 allmählich aufgekauft wurde. 1748 wurde die pfälzische Lehnshoheit im Tausch mit Diedelsheim abgelöst. 1753 verzichteten die Helmstatt auf ihren Anteil gegen Abrundung ihres Besitzes in Hochhausen. Die Schatzung verblieb aber nur zur Hälfte weiterhin der Reichsritterschaft im Kraichgau. Bei der Reformation konnte keiner der Ortsherren sein Bekenntnis voll durchsetzen, weshalb seither beide Konfessionen am Ort vertreten sind. Die Kirche wurde daher spätestens nach dem 30jährigen Krieg simultan genutzt. 1803/05 kam Oberöwisheim an Baden und gehörte zunächst zum Amt Odenheim, ab 1807 zum Amt Gochsheim und wurde 1813 dem zweiten Landamt Bruchsal zugeordnet. Ab 1819 gehörte Oberöwisheim zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. 1876 baute die katholische Gemeinde eine eigene Kirche und überließ die alte Dorfkirche ganz der evangelischen Gemeinde Oberöwisheim. Am 1.9.1971 vereinigte sich Oberöwisheim mit den Städten Gochsheim und Unteröwisheim sowie den Gemeinden Bahnbrücken, Landshausen (Kreis Sinsheim), Menzingen, Münzesheim, Neuenbürg und Oberacker zur neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Schwefeldunker"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527 Kraichtal (1971), 76703 (1993)

Oberweier - Stadt Ettlingen
Um 1115 erstmals als Babinwilare erwähnt, war Oberweier ein Ausbauort von Ettlingen und bildete mit Ettlingenweier eine Markgenossenschaft. Auch Oberweier war im Besitz von Klosterreichenbach. Im 13. Jahrhundert kam der Ort zur Markgrafschaft Baden und gehörte zum Amt Ettlingen. 1535 kam Oberweier an Baden-Baden, so dass er nach der Reformation katholisch blieb. Auch nach 1803 gehörte Oberweier zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen. Bei dessen Auflösung 1937 kam Oberweier zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Oberweier mit der Stadt Ettlingen vereinigt.
Neckname: "Narren" oder "Kästenigel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7505 Ettlingen (1974), 76275 (1993)

Odenheim - Stadt Östringen
769 erstmals als Hodeheim erwähnt, war der Ort wohl im Besitz der Klosters Lorsch und kam wohl über die Vogtei der Kraichgaugrafen an die Grafen von Lauffen. 1122 wurde der Großteil wohl als Stiftung für das Kloster Odenheim herangezogen. Das Kloster besaß die Ortsherrschaft. Die Landeshoheit kam 1338 an das Hochstift Speyer, so dass Odenheim katholisch blieb. 1803 kam Odenheim an Baden und bildete bis 1807 ein eigenes Amt. Bei dessen Auflösung 1807 kam Odenheim zum Amt Gochsheim und 1813 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Odenheim zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Odenheim zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1974 wurde Odenheim in die Gemeinde Östringen eingegliedert.
Neckname: "Linsebaich"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7524 Östringen (1974), 76684 (1993)

Östringen - Stadt Östringen  - www.oestringen.de
768 erstmals als Ostringen erwähnt, gehörte der Ort überwiegend zum Besitz des Klosters Lorsch, ab 1071 des Klosters Heiligenberg bei Heidelberg. Die Herrschaftsrecht kamen entweder über die Kraichgaugrafen oder über die Grafen von Calw an die Burg Kislau, welche vor 1250 an das Hochstift Speyer gelangt war. Der Ort blieb daher katholisch. Bis 1803 gehörte Östringen zum Amt Kislau, bevor es an Baden gelangte. Von 1803 bis 1807 gehörte Östringen zum Amt Odenheim, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. 1819 wurde es dem Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal zugeordnet. Am 1.1.1972 wurden die Gemeinden Eichelberg und Tiefenbach (beide Landkreis Sinsheim) nach Östringen eingegliedert. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Gemeinde Östringen mit ihren Ortsteilen Eichelberg und Tiefenbach zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1974 wurde die Gemeinde Odenheim eingegliedert, so dass die Gemeinde ihre heutige Ausdehnung erreichte. 1981 (zum 1. Juli ?) wurde der Gemeinde Östringen die Bezeichnung "Stadt" verliehen (Beschluss der Landesregierung von Baden-Württemberg vom 28.1.1981).
Neckname: "Wicke-Wacke"
Postleitzahlen: 7524 (1961), 76684 (1993)

Palmbach - Stadt Karlsruhe
1701 als La Balme von Waldensern am Rand der Gemarkung Grünwettersbach gegründeter Ort, welcher zum Herzogtum Württemberg (Oberamt Neuenbürg) gehörte. 1806 kam Palmbach zum Großherzogtum Baden und wurde dem Oberamt/Amt/Bezirksamt Durlach zugeordnet. Bei dessen Auflösung 1924 kam Palmbach zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Palmbach wurde am 1.1.1972 mit der Gemeinde Grünwettersbach, Landkreis Karlsruhe, zur neuen Gemeinde Wettersbach vereinigt. Diese gehörte zunächst weiterhin zum Landkreis Karlsruhe und wurde am 1.1.1975 in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert. Seither bildet Palmbach ebenso wie Grünwettersbach einen eingenständigen Stadtteil von Karlsruhe.
Neckname: "Schacke" oder "Schackebreuner"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7501 Wettersbach (1972), 7500 Karlsruhe 41 (1975), 76xxx (1993)

Pfaffenrot - Gemeinde Marxzell
1262 erstmals als Pfaffenrode erwähnt, war der Ort eine Rodungssiedlung Geistlicher, vielleicht von Marxzell her. Vermutlich kam der Ort von den Grafen von Eberstein an das Kloster Frauenalb. Wie das Kloster selbst, war Pfaffenrot unter gemeinsamem Schirm der Markgrafschaft Baden-(Baden) und der Grafschaft Eberstein. Der katholische Ort wurde anfangs von Marxzell versorgt, Ende des 17. Jahrhunderts gehörte er zur Pfarrei Völkersbach-Burbach-Marxzell, ab 1726 zu Burbach. Später war Pfaffenrot vorübergehend auch eine eigene Pfarrei. Eine Kapelle besteht aus dem 16. Jahrhundert. Ab 1803 gehörte der Ort endgültig zu Baden und kam zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen (bis 1937). Seither gehört es zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.7.1971 vereinigte sich Pfaffenrot mit den Gemeinden Burbach und Schielbergzur neuen Gemeinde Marxzell. Zu Pfaffenrot gehören auch Teile des Weilers Marxzell (Beschreibung siehe dort).
Neckname: "Hase" oder "Killhase"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7501 Marxzell (1971), 76359 (1993)

Pfinztal - Gemeinde Pfinztal  - www.pfinztal.de
Die Gemeinde entstand am 1.1.1974 durch Vereinigung der Gemeinden Berghausen, Kleinsteinbach, Söllingen und Wöschbach, welche alle schon vor der Kreisreform 1973 zum Landkreis Karlsruhe gehörten. Der Name bezieht sich auf den Fluss "Pfinz", ein Nebenfluss des Rheins, welche alle Ortseile, mit Ausnahme von Wöschbach, durchfließt. Mit mehr als 18.000 Einwohnern ist Pfinztal nach Bruchsal, Ettlingen, Bretten, Stutensee, Rheinstetten und Waghäusel die siebtgrößte Gemeinde und gleichzeitig die größte Gemeinde ohne Stadtrecht im Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7507 (1974), 76327 (1993)

Philippsburg - Stadt Philippsburg  - www.philippsburg.de
784 als Udenheim erstmals erwähnt, gehörte der Ort dem Kloster Lorsch. Die Burg und Herrschaftsrechte kamen über die Kraichgaugrafen an die Grafen von Eberstein-Zweibrücken. 1309 wurde Udenheim von der Pfalz erobert und zum offenen Haus gemacht. Darauf wurde der Ort von Eberstein an den Speyerer Bürger Heinrich von Köln veräußert, der Udenheim 1316 an den Bischof Emicho verkaufte. Danach war es Sitz eines bischöflichen Amtes und blieb daher ein katholischer Ort. 1338 wurde Udenheim mit dem Stadtrecht von Landau begabt. Im Jahre 1615 wurde Udenheim von Bischof Christoph Philipp zur Festung ausgebaut und in Philippsburg umbenannt. Sie war forthin Residenzstadt des Bistums. 1618 von der Pfalz zerstört und danach wieder aufgebaut. 1632 wurde Philippsburg von den Kaiserlichen dem Bischof entrissen, musste jedoch 1634 an die Schweden abgegeben werden, doch ein Jahr später wieder kaiserlich. Ab 1644 durch die Franzosen belagert und im Westfälischen Frieden Frankreich belassen. Die Reichstruppen erzwangen 1676 die Kapitulation und 1688 wurde die Stadt von Frankreich zurückerobert. Ab 1719 war Bruchsal Residenzstadt des Bistums geworden. 1799 wurde Philippsburg wieder von Frankreich belagert und danach wurden die Befestigungen von den Franzosen geschleift. 1803 kam Philippsburg an Baden und war bis 1864 Sitz eines Amtes bzw. Bezirksamtes. Nach einem großen Stadtbrand Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt 1811 wieder aufgebaut.  Bei Auflösung des Amtes Philippsburg 1864 kam die Stadt zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde Philippsburg dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Gleichzeitig wurde die Gemeinde Huttenheim eingegliedert. Am 1.10.1974 wurde die Gemeinde Rheinsheim in die Stadt Philippsburg eingegliedert, damit erreichte diese ihre heutige Ausdehnung.
Neckname: "Geeße" oder "Lachleut"
Postleitzahlen: 7522 (1961), 76661 (1993)

Reichenbach - Gemeinde Waldbronn
1292 erstmals als Richenbach erwähnt, wurde der Ort von Grünwettersbach aus aufgesiedelt und war wohl im Besitz der Grafen von Eberstein bzw. deren Vorgängern. Damals war Reichenbach bereits badisch. Später war der Ort an die Junker von Schmalenstein zu Lehen gegeben und wurden von diesen 1371 wieder an die Markgrafschaft Baden verkauft. Der Ort gehörte zum Amt Ettlingen. Kirchlich wurde der Ort anfangs von Grünwettersbach, dann von Ettlingen versorgt. Ab 1795 war die neu gegründete Pfarrei Busenbach zuständig. 1843 wurde Reichenbach eigene Pfarrei. Eine Kirche wird zwar schon im 16. Jahrhundert als Kapelle erwähnt, die heutige Kirche St. Wendelin wurde jedoch erst 1838/39 erbaut. Politisch gehörte Reichenbach auch nach 1803 zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und nach dessen Auflösung 1937 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.7.1971 wurde die Gemeinde Etzenrot und am 1.1.1972 die Gemeinde Busenbach in die Gemeinde Reichenbach eingegliedert. Fast drei Jahre später, am 19.11.1974 wurde die Gemeinde Reichenbach in "Gemeinde Waldbronn" umbenannt.
Neckname: "Rauchschwalben"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7517 (1972), 7517 Waldbronn (1974), 76337 (1993)

Rheinhausen - Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen
1256 erstmals als Husen in Vado erwähnt gehörte der Ort zu Oberhausen und wurde erst allmählich von diesem abgetrennt. Wie der Mutterort kam Rheinhausen 1316 zum Hochstift Speyer und blieb daher katholisch. 1803 kam Rheinhausen an Baden und gehörte bis 1864 zum Amt/Bezirksamt Philippsburg, seither zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Kirchlich wurde Rheinhausen erst 1905 von Oberhausen getrennt. Eine eigene Kirche besaß der Ort jedoch bereits seit 1877. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Rheinhausen zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte sich Rheinhausen mit der Gemeinde Oberhausen zur neuen Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen.
Neckname: "Karpfenstecher" oder "Ratzel"
Postleitzahlen: 6831 (1961), 6839 Oberhausen-Rheinhausen (1975), 68794 (1993)

Rheinsheim - Stadt Philippsburg
784 erstmals als Reginesheim erwähnt war der Ort wohl im Besitz des Klosters Lorsch, seit 858 auch dem Domstiftes Speyer. Die Herrschaftsrechte hatte wie Udenheim zunächst die Kraichgaugrafen und Ebersteiner, bevor sie 1316 an den Bischof von Speyer gelangten, so dass Rheinsheim katholisch blieb. Der Ort gehörte zum Amt Udenheim und kam 1803 an Baden. Dort gehörte er bis 1864 weiterhin zum Amt/Bezirksamt Philippsburg. Bei dessen Auflösung kam Rheinsheim zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde Rheinsheim dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Am 1.10.1974 wurde Rheinsheim in die Stadt Philippsburg eingegliedert, welche damit ihre heutige Ausdehnung erreichte.
Neckname: "Stockrübe"
Postleitzahlen: 7526 (1961), 7522 Philippsburg (1974), 76661 (1993)

Rheinstetten - Stadt Rheinstetten  - www.rheinstetten.de
Die Gemeinde entstand am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Forchheim, Mörsch und Neuburgweier, welche bereits vor der Kreisreform 1973 zum Landkreis Karlsruhe gehörten. Der Gemeiname leitet sich ab vom Rhein als westlicher Grenzfluss des Gemeindegebiets und der Endung "stetten", die zwar für viele Orte in Südwestdeutschland charakterisitisch ist für Siedlungen, die im 6. und 7. Jahrhundert gegründet wurden, für die 3 Ortsteile der neuen Gemeinde aber nicht besonders glücklich gewählt sind, weil diese wohl jüngeren Datums sind. Mit Wirkung vom 1.1.2000 wurde der Gemeinde die Bezeichnung "Stadt" verliehen (Beschluss der Landesregierung von Baden-Württemberg vom 28.6.1999). Da die Gemeinde bereits seit 1993 mehr als 20.000 Einwohner hat, stellte sie im Jahr 2004 den Antrag auf Erhebung zur "Großen Kreisstadt", was die baden-württembergische Landesregierung mit Wirkung vom 1.1.2005 beschloss. Mit derzeit 20.400 Einwohnern ist Rheinstetten nach Bruchsal, Ettlingen, Bretten und Stutensee die fünftgrößte Stadt im Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7512 (1975), 76287 (1993)

Rinklingen - Stadt Bretten
768 erstmals als Richilincheim erwähnt, gehörte der Ort zum Lorscher Grundbesitz, der jedoch bereits 832 weggegeben worden war. Es entwickelte sich eine Herrschaft wohl im Zusammenhang mit Bretten (Kraichgaugrafen). Schließlich wurde Rinklingen ab 1438 nach und nach kurpfälzisch. Die Pfalz führte die Reformation ein. 1803 kam Rinklingen an Baden. Von 1803 bis 1936 gehörte der Ort zum Landamt/Amt/Bezirksamt Bretten und ab 1936 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1971 wurde Rinklingen in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Zwetschgeriche"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518 Bretten (1971), 75015 (1993)

Rintheim - Stadt Karlsruhe
1110 erstmals erwähnt kam der Ort im 13. Jh. zur Markgrafschaft Baden bzw. Baden-Durlach und gehörte zum Amt Durlach, ab 1803 zum Amt Karlsruhe. Die Markgrafen führten die Reformation ein, doch war der Ort kirchlich von Hagsfeld abhängig. Erst 1871 wurde eine eigene Filialkirche erbaut. Rintheim wurde am 1.1.1907 in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und bildet bis heute einen eigenständigen Stadtteil, der sich aus Alt Rintheim und Rintheimer Feld zusammensetzt.
Neckname: "Sandhasen"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe (1961), 7500 Karlsruhe 1 (19 ), 76xxx (1993)

Rüppurr - Stadt Karlsruhe
Um 1230 erstmals erwähnt, bald in Ober- und Unterrüppurr unterschieden, letzteres hieß später wohl Kleinrüppurr. Nach Zugehörigkeit zu verschiedenen Herrschaften kam Rüppurr ab 1599/1603 zur Markgrafschaft Baden-Durlach und gehörte zum Amt Durlach, ab 1803 zum Amt Karlsruhe. Die Ortsherren bestellen 1550 einen lutherischen Pfarrer. Im 30jährigen Krieg wurde der Ort von Wolfartseier aus versorgt, ab 1803 wieder eine eigene Pfarrei. Rüppurr wurde am 1.1.1907 in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und bildet bis heute einen eigenständigen Stadtteil, bestehend aus den Siedlungen Alt Rüppurr, Neu Rüppurr, Gartenstadt (ab 1907 entstanden) und Rüppurr-Südost.
Neckname: "Rahmbeutel" oder "Rieberger"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe-Rüppurr (1961), 7500 Karlsruhe 51 (19 ), 76xxx (1993)

Ruit - Stadt Bretten
1244 erstmals als Riuth erwähnt, bestanden um 1288 zwei Dörfchen. 1362/63 kaufen die Herren von Sternenfels den Ort, dann kam er ab 1372 nach und nach an das Kloster Maulbronn. Damit übernahm Württemberg ab 1504 die bis dahin pfälzischen Schirmrechte. Die Württemberger führten die Reformation ein, doch wurde der Ort anfangs von Bretten, in württembergischer Zeit von Knittlingen und Ölbronn aus pastorisiert. Ruit verblieb bis 1810 beim Herzogtum bzw. Königreich Württemberg. 1810 kam Ruit im Austausch an Baden und gehörte bis 1936 zum Amt/Bezirksamt Bretten, dann kam es zum Landkreis Pforzheim. 1939 wurde Ruit dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Kirchlich wurde es in badischer Zeit ab 1810 (wieder) von Bretten und ab 1899 von Rinklingen aus pastorisiert. Erst 1919 wurde in Ruit ein eingenes Vikariat eingerichtet, das 1930 zur Pfarrei erhoben wurde. Am 1.1.1973 wurde Ruit in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Krabben"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518 Bretten (1973), 75015 (1993)

Rußheim - Gemeinde Dettenheim
784 erstmals als Ruchesheim erwähnt, gehörte der Ort zum Großteil dem Kloster Lorsch. Auch hatten verschiedene Adelsgeschlechter Anteile an diesem Dort an der Grenze zwischen ebersteinischen und badischen Gebieten. Nach diversen Streitigkeiten kam Rußheim ab 1281 zur Markgrafschaft Baden, welche es verschiedenlich zu Lehen ausgaben, bis es - wie Liedolsheim - endgültig badisch wurde. Die Markgrafen führten 1556 die Reformation ein. Anfangs gehört Rußheim zum Amt Graben, von 1803 bis 1809 zum Oberamt Karlsruhe, dann zum Amt Philippsburg und von 1810 bis 1819 zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Seit 1819 gehört Rußheim (wieder) zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. Die Gemeinde vereinigte sich am 1.1.1975 mit der Gemeinde Liedolsheim zur neuen Gemeinde Liedolsheim-Rußheim, welche am 1.1.1978 in Dettenheim umbenannt wurde.
Neckname: "Feierdunna" oder "Gerret"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7521 Liedolsheim-Rußheim (1975), 7521 Dettenheim (1978), 76706 (1993)

Schielberg - Gemeinde Marxzell
1255 erstmals als Scuhelberg erwähnt, war der Ort eine Rodungssiedlung, die schon früh von den Grafen von Eberstein an das Kloster Frauenalb gelangte. Wie auch die Nachbarorte Burbach und Pfaffenrot war Schielberg lange Zeit gemeinsam unter badisch-ebersteinischer Schirmhoheit, kam jedoch bereits 1782 (anders als Burbach und Pfaffenrot) durch Kammergerichtsspruch endgültig an die Markgrafschaft Baden. Der katholische Ort gehörte anfangs zur Pfarrei Marxzell, später zur Pfarrei Völkersbach-Burbach-Marxzell, ab 1726 zu Burbach. Eine Filialkapelle wurde um 1850 errichtet und 1909 durch einen Neubau ersetzt. Politisch gehörte Schielberg von 1803 bis 1937 zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und seither zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.7.1971 vereinigte sich Schielberg mit den Gemeinden Burbach und Pfaffenrotzur neuen Gemeinde Marxzell. Zu Schielberg gehört auch der Weiler Frauenalb sowie Teile des Weilers Marxzell (Beschreibung siehe dort).
Neckname: "Dachtrofschwobe"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7501 Marxzell (1971), 76359 (1993)

Schluttenbach - Stadt Ettlingen
1346 erstmals als Sluttenbach erwähnt, war der Ort eine Rodungssiedlung im Bereich der Gemarkung Ettlingenweier, mit dem es noch lange in Markgenossenschaft blieb. Aus dem Erbe der Grafen von Malsch und Vaihingen stammend, wurde der Ort 1346 durch Kechler von Rotenberg an Württemberg verkauft und gehörte zum Amt Neuenbürg. 1528 wurde Schluttenbach im Tausch für Teile von Schwann der Markgrafschaft Baden zugeschlagen und gehörte dort zum Amt Ettlingen. Nach der Reformation blieb der Ort katholisch. Auch nach 1803 gehörte Schluttenbach zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und erst bei dessen Auflösung 1937 kam Schluttenbach zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Schluttenbach mit der Stadt Ettlingen vereinigt.
Neckname: "Lochtauben" oder "Sensenbacher"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7505 Ettlingen (1974), 76275 (1993)

Schöllbronn - Stadt Ettlingen
1254/61 erstmals erwähnt als Schelthebrunn, gehörte der Ort zu verschiedenen Herrschaften, zuletzt den Grafen von Remchingen und kam wohl ab 1453 in den Herrschaftsbereich der Markgrafschaft Baden. Diese erwarb 1457 den Rest des Ortes. Bei der Landesteilung 1535 kam Schöllbron an Baden-Baden, blieb nach der Reformation katholisch, jedoch hatte der Ort im 16. Jahrhundert teilweise auch evangelische Pfarrer. Politisch gehörte Schöllbronn zum Amt Ettlingen, nach 1803 zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und kam nach dessen Auflösung 1937 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Schöllbronn mit der Stadt Ettlingen vereinigt.
Neckname: "Meckel" oder "Waldapostel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7505 Ettlingen (1974), 76275 (1993)

Schröck - siehe Leopoldshafen

Sickingen (ehemalige Gemeinde) - Gemeinde Oberderdingen
784 erstmals als Siechenheim erwähnt, war der Ort im Besitz der Kloster Lorsch und Weißenburg. Wie Flehingen war der Ort Strahlenbergisches bzw. kurpfälzisches Lehen für das örtliche Adelsgeschlecht der Herren von Sickingen. Die Steuern nahm jedoch ausschließlich der Ritterkanton Kraichgau ein. Das Herrschergeschlecht erlosch 1831, die Wasserburg des Ortes wurde im 19. Jahrhundert abgebrochen. Der seit 1522 lutherische Ort wurde durch Konvertierung des Ortsadels im 17. Jahrhundert wieder katholisch. 1805 kam Sickingen an die Markgrafschaft bzw. an das Großherzogtum Baden und gehörte von 1807 bis 1813 zum Amt Gochsheim und dann bis 1936 zum Amt/Bezirksamt Bretten. Im selben Jahre wurde Sickingen in die Gemeinde Flehingen eingegliedert, nachdem es mit Flehingen baulich wohl schon nahezu zusammengewachsen war. Gleichzeitig wurde Flehingen mit Sickingen dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Postleitzahlen: 7519 Flehingen (1961), 75038 Oberderdingen (1993)

Söllingen - Gemeinde Pfinztal
Im frühen 12. Jahrhundert als Saldingen erstmals erwähnt, war der Ort im Besitz der Klöster Weißenburg, Hirsau und Gottesaue. 1291 ist ein Weißenburger Lehen für die Markgrafschaft Baden belegt. Ein Ortsadel hatte wohl die Ortsherrschaft als Afterlehen von Baden. Mehrere Herrschaften teilen sich anschließen den Ort, bis die Markgrafen ab 1500 den gesamten Ort aufgekauft hatten. Die Markgrafen führten die Reformation ein. Bis 1924 gehörte Söllingen zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Durlach und seither zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1974 vereinigte sich Söllingen mit den Gemeinden Berghausen, Kleinsteinbach und Wöschbachzur neuen Gemeinde Pfinztal.
Neckname: "Dorndreher" oder "Rahmenschnecken"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7507 Pfinztal (1974), 76327 (1993)

Spessart - Stadt Ettlingen
1265 erstmals als Spehtezhard erwähnt, wurde der Ort wohl von den Grafen von Malsch gegründet. Später kam er über die Grafen von Eberstein zu verschiedenen Herrschaften, darunter zum Kloster Frauenalb. Im 14. Jahrhundert kam Spessart vom Kloster Frauenalb, dessen Schirmherren die Markgrafen von Baden waren, an Baden, ab 1535 an Baden-Baden. Der Ort teilte die Reformationsgeschichte mit Ettlingen und wurde erst ab Anfang des 30jährigen Krieges endgültig wieder katholisch. Nach 1803 gehörte Spessart zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und seit 1937 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Spessart mit der Stadt Ettlingen vereinigt.
Neckname: "Eber"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7505 Ettlingen (1972), 76275 (1993)

Spielberg - Gemeinde Karlsbad
1161 erstmals als Spilberc erwähnt, wurde der Ort von Grünwettersbach aus aufgesiedelt undwurde 1281 von den Grafen von Zweibrücken und Eberstein an die Markgrafschaft Baden verpfändet, 1296 an das Kloster Herrenalb verkauft. Danach teilte es die Geschichte mit Langensteinbach, gehörte als ab 1603 endgültig zur Markgrafschaft Baden-Dulach. Die Württemberger hatten die Reformation eingeführt. Eine mittelalterliche Kapelle wurde 1732/34 durch einen Neubau ersetzt. Politisch gehörte Spielberg nach Auflösung des Amtes Langensteinbach von 1803 bis 1821 zum Oberamt Pforzheim, von 1821 bis 1921 zum Amt/Bezirksamt Durlach und anschließend zum Bezirksamt Ettlingen. 1937 wurde Spielberg dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Am 1.9.1971 vereinigte sich Spielberg mit den Gemeinden Auerbach, Ittersbach (Landkreis Pforzheim), Langensteinbach und Mutschelbachzur neuen Gemeinde Karlsbad.
Neckname: "Gockler"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7516 Karlsbad (1971), 76307 (1993)

Spöck - Stadt Stutensee
865 erstmals als Speccaa erwähnt, kam der Ort seinerzeit bereits an den Dom zu Speyer. 1239 lag die Obrigkeit bei der Markgrafschaft Baden. Vom 15. Jahrhundert an war Spöck mit Staffort in einem Amt verbunden und teilweise an den Niederadel verpfändet. Seit dem 16. Jahrhundert war es baden-durlachisch und gehörte bis 1809 zum Oberamt Durlach und seither zum Landamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. Die Markgrafen hatten die Reformation eingeführt und schon 1243 wird dort erstmals eine Kirche erwähnt. Später war Spöck auch für den Nachbarort Staffort zuständig. Am 1.1.1975 vereinigte sich Spöck mit den Gemeinden Blankenloch (mit dem 1935 eingemeindeten Büchig bei Karlsruhe), Friedrichstal und Staffort zur neuen Gemeinde Stutensee, welche mit Wirkung vom 1.1.1998 zur "Großen Kreisstadt" erklärt wurde, nachdem sie die Einwohnerzahl von 20.000 überschritten hatte.
Neckname: "Esel" oder "Österreicher"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7513 Stutensee (1975), 76297 (1993)

Sprantal - Stadt Bretten
1244 erstmals als Brandal erwähnt, war der Ort anfangs im Besitz der Kraichgaugrafen. Über die Herrschaft der Grafen von Zweibrücken-Eberstein kam der Ort 1303 an das Kloster Herrenalb, später wurde es pfälzisch. Die ortsherrschaftlichen Rechte wurden seit der Reformation durch die württembergische Pflege Derdingen wahrgenommen. Damit wurde Sprantal evangelisch. Erst 1747 wurde Sprantal im Austausch für Unteröwisheim an die Kurpfalz abgetreten, doch bereits 1771 an die Markgrafschaft Baden abgegeben. Die Markgrafschaft ordnete den Ort dem Amt Stein zu. Von 1803 bis 1936 gehörte Sprantal dann zum Landamt/Amt/Bezirksamt Bretten, wurde dann vorübergehend dem Landkreis Pforzheim zugeschlagen und kam 1939 schließlich zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1973 wurde Sprantal in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Wicken"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518 Bretten (1973), 75015 (1993)

Staffort - Stadt Stutensee
1110 erstmals als Stafphort erwähnt, war der Ort im Besitz des Klosters Gottesaue, ab 1157 im Besitz eines bischöflich-speyerischen Ministerialengeschlechts, das die Ortsherrschaft vom Bischof zu Lehen trug. Seit 1362 Diener des Markgrafen, überließen diese ihrem Herrn die Burg um 1400. 1421 endgültig badisch unter speyerischer Lehnsabhängigkeit. Zeitweise war der Ort an den Niederadel verpfändet, u.a. an die Grafen von Neipperg. 1689 war das Schloss und der Ort durch die Franzosen zerstört worden. Bis ins 18. Jahrhundert war Staffort Sitz eines badischen Amtes, danach gehörte der Ort zum Amt Karlsruhe. Von 1803 bis 1809 gehörte Staffort zum Oberamt Durlach und seither wieder zum Landamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. Kirchlich wurde Staffort vor der Reformation von Weingarten aus versorgt. 1488 wird ein Pfarrer in Staffort erwähnt. Die Markgrafen führten später die Reformation ein, dann war Staffort Filial von Spöck. Erst 1899/1901 erhielt Staffort eine eigene Kirche an der Stelle einer mittelalterlichen Kirche. Am 1.1.1975 vereinigte sich Staffort mit den Gemeinden Blankenloch (mit dem 1935 eingemeindeten Büchig bei Karlsruhe), Friedrichstal und Spöck zur neuen Gemeinde Stutensee, welche mit Wirkung vom 1.1.1998 zur "Großen Kreisstadt" erklärt wurde, nachdem sie die Einwohnerzahl von 20.000 überschritten hatte.
Neckname: "Holzschuh" oder "Rätsewasser"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7513 Stutensee (1975), 76297 (1993)

Stettfeld - Gemeinde Ubstadt-Weiher
Um 1100 erstmals als Stettueld erwähnt, gehörte der Ort im frühen 12. Jahrhundert einer edelfreien Familie von Stettfeld, wahrscheinlich die Vorgänger der Grafen von Kislau. Mit der Herrschaft Kislau kam Stettfeld vor 1250 an den Bischof von Speyer und verblieb dort beim Amt Kislau. Der Ort blieb daher katholisch. 1803 kam Stettfeld an Baden und gehörte bis 1807 zum Amt Odenheim, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Stettfeld zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich die Gemeinde Stettfeld mit der zum 1.4.1970 durch Vereinigung der Gemeinden Ubstadt und Weiher neu entstandenen Gemeinde Ubstadt-Weiher. Der Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation Ubstadt-Weiher an der Bahnstrecke Karlsruhe-Heidelberg bekannt. Am 1.1.1972 wurde noch die Gemeinde Zeutern eingegliedert. Damit erreichte Ubstadt-Weiher seine heutige Ausdehnung. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde die Gemeinde Ubstadt-Weiher (mit ihren Ortsteilen Ubstadt, Weiher, Stettfeld und Zeutern) dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Krautbäuch" oder "Seeräuber"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7521 Ubstadt-Weiher (1971), 7526 Ubstadt-Weiher (19 ), 76698 (1993)

Stupferich - Stadt Karlsruhe
Um 1100 erstmals erwähnt kam der Ort im 13. Jh.  an die Markgrafschaft Baden bzw. 1535 an Baden-Baden und gehörte zum Amt Ettlingen. Stupferich blieb daher nach der Reformation katholisch. 1809 wurde Stupferich dem Amt Durlach und 1924 schließlich dem Amt Karlsruhe zugeordnet. Stupferich wurde am 1.1.1972 dem Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert und bildet seither einen eigenständigen Stadtteil der Stadt Karlsruhe. Zum Stadtteil Stupferich gehört auch der im 18. Jahrhundert aus wüsten Gärten gegründete und z. T. auch zur Gemarkung Hohenwettersbach gehörende Weiler Thomashof.
Neckname: "Pelzmüller" oder "Gänsfüßler"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7500 Karlsruhe 41 (1972), 76xxx (1993)

Stutensee - Stadt Stutensee  - www.stutensee.de
1.) Wohnplatz auf der Gemarkung Blankenloch der Stadt Stutensee, umfasst das gleichnamig Schloss und einige Häuser. An der Stelle von um 1560 angelegten Fischteichen wurde 1652 ein markgräfliches Gestüt angelegt. 1721 wurde dort das Schloss Stutensee als Jagdschloss erbaut, 1749/50 neu erbaut, dient es seit 1819 als Erziehungsanstalt. Seit 1.1.1975 Bezeichnung der neu gegründeten Gemeinde unter 2.)
2.) Name der am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Blankenloch (mit dem 1936 eingemeindeten Büchig bei Karlsruhe), Friedrichstal, Spöck und Staffort neu entstandenen Gemeinde Stutensee, welche mit Wirkung vom 1.1.1998 zur "Großen Kreisstadt" erklärt wurde, nachdem sie die Einwohnerzahl von 20.000 überschritten hatte. Weitere "Große Kreisstädte" im Landkreis Karlsruhe sind Bretten, Bruchsal und Ettlingen. Mit mehr als 22.000 Einwohnern ist Stutensee nach Bruchsal, Ettlingen und Bretten die viertgrößte Stadt im Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7513 (1975), 76297 (1993)

Sulzbach - Gemeinde Malsch
1115 erstmals als Sulzbach erwähnt, war der Ort eine Ausbausiedlung von Ettlingeweier, mit welchem er eine Markgenossenschaft bildete. Sulzbach wurde 1115 von Liutfried an das Klosterreichenbach verschenkt. 1404 wurde die Hälfte des Ortes badisch, die andere verblieb noch bei Klosterreichenbach, jedoch wurde diese noch vor 1500 ebenfalls badisch. Nach der Landesteilung 1535 kam Sulzbach an die Linie Baden-Baden, weshalb der Ort katholisch blieb. Kirchlich gehörte der Ort zunächst zu Ettlingenweier, erhielt jedoch 1781 eine eigene Filialkirche St. Ignatius. Politisch gehörte Sulzbach zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und seit 1937 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1971 wurde die Gemeinde Sulzbach in die Gemeinde Malsch eingegliedert.
Neckname: "Ullebächer" oder "Krabbe"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7502 Malsch (1971), 76316 (1993)

Sulzfeld - Gemeinde Sulzfeld  - www.sulzfeld.de
Vor 1077 erstmals als Siltzfelt erwähnt, gehörte der Ort wohl im Besitz des Hochstifts Speyer, das in Sulzfeld Ministerialien sitzen hatte. Um 1312 nannte sich ein Wilhelm von Freudenstein nach Sulzfeld, die Herrschaft war mit der Ravensburg verbunden, welche ab 1231 durch ein Niederadelsgeschlecht, der Göler von Ravensburg, bezeugt ist. Diese kamen mit Wimpfen in die Reichsministerialität. Der Ort war Lehen der Grafen von Öttingen. 1364 wurde der Ort den Grafen von Katzenelnbogen zu Lehen aufgetragen. Pfälzische Öffnungs- und Vorkaufsrechte führten hier nicht zur Eingliederung in das Territorium. Daher blieb Sulzfeld selbständig und gehörte zum Ritterkanton Kraichgau. Die Ortsherren führten 1522 die Reformation ein. 1805 kam der Ort an Baden und gehörte zunächst bis 1813 zum Amt Gochsheim, dann vorübergehend zum Amt Bretten und von 1813 bis 1924 zum Amt/Bezirksamt Eppingen. Bei dessen Auflösung 1924 kam Sulzfeld erneut zum Bezirksamt Bretten. 1936 wurde es dem Landkreis Sinsheim zugeordnet. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Sulzfeld zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Baale" oder "Ipsbobbel"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 75056 (1993)

Teutschneureut - Stadt Karlsruhe
Um 1260 erstmals erwähnt als villa Novale, gehörte der Ort zum Amt Mühlburg. Als 1699/1700 durch piemontische Glaubensflüchtlinge auf der Gemarkung Neureut der Ort Welschneureut angesiedelt wurde, welcher bald danach eine eigenständige Gemeinde wurde, nannte sich das bisherige Neureut zur Unterscheidung forthin Teutschneureut. Beide Orte gehörten weiterhin zum Amt Mühlburg, ab 1809 zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Am 1.11.1935 wurde Welschneureut mit Teutschneureut (wieder) vereinigt und in Neureut (Baden) umbenannt. Dieses wurde am 14.2.1975 als letzter Stadtteil nach Karlsruhe eingegliedert.
Postleitzahlen: 7503 Neureut (Baden) (1961), 7500 Karlsruhe 31 (1975), 76xxx (1993)

Tiefenbach - Stadt Östringen
1122 erstmals als Tiephenbach erwähnt, war der Ort eine Ausbausiedlung von Odenheim, so dass die Ortsherrschaft auch beim dortigen Kloster lag. Die Landeshoheit wurde 1344 vom König an Ludwig und Eberhard von Sickingen verpfändet, das jedoch bals vom Hochstift Speyer eingelöst wurde, so dass Tiefenbach katholisch blieb. 1803 kam Tiefenbach an Baden und gehörte bis 1807 zum Amt Odenheim, dann zum Amt Gochsheim und 1813 vorübergehend zum zweiten Landamt Bruchsal. Von 1813 bis 1924 gehörte Tiefenbach zum Amt/Bezirksamt Eppingen. 1924 wurde Tiefenbach dem Bezirksamt Bruchsal und 1936 dem Landkreis Sinsheim zugeordnet. Am 1.1.1972 wurde die Gemeinde Tiefenbach in die Gemeinde Östringen eingegliedert und kam somit (wieder) zum Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Tiefenbach mit der Gemeinde Östringen zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Moubutze"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7524 Östringen (1972), 76684 (1993)

Ubstadt - Gemeinde Ubstadt-Weiher
769 erstmals als Hubestadt erwähnt, war der Ort wohl im Besitz des Klosters Lorsch. 1232 bis Ende des 14. Jahrhunderts ist ein Ministerialengeschlecht nachweisbar, ursprünglich Lehnsleute der Herren von Kislau und von Bruchsal, wohl unter Oberlehnherrschaft der Grafen von Katzenelnbogen. Schon 1232 ging gräfliches Gut an die Pfalzgrafen, an den Bischof von Speyer über, der in der Folgezeit die Herrschaftsrechte erwerben konnte. Der Ort gehörte zum Amt Kislau und blieb katholisch. 1803 kam Ubstadt an Baden und gehörte bis 1806 zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Ubstadt zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.4.1970 vereinigte sich die Gemeinde Ubstadt mit der Gemeinde Weiher zur neuen Gemeinde Ubstadt-Weiher. Diese Vereinigung war der erste Gemeindezusammenschluss in Nordbaden. Der Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation Ubstadt-Weiher an der Bahnstrecke Karlsruhe-Heidelberg bekannt. Zwei weitere Eingliederungen (Stettfeld und Zeutern) folgten, bis die Gemeinde am 1.1.1972 ihre heutige Ausdehnung erreichte. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde die Gemeinde Ubstadt-Weiher (mit ihren Ortsteilen Ubstadt, Weiher, Stettfeld und Zeutern) dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Esel"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7521 Ubstadt-Weiher (1970), 7526 Ubstadt-Weiher (19 ), 76698 (1993)

Ubstadt-Weiher - Gemeinde Ubstadt-Weiher  - www.ubstadt-weiher.de
Die Gemeinde enstand am 1.4.1970 durch Vereinigung der Gemeinden Ubstadt und Weiher. Diese Vereinigung war der erste Gemeindezusammenschluss in Nordbaden. Der Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation Ubstadt-Weiher an der Bahnstrecke Karlsruhe-Heidelberg bekannt. Am 1.9.1971 wurde die Gemeinde Stettfeld und am 1.1.1972 die Gemeinde Zeutern eingegliedert, damit erreichte die Gemeinde ihre heutige Ausdehnung. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Gemeinde Ubstadt-Weiher zum Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7521 Ubstadt-Weiher (1970), 7526 Ubstadt-Weiher (19 ), 76698 (1993)

Udenheim - siehe Philippsburg

Unterderdingen - Gemeinde Oberderdingen
839 erstmals erwähnt als Tardingen, seit 1247 Unterscheidung zwischen Ober- und Unterderdingen. Beide Orte nahmen wohl den gleichen Lauf in der Geschichte und gehörten zu verschiedenen Herrschaften, bevor sie über das Kloster Herrenalb 1344 an Württemberg kamen. In Oberderdingen existierte ein Pflegamt des Klosters Herrenalb, das erst 1807 aufgelöst wurde. Seither gehörten beide Orte zum Oberamt Maulbronn. 1835 wurde der Gemeindenamen in Derdingen (Ober-) umbenannt und 1936 in Derdingen vereinfacht. Bei der Auflösung des Oberamts Maulbronn 1938 kamen beide Orte zum Landkreis Vaihingen. 1964 wurde die Gemeinde wieder Oberderdingen bezeichnet. Das frühere Unterderdingen ging zwischenzeitlich ganz in Oberderdingen auf, wurde jedoch bis 1971 noch als Wohnplatz geführt.
Postleitzahlen: 7135 Oberderdingen (1961), 7519 (1973), 75038 (1993)

Untergrombach - Stadt Bruchsal
789 erstmals als Grunbahe erwähnt, wurde erst am 1275 zwischen Ober- und Untergrombach unterschieden. 1311 kam der Ort zusammen mit Obergrombach an das Bistum Speyer und blieb bei diesem Hochstift bis 1803. Daher blieb Untergrombach nach der Reformation katholisch. 1803 gelangte Untergrombach an Baden und gehörte bis 1806 zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1809-1819 zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Untergrombach zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.7.1971 wurde Untergrombach in die Stadt Bruchsal eingegliedert. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Untergrombach mit der Stadt Bruchsal zum Landkreis Karlsruhe. Zu Untergrombach gehört auch der Wohnplatz "Auf dem Michaelsberg", mit der 1720-1744 neu erbauten Wallfahrtskirche St. Michael.
Neckname: "Frösch" oder "Froscher"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7520 Bruchsal (1971), 76646 (1993)

Untermutschelbach - Gemeinde Karlsbad
1278 als Muschelnbach erstmals erwähnt, wurde ab 1357 zwischen Ober -und Untermutschelbach unterscheiden, Mittelmutschelbach taucht erst in der Neuzeit auf. Untermutschelbach gehörte eng zu Grünwettersbach und kam wohl wie dieses über die Grafen von Vaihingen an das Herzogtum Württemberg, welche die Reformation einführten. Die zuständige Pfarrei war Grünwettersbach, doch hatte der Ort schon sehr früh eine eigene Filialkirche. Politisch gehörte der Ort zum Amt Neuenbürg. Um 1700 wurden hier Waldenser angesiedelt. Im Austausch kam Untermutschelbach 1806 an Baden und gehörte ebenso wie Obermutschelbach zunächst zum Oberamt Pforzheim, von 1821 bis 1924 zum Amt/Bezirksamt Durlach und seither zum Landkreis Karlsruhe. Kirchlich gehörte Untermutschelbach seit der Kirchenunion innerhalb Badens im Jahre 1821 zur Pfarrei Palmbach. 1936 vereinigte sich Untermutschelbach mit der Gemeinde Obermutschelbach zur Gemeinde Mutschelbach. Diese vereinigte sich am 1.9.1971 mit den Gemeinden Auerbach, Ittersbach (Landkreis Pforzheim), Langensteinbach und Spielberg zur neuen Gemeinde Karlsbad.
Postleitzahlen: 7501 Mutschelbach (1961), 7516 Karlsbad (1971), 76307 (1993)

Unteröwisheim - Stadt Kraichtal
771 erstmals als Auwinsheim erwähnt, wird Unteröwisheim ab 1227 von Oberöwisheim unterschieden. Vermutlich von den Grafen von Calw über die Welfen und Staufer kam der Ort vor 1300 in den Besitz der Markgrafen von Baden. 1346 überließ Markgraf Hermann III. dem Kloster Maulbronn die Hälfte der Ortsherrschaft, die andere Hälfte folgte bis spätestens 1411 nach. Wie über Maulbronn übte die Pfalz die Schirmherrschaft über den Ort aus. Seit der Reformation übte Württemberg die Ortsherrschaft aus und übernahm den Maulbronner Pfleghof, das sog. Schloss. Die Reformation konnte wohl erst ab 1557 voll durchgesetzt werden. 1747 erwarb Württemberg im Austausch gegen Zaisenhausen, Sprantal und Gölshausen auch die pfälzischen Oberhoheitsrechte. Damit war ganz Unteröwisheim württembergisch. Die Württemberger hatten Unteröwisheim vermutlich im 17. Jahrhundert zur Stadt erhoben. 1806 kam Unteröwisheim im Austausch zum Großherzogtum Baden und gehörte zunächst zum Amt Gochsheim, ab 1809 zum Stadtamt und ersten Landamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Unteröwisheim zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich Unteröwisheim mit der Stadt Gochsheim sowie den Gemeinden Bahnbrücken, Landshausen (Kreis Sinsheim), Menzingen, Münzesheim, Neuenbürg, Oberacker und Oberöwisheimzur neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Kerschdekipper" oder "Gäschd"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527 Kraichtal (1971), 76703 (1993)

Völkersbach - Gemeinde Malsch
1254 erstmals erwähnt als Volchersbach, wurde der Ort von Malsch aus gegründet und bildete mit diesem lange ein Marggenossenschaft. 1254 wurde Völkersbach mit Genehmigung der Grafen von Eberstein an das Kloster Frauenalb verkauft. Die Ortsherrschaft blieb bis 1803 beim Kloster, die Landeshoheit gint jedoch mit dem Schirm auf die Ebersteiner, bzw. die Markgrafschaft Baden und ab 1535 auf die Linie Baden-Baden über. Daher blieb der Ort katholisch. Die Pfarrei versorgte bis 1726 auch die Nachbarorte Burbach und Marxzell. Politisch gehörte der Ort zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und seit 1937 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1973 wurde die Gemeinde Völkersbach in die Gemeinde Malsch eingegliedert.
Neckname: "Besebinder"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7502 Malsch (1973), 76316 (1993)

Waghäusel - Stadt Waghäusel  - www.waghaeusel.de
1477 wird der Name Waghusel (Häuschen, Kapelle am Wagbach) erstmals erwähnt, nachdem 1435 der Legende nach ein Muttergottesbild Anlass für eine Wallfahrt war. 1472 wurde auf den fürstbischöflich-speyerischen Wald auf der Gemarkung Oberhausen (heute Oberhausen-Rheinhausen) eine Kapelle errichtet und 1478 dotiert. Ab 1614 betreuten Kapuziner der rheinischen Provinz die Wallfahrt. 1639 wurde der erste Klosterbau errichtet. Nach dem 30jährigen Krieg nahm die Wallfahrt einen großen Aufschwung. 1723 bis 1730 ließ der Speyerische Fürstbischof Damian Hugo das Schlösschen Eremitage südlich des Klosters errichten. Nachdem die Gemeinde Oberhausen und mit ihr die Ansiedlung Waghäusel 1803 an Baden gekommen war, diente das Schloss bis 1810 noch als Wohnsitz des letzten Fürstbischofs Wilderich. Dann wurde es Staatsdomäne und 1837 an die neugegründete Aktiengesellschaft für Zuckerfabrikation veräußert. Der gesamte Komplex wurde allmählich, bis auf die Wallfahrtskirche, in das Firmengelände integriert. Die Arbeiter der Zuckerfabrik siedelten sich bald nach Gründung in der nähe an. Infolge stark gewachsener Bevölkerungszahlen wurde Waghäusel 1930 von Oberhausen abgetrennt und zur selbständige Gemeinde erklärt. Sie erhielt vom Lußhardtwald eine eigene Gemarkung. Wie die Muttergemeinde Oberhausen selbst gehörte auch Waghäusel zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde Waghäusel dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Am 1.1.1975 vereinigte sich Waghäusel mit den Gemeinden Kirrlach und Wiesental zur neuen Gemeinde Lusshardt, die jedoch sofort in Waghäusel umbenannt wurde. Mit Wirkung vom 1.5.1984 wurde der neuen Gemeinde Waghäusel die Bezeichnung "Stadt" verliehen. Mit derzeit 19.700 Einwohnern ist sie nach Bruchsal, Ettlingen, Bretten, Stutensee und Rheinstetten die sechstgrößte Stadt im Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Stangeschisser" oder "Zuckerbüchse"
Postleitzahlen: 6831 (1961), 6833 (1975), 68753 (1993)

Waldbronn - Gemeinde Waldbronn  - www.waldbronn.de
Seit 19.11.1974 Name für die Gemeinde Reichenbach, in welche am 1.7.1971 die Gemeinde Etzenrot und am 1.1.1972 die Gemeinde Busenbach eingegliedert wurde. Alle drei Ortsteile gehörten schon vor der Kreisreform 1973 zum Landkreis Karlsruhe. Der Name wurde als besonders werbewirksam gewählt, weil alle 3 Orte von Wald umgeben sind. Waldbronn ist neben Bad Schönborn die einzige Gemeinde im Landkreis Karlsruhe mit Heilquellen-Kurbetrieb.
Postleitzahlen: - (1961), 7517 (1974), 76337 (1993)

Waldprechtsweier - Gemeinde Malsch
1271 erstmals als Walprehetswiler erwähnt, war der Ort ein Ausbauort von Malsch und mit diesem auch herrschaftlich verbunden. Hier bestand die Burg Waldenfels, Sitz der Grafen von Malsch. Die Burg wurde 1318 an das Kloster Herrenalb verkauft und viefiel alsbald. Das Dorf blieb bei der Markgrafschaft Baden, später Baden-Baden, blieb daher katholisch und gehörte zum Amt Kuppenheim, ab 1690 zum Amt bzw. späteren Bezirksamt/Landkreis Rastatt. Um 1720 erhielt der Ort eine Kapelle, die ab 1769 errichtet wurde, heute jedoch als Spritzenhaus dient. Die neue Filialkirche von Malsch wurde 1930 erbaut. Am 1.4.1972 wurde die Gemeinde Waldprechtsweier in die Gemeinde Malsch (Landkreis Karlsruhe) eingegliedert und kam somit zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Krabbe"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7502 Malsch (1972), 76316 (1993)

Walzbachtal - Gemeinde Walzbachtal  - www.walzbachtal.de
Die Gemeinde entstand am 1.1.1971 durch Vereinigung der Gemeinden Jöhlingen und Wössingen. Beide Ortsteile gehörten bereits zum Landkreis Karlsruhe. Der Gemeindename bezieht sich auf den Walzbach, der beide Ortsteile durchfließt.
Postleitzahlen: - (1961), 7519 (1971), 75045 (1993)

Weiher - Gemeinde Ubstadt-Weiher
863 erstmals als vilare in Ubstadter Marca erwähnt, hatte der Ort wohl die gleiche Geschichte wie Ubstadt. Im Hochmittelalter war der Ort im Besitz der Edelfreien von Weiher, die im Ostes des Ortes ihre Burg hatten. Diese verkauften ihre Burg 1282 und später auch das Dorf an den Bischof von Speyer. Die Burg wurde spätestens im Bauernkrieg zerstört. Weiher gehörte zum Amt Kislau und blieb katholisch. 1391 bis etwa 1430 war der Ort an die Ritter von Sickingen, dann bis 1461 an die Herren von Helmstatt verpfändet. 1803 kam Weiher an Baden und gehörte bis 1806 zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Weiher zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.4.1970 vereinigte sich die Gemeinde Weiher mit der Gemeinde Ubstadt zur neuen Gemeinde Ubstadt-Weiher. Diese Vereinigung war der erste Gemeindezusammenschluss in Nordbaden. Der Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation Ubstadt-Weiher an der Bahnstrecke Karlsruhe-Heidelberg bekannt. Zwei weitere Eingliederungen (Stettfeld und Zeutern) folgten, bis die Gemeinde am 1.1.1972 ihre heutige Ausdehnung erreichte. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde die Gemeinde Ubstadt-Weiher (mit ihren Ortsteilen Ubstadt, Weiher, Stettfeld und Zeutern) dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Schnecken" oder Benznickel"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7521 Ubstadt-Weiher (1970), 7526 Ubstadt-Weiher (19 ), 76698 (1993)

Weingarten (Baden) - Gemeinde Weingarten (Baden)  - www.weingarten-baden.de
Im 9. Jahrhundert erstmals als Wingarten erwähnt, war der Ort wohl im Besitz des Klosters Weißenburg und kam über die Salier an die Kraichgaugrafen. Im 13. Jahrhundert war Otto von Bruchsal Lehensherr über Weingarten, das sich in der Hand der Niederadelsfamilie von Schmalenstein befand, deren Burg sich im Walzbachtal befand. 1368 kam Weingarten durch Kauf von Philipp von Bonlanden-Bruchsal an die Kurpfalz. 1370 mussten auch die Schmalensteiner ihre Rechte an die Pfalz abgeben. Jedoch hatten Bligger Landschad und Wiprecht von Helmstatt den Ort teilweise als Pfand und als Lehen. 1410 kam Weingarten an Otto von Mosbach. Nach dem Erbfall an die Kurlinie wurde Weingarten 1504-1527 an Baden verpfändet, danach gehörte es bis 1803 ununterbrochen zum pfälzischen Amt Bretten. Kirchlich musste der Ort nach der Reformation mehrere Konfessionswechsel über sich ergehen lassen. 1706 wurde die Kirche geteilt, das Schiff erhielt die reformierte Gemeinde, den Chor hatten die Katholiken. Ab 1711 war jedoch auch lutherische Pfarrei ansässig. Die Katholiken erhielten 1898 ein eigenes Gotteshause, das reformierte Kirchenschiff wurde 1903 durch einen Neubau ersetzt. Politisch war Weingarten 1803 an Baden gekommen und gehörte zunächst zum Oberamt Durlach, 1809 zum Stadtamt und ersten Landamt Bruchsal und ab 1810 erneut zum Amt/Bezirksamt Durlach. Bei dessen Auflösung 1924 kam Weingarten zum Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Klemmbeidel"
Postleitzahlen: 7504 (1961), 76356 (1993)

Welschneureut - Stadt Karlsruhe
1699/1700 durch piemontische Glaubensflüchtlinge auf der Gemarkung Neureut angesiedelter Ort, der bald danach eine eingenständige Gemeinde wurde. Das bisherige Neureut wurde zur Unterscheidung forthin Teutschneureut genannt. Beide Orte gehörten zum Amt Mühlburg, ab 1809 zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Am 1.11.1935 wurde Welschneureut mit Teutschneureut vereinigt und (wieder) in Neureut (Baden) umbenannt. Dieses wurde am 14.2.1975 als letzter Stadtteil nach Karlsruhe eingegliedert.
Postleitzahlen: 7503 Neureut (Baden) (1961), 7500 Karlsruhe 31 (1975), 76xxx (1993)

Wettersbach - Stadt Karlsruhe
Die Gemeinde wurde am 1.1.1972 durch Vereinigung der Gemeinden Grünwettersbach und Palmbach, beide im Landkreis Karlsruhe, gebildet. Diese gehörte weiterhin zum Landkreis Karlsruhe und wurde am 1.1.1975 in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert. Seither bilden die beiden Ortsteile Grünwettersbach und Palmbach jeweils eigenständige Ortsteile der Stadt Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7501 (1972), 7500 Karlsruhe 41 (1975), 76xxx (1993)

Wiesental - Stadt Waghäusel
1297 erstmals als Wiesenten erwähnt, war der Ort wohl eine bischöflich-speyerische Gründung, weil der Bischof seinerzeit das Gelände zur Anlage von 80 Huben in seinem Waldgebiet ausgab. Der Ort gehörte mit Ausnahme von einigen Verpfändungen zum Hochstift Speyer und blieb daher katholisch. Innerhalb des Hochstift Speyer gehörte Wiesental zum Amt Udenheim bzw. später zu Philippsburg. 1803 kam Wiesental an Baden und gehörte bis 1864 weiterhin zum Amt/Bezirksamt Philippsburg. Nach dessen Auflösung kam Wiesental 1865 zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. 1930 erhielt Wiesental durch Eingliederung von Teilen der Lußhardt einen erheblichen Gebietszuwachs. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde Wiesental dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Am 1.1.1975 vereinigte sich Wiesental mit den Gemeinden Kirrlach und Waghäusel zur neuen Gemeinde Lusshardt, die jedoch sofort in Waghäusel umbenannt wurde. Mit Wirkung vom 1.5.1984 wurde der neuen Gemeinde Waghäusel die Bezeichnung "Stadt" verliehen.
Neckname: "Sandhasen"
Postleitzahlen: 6835 (1961), 6833 Waghäusel (1975), 68753 (1993)

Wöschbach - Gemeinde Pfinztal
1297 erstmals als Wesebach erwähnt, war der Ort höchstwahrscheinlich Zubehör von Jöhlingen und kam mit diesem 1024 durch König Konrad II an das Speyerer Domkapitel. Der Ort gehörte somit zum Hochstift Speyer, blieb daher katholisch (heute der einzige überwiegend kathoische Ort der neuen Gemeinde Pfinztal) und war dem Amt Jöhlingen zugeteilt. Kirchlich war Wöschbach zunächst Filial von Jöhlingen, zwischen 1470 und 1500 und ab 1817 wurde der Ort jedoch eine eigene Pfarrei. Politisch kam Wöschbach 1803 an Baden und gehörte bis 1807 zum Landamt Bruchsal, dann zum Amt Bretten und von 1809 bis 1821 zum Amt Stein. Ab 1821 gehörte Wöschbach zum Amt/Bezirksamt Durlach und seit 1924 zum Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1974 vereinigte sich Wöschbach mit den Gemeinden Berghausen, Kleinsteinbach und Söllingen zur neuen Gemeinde Pfinztal.
Neckname: "Ölfunzle" oder "Ölweiber"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7507 Pfinztal (1974), 76327 (1993)

Wössingen - Gemeinde Walzbachtal
1024 erstmals als Wesincheim erwähnt, kam der Ort durch König Konrad II an die Domkirche zu Speyer. Im 12. Jahrhundert ist ein edelfreies Geschlecht von Wössingen bezeugt, ab 1289 ein Niederadelsgeschlecht, Lehnsleute der Markgrafschaft Baden und der Grafen von Vaihingen. Vermutlich hatte Baden die Landeshoheit dorch war die Ortsherrschaft verwirrend aufgeteilt. Bis ins 14. Jahrhundert wurde auch zwischen Ober- und Unterwössingen unterschieden. An der Ortsherrschaft waren u.a. beteiligt: Grafen von Höfingen, später Grafen von Remchingen, Markgrafschaft Baden, Grafen von Eberstein, Bistum Speyer. Später wurde der Besitz des Ortes weiter zersplittert. Nach 1770 war wohl der gesamte Ort badisch. Baden-Durlach hatte auch die Reformation eingeführt, trotz zweier katholischer Patronatsherren. Anfangs bestanden in Unter- und Oberwössingen getrennte Pfarreien, welche 1822 endgültig vereinigt wurden. In diesen Jahren wurde auch die heutige Kirche erbaut. Seit 1803 gehörte Wössingen bis 1821 zum Amt Stein, dann zum Amt/Bezirksamt Bretten und seit 1936 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1971 vereinigte sich die Gemeinde Wössingen mit der Gemeinde Jöhlingen zur neuen Gemeinde Walzbachtal.
Neckname: "Mondspritzer"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7519 Walzbachtal (1971), 75045 (1993)

Wolfartsweier - Stadt Karlsruhe
1260 erstmals erwähnt kam der Ort sehr früh an die Markgrafschaft Baden bzw. 1535 an Baden-Durlach und gehörte zum Amt Durlach, ab 1924 zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Die Markgrafen führten die Reformation ein. im 17. Jahrhundert wurde die Pfarrei jedoch mit Rüppurr vereinigt, ab 1782 wird der Ort von Durlach pastorisiert. Wolfartsweier wurde am 1.1.1973 in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert und bildet seither einen eigenständigen Stadtteil.
Neckname: "Stickel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7500 Karlsruhe 41 (1973), 76xxx (1993)

Zaisenhausen - Gemeinde Zaisenhausen  - www.zaisenhausen.de
Im 9. Jahrhundert bereits erstmals als Zeizenhusen erwähnt, kam der Ort über das Kloster Weißenburg und die Salier an die Kraichgaugrafen, welche die Edlen von Weißenstein (bei Pforzheim) belehnten. In der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts ist ein Ministerialenadel genannt, doch keine Burg nachweisbar. Das Dorf und der Grundbesitz kamen mit Bewilligung der Grafen von Eberstein und Katzenelnbogen zwischen 1265 und 1364 vom Markgrafen als Lehnsträger des Basler Domkapitels an das Kloster Herrenalb. Der pfälzische Schirm über den Klosterbesitz bestand auch nach 1504 noch weiter. Allerdings ergab es Auseinandersetzungen mit dem Herzogtum Württemberg, als dieses 1555 durch das Klosteramt Herrenalb endgültig die Rechte an sich bringen konnte. Die Württemberger führten die lutherische Reformation ein. 1747 wurde Zaisenhausen im Tausch an die Kurpfalz abgegeben (vgl. Unteröwisheim). Noch 1743 hatte Württemberg in Zaisenhausen ein Bad eingerichtet, das durch die Pfalz noch vergrößert, jedoch im 19. Jahrhundert wieder geschlossen wurde. 1803 kam Zaisenhausen von der Pfalz an Baden und gehörte bis 1936 zum Amt/Bezirksamt Bretten. Nach dessen Auflösung 1936 kam Zaisenhausen zum Landkreis Sinsheim und bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde die Gemeinde dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Seit Abschluss der Gemeindereform im Landkreis Karlsruhe 1970 bis 1975 ist Zaisenhausen die kleinste Gemeinde des Landkreises mit gegenwärtig knapp 1.700 Einwohner.
Neckname: "Esel" oder "Langohre"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 75059 (1993)

Zeutern - Gemeinde Ubstadt-Weiher
769/70 erstmals als Ziuterna erwähnt, war der Ort im Besitz des Klosters Lorsch. Später Sitz eines niedern Adelsgeschlechts, jedoch bis ins 16. Jahrhundert keine eigene Burg nachweisbar, gingen die Herrschaftsrechte wohl von den Herren von Kislau z.T. über Welfen und Staufer an das Königtum, z.T. über die Grafen von Katzenelnbogen an das Bistum Speyer. 1286 verlieh Rudolf von Habsburg seinem Dorf Zeutern das Stadtrecht, was jedoch ohne Folgen blieb. Seit Anfang des 14. Jahrhunderts ist Zeutern allein bischöflich-speyerisch und gehörte zum Amt Kislau. Der Ort blieb somit katholisch. 1803 kam Zeutern an Baden und gehörte bis 1807 zum Amt Odenheim, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Zeutern zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.1.1972 vereinigte sich die Gemeinde Zeutern mit der zum 1.4.1970 durch Vereinigung der Gemeinden Ubstadt und Weiher neu entstandenen Gemeinde Ubstadt-Weiher, welche am 1.9.1971 bereits die Gemeinde Stettfeld eingegliedert hatte. Der Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation Ubstadt-Weiher an der Bahnstrecke Karlsruhe-Heidelberg bekannt. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde die Gemeinde Ubstadt-Weiher (mit ihren Ortsteilen Ubstadt, Weiher, Stettfeld und Zeutern) dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet wurde.
Neckname: "Weinschläuch"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7521 Ubstadt-Weiher (1972), 7526 Ubstadt-Weiher (19 ), 76698 (1993)
 

Die heutigen Stadtteile von Karlsruhe,
die keine selbständige Gemeinden waren

Innenstadt-Ost - Innenstadt-West - Nordstadt - Nordweststadt - Oberreut - Oststadt - Südstadt - Südweststadt - Waldstadt - Weiherfeld-Dammerstock - Weststadt
 

Innenstadt-Ost
Der Stadtteil gliedert sich in die Stadtbezirke Nordöstlicher Teil und Südwestlicher Teil. Er umfasst den östlichen Teil der alten Stadt Karlsruhe.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe 1 (19), 76xxx (1993)
 

Innenstadt-West
Der Stadtteil gliedert sich in die Stadtbezirke Östlicher Teil und Westlicher Teil. Er umfasst den westlichen Teil der alten Stadt Karlsruhe.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe 1 (19), 76xxx (1993)
 

Nordstadt
Jüngster Stadtteil Karlsruhe, welcher erst am 1.1.1996 gebildet wurde. Er umfasst wohl Teile des früheren Stadtteils Nordweststadt.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe 1 (19), 76xxx (1993)
 

Nordweststadt
Der Stadtteil entstand wohl erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts und umfasst das Gebiet des alten Flugplatzes sowie die Neubaugebiete Binsenschlauch, Lange Richtstatt und Rennbuckel.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe 1 und 21 (19), 76xxx (1993)
 

Oberreut
In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts entstandener Stadtteil, der aus den Siedlungsbereichen Feldlage und Waldlage besteht.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe 21 (19), 76xxx (1993)
 

Oststadt
Der Staddteil entstand im späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts östlich des Durlacher Tores und gliedert sich in einen südlichen, einen nördlichen und einen westlichen Teil. Zu diesem Stadtteil gehört auch das aufgegangene Gottesaue, einst ein Kloster, später ein markgräfliches Kammergut und eine Schäferei (ab 1789), das bereits 1873 nach Karlsruhe eingegliedert wurde.
Neckname: "Trapper"
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe 1 (19), 76xxx (1993)
 

Südstadt
Der Stadtteil entstand ab 1860 und umfasst das Gebiet zwischen Kriegstraße im Norden, Stadtgarten im Westen, Bahnanlagen im Süden und Bundesbahnausbesserungswerk im Osten. Er gliedert sich heute in einen Nordlichen und einen Südlichen Teil.
Neckname: "Eisenbahner" oder "Indianer"
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe 1 (19), 76xxx (1993)
 

Südweststadt
Der Stadtteil entstand etwa um 1900 und umfasst das Gebiet zwischen Kriegstraße im Norden, Stadtgarten im Osten und Beiertheim im Süden.
Er gliedert sich heute in eine Östlichen und einen Mittleren Teil.
Neckname: "Fabrikler"
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe 1 (19), 76xxx (1993)
 

Waldstadt
In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts entstandener Stadtteil im Hardtwald nordöstlich des Stadtzentrums. Trabantenstadt mit regelhaftem Grundriss.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe 1 (19), 76xxx (1993)
 

Weiherfeld-Dammerstock
Die Weiherfeldsiedlung links der Alb wurde ab 1919 angelegt, Dammerstock, rechts der Alb, entstand ab 1929 aus einer durch Walter Gropius entworfene Vorstadtsiedlung. Beide Siedlungen bilden einen gemeinsamen Stadtteil.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe 51 (19), 76xxx (1993)
 

Weststadt
Der Stadtteil entstand am Ende des 19. Jahrhunderts westlich des Mühlburger Tores. Er gliedert sich in einen mittleren Teil, einen südlichen Teil sowie in die Hardtwaldsiedlung.
Neckname: "Krautköpfler"
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe 21 (19), 76xxx (1993)
 
 

Anmerkung:

Die obigen Angaben wurden überwiegend aus den beiden folgenden Veröffentlichungen entnommen und stark verkürzt wiedergegeben. Die Angaben erheben daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für Anregungen, Hinweise und Berichtigungen bitte im um eine E-Mail.

- Bernd Breitkopf: Die alten Landkreise und ihre Amtsvorsteher - Die Entstehung der Landkreise und Ämter im heutigen Landkreis Karlsruhe, Ubstadt-Weiher 1997
- Das Land Baden-Württemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Band II, Stuttgart 1975
- Die Necknamen in Stadt und Landkreis Karlsruhe von David Depenau, Ubstadt-Weiher 2001
 

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