Der
Landkreis Karlsruhe und seine 32 Gemeinden
Mit einem Klick
auf die nachfolgende Gemeindenamen gelangen Sie zu Kurzinformationen über
die jeweilige Gemeinde, wie z.B. deren Entstehung. Zur offiziellen Homepage
der jeweiligen Gemeinde gelangen Sie mit einem weiteren Klick auf die in
der Kopfzeile angegebene www-Adresse.
Bad
Schönborn - Bretten - Bruchsal
- Dettenheim - Eggenstein-Leopoldshafen
- Ettlingen - Forst - Gondelsheim
- Graben-Neudorf - Hambrücken
- Karlsbad - Karlsdorf-Neuthard
- Kraichtal - Kronau - Kürnbach
- Linkenheim-Hochstetten - Malsch
- Marxzell - Oberderdingen
- Oberhausen-Rheinhausen - Östringen
- Pfinztal - Philippsburg
- Rheinstetten - Stutensee
- Sulzfeld - Ubstadt-Weiher
- Waghäusel - Waldbronn
- Walzbachtal - Weingarten
(Baden) - Zaisenhausen
Entstehung der heutigen Gemeinden
Die heutigen
oben genannten 32 Gemeinden des Landkreises Karlsruhe wurden aus insgesamt
98 Ortschaften bzw. ehemals selbständigen Gemeinden gebildet. Vor
1936 waren es sogar mehr als 98 Gemeinden. Bis zur Kreisreform zum 1.1.1973
bzw. vor der entsprechenden Gemeindereform gehörten von den insgesamt
98 Orten 51 Orte zum (alten) Landkreis Karlsruhe, 38 zum Landkreis Bruchsal,
1 zum Landkreis Pforzheim, 1 zum Landkreis Rastatt, 6 zum Landkreis Sinsheim
und 1 zum Landkreis Vaihingen.
Historisch gehörten
die Gemeinden des Kreises seit Anfang des 19. Jahrhunderts zum Großherzogtum
Baden. Zuvor waren diese im Besitz folgender Herrschaften:
- Markgrafschaft
Baden (bis 1770 geteilt in Markgrafschaft Baden-Durlach und Baden-Baden)
- Hochstift
Speyer
- Kurpfalz
- Herzogtum
Württemberg
- Ritterkanton
Kraichgau (Flehingen, Menzingen, Sickingen, Sulzfeld)
- Landgrafschaft
Hessen-Darmstadt (nur einen Teil von Kürnbach)
Von den 32 Gemeinden haben folgende 9 Gemeinden das Stadtrecht:
Bretten,
Bruchsal,
Ettlingen,
Stutensee,
Kraichtal,
Östringen,
Philippsburg,
Rheinstetten
und Waghäusel. Die 4 erstgenannten sowie ab 1.1.2005 auch Rheinstetten
haben gleichzeitig den Status einer "Großen Kreisstadt" (Die Verleihung
des Titels "Große Kreisstadt" durch die Landesregierung ist möglich,
sofern die Stadt mehr als 20.000 Einwohner hat).
Bretten, Bruchsal,
Ettlingen und Philippsburg tragen die Bezeichnung "Stadt" schon aus historischer
Zeit. Auf die Stadt Kraichtal ging der Titel "Stadt" von den beiden ehemaligen
Städten und heutigen Stadtteilen Gochsheim und Unteröwisheim
über. Den anderen Kommunen (Östringen, Rheinstetten, Stutensee
und Waghäusel) wurde die Bezeichnung "Stadt" auf ihren Antrag von
der Landesregierung in den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts verliehen.
Voraussetzung für die heutige Verleihung der Bezeichnung "Stadt" ist
u.a. die Tatsache, dass die Kommune mehr als 10.000 Einwohner und ein "städtisches
Gepräge" hat.
Vor der Gemeindereform
hatten darüber hinaus auch Heidelsheim und Obergrombach, beide heute
Stadtteile von Bruchsal, Stadtrechte.
Kurorte u.ä.
*)
Im Landkreis
Karlsruhe gibt es folgende Gemeinden mit Kurbetrieb:
- Bad Schönborn,
Heilbad und Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb
- Waldbronn,
Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb
*)
Nach dem baden-württembergischen "Gesetz über die Anerkennung
von Kurorten und Erholungsorten" gibt es folgende Arten von Kurorten:
Heilbad
(Mineral-, Thermal-, Sole- oder Moorheilbad), Heilklimatischer Kurort,
Kneippheilbad, Kneippkurort, Ort mit Heilquellen oder Moor(Peloid)-Kurbetrieb,
Ort mit Heilstollen-Kurbetrieb, Luftkurort und Erholungsort
Der Stadtkreis Karlsruhe und seine 27 Stadtteile
Beiertheim-Bulach - Daxlanden - Durlach - Grötzingen - Grünwettersbach - Grünwinkel - Hagsfeld - Hohenwettersbach - Innenstadt-Ost - Innenstadt-West - Knielingen - Mühlburg - Neureut - Nordstadt - Nordweststadt - Oberreut - Oststadt - Palmbach - Rintheim - Rüppurr - Stupferich - Südstadt - Südweststadt - Waldstadt - Weiherfeld-Dammerstock - Weststadt - Wolfartsweier
Entstehung der heutigen Stadtteile
Der Stadtkreis
Karlsruhe in seiner heutigen Ausdehnung besteht aus den oben genannten
27 Stadtteilen. 16 dieser Stadtteile bildeten im Laufe der Geschichte einmal
insgesamt 19 Städte und Gemeinden, die mehr oder weniger lang als
eigenständige Gemeinden geführt und ab 1886 in die 1715 gegründeten
Stadt Karlsruhe eingegliedert wurden. Die ehemaligen Gemeinden Aue (heute
Teil des Stadtteils Durlach) und Bulach (heute zusammen mit der ehemaligen
Gemeinde Beiertheim gemeinsamer Stadtteil Beiertheim-Bulach) sowie die
bis 1935 bestehenden Gemeinden Teutschneureut und Welschneureut (beide
bilden heute den Stadtteil Neureut) werden heute nicht mehr als eigenständiger
Stadtteil geführt. Hingegen wurden auf dem Gebiet der Stadt Karlsruhe
11 neue Stadtteile festgelegt, bei denen es sich meist um neu entstandene
Wohngebiete handelt.
Schon bei der
Bildung des Stadtkreises Karlsruhe im Jahr 1938 bestand dieser aus der
eigentlichen Stadt Karlsruhe und 11 ehemaligen Städten und Gemeinden.
Sieben weitere Gemeinden, darunter Neureut, wurden zwischen 1.1.1972 und
14.2.1975 in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert. Damit erreichte er
seine heutige Ausdehnung.
Auf dem Gebiet
des Stadtkreises Karlsruhe hatten nur Mühlburg und Durlach Stadtrechte.
Die Orte des Stadt- und Landkreises Karlsruhe
Nachfolgend werden
in alphabetischer Reihenfolge, die 32 heutigen Gemeinden des Landkreises
Karlsruhe, alle 118 Gemeinden des Stadt- und Landkreises Karlsruhe, wie
diese seit 1938 bestanden, sowie die vor 1938 bestehenden selbständigen
Gemeinden auf dem Gebiet beider Kreise aufgeführt. Darüber hinaus
die bedeutendsten, heute noch bestehenden eigenständigen Wohnplätze
(W). Am Ende dieser Seite befindet sich eine Aufstellung über die
Stadtteile von Karlsruhe, die keine eigenständigen Gemeinden waren.
In der Übersicht nicht aufgeführt sind Siedlungen, die vollständig
abgegangen sind, auch wenn sie einmal eine selbständige Gemeinde waren.
Jedem Ort wurde
die Postleitzahl von 1961, die Postleitzahl nach der Gemeindereform der
70er Jahre sowie die neue heute gültige Postleitzahl (seit 1.7.1993)
beigefügt. Die Postleitzahlen der Orte im Stadtkreis Karlsruhe ab
1.7.1993 wurden nur mit 76xxx wiedergegeben, da Karlsruhe mehrere Postleitzahlen
hat und die Grenzen der Leitgebiete teilweise quer durch die Stadtteile
gehen.
Alt-Dettenheim
(W) -
Gemeinde Dettenheim
Wohnplatz, der nur aus wenigen Häusern
besteht. Reste einer ehemals selbständigen Gemeinde, die zur Kurpfalz
gehörte, durch den Rheindurchstich Ende des 18. Jh. jedoch ihre Gemarkung
verlor, welche dadurch überwiegend linksrheinisch lag, der Ort selbst
jedoch weiterhin rechtsrheinisch. Die Gemarkung kam daher 1801 an Frankreich,
der Ort 1803 an Baden. Durch Hochwasser des Rheins immer wieder bedroht
bat die Bevölkerung, den Ort umsiedeln zu können. Im Jahr 1813
wurde dies durch Großherzog Karl von Baden gestattet. Der Ort wurde
bei der Altenburg nahe Bruchsal wieder aufgebaut und erhielt den Namen
Karlsdorf.
Die noch verbleibende Gemarkung wurde der Gemeinde Liedolsheim
zugeschlagen.
Die durch die Gemeindereform am 1.1.1975
entstandene Gemeinde Liedolsheim-Rußheim
(Vereinigung von Liedolsheim und Rußheim) wurde am 1.1.1978 in
Dettenheim umbenannt, so dass seither der alte Gemeindename wieder existiert.
Postleitzahlen: 7501 Liedolsheim (1961),
7521 Liedolsheim-Rußheim (1975), 7521 Dettenheim (1978), 76706 (1993)
Aue -
Stadt
Karlsruhe
1110 erstmals als Alia Godeshowa,
1404 Ouwe, erwähnt, gehörte das Dorf Aue von Anfang an zu Durlach,
erhielt erst 1859 eine eigene Gemarkung und wurde selbständige Gemeinde
im Amt Durlach. 1921 wurde Aue wieder mit Durlach
vereinigt und kam mit diesem am 1.4.1938 zum neu gebildeten Stadtkreis
Karlsruhe. Seither ist Aue nicht mehr abgegrenzter Bestandteil des Stadtteils
Durlach.
Neckname: "Rahmdieb"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe-Durlach
(1961), 7500 Karlsruhe 41 (19 ), 76xxx (1993)
Auerbach
-
Gemeinde
Karlsbad
1278 erstmals
als Urbach erwähnt, gehörte der Ort zunächst dem Haus Dietenhausen-Nöttingen,
dann Konrad von Remchingen. Dessen Sohn Berthold verkaufte den Ort 1297
an das Kloster Herrenalb. Damit gehörte es zu den Dörfern, die
unter badischem Schirm standen. Mit der Reformation zog Württemberg
den Ort ein und ordnete es dem Amt Langensteinbach zu, von wo es auch kirchlich
versorgt wurde. Erst 1802 erhielt der Ort eine eigene Kirche. Von 1803
bis 1821 gehörte Auerbach zum Oberamt Pforzheim, von 1821 bis 1921
zum Amt/Bezirksamt Durlach und anschließend zum Bezirksamt Ettlingen.
1937 wurde Auerbach dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Am 1.9.1971 vereinigte
sich Auerbach mit den Gemeinden Ittersbach
(Landkreis Pforzheim), Langensteinbach,
Mutschelbach
und Spielberg zur neuen
Gemeinde Karlsbad.
Neckname: "Russen" oder "Kugelbaich"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7516
Karlsbad (1971), 76307 (1993)
Bad
Langenbrücken -
Gemeinde
Bad Schönborn
1269 erstmals
als Langenbrucke erwähnt, gelangte der Ort vermutlich schon vor 1250
über die Herrschaft Kislau zum Bistum Speyer und gehörte zu diesem
Hochstift bis zum Reichsdeputationshauptschluss im Jahre 1803. Daher blieb
Langenbrücken nach der Reformation katholisch. 1803 kam Langenbrücken
an Baden. Von 1803 bis 1807 gehörte der Ort zur Grafschaft Odenheim,
dann zum Oberamt Bruchsal und ab 1810 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab
1819 gehörte Langenbrücken zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal.
1931 erhielt der Ort eine Gemarkungserweiterung durch Eingliederung von
Teilen der Lußhardt. Am 6.9.1965 erhielt
die Gemeinde den Namenszusatz "Bad". Am 1.1.1971 vereinigte sich die Gemeinde
mit Bad Mingolsheim zur neuen Gemeinde Bad
Mingolsheim-Langenbrücken, die sich am 7.8.1972 in Bad Schönborn
umbenannte. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Gemeinde zum Landkreis
Karlsruhe.
Neckname: "Hafenscherbe" oder "Hitlen"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7525
Bad Mingolsheim-Langenbrücken (1971), 7525 Bad Schönborn (1972),
76669 (1993)
Bad
Mingolsheim -
Gemeinde
Bad Schönborn
773 erstmals als Munigoldesheim erwähnt,
gehörte
der Ort zum Lorscher Besitz, dann übten die Grafen von Calw Lehnshoheit
über den Ort aus, der über die Welfen an die Staufer und von
diesen schließlich an die Herren von Kislau gelangte. Vor 1250 kam
Mingolsheim an das Bistum Speyer und gehörte zu diesem Hochstift
bis 1803, so dass es nach der Reformation katholisch blieb. Nach Anschluss
an Baden im Jahre 1803 gehörte Mingolsheim von 1803 bis 1804 zum Amt
Wiesloch, dann zum Amt Kislau. 1809 kam er zum zweiten Landamt Bruchsal
und 1819 schließlich zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal.
Am 30.6.1964 erhielt die Gemeinde den Namenszusatz "Bad". Am
1.1.1971 vereinigte sich die Gemeinde mit Bad
Langenbrücken zur neuen Gemeinde Bad
Mingolsheim-Langenbrücken, die sich am 7.8.1972 in Bad Schönborn
umbenannte. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Gemeinde zum Landkreis
Karlsruhe.
Neckname: "Sunnespritzer" oder "Luft"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7525
Bad Mingolsheim-Langenbrücken (1971), 7525 Bad Schönborn (1972),
76669 (1993)
Bad
Mingolsheim-Langenbrücken -
Gemeinde
Bad Schönborn
Am 1.1.1971
vereinigten sich die Gemeinden Bad Langenbrücken
und Bad Mingolsheim zur neuen Gemeinde Bad
Mingolsheim-Langenbrücken. Die neue Gemeinde änderte am 7.8.1972
ihren Namen in Bad Schönborn.
Postleitzahlen: - (1961), 7525 (1971),
7525 Bad Schönborn (1972), 76669 (1993)
Bad
Schönborn - Gemeinde Bad Schönborn
- www.bad-schoenborn.de
Seit 7.8.1972
Name für die am 1.1.1971 durch Vereinigung der Gemeinden Bad
Langenbrücken und Bad Mingolsheim
entstandene Gemeinde Bad Mingolsheim-Langenbrücken.
Der Name erinnert an den ehemaligen Speyerer Bischof Kardinal Damian Hugo
von Schönborn, der das auf dem Gemeindegebiet liegende Schloss Kislau
neu gestalten ließ. Die Gemeinde ist das einzige Heilbad mit Heilquellen-Kurbetrieb
im Landkreis Karlsruhe. Ein weiterer Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb ist
Waldbronn.
Postleitzahlen: - (1961), 7525 (1972),
76669 (1993)
Bahnbrücken
-
Stadt
Kraichtal
1219 erstmals
als Bahnbrucken erwähnt, gehörte der Ort anfangs den Grafen von
Eberstein und kam ab 1278 an das Kloster Herrenalb. Mit diesem kam
der Ort ab 1338 unter württembergische Herrschaft und gehörte
zu Pflege Derdingen. 1806 wurde es im Austausch dem Großherzogtum
Baden zugeteilt. Von 1807 bis 1813 gehörte der Ort zum Amt Gochsheim,
dann zum Amt/Bezirksamt Bretten und ab 1936 zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal.
Am 1.9.1971 vereinigte sich Bahnbrücken mit den Städten Gochsheim
und Unteröwisheim sowie den Gemeinden
Landshausen
(Kreis Sinsheim), Menzingen,
Münzesheim,
Neuenbürg,
Oberacker
und Oberöwisheimzur
neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal
zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Hexebrater"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527
Kraichtal (1971), 76703 (1993)
Bauerbach
-
Stadt
Bretten
788 erstmals
als Burbach erwähnt, gehörte der Ort überwiegend zum Lorscher
Besitz. Später gelangte Bauerbach an das Kloster Hirsau, 1305 wurde
es an Zeisold von Magenheim verpfändet, dann kam der Ort 1330 an Albrecht
Hofwart von Kirchheim und 1354 wurde Bauerbach von Kaiser Karl IV. in ein
Reichslehen umgewandelt. Das Kloster Hirsau verkaufte 1511 den Ort an das
Domkapitel zu Speyer. Daher blieb Bauerbach nach der Reformation katholisch.
1803 kam Bauerbach vom Hochstift Speyer an Baden. Von 1803 bis 1936 gehörte
der Ort zum Landamt/Amt/Bezirksamt Bretten und ab 1936 zum Landkreis Karlsruhe.
Am 2.2.1972 wurde Bauerbach in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Papiersamen" oder "Apfelbrecher"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518
Bretten (1972), 75015 (1993)
Beiertheim
- Stadt Karlsruhe
1110 erstmals
erwähnt, gehörte der Ort zur Markgrafschaft Baden und war dem
Amt Mühlburg zugeteilt. Weil der Ort mit der Pfarrei Bulach verbunden
war, kam er 1535 zu Baden-Baden und wurde dem Amt Ettlingen zugeordnet.
Der Ort blieb daher nach der Reformation katholisch. Ab 1771 wurden mehrmals
Gebiete mit Karlsruhe getauscht. 1809 wurde Beiertheim eine selbständige
Gemeinde im Amt Karlsruhe, jedoch knapp 100 Jahre später, am 1.1.1907,
in die Stadt Karlsruhe eingegliedert, als für den Hauptbahnhof Karlsruhe
ein neuer Standort gefunden werden musste. Nach Eingliederung von Bulach
im Jahre 1928 wurde Beiertheim mit Bulach zum Stadtteil Beiertheim-Bulach
vereinigt.
Neckname: "Schlofer"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe (1961),
7500 Karlsruhe 1 (19 ), 76xxx (1993)
Beiertheim-Bulach
- Stadt Karlsruhe
Stadtteil von Karlsruhe, entstand
nach Eingemeindung von Bulach 1928 durch Vereinigung
desselben mit dem bereit 1907 eingemeindeten Beiertheim.
Berghausen
-
Gemeinde
Pfinztal
767/778 erstmals
als Barchusen erwähnt, gehörte der Ort den Klostern Lorsch bzw.
Weißenburg, später auch Hirsau und Gottesaue. Die Herrschaftsrechte
gelangte vermutlich über die Grafen von Hohenberg an die Staufer,
um 1220 an die Markgrafschaft Baden. Niedere Adelsgeschlechter hatten später
noch Grundbesitz am Ort, jedoch keine Herrschaftsrecht mehr. Die Markgrafen
führten die Reformation ein. Berghausen gehörte bis 1924 zum
Oberamt/Amt/Bezirksamt Durlach und seither zum Landkreis Karlsruhe. Am
1.1.1974 vereinigte sich Berghausen mit den Gemeinden Kleinsteinbach,
Söllingen
und Wöschbachzur neuen
Gemeinde Pfinztal.
Neckname: "Berghasen" oder "Bruchsäckel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7507
Pfinztal (1974), 76327 (1993)
Blankenloch
- Stadt Stutensee
1337 erstmals
als Blankelach erwähnt, war der Ort im bischöflich-speyerischen
Besitz unter Herrschaft der Markgrafschaft Baden. Die Markgrafen führten
die Reformation ein. Der Ort gehörte zum Oberamt Durlach und seit
1809 zum Landamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. 1935 wurde die Gemeinde
Büchig
bei Karlsruhe eingegliedert. Am 1.1.1975 vereinigte sich Blankenloch
mit den Gemeinden Friedrichstal,
Spöck
und Staffort zur neuen Gemeinde Stutensee, welche
mit Wirkung vom 1.1.1998 zur "Großen Kreisstadt" erklärt wurde,
nachdem sie die Einwohnerzahl von 20.000 überschritten hatte. Auf
der Gemarkung Blankenloch liegt auch der
Weiler Stutensee,
welcher der neuen Stadt den Namen gab. Zur Beschreibung von Stutensee siehe
dort.
Neckname: "Rotbärzel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7513
Stutensee (1975), 76297 (1993)
Bretten -
Stadt
Bretten - www.bretten.de
767 erstmals
als Breteheim erwähnt, gehörte der Ort zunächst zu verschiedenen
Herrschaften darunter auch die Grafen von Eberstein, die den Ort 1254 zur
Stadt machten. Über eine Erbtochter gelangte Bretten 1263 bis 1354
an die Grafen von Zweibrücken-Eberstein, wann wieder an die Ebersteiner.
Ab 1309 kam Bretten nach und nach an die Kurpfalz und war Amtsstadt. Vorübergehend
gehörte es auch zur Markgrafschaft Baden (ca. 1330-35). 1349 war es
ganz kurpfälzisch. Im 30jährigen Krieg wechselte die Stadt mehrmals
die Herrschaft. Im pfälzischen Erbfolgekrieg 1669 wurde Bretten nahezu
völlig zerstört. 1803 kam Bretten an Baden und blieb eine Amtsstadt
bis 1936. Dann wurde der Amtsbezirk auf die Kreise Karlsruhe, Bruchsal,
Pforzheim und Sinsheim aufgeteilt. Bretten selbst
kam an den Kreis später Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1971 wurde die
Gemeinde Rinklingen, am 2.2.1972 die Gemeinde
Bauerbach,
am 1.3.1972 die Gemeinde Neibsheim, am 1.6.1972
die Gemeinde Dürrenbüchig, am 1.1.1973
die Gemeinden Ruit und Sprantal,
am 1.1.1974 die Gemeinde Büchig bei
Bretten und am 1.1.1975 wurden die Gemeinden Diedelsheim
und Gölshausen in die Stadt Bretten eingegliedert.
Mit der letzten Eingemeindung zum 1.1.1975 überschritt die Einwohnerzahl
der Stadt Bretten die Grenze von 20.000. Die Landesregierung Baden-Württemberg
erklärte deshalb die Stadt Bretten mit Wirkung vom 1.1.1975 zur "Großen
Kreisstadt". Weitere "Große Kreisstädte" im Landkreis
Karlsruhe sind Bruchsal, Ettlingen und Stutensee. Mit
mehr als 27.000 Einwohnern ist Bretten nach Bruchsal und Ettlingen die
drittgrößte Stadt im Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Spitalmucken" oder "Hundle"
Postleitzahlen: 7518 (1961), 75015
(1993)
Bruchhausen
- Stadt Ettlingen
1150 erstmals
als viculus in palude erwähnt gehörte der Ort anfangs zu verschiedenen
Herrschaften und gelangte 1367 an die Markgrafschaft Baden. Bei der Teilung
der Markgrafschaft 1535 kam Bruchhausen zur Linie Baden-Baden, weshalb
der Ort katholisch blieb. Zuständige Amtsstadt war Ettlingen. Auch
nach 1803 gehörte Bruchhausen bis 1937 zum Oberamt/Amt/Bezirksamt
Ettlingen und seither zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Bruchhausen
mit der Stadt Ettlingen vereinigt.
Neckname: "Frösch"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7505
Ettlingen (1974), 76275 (1993)
Bruchsal
-
Stadt
Bruchsal - www.bruchsal.de
Im 9. Jahrhundert
erstmals als Bruahselle erwähnt, kam die Siedlung wohl im 10. Jahrhundert
an die Salier. 1056 wurde Bruchsal dem Speyerer Bischof geschenkt. Ab dem
12. Jahrhundert wohl Ansätze zur Stadt. Bis 1803 blieb Bruchsal mit
wenigen Ausnahmen beim Bistum Speyer und blieb somit auch eine katholische
Stadt. Nachdem ab 1719 die ehemalige Residenzstadt Philippsburg nach
Kriegsschäden nicht mehr zur Verfügung stand, wurde Bruchsal
zur neuen Residenz des Bistums ausgebaut und im 18. Jahrhundert auch Sitz
eines Vizedomamtes, das für die Stadt und die umliegenden Gemeinden
zuständig war. Mit dem Bau des Residenzschlosses wurde 1722 begonnen.
1803 kam Bruchsal an Baden und wurde Sitz des Stadtamts Bruchsal, 1806/07
Sitz eines Oberamts. 1809 entstand ein Stadt- und erstes Landamt, zu dem
die Stadt Bruchsal selbst gehörte, sowie ein zweites Landamt. Ab 1819
bestand erneut ein Oberamt Bruchsal. 1865 wurde dieses zum Bezirksamt
und 1938 entstand daraus der Landkreis Bruchsal. Durch die Baden-Württembergische
Gemeindeordnung von 1956 wurde Bruchsal mit Wirkung vom 1.4.1956 in den
Rang einer "Großen Kreisstadt" erhoben. Weitere "Große Kreisstädte"
im Landkreis Karlsruhe sind Bretten, Ettlingen und Stutensee. Am
1.7.1971 wurden die Stadt Obergrombach und
die Gemeinde Untergrombach und am 1.7.1972
die Gemeinden Büchenau und Helmsheim
in die Stadt Bruchsal eingegliedert. Bei der Kreisreform in Baden-Württemberg
zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Bruchsal aufgelöst und ganz
dem Landkreis Karlsruhe einverleibt.
Am 1.10.1974
erfolgte die Eingliederung der Stadt Heidelsheim,
so dass Bruchsal damit seine heutige Ausdehnung erreichte. Zum Hauptort
Bruchsal gehören auch einige Höfe (z.B. Rohrbacher Hof) und mehrere
Wohnplätze. Mit mehr als 42.000 Einwohnern ist Bruchsal heute die
größte Stadt im Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Holzlumpe" oder "Dorschd"
Postleitzahlen: 752 (1961), 76646
(1993)
Büchenau
-
Stadt
Bruchsal
Um 1300 erstmals
als Buchelnowe erwähnt, wurde der Ort von Bruchsal aus aufgesiedelt
und teilte die Geschicke mit Bruchsal. Anfangs gehörte der Ort zum
Amt Altenburg im Hochstift Speyer und blieb daher ein katholische Ort.
Die Bewohner besaßen ferner das Bürgerrecht in Bruchsal. 1803
kam Büchenau mit der Residenzstadt Bruchsal an Baden und gehörte
bis 1806 zum Stadtamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810
bis 1819 zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Büchenau
zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.7.1972 wurde Büchenau
in die Stadt Bruchsal eingegliedert. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam
Büchenau mit der Stadt Bruchsal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Griesknöpf"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7520
Bruchsal (1972), 76646 (1993)
Büchig
bei Bretten - Stadt Bretten
Um 1290 erstmals
als Buche erwähnt, gehörte der Ort um 1340 zu 3/4 der Vogtei
Speyerer Lehen. Bis 1477 gehörte der Ort den Junkern von Berwangen,
dann Simon von Balzhofen und schließlich 1478 Eitel Schelm von Bergen
als Lehen vom Speyerer Bischof. Um 1490 wurde der Ort an das Bistum Speyer
verkauft und blieb daher nach der Reformation katholisch. Vom Hochstift
Speyer kam Büchig 1803 an Baden. Von 1803 bis 1806 gehörte der
Ort zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal, ab 1810 zum Amt/Bezirksamt
Bretten und ab 1936 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1974 wurde Büchig
bei Bretten in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Frösche" oder "Spengler"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518
Bretten (1974), 75015 (1993)
Büchig
bei Karlsruhe - Stadt Stutensee
1373 als Buchech erstmals erwähnt,
hatte die Gemeinde die gleiche Geschichte wie Blankenloch,
in welche es 1935 eingegliedert wurde.
Neckname: "Kleine Schweiz"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7513
Stutensee (1975), 76297 (1993)
Bulach
- Stadt Karlsruhe
1193 erstmals
erwähnt gehörte der Ort ab dem 13. Jh. zur Markgrafschaft Baden
und war dem Amt Mühlburg zugeteilt. 1535 kam Bulach zu Baden-Baden
und wurde dem Amt Ettlingen zugeordnet. Der Ort blieb daher nach der Reformation
katholisch. 1809 wurde der Ort dem Amt Karlsruhe zugeteilt. Bulach wurde
am 1.4.1929 in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und mit der bereits am
1.1.1907 eingegliederten Gemeinde Beiertheim
zum Stadtteil Beiertheim-Bulach vereinigt.
Neckname: "Nachtwächter"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe (1961),7500
Karlsruhe 1 (19 ), 76xxx (1993)
Burbach -
Gemeinde
Marxzell
1265 als Burpach
erstmals erwähnt, war wohl Sitz einer Burg, die jedoch nicht nachweisbar
ist, jedoch 1404 im Ebersteinischen Besitz genannt wird. Der von den Grafen
von Malsch gegründete Ort kam 1287 an das Kloster Frauenalb und stand
bis 1660 unter gemeinsamem Schirm der Markgrafschaft Baden(-Baden) und
der Grafen von Eberstein. Der katholische Ort - zunächst Filial von
Ettlingen - hatte um 1683 mit Völkersbach und Marxzell eine gemeinsame,
ab 1726 wieder eine eigene Pfarrei, die den Weiler Marxzell mit versorgte.
Von 1803 bis 1937 gehörte Burbach zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen
und seither zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.7.1971 vereinigte sich Burbach
mit den Gemeinden Pfaffenrot und Schielbergzur
neuen Gemeinde Marxzell. Zum Ortsteil Burbach gehört auch teilweise
der Weiler Marxzell (Beschreibung siehe dort).
Neckname: "Eber" oder "Waldeber"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7501
Marxzell (1971), 76359 (1993)
Busenbach
-
Gemeinde
Waldbronn
1292 erstmals
als Busenbach erwähnt, wurde der Ort wohl von Grünwettersbach
her gegründet und war eine Rodungssiedlung. Damals war er im Besitz
der Grafen von Eberstein, welche den Ort an die Markgrafschaft Baden abgaben.
Nach der Landesteilung 1535 gehörte Busenbach zur Linie Baden-Baden
und blieb daher katholisch. Kirchlich war anfangs Grünwettersbach,
später Ettlingen, bis der Ort 1795 eigene Pfarrei wurde, zu welcher
bis 1843 auch Reichenbach und Etzenrot gehörten. Politisch gehörte
Busenbach zum Amt Ettlingen und verblieb auch nach 1803 beim Oberamt/Amt/Bezirksamt
Ettlingen. Bei dessen Auflösung 1937 kam Busenbach zum Landkreis Karlsruhe.
Am 1.1.1972 wurde Busenbach in die Gemeinde Reichenbach
eingegliedert. Bereits am 1.7.1971 war Etzenrot
in die Gemeinde Reichenbach eingegliedert worden. Am 19.11.1974 wurde die
Gemeinde Reichenbach umbenannt in "Gemeinde Waldbronn".
Neckname: "Griewewirschd"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7517
Reichenbach (1972), 7517 Waldbronn (1974), 76337 (1993)
Daxlanden
- Stadt Karlsruhe
1254/61 erstmals
erwähnt gehörte der Ort zur Markgrafschaft Baden bzw. Baden-Baden.
Daher blieb der Ort katholisch. Im 15. Jh. wurde der Ort infolge Bedrohung
durch den Rhein nach Osten verlegt. Er gehörte anfangs zum Amt Mühlburg,
ab 1535 zum Amt Ettlingen (Markgrafschaft Baden-Baden) und ab 1809 schließlich
zum Amt Karlsruhe. Daxlanden wurde am 1.1.1910 in die Stadt Karlsruhe eingegliedert
und bildet bis heute einen eigenständigen Stadtteil. Er umfasst die
Siedlungen Alt-Daxlanden, Neu-Daxlanden, Daxlanden-Ost sowie die Rheinstrandsiedlung,
welche zwischen den beiden Weltkriegen entstand.
Neckname: "Schlaucher"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe-West
(1961), 7500 Karlsruhe 21 (19 ), 76xxx (1993)
Derdingen
- Gemeinde Oberderdingen
Von 1835 bzw.
1936 bis 1964 Name für die Gemeinde Oberderdingen.
Postleitzahlen: 7135 Oberderdingen
(1961), 7519 (1973), 75038 (1993)
Dettenheim
- Gemeinde Dettenheim
- www.dettenheim.de
Seit 1.1.1978
Name für die am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Liedolsheim
und Rußheim entstandene Gemeinde Liedolsheim-Rußheim.
Der Name leitet sich ab vom Wohnplatz Alt-Dettenheim (Reste der ehemaligen
bis 1813 bestehenden Gemeinde Dettenheim) auf der Gemarkung Liedolsheim.
Postleitzahlen: - (1961), 7521 (1978),
76706 (1993)
Diedelsheim
-
Stadt
Bretten
767 erstmals
als Dittinesheim erwähnt, gehörte der Ort zu verschiedenen Herrschaften
(Grafen von Katzenelnbogen, Herrschaft Richen, Menzingen u.a.) und kam
im 15. Jahrhundert unter die Lehnshoheit des Bistums Speyer. Ab 1552 übten
die Kechler von Schwandorf die Lehnshoheit des Bistums Speyer aus. Die
Ortsherrschaft führte jedoch die Reformation in lutherischem Sinne
ein. 1748/49 kam Diedelsheim an die Kurpfalz, die speyerische Lehnshoheit
wurde mit Verzicht auf pfälzische Rechte in Oberöwisheim
eingelöst. 1803 wurde Diedelsheim badisch und gehörte von 1803
bis 1936 zum Landamt/Amt/Bezirksamt Bretten. 1936 kam der Ort zum Landkreis
Karlsruhe. Am 1.1.1975 wurde Diedelsheim in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Karsthengste"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518
Bretten (1975), 75015 (1993)
Dürrenbüchig
-
Stadt
Bretten
1335 erstmals
als Minoris Buch erwähnt, wurde der Ort später von Wössingen
aus besiedelt und gehörte zum Reichsgut Jöhlingen des Speyerer
Doms. Nach Ablösung des Speyerer Lehens 1500 kam der Ort durch Reinhard
von Zeutern an die Markgrafschaft Baden und wurde allmählich, wohl
erst ab 1703, zum Dorf ausgebaut. Die Bewohner waren von Anfang an evangelisch
und gehörten zu Wössingen. Erst 1955 erhielten sie ihre eigene
Kirche. Politisch gehörte Dürrenbüchig zunächst zum
Amt Stein und wurde 1821 dem Amt/Bezirksamt Bretten zugeordnet. Seit 1936
gehört der Ort zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.6.1972 wurde Dürrenbüchig
in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Gebhardle" oder "Kühstumpen"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518
Bretten (1972), 75015 (1993)
Durlach
- Stadt Karlsruhe
1196 erstmals
erwähnt, war der Ort ab 1565 nach Pforzheim Residenz der seit 1535
geteilten Markgrafschaft Baden-Durlach und bildete ein eigenständiges
Amt Durlach, das 1924 aufgelöst wurde. Die Markgrafen führten
die Reformation ein. 1689 wurde die Stadt von den Franzonsen stark zerstört.
Nach Gründung der Stadt Karlsruhe 1715 zogen 1717 die Behörden
von Durlach nach Karlsruhe um. Damit verlor die Stadt die Eingenschaft
einer Residenzstadt. Das Residenzschloss wurde Witwensitz des Herrscherhauses.
1859 wurde das zu Durlach gehörige Dorf Aue eine
selbständige Gemeinde, die jedoch 1921 wieder mit Durlach vereinigt
wurde. Durlach wurde am 1.4.1938 in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und
bildet bis heute einen eigenständigen Stadtteil. Er besteht aus folgenden
Siedlungen: Alt Durlach, Dornwald-Untermühle, Hanggebiet, Lamprechtshof,
Rittnerhof, Bergwald, Aue, Lohn-Lissen und Killisfeld.
Neckname: "Letschebacher" oder "Schwarzbückel"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe-Durlach
(1961), 7500 Karlsruhe 41 (19 ), 76xxx (1993)
Eggenstein
-
Gemeinde
Eggenstein-Leopoldshafen
766 erstmals
als Hecinstein erwähnt, gehört der Ort zur ältesten fränkischen
Siedlungsgeschichte. Bis 805 gewann das Kloster Lorsch mehrere Besitzungen.
Im 13. Jahrhundert zum Gottesauer Besitz, kam der Ort wie das ganze Umland
seinerzeit zur Markgrafschaft Baden und war danach teilweise noch als Lehen
verpfändet, ab dem 14. Jahrhundert jedoch ganz markgräflich.
Baden fürhte im 16. Jahrhundert die Reformation ein. Eggenstein gehörte
auch nach 1803 (bis 1809) zum Amt Mühlburg und wurde dann dem Landamt/Bezirksamt/Landkreis
Karlsruhe zugeordnet. Am 1.12.1974 vereinigte sich Eggenstein mit der Gemeinde
Leopoldshafen
zur neuen Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen.
Neckname: "Krabbe"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7514
Eggenstein-Leopoldshafen (1974), 76344 (1993)
Eggenstein-Leopoldshafen
-
Gemeinde
Eggenstein-Leopoldshafen - www.eggenstein-leopoldshafen.de
Die Gemeinde
entstand am 1.12.1974 durch Vereinigung der Gemeinden Eggenstein
und Leopoldshafen. Beide Ortsteile gehörten
bereits vor der Kreisreform 1973 zum Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7514 (1974),
76344 (1993)
Eichelberg
-
Stadt
Östringen
1161 erstmals
als Eichelberg erwähnt, war der Ort im Besitz des Klosters Odenheim,
um kam somit unter den Herrschaftsbereich des Hochstifts Speyer, so dass
Eichelberg katholisch blieb. 1803 kam Eichelberg an Baden und gehörte
bis 1807 zum Amt Odenheim, dann zum Amt Gochsheim und von 1813 bis 1924
zum Amt/Bezirksamt Eppingen. 1924 wurde Eichelberg dem Bezirksamt Bruchsal
und 1936 dem Landkreis Sinsheim zugeordnet. Am 1.1.1972 wurde die Gemeinde
Eichelberg in die Gemeinde Östringen eingegliedert und kam somit (wieder)
zum Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Eichelberg
mit der Gemeinde Östringen zum Landkreis Karlsruhe. Auf dem Gebiet
der Gemarkung Eichelberg liegt auch der Stifterhof, Reste des ehemaligen
Stifts Odenheim (Kloster Odenheim), von dem heute nur noch wenig zu sehen
ist.
Neckname: "Giggle" oder "Holzbirnen"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7524
Östringen (1972), 76684 (1993)
Ettlingen
- Stadt Ettlingen
- www.ettlingen.de
788 erstmals
als Ediningom erwähnt, gehörte der Ort zu verschiedenen Herrschaft.
Zur Zeit Otto I. erhielt der Ort das Marktrecht und vermutlich 1192/93
wurde Ettlingen Stadt. 1219 kam Ettlingen als Lehen zur Markgrafschaft
Baden und wurde Sitz eines Amtes. Nach der Landesteilung 1535 kam Ettlingen
an die Linie Baden-Baden, dennoch war der Ort bis 1662 mehrheitlich evangelisch.
Danach übernahmen die Jesuiten die Pfarrei St. Martin (Hauptkirche
der Stadt). Im pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Stadt 1689 von
den Französen zerstört, danach wiederaufgebaut. Das Schloss wurde
Witwensitz für Markgräfin Augusta Sibylla, Gattin des Türkenlouis.
1771 fiel die Stadt mit der ganzen oberen Markgrafschaft an Baden-Durlach,
blieb jedoch Sitz eines Amtes. 1803 wurde Ettlingen Sitz eines Oberamts,
1809 erneut eines Amtes und schließlich 1865 eines Bezirksamtes.
Dieses wurde am 1.4.1937 aufgehlöst und all seine Gemeinden dem Landkreis
Karlsruhe zugeschlagen. 19 wurde Ettlingen von der Landesregierung zur
"Großen Kreisstadt" erklärt. Weitere "Große Kreisstädte"
im Landkreis Karlsruhe sind Bretten, Bruchsal und Stutensee. Am
1.10.1974 wurden die Gemeinden Bruchhausen,
Ettlingenweier,
Oberweier,
Schluttenbach,
Schöllbronn
und Spessart in die Stadt Ettlingen eingegliedert.
Mit mehr als 38.000 Einwohnern ist Ettlingen nach Bruchsal die zweitgrößte
Stadt im Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Dohlenaze"
Postleitzahlen: 7505 (1961), 76275
(1993)
Ettlingenweier
- Stadt Ettlingen
Um 100 erstmals
als Owenswiler erwähnt gehörte der Ort zum Kloster Hirsau bzw.
Klosterreichenbach. Er war ebenso wie Oberweier ein Ausbauort von Ettlingen.
Über die Grafen zu Eberstein kam der Ort an die Markgrafschaft Baden,
war jedoch an die Fleckensteiner (1290-1307) und an Pfau von Rüppurr
(1362) verpfändet. Nach der Landesteilung 1535 kam Ettlingenweier
an die Linie Baden-Baden und gehörte zum Amt Ettlingen. Nach der Reformation
blieb der Ort katholisch. Auch nach 1803 gehörte Ettlingenweier zum
Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und bei dessen Auflösung 1937 kam
der Ettlingenweier zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Ettlingenweier
mit der Stadt Ettlingen vereinigt.
Neckname: "Bohnegringl"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7505
Ettlingen (1974), 76275 (1993)
Etzenrot
-
Gemeinde
Waldbronn
1292 erstmals
als Ebercenrode erwähnt, war der Ort eine Rodungssiedlung, der wohl
von Grünwettersbach aus aufgesiedelt wurde. 1292 war er bereits unter
badischer Hoheit, aber erst 1443 wurde der Ort von Dietrich von Gemmingen
als Eigen an Markgraf Jakob von Baden verkauft. Seither, so auch nach der
Landesteilung 1535 gehörte der Ort zum Amt Ettlingen der katholsichen
Linie Baden-Baden. Kirchlich war Etzenrot ein Filial von Busenbach, ab
1843 von Reichenbach. Erst 1914-27 erhielt der Ort eine eigene Kirche.
Politisch gehörte Etzenrot nach 1803 weiterhin zum Oberamt/Amt/Bezirksamt
Ettlingen und nach dessen Auflösung 1937 zum Landkreis Karlsruhe.
Am 1.7.1971 wurde Etzenrot in die Gemeinde Reichenbach
eingegliedert. Am 1.1.1972 kam Busenbach als weiterer
Ortsteil hinzu. Fast drei Jahre später, am 19.11.1974 erfolgte die
Umbenennung der Gemeinde Reichenbach in "Gemeinde Waldbronn".
Neckname: "Heidebückel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7517
Reichenbach (1972), 7517 Waldbronn (1974), 76337 (1993)
Flehingen
-
Gemeinde
Oberderdingen
778/79 erstmals
als Flancheim erwähnt, war der Ort im Besitz des Klosters Lorsch bzw.
Weißenburg. Letztere ging auf die Salier über. Im 12. Jahrhunderte
hatte auch das Kloster Hirsau Güter in Flehingen. Ab 1216 ist ein
Geschlecht von Flehingen, Wappengenossen der Junker von Sickingen, bezeugt,
die die Herrschaft über den Ort von den Herren von Strahlenberg, ab
1368 von der Kurpfalz hatten. Die Erben des Ortsadels waren ab 1638 die
Wolf-Metternich, welche je zur Hälfte an den Ritterkanton Kraichgau
und an die Kurpfalz ihre Steuern abgaben. Seit 1522 wurden lutherische
Gottesdienste abgehalten, doch wurde die Kirche ab 1698 auch von den Katholiken
genutzt (Simultankirche). Seit dem Neubau der katholischen Kirche 1910
dient die alte Kirche der evang. Kirchengemeinde. Politisch kam Flehingen
1805 an die Markgrafschaft bzw. Großherzogtum Baden und gehörte
von 1807 bis 1813 zum Amt Gochsheim und dann bis 1936 zum Amt/Bezirksamt
Bretten. Seither gehört Flehingen zum Landkreis Karlsruhe. Im gleichen
Jahr wurde die Gemeinde Sickingen eingegliedert,
das wohl damals schon mit Flehingen baulich verwachsen war. Am 1.1.1973
wurde Flehingen in die Gemeinde Oberderdingen eingegliedert.
Neckname: "Alttuch" oider "Barfüßler"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7519
Oberderdingen (1973), 75038 (1993)
Forchheim
- Stadt Rheinstetten
1086 erstmals
als Vorechheim erwähnt, war Forchheim Hauptort des Ufgaus, das um
1100 als Grafschaft Forchheim bezeugt ist. Die Herrschaftsrechte wurde
den Grafen jedoch entzogen und Forchheim kam 1086 an das Bistum Spyer,
1102 an die Markgrafschaft Baden, dann an Graf Reinboto von Malsch. Über
die Staufer kam der Ort dann im frühen 13. Jahrhundert (wieder) an
die Markgrafschaft Baden (Amt Mühlburg), ab 1535 zu Baden-Baden, so
dass Forchheim katholisch blieb. Die Pfarrei war teilweise auch für
Daxlanden und Mörsch zuständig. Bis 1921 gehörte Forchheim
zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und seither zum Bezirksamt/Landkreis
Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte sich Forchheim mit den Gemeinden Mörsch
und Neuburgweier zur neuen Gemeinde Rheinstetten,
welche mit Wirkung vom 1.1.2000 die Bezeichnung "Stadt" verliehen bekam.
Zum 1.1.2005 wurde Rheinstetten zur Großen Kreisstadt erklärt.
Neckname: "Grießbäuch"
oder "Grießer"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7512
Rheinstetten (1975), 76287 (1993)
Forst -
Gemeinde
Forst - www.forst-baden.de
Um 1100 wird
im Hirsauer Kodex erstmals eine Siedlung erwähnt, wobei nicht mit
Sicherheit festzustellen ist, ob es sich hierbei um das heutige Forst handelt.
Erste sichere Nennung daher erst 1161, gehörte der Ort zur Bruchsaler
Mark und damit zum Hochstift Speyer, weshalb der Ort auch nach der Reformation
katholisch blieb. Innerhalb des Hochstiftes Speyer gehörte Forst zum
Amt Kislau. 1803 kam Forst an Baden und gehörte bis 1806 zum Stadtamt
Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt
Bruchsal. Ab 1819 gehörte Forst zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal.
1931 wurde die Gemarkung durch Eingliederung von Teilen der Lußhardt
erheblich vergrößert. Die Gemeindereform veränderte die
Gemeindegrenzen nicht. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Forst zum Landkreis
Karlsruhe.
Neckname: "Sandhasen"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 76694
(1993)
Frauenalb
(W)
-
Gemeinde Marxzell
Um 1158 und
1185 wurde im Albtal durch Graf Eberhard III von Eberstein und seine Gemahlin
Uta ein Kloster gegründet, das zur Unterscheidung von Herrenalb um
1300 Frauenalb genannt wurde. Der Besitz des Klosters stammte fast ausschließlich
von den Grafen von Eberstein. Den Schirm über das Kloster mussten
die Ebersteiner jedoch im 14. Jahrhundert an die Markgrafen von Baden abgeben.
Während einer Fehde mit König Ruprecht wurde das Kloster niedergebrannt,
1508 durch weiteren Brand verwüstet und 1525 durch Bauern geplündert.
Bei der Landesteilung 1535 kam es an die Linie Baden-Baden, doch verfiel
es alsbald. 1631 wurde es wiedererrichtet und 1696-1704 durch einen Konventsbau
erweitert. 1729/33 wurde eine Kirche errichtet. Nach dem Aussterben der
Grafen von Eberstein war die Schirmherrschaft umstritten, das Kloster selbst
forderte seine Reichsunmittelbarkeit. Das Reichskammergericht entschied
1782 zugunsten von Baden-Durlach (die Linie Baden-Baden war inzwischen
verloschen). 1802 wurde es säkularisiert und gehörte weiterhin
zu Baden. 1809 schenkte es der Großherzog den Grafen von Hochberg.
Ab 1819 kamen die Gebäude in Privatbesitz. Danach brannten die Gebäude
mehrmals aus, die Kirche ist seit 1852 nur noch Ruine. Der Weiler gehört
zur ehemaligen Gemeinde Schielberg.
Neckname: "Klosterratze"
Postleitzahlen: 7501 Schielberg (1961),
7501 (1971), 76359 (1993)
Friedrichstal
- Stadt Stutensee
Ab 1699 durch
Wallonische Glaubenflüchlinge aus der Pfalz angesiedelter Ort auf
dem markgräflichen Hardtwald unter Einbeziehung von öden Gütern
der Gemeinde Spöck. 1700 nach dem damaligen Herrscher Friedrich, Markgraf
von Baden, Friedrichstal benannt, gehörte der Ort von Anfang an zum
Amt (später Oberamt/Landamt/Bezirksamt/Landkreis) Karlsruhe. Bereits
1701 hatte der Ort einen reformierten Pfarrer und ab 1725 eine Kapelle,
welche 1830 durch eine schlichte Kirche ersetzt wurde. Die lutherischen
Deutschen gehörten zu Spöck (bis zur Union 1821). Die französische
Sprache der Bewohner Friedrichstals ging in der 2. Hälfte des 18.
Jahrhunderts zurück. 1930 wurde das Gemeindegebiet durch Eingliederung
von Teilen des Hardtwaldes erheblich vergrößert. Am 1.1.1975
vereinigte sich Friedrichstal mit den Gemeinden Blankenloch
(mit dem 1935 eingemeindeten Büchig
bei Karlsruhe), Spöck und Staffort
zur neuen Gemeinde Stutensee, welche mit Wirkung vom 1.1.1998 zur "Großen
Kreisstadt" erklärt wurde, nachdem sie die Einwohnerzahl von 20.000
überschritten hatte.
Neckname: "Franzose" oder "Kienholzstumpe"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7513
Stutensee (1975), 76297 (1993)
Gochsheim
(Baden) -
Stadt Kraichtal
804/814 erstmals
als Gozbodesheim erwähnt, kam der Ort über die Kraichgaugrafen
an die Grafen von Eberstein. Diese gründeten bei ihrer Burg unweit
des alten Dorfes eine Stadt, 1278 als oppidum bezeugt. Bis ins 14. Jahrhundert
teilten sich die Grafen von Eberstein mit dem Hause Württemberg die
Herrschaft über die Stadt, dann als pfälzisches Lehen anerkannt,
gehörte die Stadt zeitweilig verschiedenen Niederadligen. 1504 wurde
die Stadt von den Württembergern erobert und von diesen verlehnt.
Die Ortsherren führten 1556 die Reformation ein. Im 30jährigen
Krieg wurde das Lehen eingezogen, danach aber wieder herausgegeben. Nach
Erlöschen der Linie Eberstein im Mannesstamm heiratete die Erbtocher
1679 Herzog Friedrich August von Württemberg-Neustadt. 1689 wurde
die Stadt durch die Franzosen niedergebrannt, danach wieder aufgebaut und
ab 1699 erhielt die Stadt eine Waldenserkolonie. Nach dem Tod der letzten
Erbtocher der Ebersteiner1725 nochmals als Lehen ausgegeben, fiel die Stadt
1736 endgültig an das Herzogtum Württemberg und wurde Kameralamt.
1738 erlitt die Stadt einen größeren Stadtbrand. 1806 wurde
Gochsheim durch Tauschvertrag an das Großherzogtum Baden abgegeben.
Von 1807 bis 1813 gehörte die Stadt zum Amt Gochsheim, dann zum Amt/Bezirksamt
Bretten und ab 1936 zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte
sich Gochsheim mit der Stadt Unteröwisheim
sowie den Gemeinden Bahnbrücken,
Landshausen
(Kreis Sinsheim), Menzingen,
Münzesheim,
Neuenbürg,
Oberacker
und Oberöwisheimzur
neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal
zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Griesknepf"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527
Kraichtal (1971), 76703 (1993)
Gölshausen
-
Stadt
Bretten
802 erstmals
als Geltolfeshusen erwähnt, gehörte der Ort zum Lorscher, Weißenburger
und Hirsauer Besitz. Über die Grafen von Eberstein kam der Ort an
verschiedene Vasallen. 1292 erwarb das Kloster Herrenalb Güter, im
14. Jahrhundert auch das Kloster Herrenalb. Die Ortsherrschaftlichen Rechte
fielen mit der Reformation Württemberg zu. Die Württemberger
führten in Gölshausen die lutherische Reformation ein. 1747 verzichtete
Württemberg gegen pfälzische Gegenleistung in Unteröwisheimauf
den Ort Gölshausen, welcher damit an die Kurpfalz gelangte. 1803 kam
Gölshausen an Baden. Von 1803 bis 1936 gehörte der Ort zum Landamt/Amt/Bezirksamt
Bretten und seit 1936 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 wurde Gölshausen
in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Händschich" oder "Krautscheißer"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518
Bretten (1975), 75015 (1993)
Gondelsheim
- Gemeinde Gondelsheim
- www.gondelsheim.de
Nach 1103 erstmals
als Gundelsheim erwähnt, war der Ort im Besitz des Klosters Hirsau.
Danach gelangten die Herrschaftsrechte an die Kraichgaugrafen, im wesentlichen
an die edelfreien von Helmsheim bzw. an die Grafen von Hohenberg. 1299
wurde der Ort an die Grafen von Württemberg veräußert.
1380 gelangte Gondelsheim an die Herren von Helmstatt bzw. 1483 an Bleikhard
Landschad von Steinach. Nach der Reformation wurde Gondelsheim durch die
Ortsherrschaft evangelisch. Im 17. Jahrhundert fiel die Ortsherrschaft
über den zur Ritterschaft im Kraichgau steuernden Ort an die Knebel
von Katzenelnbogen, die seit 1650 an die Junker von Menzingen verkauften.
Im Austausch für auf dem Dorf lastende kurpfälzische Pfandansprüche
Gondelsheims, wurde der Ort 1761 den Markgrafen von Baden überlassen.
Nach 1803 blieb Gondelsheim Standesherrschaft für den Markgrafen und
späteren Großherzog Ludwig und bildete bis 1826 ein eigenes
standesherrliches Amt. 1826 wurde dieses Amt aufgelöst und die Gemeinde
Gondelsheim kam zum Amt/Bezirksamt Bretten. 1936 wurde Gondelsheim dem
Landkreis Bruchsal zugeordnet. Die Gemeindereform veränderte die Gemeindegrenzen
nicht. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Gondelsheim zum Landkreis Karlsruhe.
Heute ist Gondelsheim mit insgesamt 3.200 Einwohner vor Zaisenhausen und
Kürnbach die drittkleinste Gemeinde im Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Spatzen" oder "Herrschaftsspatzen"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 75053
(1993)
Graben
- Gemeinde Graben-Neudorf
1306 erstmals
als Graben erwähnt, gehörte der Ort den Rittern von Ubstadt,
die den Ort und die dazugehörige Burg 1310/12 an die Markgrafen von
Baden veräußerten. Danach wurde der Ort verschiedenen Herrschaften
als Lehen gegeben, später an die Pfalz verpfändet. Die Markgrafschaft
Baden erhielt den Ort jedoch wieder als Lehen. Die Markgrafen führten
die Reformation ein. Graben war lange Zeit ein eigenes baden-durlachisches
Amt, ehe es 1803 zum Oberamt Karlsruhe, 1809 zum Stadt- und ersten Landamt
Bruchsal und ab 1819 (wieder) zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe
kam. Die Gemeinde Graben vereinigte sich am 1.1.1972 mit der zum Landkreis
Bruchsal gehörigen Gemeinde Neudorf zur neuen
Gemeinde Graben-Neudorf. Der Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige
Bahnstation Graben-Neudorf an der Bahnstrecke Karlsruhe-Mannheim bekannt.
Die neue Gemeinde wurde dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Brockenfresser" oder "Sandhasen"
Postleitzahlen: 7523 (1961), 7523
Graben-Neudorf (1972), 76676 (1993)
Graben-Neudorf
-
Gemeinde
Graben-Neudorf - www.graben-neudorf.de
Die Gemeinde
entstand am 1.1.1972 durch Vereinigung der Gemeinden Graben
und Neudorf und gehört seither zum Landkreis
Karlsruhe. Der Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation
Graben-Neudorf an der Bahnstrecke Karlsruhe-Mannheim bekannt.
Postleitzahlen: - (1961), 7523 (1972),
76676 (1993)
Grötzingen
- Stadt Karlsruhe
Im 9. Jh. erstmals
erwähnt, kam der Ort wohl mit Durlach um 1220 an die Markgrafschaft
Baden, später Baden-Durlach und gehörte bis 1924 zum Amt Durlach,
dann zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Die Markgrafen führten 1556 die
Reformation ein. Der Ort war fast ununterbrochen Sitz einer Pfarrei.
Grötzingen
wurde am 1.1.1974 in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert und bildet
seither einen eigenständigen Stadtteil.
Neckname: "Hottscheck"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7500
Karlsruhe 41 (1974), 76xxx (1993)
Großvillars
-
Gemeinde
Oberderdingen
1698 als regelmäßige
Waldensersiedling gegründet, bildete der Ort bis 1826 mit dem benachbarten
Kleinvillars (heute zur Stadt Knittlingen, Enzkreis, gehörend) eine
Gemeinde, die Anfangs zum Pflegamt Derdingen und seit 1807 zum Oberamt
Maulbronn innerhalb des Herzogtums bzw. Königreichs Württemberg
gehörte. 1826 wurde Großvillars eigenständige Gemeinde
und erhielt wohl eine eigene Gemarkung (aus den Gemarkungen Oberderdingen
und Knittlingen). 1866 bereiste König Karl von Württemberg
das Land, wobei er auch in die Nähe von Großvillars kam. Der
kommissarische Schultes Combe berichtete dem König von den Problemen
der Gemeinde, die zwar selbständig war, jedoch kein Geld für
Gemeindeanliegen hatte, da sämtliche Steuern nach Derdingen und Knittlingen
abgeführt werden mussten. Er bat den König, die Selbständigkeit
der Gemeinde aufzulösen und sie entweder Derdingen
oder Knittlingen ganz zuzuteilen. Der König stimmte der Bitte zu,
aber weil weder Derdingen noch Knittlingen Interesse
an dem Ort hatten, wurde Großvillars genau an der (alten) Gemarkungsgrenze
geteilt. 1/6 des Ortes kamen nach Derdingen, 5/6
nach Knittlingen. Die Gehöfte waren teilweise zerschnitten. Beide
Gemeinden Derdingen und Knittlingen gehörten
weiterhin zum Amt Maulbronn. Nach dessen Auflösung 1938 kamen beide
Orte mit Großvillars zum Landkreis Vaihingen. Erst 107 Jahre nach
Auflösung der Gemeinde Großvillars, nämlich mit der Kreisreform
zum 1.1.1973, konnte Großvillars wieder vereinigt werden, indem der
zur Gemeinde Knittlingen gehörige Teil ebenfalls der Gemeinde Oberderdingen
angeschlossen wurde. Ein Verbleiben bei Knittlingen hätte nicht nur
die Zugehörigkeit zu 2 Gemeinden (Oberderdingen und Knittlingen),
sondern auch noch zu 2 verschiedenen Landkreisen (Karlsruhe und Enzkreis)
bedeutet, da Knittlingen bei der Kreisreform zum neu gebildeten Enzkreis,
Oberderdingen hingegen zum Landkreis Karlsruhe kam.
Neckname: "Halbfranzose" oder "Welsche"
Postleitzahlen: 7531 (1961), 7519
Oberderdingen (1973), 75038 (1993)
Grünwettersbach
- Stadt Karlsruhe
Um 1250 als
Weddirsbach , ab 1298 Grünenweterspach (zur Unterscheidung von Hohenwettersbach)
erstmals erwähnt, war der Ort zunächst wohl im Besitz der Grafen
von Vaihingen und kam im 14. Jh. zum Herzogtum Württemberg (Oberamt
Neuenbürg), welches später die Reformation einführte. 1806
kam der Ort an das Großherzogtum Baden und gehörte bis 1924
zum Amt Durlach, dann zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Grünwettersbach
wurde am 1.1.1972 mit der Gemeinde Palmbach zur neuen Gemeinde Wettersbach
vereinigt. Diese gehörte weiterhin zum Landkreis Karlsruhe und wurde
am 1.1.1975 in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert. Seither bildet Grünwettersbach
(wieder) einen eigenständigen Stadtteil von Karlsruhe.
Neckname: "Küwwelscheisser"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7501
Wettersbach (1972), 7500 Karlsruhe 41 (1975), 76xxx (1993)
Grünwinkel
- Stadt Karlsruhe
1468 erstmals
als Kregenwinkel erwähnt gehörte der Ort zur Markgrafschaft Baden
bzw. Baden-Baden und blieb daher katholisch. Das Dorf entstand allmählich
aus dem Badischen Hof, der im 18. Jh. in mehreren Teilen verpachtet war.
Grünwinkel gehörte der Ort zum Amt Ettlingen und kam 1809 zum
Amt Karlsruhe. Am 1.1.1909 wurde Grünwinkel in die Stadt Karlsruhe
eingegliedert und bildet bis heute einen eigenständigen Stadtteil.
Er umfasst die Siedlungen Alt Grünwinkel, Stadtrandsiedlung, Albsiedlung,
Alte Heidenstückersiedlung und Neue Heidenstückersiedlung.
Neckname: "Spatzen" oder "Grönländer"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe (1961),
7500 Karlsruhe 21 (19 ), 76xxx (1993)
Hagsfeld
- Stadt Karlsruhe
Im 9. Jh. erstmals
erwähnt, kam der Ort um 1220 zur Markgrafschaft Baden bzw. ab 1535
an Baden-Durlach und gehörte zum Amt Durlach, ab 1810 zum Amt Karlsruhe.
Die Markgrafen fürhten die Reformation ein. Hagsfeld wurde am 1.4.1938
in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und bildet bis heute einen eigenständigen
Stadtteil bestehend aus Alt Hagsfeld und Westlicher Teil.
Neckname: "Haagseicher" oder "Hasepelz"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe (1961),
7500 Karlsruhe 1 (19 ), 76xxx (1993)
Hambrücken
- Gemeinde Hambrücken
- www.hambruecken.de
1167 erstmals
als Hainbruegen erwähnt, gehörte der Ort schon von Anfang an
zum Hochstift Speyer (bis 1803). Daher blieb Hambrücken auch nach
der Reformation katholisch. Innerhalb des Hochstiftes Speyer gehörte
der Ort zum Amt Kislau. Hambrücken kam 1803 an Baden und gehörte
dann bis 1806 zum Landamt Bruchsal, anschließend zum Oberamt Bruchsal
und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. 1819 kam Hambrücken
zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. 1931 wurde die Gemarkung durch
Eingliederung von Teilen der Lußhardt erheblich vergrößert.
Die Gemeindereform veränderte die Gemeindegrenzen nicht. Bei der Kreisreform
zum 1.1.1973 kam Hambrücken zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Waldböck" oder "Messerstecher"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 76707
(1993)
Heidelsheim
-
Stadt
Bruchsal
770 erstmals
als Heidolfesheim erwähnt, gehörte der Ort anfangs wohl zum Besitz
der Klosters Lorsch und kam über die Grafen von Calw an die Staufer.
Ab 1240 wurde Heidelsheim allmählich zur Reichsstadt. Ab 1311 an die
Grafen von Vaihingen, 1326 an die Markgrafen von Baden verpfändet
wurde die Stadt 1333/46 von der Kurpfalz ausgelöst und gehörte
zu dieser bis 1803. Von den kurpfälischen Ortsherren wurde die Stadt
nach der Reformation evangelisch nach reformierten Bekenntnis (bis zur
Union in Baden 1821). 1803 kam Heidelsheim an Baden und gehörte bis
1806 zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819
zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Heidelsheim
zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973
kam Heidelsheim zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Heidelsheim
in die Stadt Bruchsal eingegliedert, welche damit ihre heute Ausdehnung
erreichte.
Neckname: "Melkkiwwelreiter"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7520
Bruchsal (1974), 76646 (1993)
Helmsheim
-
Stadt
Bruchsal
769 erstmals
als Helmulfisheim erwähnt, war der Ort wohl Sitz eines edelfreien
Geschlechts, welche Beziehungen zu den Zollern hatten. Die Ortsherren übergaben
Helmsheim 1299 an Graf Albrecht von Hohenberg, welche den Ort an Württemberg
verschrieben, 1380 an Wiprecht von Helmstatt weiterversetzt, war der Ort
dann ab 1483 im Besitz von Bleikhard Landschad von Steinach und gehörte
somit wohl bereits zur Pfalz. Nach der Reformation hatte der Ort eine sehr
wechselvolle Kirchengeschichte. Die Bewohner waren jedoch überwiegend
lutherisch. Die (katholische) Kirche wurde nach der pfälzischen Kirchenteilung
von 1707 endgültig den Katholiken zugesprochen. Die Evangelischen
gehörte zu Gondelsheim und erhielten erst 1910 eine eigene Kirche.
1771 wurde Helmsheim im Tausch an Baden-Durlach abgegen und gehörte
zum Amt Münzesheim. Der Ritterkanton Kraichgau verzichtete jedoch
erst 1792 auf seine Rechte am Ort. Nach 1803 gehörte Helmsheim bis
1806 zum Landamt Bruchsal, dann zum Amt Bretten und von 1809 bis 1819 zum
Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Helmsheim zum
Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.7.1972 wurde Helmsheim in die
Stadt Bruchsal eingegliedert. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Helmsheim
mit der Stadt Bruchsal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Schnecken"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7520
Bruchsal (1972), 76646 (1993)
Hochstetten
-
Gemeinde
Linkenheim-Hochstetten
1103 erstmals
als Hoanstat erwähnt, als Hermann von Spiegelberg seinen Besitz dem
Kloster Hördt verschenkte. Später kam der Ort an die Markgrafschaft
Baden. 1399 wird der Ort zum Wittum der Margräfin Anna bestimmt und
1406 ausdrücklich als Reichslehen bezeugt. Die Markgrafen führten
1556 die Reformation ein. Hochstetten gehörte zum Amt Mühlburg
und kam bei dessen Auflösung 1809 zum Landamt/Bezirksamt/Landkreis
Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte sich Hochstetten mit der Gemeinde
Linkenheim
zur neuen Gemeinde Linkenheim-Hochstetten.
Neckname: "Affen"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7515
Linkenheim-Hochstetten (1975), 76351 (1993)
Hohenwettersbach
- Stadt Karlsruhe
1262 erstmals
erwähnt als Durrenwettersbach (als Unterscheidung zu Grünwettersbach)
wurde der Ort durch die Herrschaft Zweibrücken-Eberstein an die Markgrafen
von Baden verpfändet und kam 1535 zur Markgrafschaft Baden-Durlach.
Der Ort war er mehrfach durch Entvölkerung bedroht. 1683 bis 1687
wurde von Oberstallmeister Terzy durch Kauf mehrerer grundherrschaftlicher
Güter nahe des Ortes ein Gutshof errichtet, den 1706 Markgraf Karl
Wilhelm von Baden für seine illegitime Tocher Caroline von Wangen
und Wettersbach erwarb. Der Ort Hohenwettersbach selbst blieb jedoch weiterhin
überwiegend reichsritterschaftlich und gelang erst 1805 endgültig
unter badische Hoheit und wurde 1813 dem Amt Durlach zugeordnet. Im 18.
Jh. war der Ort inzwischen in Hohenwettersbach umbenannt worden. Nach Auflösung
des Amtes Durlach 1924 kam Hohenwettersbach zum Amt/Landkreis Karlsruhe.
Kirchlich gehörte Hohenwettersbach urspünglich zur Pfarrei Grünwettersbach.
Da dieses jedoch württembergisch war, gehörte Hohenwettersbach
nach der Reformation zum badischen Wolfartsweier
und wurde wohl mit diesem evangelisch. Ab 1714 gehörte Hohenwettersbach
zur Pfarrei Durlach und erst ab 1807 wurde es wieder von Grünwettersbach,
das 1806 badisch geworden war, pastorisiert. Am 1.1.1972 wurde Hohenwettersbach
in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert und bildet dort einen eigenständigen
Stadtteil.
Neckname: "Spengler"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7500
Karlsruhe 41 (1972), 76xxx (1993)
Huttenheim
- Stadt Philippsburg
Huttenheim wurde
1758/59 auf bischöflich-speyerischem Gut als neue Siedlung gegründet
und 1760 nach dem Landesherrn Kardinal Franz Christoph von Hutten benannt.
Der Ort gehörte somit von Anfang an zum Hochstift Speyer und war daher
auch ein katholischer Ort. Vorgänger des Ortes war das dem Rhein zum
Opfer gefallene Knaudenheim (erstmals 1229 als
Cnuotenheim erwähnt), das über die Grafen von Eberstein-Zweibrücken
bzw. den Kraichgaugrafen ab 1316 bereits unter der Herrschaft des Bischofs
von Speyer stand. Hier gehörte es zum Amt Udenheim (ab 1615 Philippsburg
genannt). Nach Aufgabe des Ortes Knaudenheim wurde Huttenheim neu angesiedelt.
1803 kam Huttenheim an Baden und gehörte bis 1864 zum Amt/Bezirksamt
Philippsburg. Bei dessen Auflösung kam Huttenheim zum Bezirksamt/Landkreis
Bruchsal. Am 1.1.1973 wurde Huttenheim in die Stadt Philippsburg eingegliedert
und mit dieser gleichzeitig dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet (Kreisreform
zum 1.1.1973).
Neckname: "Hirsch" oder "Hirschböck"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7522
Philippsburg (1973), 76661 (1993)
Ittersbach
-
Gemeinde
Karlsbad
1232 erstmals
als Utilspur erwähnt, gehörte der Ort anfangs zum Ebersteinischen
Herrschaftsgebeit. 1233 vom Markgraf dem Kloster St. Gallen zu Lehen aufgetragenm,
kam der Ort 1296 von Baden an Herrenalb, wobei Württemberg auf seine
Rechte verzichtete. Von 1344 bis 1497 war Ittersbach jedoch wieder unter
Württembergischer Hoheit, dann kam es wieder an Baden. Mit der Reformation
1555 übernahm Württemberg erneut die Dorfobrigkeit und gab sie
erst 1603 an Baden-Durlach ab. Ittersbach gehörte zum Amt Langensteinbach,
das teilweise mit dem Amt Stein zusammen gelegt war. Bei dessen Auflösung
1803 kam Ittersbach zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Pforzheim. Am 1.9.1971
vereinigte sich Ittersbach mit den Gemeinden Auerbach,
Langensteinbach,
Mutschelbach
und Spielberg (alle zum Landkreis Karlsruhe gehörig)
zur
neuen Gemeinde Karlsbad und wurde damit dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Kuckuck"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7516
Karlsbad (1971), 76307 (1993)
Jöhlingen
-
Gemeinde
Walzbachtal
1024 erstmals
als Johanningon erwähnt, schenkte König Konrad II den Ort an
die Speyerer Domkirche. Seither gehörte Jöhlingen ununterbrochen
zum Hochstift Speyer und blieb daher auch katholisch. Der Ort bildete ein
eigenes Amt. 1803 kam Jöhlingen an Baden und gehörte bis 1807
zum Landamt Bruchsal, dann zum Amt Bretten, von 1809 bis 1821 zum Amt Stein
und von 1821 bis 1924 zum Amt/Bezirksamt Durlach. Seither gehört Jöhlingen
zum Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1971 vereinigte sich die Gemeinde
Jöhlingen mit der Gemeinde Wössingen
zur neuen Gemeinde Walzbachtal.
Neckname: "Kreizköpf"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7519
Walzbachtal (1971), 75045 (1993)
Karlsbad
- Gemeinde Karlsbad - www.karlsbad.de
Die Gemeinde
entstand am 1.9.1971 durch Vereinigung der Gemeinden Auerbach,
Ittersbach
(Landkreis Pforzheim), Langensteinbach,
Mutschelbach
und Spielberg im Landkreis Karlsruhe.
Der Name erinnert an das im 18. Jahrhundert von den Markgrafen von Baden-Durlach
geförderte Heilbad im Ortsteil Langensteinbach, das 1648 erstmals
bezeugt ist, als Fürstenbad im 18. Jahrhundert sehr beliebt war, aber
1846 aufgegeben wurde.
Postleitzahlen: - (1961), 7516 (1971),
76307 (1993)
Karlsdorf-
Gemeinde
Karlsdorf-Neuthard
Zur Vorgeschichte vgl. Alt-Dettenheim.
1813 siedelten die Bewohner der Gemeinde Dettenheim in die Gegend der Altenburg
bei Bruchsal, nachdem ihnen dieser Schrift durch Großherzog Karl
von Baden erlaubt worden war. Die Gemeinde erhielt zu Ehren des Großherzogs
den Namen "Karlsdorf". Die Altenburg wurde erstmals 1337 erwähnt als
bischöflich-speyrische Burg, nahe Bruchsal, die 1637 zersört
worden war. Danach legte der Bischof dort ein Gestüt an. Von den Bauten
des 18. Jahrhunderts ist kaum etwas erhalten. Die Schlossruine war bereits
1860 abgebrochen worden. Von 1813-1819 gehörte
Karlsdorf zum Stadtamt und ersten Landamt Bruchsal und von 1819 bis 1972
zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973
kam Karlsdorf zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte sich Karlsdorf
mit der Gemeinde Neuthard zur neuen Gemeinde Karlsdorf-Neuthard.
Neckname: "Bockweddel" oder "Hergschwemmde"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7528
Karlsdorf-Neuthard (1975), 76689 (1993)
Karlsdorf-Neuthard
- Gemeinde Karlsdorf-Neuthard -
www.karlsdorf-neuthard.de
Die Gemeinde
entstand am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Karlsdorf
und Neuthard. Beide Ortsteile gehörten bis
1972 zum Landkreis Bruchsal und seit 1.1.1973 zum Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7528 (1975),
76689 (1993)
Karlsruhe
- Stadt Karlsruhe
- www.karlsruhe.de
Die Stadt Karlsruhe wurde am 17. Juni
1715 mit der Grundsteinlegung für das Schloss auf dem herrschaftlichen
Wald unweit der Gemarkung des zu Baden-Baden gehörigen Dorfes Beiertheim
durch Markgraf Karl von Baden-Durlach gegründet und war von Anfang
an eine lutherische Stadt. Doch wurden schon bald auch reformierte und
katholische Gemeinden toleriert. Am 18. Oktober 1717 zogen alle Dienststellen
von Durlach nach Karlsruhe um. Danach war Karlsruhe Haupt- und Residenzstadt
der Markgrafschaft Baden-Durlach, ab 1771 der mit Baden-Baden vereinigten
Markgrafschaft Baden, ab 1803 des Kurfürstentums Baden und ab 1806
schließlich des Großherzogtums Baden. 1918 wurde es Hauptstadt
des Freistaates Baden (bis 1945/46). Danach war es Hauptstadt des Landesteils
Baden des Landes Württemberg-Baden und ab 1952 wurde es Hauptstadt
des baden-württembergischen Regierungsbezirks Nordbaden (seit 1.1.1973
Regierungsbezirk Karlsruhe).
Bereits 1717 wurde in Karlsruhe ein
Oberamt Karlsruhe geschaffen, das bis 1721 nur für die Stadt Karlsruhe
zuständig war. Dann erhielt es einige Gemeinden und vergrößerte
seine Zuständigkeiten ständig. Am 28. August 1812 wurde die Siedlung
Klein-Karlsruhe in die Stadt eingegliedert. Ab 1886 wurde die Stadt durch
weitere Eingemeindungen stark vergrößert. Im folgenden werden
die Städte und Gemeinden genannt, die bis 1938 eingemeindet wurden
(in Klammern das Datum der Eingemeindung):
Mühlburg
(1.1.1886), Beiertheim (1.1.1907), Rüppurr
(1.1.1907), Rintheim (1.1.1907), Grünwinkel
(1.1.1909), Daxlanden (1.1.1910), Bulach
(1.4.1929), Knielingen (1.4.1935), Durlach
(1.4.1938 mit dem 1921 wieder eingemeindeten Ort Aue)
und Hagsfeld (1.4.1938).
1938 wurde das bisherige Bezirksamt
Karlsruhe in einen Landkreis Karlsruhe und einen Stadtkreis Karlsruhe aufgeteilt,
welche bis heute bestehen.
Der Stadtkreis Karlsruhe wurde ab
1972 nochmals durch Eingemeindungen vergrößert, bis er schließlich
am 14.2.1975 seine heutige Ausdehnung erreichte. Im einzelnen wurden folgende
Gemeinden eingegliedert (in Klammern das Datum der Eingemeindung):
Stupferich
(1.1.1972), Hohenwettersbach (1.1.1972),
Wolfartsweier
(1.1.1973), Grötzingen (1.1.1974), Wettersbach
(1.1.1975; entstanden am 1.1.1972 durch Vereinigung
der Gemeinden Grünwettersbach und Palmbach)
und Neureut/Baden (14.2.1975, entstanden
am 1.11.1935 durch Vereinigung der Gemeinden Teutschneureut
und Welschneureut).
Die Stadt Karlsruhe ist heute in folgende
27 Stadtteile gegliedert (aufgelistet nach ihrer fortlaufenden amtlichen
Nummerierung von 01-27, siehe auch alphabetische Auflistung am Beginn dieser
Seite):
Innenstadt-Ost,
Innenstadt-West,
Südstadt,
Südweststadt,
Weststadt,
Nordweststadt,
Oststadt,
Mühlburg,
Daxlanden,
Knielingen,
Grünwinkel,
Oberreut,
Beiertheim-Bulach,
Weiherfeld-Dammerstock,
Rüppurr,
Waldstadt,
Rintheim,
Hagsfeld,
Durlach,
Grötzingen,
Stupferich,
Hohenwettersbach,
Wolfartsweier,
Grünwettersbach,
Palmbach,
Neureut/Baden
und Nordstadt. Die Stadtteile sind in Stadtbezirke
bzw. Statistische Bezirke aufgeteilt.
Necknamen: "Brigande" - Karlsruhe-Altstadt
"Dörflesbrüder"
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe
1, 21, 31, 41 und 51 (19), 76xxx (1993)
Kislau (W)
-
Gemeinde
Bad Schönborn
Wohnplatz der
ehemaligen Gemeinde Bad Mingolsheim. 1063
erstmals als Kisilowe erwähnt, kam der Ort von den Grafen von Calw
über die Welfen an die Staufer. Edelfreie von Kislau bewohnten die
gleichnamige Burg Kislau, die ab etwa 1230 an das Bistum Speyer gelangte.
Die Bischöfe richteten dort ein Amt ein. Die Burg wurde 1675 durch
die Franzosen zerstört. Ab 1721 wurde die Ruine zum Jagdschloss umgebaut.
1803 kam Kislau und das gesamte dazugehörige Amt mit Mingolsheim an
Baden. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss als Gefängnis genutzt.
Heute ist es eine Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Bruchsal.
Postleitzahlen: 7521 Mingolsheim (1961),
7525 Bad Mingolsheim-Langenbrücken (1971), 7525 Bad Schönborn
(1972), 76669 (1993)
Kirrlach
- Stadt Waghäusel
1234 erstmals
als Kirloh erwähnt, war der Ort eine planmäßige Rodungssiedlung
im Lußhardtwald, der zum Bistum Speyer gehörte. Der katholische
Ort gehörte anfangs zum Amt Kislau. 1772 wurde Kirrlach dem Amt Philippsburg
zugeordnet. 1803 kam Kirrlach an Baden und gehörte bis 1864 zum Amt/Bezirksamt
Philippsburg. Nach dessen Auflösung kam Kirrlach 1865 zum Bezirksamt/Landkreis
Bruchsal.
Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde Kirrlach dem Landkreis
Karlsruhe zugeordnet. Am 1.1.1975 vereinigte sich
Kirrlach mit den Gemeinden Waghäusel und
Wiesental
zur neuen Gemeinde Lusshardt, die jedoch sofort in Waghäusel umbenannt
wurde. Mit Wirkung vom 1.5.1984 wurde der neuen Gemeinde Waghäusel
die Bezeichnung "Stadt" verliehen.
Neckname: "Spraddel"
Postleitzahlen: 6833 (1961), 6833
Waghäusel (1975), 68753 (1993)
Kleinsteinbach
-
Gemeinde
Pfinztal
1328 erstmals
als nidern Steinbach erwähnt (im Gegensatz zu Langensteinbach), gehörte
der Ort wohl den Grafen von Remchingen und kam 1562 an die Markgrafschaft
Baden. Die Markgrafen führten die Reformation ein. Kirchlich war zunächst
Remchingen zuständig, dann war es eigene Pfarrei und nach dem 30jährigen
Krieg gehörte Kleinsteinbach wieder zu Remchingen, seit 1786 zu Singen.
1817 erhielt der Ort eine eigene Kirche. Politisch gehörte der Ort
bis 1821 zum Amt Stein, dann zum Amt/Bezirksamt Durlach und seit 1924 zum
Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1974 vereinigte sich Kleinsteinbach mit den
Gemeinden
Berghausen,
Söllingen
und Wöschbachzur neuen
Gemeinde Pfinztal.
Neckname: "Rotmäntel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7507
Pfinztal (1974), 76327 (1993)
Knaudenheim - siehe Huttenheim
Knielingen
- Stadt Karlsruhe
769/78 erstmals
erwähnt gehörte der Ort ab ca. 1220 zur Markgrafschaft Baden
bzw. ab 1535 zu Baden-Durlach. Die Markgrafen führten 1556 die Reformation
ein. Knielingen gehörte zunächst zum Amt Mühlburg und wurde
1809 nach dessen Auflösung dem Amt Karlsruhe zugeordnet. Am 1.4.1935
wurde Knielingen in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und bildet bis heute
einen eigenständigen Stadtteil. Er umfasst die Siedlungen Alt Knielingen,
Neu Knielingen und die ab 1817 durch die Rheinbegradigung entstandene Insel
Maxau.
Neckname: "Holzbiere"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe (1961),
7500 Karlsruhe 21 (19 ), 76xxx (1993)
Kraichtal
- Stadt Kraichtal
- www.kraichtal.de
Die Stadt entstand
am 1.9.1971 durch Vereinigung der Städte Gochsheim
(Baden) und Unteröwisheim sowie der
Gemeinden Bahnbrücken, Landshausen,
Menzingen,
Münzesheim,
Neuenbürg,
Oberacker
und Oberöwisheim. Alle Stadtteile, mit
Ausnahme von Landshausen, das beim Landkreis Sinsheim war, gehörten
zum Landkreis Bruchsal. Der Name bezieht sich auf die "Kraich", auch Kraichbach
genannt, die von Flehingen kommend die Stadtteile Gochsheim, Münzesheim,
Oberöwisheim und Unteröwisheim durchfließt bzw. an ihnen
vorbei fließt.
Postleitzahlen: - (1961), 7527 (1971),
76703 (1993)
Kronau -
Gemeinde
Kronau - www.kronau.de
1289 erstmals
als Grunauwe erwähnt gehörte der Ort zur Herrschaft Kislau und
kam mit dieser vor 1250 zum Hochstift Speyer. Daher blieb Kronau nach der
Reformation katholisch. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803
kam Kronau an Baden. Von 1804 bis 1807 gehörte der Ort zum Amt Kislau,
dann zum Amt/Bezirksamt Philippsburg und ab 1865 zum Bezirksamt/Landkreis
Bruchsal. 1931 wurde die Gemarkung durch Eingliederung von Anteilen der
Lußhardt vergrößert. Die Gemeindereform veränderte
die Gemeindegrenzen nicht. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Kronau
zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Ralling" oder "Mobbären"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 76709
(1993)
Kürnbach
-
Gemeinde
Kürnbach - www.kuernbach.de
Um 1100 erstmals
als Kurnbach erwähnt, gehörte der Ort vermutlich dem Kloster
Weißenburg, im 12. Jahrhundert hatte auch das Kloster Hirsau Besitzungen.
Von 1100 bis 1231 ist ein edelfreies Geschlecht bezeugt, welches die Burg
Sternenfels erbaute, sich ab Mitte des 13. Jahrhunderts nur noch nach dieser
Burg benannte. Die Herrschaft über Kürnbach übten zunächst
die Herren von Sternenfels als Lehen der Grafen von Katzenelnbogen aus.
Um 1320 wurde ein Teil an Württemberg verpfändet. Die anderen
Teile gelangten auf dem Erbwege an die Landgrafen von Hessen, die ihren
Teil 1598 einzogen. Seither war Kürnbach ein württembergisch-hessisches
Kondominat, d.h. es wurde zwischen beiden Ländern verwaltungsmäßig
aufgeteilt. Die Bewohner des Dorfes gehörten entweder zu Württemberg
oder zu Hessen. Die Württemberger führten 1534 die Reformation
ein. Der württembergische Teil gehörte zum Amt Güglingen.
1810 wurde der württembergische Teil per Staatsvertrag an das Großherzogtum
Baden abgegeben. Seither war Kürnbach ein badisch-hessisches Kondominat.
Erst 1905 kam der Ort dann ganz an Baden. Von 1813-1905 gehörte der
badische Teil zum Amt/Bezirksamt Bretten und der hessische Teil zum Landkreis
Heppenheim. Von 1905 bis 1936 gehörte ganz Kürnbach zum Bezirksamt
Bretten und von 1936-1972 zum Landkreis Sinsheim. Bei der Kreisreform zum
1.1.1973 kam Kürnbach zum Landkreis Karlsruhe. Heute ist Kürnbach
mit insgesamt 2.400 Einwohner vor Zaisenhausen die zweitkleinste Gemeinde
im Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Dambe"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 75057
(1993)
Landshausen
-
Stadt
Kraichtal
864/76 erstmals
als Huserard marca erwähnt, war Landshausen Ausbauort von Menzingen.
Um 1100 erscheint die Bezeichnung Nanthesshusen. Die Klöster Lorsch,
Hirsau und Odenheim hatten Besitzungen am Ort. Die Herrschaftsrechte lagen
bei Menzingen. Von diesen wurde der Ort 1426 und 1427 an das Kloster Odenheim
verpfändet und gelangte damit unter bischöflich-speyerische Landeshoheit.
Daher blieb der Ort katholisch. 1803 kam Landshausen an Baden und wurde
zunächst der Grafschaft Odenheim zugeordnet. 1807 kam der Ort zum
Amt Gochsheim und 1813 zum Amt/Bezirksamt Eppingen. Bei dessen Auflösung
1924 kam der Ort zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal und 1938 schließlich
zum Landkreis Sinsheim. Am 1.9.1971 vereinigte sich Landshausen mit den
Städten Gochsheim
und Unteröwisheim sowie den Gemeinden
Bahnbrücken,
Menzingen,
Münzesheim,
Neuenbürg,
Oberacker
und Oberöwisheimzur
neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal
zum Landkreis Karlsruhe. Damit kam Landshausen (wieder) zum Landkreis Bruchsal.
Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde die Stadt Kraichtal dem Landkreis
Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Mostköpf"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527
Kraichtal (1971), 76703 (1993)
Langensteinbach
-
Gemeinde
Karlsbad
1292 erstmals
als Langensteinbach erwähnt, gehörte der Ort anfangs zum Ebersteinischen
Herrschaftsgebeit und kam dann an Baden. Von den Markgrafen wurde es an
das Kloster Herrenalb verkauft, das im Ort eine Pflege einrichtete (später
entstand daraus das Amt Langensteinbach).
Damals verzichtete
Württemberg auf seine Rechte am Ort. Von 1344 bis 1497 war Langensteinbach
jedoch wieder unter Württembergischer Hoheit, dann kam es wieder an
Baden. Mit der Reformation 1555 übernahm Württemberg erneut die
Dorfobrigkeit und gab sie erst 1603 an Baden-Durlach ab. Das Amt Langensteinbach
war teilweise mit dem Amt Stein zusammen gelegt. Bei Auflösung des
Amtes Langensteinbach 1803 kamen alle Amtsorte zum Amt Pforzheim. 1821
wurde Langensteinbach dem Amt/Bezirksamt Durlach und 1921 dem Bezirksamt
Ettlingen zugeordnet. 1937 kam Langensteinbach zum Landkreis Karlsruhe.
Am 1.9.1971 vereinigte sich Langensteinbach mit den Gemeinden Auerbach,
Ittersbach(Landkreis
Pforzheim), Mutschelbach und Spielbergzur
neuen Gemeinde Karlsbad. Zu Langensteinbach gehört auch der Wohnplatz
des Bibelheims Bethanien, das 1909 gegründet wurde.
Neckname: "Oierkuche" oder "Oierkuchepanscher"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7516
Karlsbad (1971), 76307 (1993)
Leopoldshafen
-
Gemeinde
Eggenstein-Leopoldshafen
1160 wurde erstmals
ein Ort Schrag und bereits 769/78 und 796 in der Nachbarschaft der Ort
Frecanstetten (später Frechstatt) erwähnt. Beide Orte gehörten
zu verschiedenen Herrschaften und kamen über die Grafen von Calw an
das Kloster Maulbronn. Nach Abgang von Frechstatt unterhielt das Kloster
am Rhein eine Schröck (= Stelle eines Warnsignals für die Schifffahrt)
genannte Grangie, die im 14. Jahrhundert aufgegeben und 1362 an Markgraf
Rudolf verkauft wurde. Seither gehört der Ort zur Markgrafschaft Baden
und wurde mit dieser nach der Reformation lutherisch. Eine eigene Kirche
erhielt der Ort jedoch erst 1852. Bis dahin wurde der Ort von Eggenstein
und Linkenheim aus versorgt. Schröck gehörte bis 1809 zum Amt
Mühlburg und seither zum Landamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. 1833
wurde die Siedlung zum Rheinhafen ausgebaut und am 31.3.1833 zu
Ehren von Großherzog Leopold in "Leopoldshafen" umbenannt. 1930 wurde
die Gemarkung durch Eingliederung von Teilen des Hardtwaldes vergrößert.
Am
1.12.1974 vereinigte sich Leopoldshafen mit der Gemeinde Eggenstein
zur neuen Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen.
Neckname: "Schröcker" oder "Hatzeln"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7514
Eggenstein-Leopoldshafen (1974), 76344 (1993)
Liedolsheim
-
Gemeinde
Dettenheim
882 als Liudolvesheim
erstmals erwähnt, kam der Ort über verschiedene Herrschaften
ab 1281 endgültig an die Markgrafschaft Baden. Danach wurde der Ort
mehrfach verlehnt, später auch verpfändet, ab dem 15. Jahrhundert
war Liedolsheim dann jedoch dauerhaft badisch und gehörte zum Amt
Graben. Mit diesem gehörte Liedolsheim zum pfälzischen Lehen
und war von 1634 bis 1648 bei der bayerischen Unterpfalz. Die Markgrafen
hatten 1556 die Reformation eingeführt. Von 1803 bis 1809 gehörte
Liedolsheim zum Oberamt Karlsruhe, dann zum Amt Philippsburg und von 1810
bis 1819 zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Seit 1819 gehört
Liedolsheim (wieder) zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. Die Gemeinde
vereinigte sich am 1.1.1975 mit der Gemeinde Rußheim
zur neuen Gemeinde Liedolsheim-Rußheim, welche am 1.1.1978 in Dettenheim
umbenannt wurde. Zu Liedolsheim gehört auch der Weiler Alt-Dettenheim,
der bis 1813 eine eigene Gemeinde bildete.
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7521
Liedolsheim-Rußheim (1975), 7521 Dettenheim (1978), 76706 (1993)
Liedolsheim-Rußheim
-
Gemeinde
Dettenheim
Die Gemeinde entstand am 1.1.1975
durch Vereinigung der Gemeinden Liedolsheim
und Rußheim.
Am 1.1.1978 wurde die Gemeinde in Dettenheim umbenannt. Beide Ortsteile
gehörten bereits vor der Kreisreform zum Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7521 (1975),
7521 Dettenheim (1978), 76706 (1993)
Linkenheim
-
Gemeinde
Linkenheim-Hochstetten
769/78 estmals
als Linchenheim erwähnt, war der Ort anfangs im Besitz des Klosters
Lorsch. Von 1156-1245 ist er als Maulbronner Grangie belegt. Über
die Staufer kam Linkenheim an die Markgrafschaft Baden. 1399 wird der Ort
zum Wittum der Margräfin Anna bestimmt (wie Hochstetten) und 1406
ausdrücklich als Reichslehen bezeugt. Die Markgrafen führten
1556 die Reformation ein. Linkenheim gehörte zum Amt Mühlburg
und kam bei dessen Auflösung 1809 zum Landamt/Bezirksamt/Landkreis
Karlsruhe. 1930 erhielt die Gemeinde eine erheblichen Zuwachs durch Teile
des Hardtwaldes. Am 1.1.1975 vereinigte sich Linkenheim mit der
Gemeinde Hochstetten zur neuen Gemeinde Linkenheim-Hochstetten.
Neckname: "Ginggel" oder "Die Gewaltigen"
Neckname: "Hansudel" oder "Schnecken"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7515
Linkenheim-Hochstetten (1975), 76351 (1993)
Linkenheim-Hochstetten
- Gemeinde Linkenheim-Hochstetten
- www.linkenheim-hochstetten.de
Die Gemeinde
entstand am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Linkenheim
und Hochstetten.
Beide Ortsteile gehörten schon vor der Kreisreform 1973 zum Landkreis
Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7515 (1975),
76351 (1993)
Malsch
- Gemeinde Malsch - www.malsch.de
1065 erstmals
als Malsche erwähnt, war der Ort im Besitz des Klosters Weißenburg.
Als Lehen kam Malsch dann in die Hand der Grafen des Ufgaus, die sich später
Grafen von Malsch nannten. Deren Nachfolger waren dann die Grafen von Eberstein,
die schließlich wohl um 1256 ihren Besitz der Markgrafschaft Baden
als Lehen von Weißenburg übergaben. Die Markgrafen verpfändeten
den Ort vorübergehend an das Kloster Herrenalb, dann verkauften sie
es 1318/22 den Zisterziensern. Ab 1344 übte Württemberg die Schirmherrschaft
aus, ab 1497 wieder Baden. Dennoch wurde der Ort nach der Reformation von
Württemberg eingezogen und kam erst 1603 im Tausch an Baden-Durlach.
Der lutherische Ort wurde im 30jährigen Krieg der katholischen Markgrafschaft
Baden-Baden ausgeliefert, doch blieb der Ort überwiegend evangelisch.
Zu baden-badischer Zeit gehörte der Ort zum Amt Malsch und auch nach
1803 verblieb Malsch beim Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen (bis 1937),
kam dann kurzzeitig zum Landkreis Rastatt und gehört seit 1939 zum
Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1971 wurde die Gemeinde Sulzbach,
am 1.4.1972 die Gemeinde Waldprechtsweier
(Landkreis Rastatt) und am 1.1.1973 die Gemeinde Völkersbach
in die Gemeinde Malsch eingegliedert. Zum Ortsteil Malsch gehört auch
der Weiler Neumalsch, der in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand.
Neckname: "Störch"
Postleitzahlen: 7502 (1961), 76316
(1993)
Marxzell
-
Gemeinde
Marxzell - www.marxzell.de
1. Weiler im
Albtal, 1255 erstmals als Celle erwähnt, ab 1502 Mackzell, war der
Ort eine klösterliche Siedlung. Die 1278 erstmals erwähnt Pfarrkirche
war Mutterkirche für Ittersbach und blieb bis ins 17. Jahrhundert
Pfarrkirche für Schielberg und Pfaffenrot. Seit 1726 ist sie Filialkirche
von Burbach. Die Siedlung war wohl nie eine eigene Gemeinde, sondern gehörte
zu Pfaffenrot, teilweise auch zu Burbach und zu Schielberg. Die durch die
Gemeindereform 1971 entstandene neue Gemeinde erhielt den Namen des alten
Weilers Marxzell.
2. Seit 1.7.1971
Name der durch Vereinigung der Gemeinden Burbach,
Pfaffenrot
und Schielberg neu entstandenen Gemeinde.
Postleitzahlen: 7501 Burbach (1961),
7501 (1971), 76359 (1993)
Menzingen-
Stadt
Kraichtal
769 erstmals
als Mencinga erwähnt, hatte das Kloster Lorsch umfassenden Besitz
am Ort und gelangte unter den Einfluss der Kraichgaugrafen. Im Spätmittelalter
war hatte die Ortsherrschaft Menzingen den Ort als Lehen der Grafen von
Katzenelnbogen. Schon im 12. Jahrhundert tauchte das Geschlecht derer von
Menzingen auf, die den ritterschaftlichen Ort innerhalb des Ritterkantons
Kraichgau bis 1805 beherrschten. Die Ortsherren führten die Reformation
ein. Schon seit 1521 sind evangelische Pfarrer belegt. 1805 kam Menzingen
an Baden, gehörte dann zunächst zum Amt Gochsheim und ab 1813
zum Amt/Bezirksamt Bretten. 1924 kam Menzingen zum Bezirksamt/Landkreis
Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich Menzingen mit den Städten Gochsheim
und Unteröwisheim sowie den Gemeinden
Bahnbrücken,
Landshausen
(Kreis Sinsheim), Münzesheim,
Neuenbürg,
Oberacker
und Oberöwisheimzur
neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal
zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Schollenklopfer"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527
Kraichtal (1971), 76703 (1993)
Mörsch
- Stadt Rheinstetten
940 erstmals
als Meriske erwähnt, war Mörsch seinerzeit dem Bistum Speyer
geschenkt worden. Im 12. Jahrhundert sind Ministerialen von Mörsch
als Dientleute der Speyerer und Ebersteiner nachzuweisen, daher war Mörsch
wohl an diese belehnt. Ab 1288 war Mörsch an die Markgrafschaft Baden
verpfändet. Diese versetzten es an das Kloster Herrenalb, konnten
es 1346 aber wieder einlösen. Dennoch trug das Kloster ab 1291 Besitz
in Mörsch, ab 1339 war ganz Mörsch beim Kloster Weißenburg
zu Lehen. Bis 1535 gehörte es zum Amt Mühlburg, dann wurde es
der katholischen Linie Baden-Baden zugeteilt. Hier gehörte es zum
Amt Ettlingen und auch nach 1803 verblieb es bis 1937 beim Oberamt/Amt/Bezirksamt
Ettlingen, dann kam es zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte
sich Mörsch mit den Gemeinden Forchheim und
Neuburgweier
zur neuen Gemeinde Rheinstetten, welche mit Wirkung vom 1.1.2000 die Bezeichnung
"Stadt" verliehen bekam. Zum 1.1.2005 wurde Rheinstetten zur Großen
Kreisstadt erklärt.
Neckname: "Ofenröhrle" oder "Schlittich"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7512
Rheinstetten (1975), 76287 (1993)
Mühlburg
- Stadt Karlsruhe
1248 erstmals
erwähnt, war Mühlburg eine kleine Stadt, die bereits seit 1220
zur Markgrafschaft Baden, später Baden-Durlach gehörte und ein
eigenes Amt bildete. Die Markgrafen führten die Reformation ein. Nach
einem Privileg von 1670 sollte sich aus dem Dorf, das sich auf dem Burggut
der "Burg bei der Mühle" entwickelt hatte, eine Stadt gründen,
doch zerstörten die Franzosen 1689 dieses Vorhaben. Die Stadt wurde
danach wieder neu erbaut, das Schloss jedoch aufgelassen. Bald schon stand
Mühlburg im Schatten von Karlsruhe. 1809 wurde das Amt Mühlburg
vom Landamt Karlsruhe übernommen und am 1.1.1886 wurde Mühlburg
nach Karlsruhe eingegliedert. Bis heute bildet Mühlburg jedoch einen
eigenständigen Stadtteil. Zum heutigen Stadtteil gehören die
Siedlungen Alt-Mühlburg, Weingärtensiedlung und Mühlburger
Feld sowie das Gebiet des Rheinhafens.
Neckname: "Milchsäule"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe-West
(1961), 7500 Karlsruhe 21 (19 ), 76xxx (1993)
Münzesheim
-
Stadt
Kraichtal
828 erstmals
als Muncinesheim erwähnt, wurde der Ort von 1109 bis 1282 durch einen
örtlichen Adel beherrscht. 1326 kam der Ort an Baden, doch wurde er
an die Hofwart von Kirchheim verlehnt. Die Lehnshoheit stammt vermutlich
von den Grafen von Eberstein und damit von den Kraichgaurittern. Die Ortsherrschaft
führte 1530 die lutherische Reformation ein. Nach Heimfall des Lehens
1675 gab Markgraf Friedrich von Baden den Ort seinen beiden unehelichen
Söhnen, die sich Freiherren von Münzesheim nannten. Friedrich
August von Münzesheim verkaufte die Ortsherrschaft 1761 wieder an
den Lehensherr, doch musste Baden die Steuerhoheit der Kraichgauer Ritterschaft
bis 1805 anerkennen. Von 1805-1807 gehörte Münzesheim zum Amt
Bretten, dann zum Amt Gochsheim, 1813 schließlich vorübergehend
zum Stadtamt und ersten Landamt Bruchsal und ab Dezember 1813 zum Amt/Bezirksamt
Bretten. 1936 kam Münzesheim zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am
1.9.1971 vereinigte sich Münzesheim mit den Städten Gochsheim
und Unteröwisheim sowie den Gemeinden
Bahnbrücken,
Landshausen
(Kreis Sinsheim), Menzingen,
Neuenbürg,
Oberacker
und Oberöwisheimzur
neuen Stadt Kraichtal.
Neckname: "Nussköpf"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527
Kraichtal (1971), 76703 (1993)
Mutschelbach
-
Gemeinde
Karlsbad
1278 als Muschelnbach
erstmals erwähnt, wurde ab 1357 zwischen Ober -und Untermutschelbach
unterscheiden, Mittelmutschelbach taucht erst in der Neuzeit auf. Zur weiteren
Geschichte vgl. Obermutschelbach bzw. Untermutschelbach. 1936 vereinigten
sich die beiden Gemeinden Obermutschelbach
und Untermutschelbach zur Gemeinde Mutschelbach.
Diese vereinigte sich am 1.9.1971 mit den Gemeinden
Auerbach,
Ittersbach
(Landkreis Pforzheim), Langensteinbach und
Spielbergzur
neuen Gemeinde Karlsbad.
Neckname: "Schmierbrenner" oder "Käskistler"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7516
Karlsbad (1971), 76307 (1993)
Neibsheim
-
Stadt
Bretten
770 erstmals
als Nichbodesheim erwähnt, gehörte der Ort anfangs teilweise
zum Lorscher Besitz, dann zum Bistum Speyer und zum Kloster Limburg. 1115
bis 1365 bestand ein spärliches Adelsgeschlecht. Es bestand eine obere
und eine untere Burg. Letztere war bald badisches Lehen und wurde 1490
an Speyer verkauft. Die obere Burg war schon im 14. Jahrhundert speyrisch
und wurde bischöflisches Schloss, das jedoch im 18. Jahrhundert verfiel.
Der Ort blieb katholisch und verblieb bis 1803 beim Hochstift Speyer. Dort
gehörte er zum Vizedomamt Bruchsal. 1803 kam Neibsheim an Baden. Von
1803 bis 1806 gehörte der Ort zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt
Bruchsal und ab 1810 zum Amt/Bezirksamt Bretten. 1936 kam Neibsheim
zum Landkreis Bruchsal. Am 1.3.1972 wurde Neibsheim in die Stadt Bretten
eingegliedert und kam somit zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Spatzen" oder "Kreizköpf"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518
Bretten (1972), 75015 (1993)
Neuburgweier
- Stadt Rheinstetten
1396 erstmals
als Wilre, 1422 als Neuburgweiler erwähnt, war der Ort wohl Sitz einer
Burg auf der Gemarkung Mörsch. Wie Mörsch zunächst unter
ebersteinischer Herrschaft, wurde Neuburgweier 1383 kurpfälzisch und
gehörte zum Amt Hagenbach des Oberamts Germersheim. Die Kurpfalz führte
das reformierte Bekenntnis ein. 1674 wurde Neuburgweier von den Franzosen
besetzt und war von 1682 bis 1697 an Frankreich abgetreten. Dieses rekatholisierte
den Ort. 1707 wurde es von der Kurpfalz an die Markgrafschaft Baden-Baden
abgetreten und gehörte hier zum Amt Ettlingen. Auch nach 1803 verblieb
der Ort beim Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und kam 1937 zum Landkreis
Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte sich Neuburgweier mit den Gemeinden Forchheim
und Mörsch zur neuen Gemeinde Rheinstetten,
welche mit Wirkung vom 1.1.2000 die Bezeichnung "Stadt" verliehen bekam.
Zum 1.1.2005 wurde Rheinstetten zur Großen Kreisstadt erklärt.
Neckname: "Woogletsche" oder "Gaiße"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7512
Rheinstetten (1975), 76287 (1993)
Neudorf
- Gemeinde Graben-Neudorf
1531 erstnaks
als Newendorf erwähnt, wurde der Ort von Graben aus aufgesiedelt.
Er gehörte jedoch bald zum Amt Udenheim des Hochstifts Speyer und
blieb daher katholisch. Erst 1724 wurde Neudorf jedoch eine eigene Pfarrei,
zuvor gehörte die Bevölkerung zur Pfarrei Hambrücken. 1803
kam Neudorf an Baden, gehörte von 1803 bis 1864 zum Amt/Bezirksamt
Philippsburg und dann zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.1.1972 vereinigte
sich Neudorf mit der zum Landkreis Karlsruhe gehörigen Gemeinde Graben
zur neuen Gemeinde Graben-Neudorf. Der Gemeindename war zuvor schon durch
die gleichnamige Bahnstation Graben-Neudorf an der Bahnstrecke Karlsruhe-Mannheim
bekannt. Die neue Gemeinde wurde dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Griesknöpf" oder "Kiehholzmennlen"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7523
Graben-Neudorf (1972), 76676 (1993)
Neuenbürg
-
Stadt
Kraichtal
1255 erstmals
als novum castrum Owensheim erwähnt, handelte es sich um ein Dorf
im Anschluss an die neue Burg der Grafen von Eberstein auf Gemarkung Oberöwisheim.
Mit der Burg - die Reste sind heute Bestandteil der katholischen Kirche
St. Lukas, die als Marienkapelle im Schloss erbaut, 1468 zur Pfarrkirche
erhoben und 1892 umgebaut worden war - wurde das Dorf 1331 an die Grafen
von Remchingen verpfändet, später in ein Lehen umgewandelt. Die
Ortsherrschaft führte die lutherische Reformation ein. Nach dem Aussterben
der Grafen von Remchingen zog der Bischof von Speyer 1661 den Ort an sich,
obwohl Württemberg Ansprüche auf Neuenbürg als Zubehör
von Gochsheim geltend machte. Damit wurde Neuenbürg rekatholisiert.
1803 kam Neuenbürg an Baden und gehörte 1807 kurzfristig zum
Amt Gochsheim, von 1807-1809 zum Oberamt Bruchsal, dann erneut zu Gochsheim
und 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Neuenbürg
zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich
Neuenbürg mit den Städten Gochsheim
und Unteröwisheim sowie den Gemeinden
Bahnbrücken,
Landshausen
(Kreis Sinsheim), Menzingen,
Münzesheim,
Oberacker
und Oberöwisheimzur
neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal
zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Kuckuck" oder "Hutzel"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527
Kraichtal (1971), 76703 (1993)
Neureut
(Baden) - Stadt Karlsruhe
Um 1260 erstmals erwähnt als
villa Novale, gehörte der Ort zur Markgraftschaft Baden, ab 1535 zu
Baden-Durlach. Die Margrafen führten die Reformation ein. Neureut
gehörte zum Amt Mühlburg. Als 1699/1700 durch piemontische Glaubensflüchtlinge
auf der Gemarkung Neureut der Ort Welschneureut angesiedelt wurde, welcher
bald danach eine eingenständige Gemeinde wurde, nannte sich das bisherige
Neureut zur Unterscheidung forthin Teutschneureut. Beide Orte gehörten
weiterhin zum Amt Mühlburg, ab 1809 zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Am
1.11.1935 wurde Welschneureut mit Teutschneureut
(wieder) unter der Bezeichnung "Neureut (Baden)" vereinigt. Am 14.2.1975
wurde Neureut als letzter Stadtteil in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert
und bildet seither einen eigenständigen Stadtteil, bestehend aus den
Siedlungen Neureut, "An der Eggensteiner Allee", "An der Linkenheimer Landstraße",
"Grüner Weg", Heide, Kirchfeldsiedlung, Oberfeld, Rosenhof und Unterfeld.
Neckname: "Kiehbacher" oder "Spundefresser"
Postleitzahlen: 7503 (1961), 7500
Karlsruhe 31 (1975), 76xxx (1993)
Neuthard
-
Gemeinde
Karlsdorf-Neuthard
1300 als Nythart
erstmals erwähnt, gehörte der Ort von Anfang an zum Hochstift
Speyer und gehörte dort zum Amt Altenburg. Der Ort blieb katholisch
und kam 1803 an Baden. Bis 1806 gehörte Neuthard zum Stadtamt
Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum Stadtamt
und ersten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Neuthard schließlich
zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal.
Bei der
Kreisreform zum 1.1.1973 kam Neuthard zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975
vereinigte sich Neuthard mit der Gemeinde Karlsdorf
zur neuen Gemeinde Karlsdorf-Neuthard.
Neckname: "Polen" oder "Polacken"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7528
Karlsdorf-Neuthard (1975), 76689 (1993)
Oberacker
-
Stadt
Kraichtal
Um 1100 erstmals
als Oberacker erwähnt, war der Ort Sitz eines edelfreien Geschlechts.
Die Ortsherraschaft kam über die Ritter von Ubstadt und ihre Lehnsherren
von Bruchsal 1288 an das Kloster Herrenalb. Die Oberlehnsrechte hatten
vermutlich die Kraichgaugrafen als Nachfolger der Grafen von Katzenelnbogen.
Mit dem Kloster Herrenalb wurde Oberacker württembergisch. Die Württemberger
führten 1556 die lutherische Reformation ein. 1806 kam Oberacker im
Austausch zum Großherzogtum Baden. Von 1806 bis 1813 gehörte
der Ort zum Amt Gochsheim, dann zum Amt/Bezirksamt Bretten und ab 1936
zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich Oberacker
mit den Städten Gochsheim
und Unteröwisheim sowie den Gemeinden
Bahnbrücken,
Landshausen
(Kreis Sinsheim), Menzingen,
Münzesheim,
Neuenbürg
und Oberöwisheimzur
neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal
zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Kerschdekipper"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527
Kraichtal (1971), 76703 (1993)
Oberderdingen
-
Gemeinde
Oberderdingen - www.oberderdingen.de
839 erstmals
erwähnt als Tardingen, seit 1247 Unterscheidung zwischen Ober- und
Unterderdingen. Beide Orte nahmen wohl den gleichen Lauf in der Geschichte
und gehörten zu verschiedenen Herrschaften, bevor sie ab 1247 über
das Kloster Herrenalb 1344 an Württemberg kamen. Die Württemberger
führten als Schirmherren des Klosters Herrenalb 1556 die Reformation
ein. In Oberderdingen existierte ein Pflegamt des Klosters Herrenalb, das
erst 1807 aufgelöst wurde. Seither gehörten beide Orte zum Oberamt
Maulbronn. 1835 wurde der Gemeindename in Derdingen (Ober-) umbenannt.
Nach Auflösung der Gemeinde Großvillars
im Jahre 1866 kam ein Teil des Ortes zu Oberderdingen, der andere Teil
kam zu Knittlingen. 1936 wurde der Gemeindename "Derdingen (Ober-)" in
Derdingen vereinfacht. Bei der Auflösung des
Oberamts Maulbronn 1938 kam Oberderdingen (mit Unterderdingen und Großvillars)
zum Landkreis Vaihingen. 1964 wurde die Gemeinde wieder Oberderdingen
bezeichnet. Das frühere Unterderdingen ging zwischenzeitlich ganz
in Oberderdingen auf, wurde jedoch bis 1971 noch als Wohnplatz geführt.
Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam
Oberderdingen vom Landkreis Vaihingen zum Landkreis Karlsruhe, die Nachbargemeinde
Knittlingen zum neu gebildeten Enzkreis. Der Ort Großvillars hätte
folglich nicht nur zu verschiedenen Gemeinden (Oberderdingen und Knittlingen),
sondern auch zu unterschiedlichen Landkreisen (Karlsruhe und Enzkreis)
gehört. Daher wurde auch der bislang zu Knittlingen gehörige
Teil des Ortes Großvillars der Gemeinde Oberderdingen angegliedert.
Am 1.1.1973 wurde ferner die Gemeinde Flehingen
in die Gemeinde Oberderdingen eingegliedert.
Neckname: "Philipple" oder "Schwobeseggel"
Postleitzahlen: 7135 (1961), 7519
(1973), 75038 (1993)
Obergrombach
-
Stadt
Bruchsal
789 erstmals
als Grunbahe erwähnt, wurde erst am 1275 zwischen Ober- und Untergrombach
unterschieden. Der Ort hatte einen eigenen Ortsadel, welcher den Ort 1311
an den Bischof von Speyer verkaufte. Ab 1337 als Stadt bezeugt, wurde der
Ort mehrfach verpfändet und bildete mit Untergrombach ein eigenes
Amt. Die Stadt blieb daher nach der Reformation katholisch. 1689 wurde
Obergrombach durch die Franzosen zerstört, danach von Bischof Damian
Hugo als Sommeraufenthalt wieder aufgebaut. 1803 kam Obergrombach an Baden
und gehörte bis 1806 zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal
und von 1809 bis 1819 zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte
Obergrombach zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.7.1971 wurde
Obergrombach in die Stadt Bruchsal eingegliedert. Bei der Kreisreform zum
1.1.1973 kam Obergrombach mit der Stadt Bruchsal zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Melkkiwwel"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7520
Bruchsal (1971), 76646 (1993)
Oberhausen
-
Gemeinde
Oberhausen-Rheinhausen
1207 erstmals
als Husen bzw. 1256 als maior villa Husen (zur Unterscheidung von Rheinhausen)
erwähnt, gehörte der Ort den Kraichgaugrafen und kam über
die Grafen von Eberstein 1316 an das Bistum Speyer. Daher blieb Oberhausen
katholisch. 1803 kam Oberhausen an Baden. Von 1803 bis 1864 gehörte
Oberhausen zum Amt/Bezirksamt Philippsburg und ab 1865 zum Bezirksamt/Landkreis
Bruchsal. 1931 wurde die Gemarkunge durch Eingliederung von Teilen der
Lußhardt erheblich erweitert. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam
Oberhausen zum Landkreis Karlsruhe.
Am 1.1.1975
vereinigte sich Oberhausen mit der Gemeinde Rheinhausen
zur neuen Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen.
Neckname: "Golo"
Postleitzahlen: 6831 (1961), 6839
Oberhausen-Rheinhausen (1975), 68794 (1993)
Oberhausen-Rheinhausen
- Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen
- www.oberhausen-rheinhausen.de
Die Gemeinde
entstand am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Oberhausen
und Rheinhausen. Beide Ortsteile gehörten
bis 1973 zum Landkreis Bruchsal und seither zum Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 6839 (1975),
68794 (1993)
Obermutschelbach
-
Gemeinde
Karlsbad
1278 als Muschelnbach
erstmals erwähnt, wurde ab 1357 zwischen Ober -und Untermutschelbach
unterscheiden, Mittelmutschelbach taucht erst in der Neuzeit auf. Obermutschelbach
wurde um 1250 durch Konrad von Remchingen angelgt, dessen Enkel verkaufte
den Ort 1295 an das Kloster Herrenalb. Mit dessen Pflege Langensteinbach
stand der Ort später auch Mittelmutschelbach unter badischer Hoheit,
wurde in der Reformation durch Württemberg eingezogen (seither ist
der Ort evangelisch) und erst 1603 mit dem Amt Langensteinbach wieder an
Baden abgetreten. Die zustädige Pfarrei war Nöttingen. Erst 1821
erhielt der Ort eine eigene evangelische Kirche. Politisch gehörte
der Ort nach Auflösung des Amtes Langensteinbach zunächst zum
Oberamt Pforzheim, von 1821 bis 1924 zum Amt/Bezirksamt Durlach und seither
zum Landkreis Karlsruhe. 1936 vereinigte sich Obermutschelbach mit
der Gemeinde Untermutschelbach zur Gemeinde
Mutschelbach.
Diese vereinigte sich am 1.9.1971 mit den Gemeinden Auerbach,
Ittersbach
(Landkreis Pforzheim), Langensteinbach und
Spielberg
zur neuen Gemeinde Karlsbad.
Postleitzahlen: 7501 Mutschelbach
(1961), 7516 Karlsbad (1971), 76307 (1993)
Oberöwisheim
-
Stadt
Kraichtal
771 erstmals
als Auwinsheim erwähnt, wurde der Ort 1277 von Unteröwisheim
unterschieden. Große Beistzungen hatte das Kloster Weißenburg,
deren Nachfolger die Salier waren. Die Ortsherrschaft lag bei den Kraichgaugrafen.
Ab 1260 sind die Grafen von Eberstein-Zweibrücken als Lehnsherren
nachweisbar. Ihre Nachfolger in der Ortsherrschaft war der nach Oberöwisheim
benannte Zweit der von Helmstatt. 1/3 des Ortes war ab 1443 pfälzisches
Lehen, 2/3 des Ortes kam später an das Hochstift Speyer, war jedoch
in einer komplizierten Ganerbenschaft (u.a. mit Frankenstein, Balzhofen,
Massenbach, Sternenfels, Schaffalitzky und Berg), welche vom Bistum Speyer
ab 1732 allmählich aufgekauft wurde. 1748 wurde die pfälzische
Lehnshoheit im Tausch mit Diedelsheim abgelöst. 1753 verzichteten
die Helmstatt auf ihren Anteil gegen Abrundung ihres Besitzes in Hochhausen.
Die Schatzung verblieb aber nur zur Hälfte weiterhin der Reichsritterschaft
im Kraichgau. Bei der Reformation konnte keiner der Ortsherren sein Bekenntnis
voll durchsetzen, weshalb seither beide Konfessionen am Ort vertreten sind.
Die Kirche wurde daher spätestens nach dem 30jährigen Krieg simultan
genutzt. 1803/05 kam Oberöwisheim an Baden und gehörte zunächst
zum Amt Odenheim, ab 1807 zum Amt Gochsheim und wurde 1813 dem zweiten
Landamt Bruchsal zugeordnet. Ab 1819 gehörte Oberöwisheim zum
Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. 1876 baute die katholische Gemeinde
eine eigene Kirche und überließ die alte Dorfkirche ganz der
evangelischen Gemeinde Oberöwisheim. Am 1.9.1971 vereinigte sich Oberöwisheim
mit den Städten Gochsheim
und Unteröwisheim sowie den Gemeinden
Bahnbrücken,
Landshausen
(Kreis Sinsheim), Menzingen,
Münzesheim,
Neuenbürg
und Oberacker zur neuen
Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal
zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Schwefeldunker"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527
Kraichtal (1971), 76703 (1993)
Oberweier
- Stadt Ettlingen
Um 1115 erstmals
als Babinwilare erwähnt, war Oberweier ein Ausbauort von Ettlingen
und bildete mit Ettlingenweier eine Markgenossenschaft. Auch Oberweier
war im Besitz von Klosterreichenbach. Im 13. Jahrhundert kam der Ort zur
Markgrafschaft Baden und gehörte zum Amt Ettlingen. 1535 kam Oberweier
an Baden-Baden, so dass er nach der Reformation katholisch blieb. Auch
nach 1803 gehörte Oberweier zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen.
Bei dessen Auflösung 1937 kam Oberweier zum Landkreis Karlsruhe. Am
1.10.1974 wurde Oberweier mit der Stadt Ettlingen vereinigt.
Neckname: "Narren" oder "Kästenigel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7505
Ettlingen (1974), 76275 (1993)
Odenheim
-
Stadt
Östringen
769 erstmals
als Hodeheim erwähnt, war der Ort wohl im Besitz der Klosters Lorsch
und kam wohl über die Vogtei der Kraichgaugrafen an die Grafen von
Lauffen. 1122 wurde der Großteil wohl als Stiftung für das Kloster
Odenheim herangezogen. Das Kloster besaß die Ortsherrschaft. Die
Landeshoheit kam 1338 an das Hochstift Speyer, so dass Odenheim katholisch
blieb. 1803 kam Odenheim an Baden und bildete bis 1807 ein eigenes Amt.
Bei dessen Auflösung 1807 kam Odenheim zum Amt Gochsheim und 1813
zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Odenheim zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis
Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Odenheim zum Landkreis Karlsruhe.
Am 1.1.1974 wurde Odenheim in die Gemeinde Östringen eingegliedert.
Neckname: "Linsebaich"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7524
Östringen (1974), 76684 (1993)
Östringen
-
Stadt
Östringen - www.oestringen.de
768 erstmals
als Ostringen erwähnt, gehörte der Ort überwiegend zum Besitz
des Klosters Lorsch, ab 1071 des Klosters Heiligenberg bei Heidelberg.
Die Herrschaftsrecht kamen entweder über die Kraichgaugrafen oder
über die Grafen von Calw an die Burg Kislau, welche vor 1250 an das
Hochstift Speyer gelangt war. Der Ort blieb daher katholisch. Bis 1803
gehörte Östringen zum Amt Kislau, bevor es an Baden gelangte.
Von 1803 bis 1807 gehörte Östringen zum Amt Odenheim, dann zum
Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. 1819
wurde es dem Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal zugeordnet. Am 1.1.1972
wurden die Gemeinden Eichelberg und Tiefenbach
(beide Landkreis Sinsheim) nach Östringen eingegliedert. Bei der Kreisreform
zum 1.1.1973 kam die Gemeinde Östringen mit ihren Ortsteilen Eichelberg
und Tiefenbach zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1974 wurde die Gemeinde
Odenheim
eingegliedert, so dass die Gemeinde ihre heutige Ausdehnung erreichte.
1981 (zum 1. Juli ?) wurde der Gemeinde Östringen die Bezeichnung
"Stadt" verliehen (Beschluss der Landesregierung von Baden-Württemberg
vom 28.1.1981).
Neckname: "Wicke-Wacke"
Postleitzahlen: 7524 (1961), 76684
(1993)
Palmbach
- Stadt Karlsruhe
1701 als La Balme von Waldensern am
Rand der Gemarkung Grünwettersbach gegründeter Ort, welcher zum
Herzogtum Württemberg (Oberamt Neuenbürg) gehörte. 1806
kam Palmbach zum Großherzogtum Baden und wurde dem Oberamt/Amt/Bezirksamt
Durlach zugeordnet. Bei dessen Auflösung 1924 kam Palmbach zum Amt/Landkreis
Karlsruhe. Palmbach
wurde am 1.1.1972 mit der Gemeinde
Grünwettersbach,
Landkreis Karlsruhe, zur neuen Gemeinde Wettersbach
vereinigt. Diese gehörte zunächst weiterhin zum Landkreis Karlsruhe
und wurde am 1.1.1975 in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert. Seither
bildet Palmbach ebenso wie Grünwettersbach einen eingenständigen
Stadtteil von Karlsruhe.
Neckname: "Schacke" oder "Schackebreuner"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7501
Wettersbach (1972), 7500 Karlsruhe 41 (1975), 76xxx (1993)
Pfaffenrot
-
Gemeinde
Marxzell
1262 erstmals
als Pfaffenrode erwähnt, war der Ort eine Rodungssiedlung Geistlicher,
vielleicht von Marxzell her. Vermutlich kam der Ort von den Grafen von
Eberstein an das Kloster Frauenalb. Wie das Kloster selbst, war Pfaffenrot
unter gemeinsamem Schirm der Markgrafschaft Baden-(Baden) und der Grafschaft
Eberstein. Der katholische Ort wurde anfangs von Marxzell versorgt, Ende
des 17. Jahrhunderts gehörte er zur Pfarrei Völkersbach-Burbach-Marxzell,
ab 1726 zu Burbach. Später war Pfaffenrot vorübergehend auch
eine eigene Pfarrei. Eine Kapelle besteht aus dem 16. Jahrhundert. Ab 1803
gehörte der Ort endgültig zu Baden und kam zum Oberamt/Amt/Bezirksamt
Ettlingen (bis 1937). Seither gehört es zum Landkreis Karlsruhe. Am
1.7.1971 vereinigte sich Pfaffenrot mit den Gemeinden Burbach
und Schielbergzur neuen
Gemeinde Marxzell. Zu Pfaffenrot gehören auch Teile des Weilers Marxzell
(Beschreibung siehe dort).
Neckname: "Hase" oder "Killhase"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7501
Marxzell (1971), 76359 (1993)
Pfinztal
- Gemeinde Pfinztal - www.pfinztal.de
Die Gemeinde
entstand am 1.1.1974 durch Vereinigung der Gemeinden Berghausen,
Kleinsteinbach,
Söllingen
und Wöschbach, welche alle schon vor der
Kreisreform 1973 zum Landkreis Karlsruhe gehörten. Der Name bezieht
sich auf den Fluss "Pfinz", ein Nebenfluss des Rheins, welche alle Ortseile,
mit Ausnahme von Wöschbach, durchfließt. Mit mehr als 18.000
Einwohnern ist Pfinztal nach Bruchsal, Ettlingen, Bretten, Stutensee, Rheinstetten
und Waghäusel die siebtgrößte Gemeinde und gleichzeitig
die größte Gemeinde ohne Stadtrecht im Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7507 (1974),
76327 (1993)
Philippsburg
- Stadt Philippsburg - www.philippsburg.de
784 als Udenheim
erstmals erwähnt, gehörte der Ort dem Kloster Lorsch. Die Burg
und Herrschaftsrechte kamen über die Kraichgaugrafen an die Grafen
von Eberstein-Zweibrücken. 1309 wurde Udenheim von der Pfalz erobert
und zum offenen Haus gemacht. Darauf wurde der Ort von Eberstein an den
Speyerer Bürger Heinrich von Köln veräußert, der Udenheim
1316 an den Bischof Emicho verkaufte. Danach war es Sitz eines bischöflichen
Amtes und blieb daher ein katholischer Ort. 1338 wurde Udenheim mit dem
Stadtrecht von Landau begabt. Im Jahre 1615 wurde Udenheim von Bischof
Christoph Philipp zur Festung ausgebaut und in Philippsburg umbenannt.
Sie war forthin Residenzstadt des Bistums. 1618 von der Pfalz zerstört
und danach wieder aufgebaut. 1632 wurde Philippsburg von den Kaiserlichen
dem Bischof entrissen, musste jedoch 1634 an die Schweden abgegeben werden,
doch ein Jahr später wieder kaiserlich. Ab 1644 durch die Franzosen
belagert und im Westfälischen Frieden Frankreich belassen. Die Reichstruppen
erzwangen 1676 die Kapitulation und 1688 wurde die Stadt von Frankreich
zurückerobert. Ab 1719 war Bruchsal Residenzstadt des Bistums geworden.
1799 wurde Philippsburg wieder von Frankreich belagert und danach wurden
die Befestigungen von den Franzosen geschleift. 1803 kam Philippsburg an
Baden und war bis 1864 Sitz eines Amtes bzw. Bezirksamtes. Nach einem großen
Stadtbrand Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt 1811 wieder aufgebaut.
Bei Auflösung des Amtes Philippsburg 1864 kam die Stadt zum Bezirksamt/Landkreis
Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde Philippsburg dem Landkreis
Karlsruhe zugeordnet. Gleichzeitig wurde die Gemeinde Huttenheim
eingegliedert. Am 1.10.1974 wurde die Gemeinde Rheinsheim
in die Stadt Philippsburg eingegliedert, damit erreichte diese ihre heutige
Ausdehnung.
Neckname: "Geeße" oder "Lachleut"
Postleitzahlen: 7522 (1961), 76661
(1993)
Reichenbach
-
Gemeinde
Waldbronn
1292 erstmals
als Richenbach erwähnt, wurde der Ort von Grünwettersbach aus
aufgesiedelt und war wohl im Besitz der Grafen von Eberstein bzw. deren
Vorgängern. Damals war Reichenbach bereits badisch. Später war
der Ort an die Junker von Schmalenstein zu Lehen gegeben und wurden von
diesen 1371 wieder an die Markgrafschaft Baden verkauft. Der Ort gehörte
zum Amt Ettlingen. Kirchlich wurde der Ort anfangs von Grünwettersbach,
dann von Ettlingen versorgt. Ab 1795 war die neu gegründete Pfarrei
Busenbach zuständig. 1843 wurde Reichenbach eigene Pfarrei. Eine Kirche
wird zwar schon im 16. Jahrhundert als Kapelle erwähnt, die heutige
Kirche St. Wendelin wurde jedoch erst 1838/39 erbaut. Politisch gehörte
Reichenbach auch nach 1803 zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und nach
dessen Auflösung 1937 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.7.1971 wurde die
Gemeinde Etzenrot und am 1.1.1972 die Gemeinde
Busenbach
in die Gemeinde Reichenbach eingegliedert. Fast drei Jahre später,
am 19.11.1974 wurde die Gemeinde Reichenbach in "Gemeinde Waldbronn" umbenannt.
Neckname: "Rauchschwalben"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7517
(1972), 7517 Waldbronn (1974), 76337 (1993)
Rheinhausen
-
Gemeinde
Oberhausen-Rheinhausen
1256 erstmals
als Husen in Vado erwähnt gehörte der Ort zu Oberhausen und wurde
erst allmählich von diesem abgetrennt. Wie der Mutterort kam Rheinhausen
1316 zum Hochstift Speyer und blieb daher katholisch. 1803 kam Rheinhausen
an Baden und gehörte bis 1864 zum Amt/Bezirksamt Philippsburg, seither
zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Kirchlich wurde Rheinhausen erst 1905
von Oberhausen getrennt. Eine eigene Kirche besaß der Ort jedoch
bereits seit 1877. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Rheinhausen zum
Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1975 vereinigte sich Rheinhausen mit der Gemeinde
Oberhausen
zur neuen Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen.
Neckname: "Karpfenstecher" oder "Ratzel"
Postleitzahlen: 6831 (1961), 6839
Oberhausen-Rheinhausen (1975), 68794 (1993)
Rheinsheim
- Stadt Philippsburg
784 erstmals
als Reginesheim erwähnt war der Ort wohl im Besitz des Klosters Lorsch,
seit 858 auch dem Domstiftes Speyer. Die Herrschaftsrechte hatte wie Udenheim
zunächst die Kraichgaugrafen und Ebersteiner, bevor sie 1316 an den
Bischof von Speyer gelangten, so dass Rheinsheim katholisch blieb. Der
Ort gehörte zum Amt Udenheim und kam 1803 an Baden. Dort gehörte
er bis 1864 weiterhin zum Amt/Bezirksamt Philippsburg. Bei dessen Auflösung
kam Rheinsheim zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum
1.1.1973 wurde Rheinsheim dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Am 1.10.1974
wurde Rheinsheim in die Stadt Philippsburg eingegliedert, welche damit
ihre heutige Ausdehnung erreichte.
Neckname: "Stockrübe"
Postleitzahlen: 7526 (1961), 7522
Philippsburg (1974), 76661 (1993)
Rheinstetten
- Stadt Rheinstetten - www.rheinstetten.de
Die Gemeinde
entstand am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Forchheim,
Mörsch
und Neuburgweier, welche bereits vor der Kreisreform
1973 zum Landkreis Karlsruhe gehörten. Der Gemeiname leitet sich ab
vom Rhein als westlicher Grenzfluss des Gemeindegebiets und der Endung
"stetten", die zwar für viele Orte in Südwestdeutschland charakterisitisch
ist für Siedlungen, die im 6. und 7. Jahrhundert gegründet wurden,
für die 3 Ortsteile der neuen Gemeinde aber nicht besonders glücklich
gewählt sind, weil diese wohl jüngeren Datums sind. Mit Wirkung
vom 1.1.2000 wurde der Gemeinde die Bezeichnung "Stadt" verliehen (Beschluss
der Landesregierung von Baden-Württemberg vom 28.6.1999). Da die Gemeinde
bereits seit 1993 mehr als 20.000 Einwohner hat, stellte sie im Jahr 2004
den Antrag auf Erhebung zur "Großen Kreisstadt", was die baden-württembergische
Landesregierung mit Wirkung vom 1.1.2005 beschloss. Mit derzeit 20.400
Einwohnern ist Rheinstetten nach Bruchsal, Ettlingen, Bretten und Stutensee
die fünftgrößte Stadt im Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7512 (1975),
76287 (1993)
Rinklingen
-
Stadt
Bretten
768 erstmals
als Richilincheim erwähnt, gehörte der Ort zum Lorscher Grundbesitz,
der jedoch bereits 832 weggegeben worden war. Es entwickelte sich eine
Herrschaft wohl im Zusammenhang mit Bretten (Kraichgaugrafen). Schließlich
wurde Rinklingen ab 1438 nach und nach kurpfälzisch. Die Pfalz führte
die Reformation ein. 1803 kam Rinklingen an Baden. Von 1803 bis 1936 gehörte
der Ort zum Landamt/Amt/Bezirksamt Bretten und ab 1936 zum Landkreis Karlsruhe.
Am 1.1.1971 wurde Rinklingen in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Zwetschgeriche"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518
Bretten (1971), 75015 (1993)
Rintheim
- Stadt Karlsruhe
1110 erstmals
erwähnt kam der Ort im 13. Jh. zur Markgrafschaft Baden bzw. Baden-Durlach
und gehörte zum Amt Durlach, ab 1803 zum Amt Karlsruhe. Die Markgrafen
führten die Reformation ein, doch war der Ort kirchlich von Hagsfeld
abhängig. Erst 1871 wurde eine eigene Filialkirche erbaut. Rintheim
wurde am 1.1.1907 in die Stadt Karlsruhe eingegliedert und bildet bis heute
einen eigenständigen Stadtteil, der sich aus Alt Rintheim und Rintheimer
Feld zusammensetzt.
Neckname: "Sandhasen"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe (1961),
7500 Karlsruhe 1 (19 ), 76xxx (1993)
Rüppurr
- Stadt Karlsruhe
Um 1230 erstmals
erwähnt, bald in Ober- und Unterrüppurr unterschieden, letzteres
hieß später wohl Kleinrüppurr. Nach Zugehörigkeit
zu verschiedenen Herrschaften kam Rüppurr ab 1599/1603 zur Markgrafschaft
Baden-Durlach und gehörte zum Amt Durlach, ab 1803 zum Amt Karlsruhe.
Die Ortsherren bestellen 1550 einen lutherischen Pfarrer. Im 30jährigen
Krieg wurde der Ort von Wolfartseier aus versorgt, ab 1803 wieder eine
eigene Pfarrei. Rüppurr wurde am 1.1.1907 in die Stadt Karlsruhe eingegliedert
und bildet bis heute einen eigenständigen Stadtteil, bestehend aus
den Siedlungen Alt Rüppurr, Neu Rüppurr, Gartenstadt (ab 1907
entstanden) und Rüppurr-Südost.
Neckname: "Rahmbeutel" oder "Rieberger"
Postleitzahlen: 75 Karlsruhe-Rüppurr
(1961), 7500 Karlsruhe 51 (19 ), 76xxx (1993)
Ruit -
Stadt
Bretten
1244 erstmals
als Riuth erwähnt, bestanden um 1288 zwei Dörfchen. 1362/63 kaufen
die Herren von Sternenfels den Ort, dann kam er ab 1372 nach und nach an
das Kloster Maulbronn. Damit übernahm Württemberg ab 1504 die
bis dahin pfälzischen Schirmrechte. Die Württemberger führten
die Reformation ein, doch wurde der Ort anfangs von Bretten, in württembergischer
Zeit von Knittlingen und Ölbronn aus pastorisiert. Ruit verblieb bis
1810 beim Herzogtum bzw. Königreich Württemberg. 1810 kam Ruit
im Austausch an Baden und gehörte bis 1936 zum Amt/Bezirksamt Bretten,
dann kam es zum Landkreis Pforzheim. 1939 wurde Ruit dem Landkreis Karlsruhe
zugeordnet. Kirchlich wurde es in badischer Zeit ab 1810 (wieder) von Bretten
und ab 1899 von Rinklingen aus pastorisiert. Erst 1919 wurde in Ruit ein
eingenes Vikariat eingerichtet, das 1930 zur Pfarrei erhoben wurde. Am
1.1.1973 wurde Ruit in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Krabben"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518
Bretten (1973), 75015 (1993)
Rußheim
-
Gemeinde
Dettenheim
784 erstmals
als Ruchesheim erwähnt, gehörte der Ort zum Großteil dem
Kloster Lorsch. Auch hatten verschiedene Adelsgeschlechter Anteile an diesem
Dort an der Grenze zwischen ebersteinischen und badischen Gebieten. Nach
diversen Streitigkeiten kam Rußheim ab 1281 zur Markgrafschaft Baden,
welche es verschiedenlich zu Lehen ausgaben, bis es - wie Liedolsheim -
endgültig badisch wurde. Die Markgrafen führten 1556 die Reformation
ein. Anfangs gehört Rußheim zum Amt Graben, von 1803 bis 1809
zum Oberamt Karlsruhe, dann zum Amt Philippsburg und von 1810 bis 1819
zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Seit 1819 gehört Rußheim
(wieder) zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. Die Gemeinde vereinigte
sich am 1.1.1975 mit der Gemeinde Liedolsheim
zur neuen Gemeinde Liedolsheim-Rußheim,
welche am 1.1.1978 in Dettenheim umbenannt wurde.
Neckname: "Feierdunna" oder "Gerret"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7521
Liedolsheim-Rußheim (1975), 7521 Dettenheim (1978), 76706 (1993)
Schielberg
-
Gemeinde
Marxzell
1255 erstmals
als Scuhelberg erwähnt, war der Ort eine Rodungssiedlung, die schon
früh von den Grafen von Eberstein an das Kloster Frauenalb gelangte.
Wie auch die Nachbarorte Burbach und Pfaffenrot war Schielberg lange Zeit
gemeinsam unter badisch-ebersteinischer Schirmhoheit, kam jedoch bereits
1782 (anders als Burbach und Pfaffenrot) durch Kammergerichtsspruch endgültig
an die Markgrafschaft Baden. Der katholische Ort gehörte anfangs zur
Pfarrei Marxzell, später zur Pfarrei Völkersbach-Burbach-Marxzell,
ab 1726 zu Burbach. Eine Filialkapelle wurde um 1850 errichtet und 1909
durch einen Neubau ersetzt. Politisch gehörte Schielberg von 1803
bis 1937 zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und seither zum Landkreis
Karlsruhe. Am 1.7.1971 vereinigte sich Schielberg mit den Gemeinden
Burbach
und Pfaffenrotzur neuen
Gemeinde Marxzell. Zu Schielberg gehört auch der Weiler Frauenalb
sowie Teile des Weilers Marxzell (Beschreibung siehe dort).
Neckname: "Dachtrofschwobe"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7501
Marxzell (1971), 76359 (1993)
Schluttenbach
- Stadt Ettlingen
1346 erstmals
als Sluttenbach erwähnt, war der Ort eine Rodungssiedlung im Bereich
der Gemarkung Ettlingenweier, mit dem es noch lange in Markgenossenschaft
blieb. Aus dem Erbe der Grafen von Malsch und Vaihingen stammend, wurde
der Ort 1346 durch Kechler von Rotenberg an Württemberg verkauft und
gehörte zum Amt Neuenbürg. 1528 wurde Schluttenbach im Tausch
für Teile von Schwann der Markgrafschaft Baden zugeschlagen und gehörte
dort zum Amt Ettlingen. Nach der Reformation blieb der Ort katholisch.
Auch nach 1803 gehörte Schluttenbach zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen
und erst bei dessen Auflösung 1937 kam Schluttenbach zum Landkreis
Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Schluttenbach mit der Stadt Ettlingen vereinigt.
Neckname: "Lochtauben" oder "Sensenbacher"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7505
Ettlingen (1974), 76275 (1993)
Schöllbronn
- Stadt Ettlingen
1254/61 erstmals
erwähnt als Schelthebrunn, gehörte der Ort zu verschiedenen Herrschaften,
zuletzt den Grafen von Remchingen und kam wohl ab 1453 in den Herrschaftsbereich
der Markgrafschaft Baden. Diese erwarb 1457 den Rest des Ortes. Bei der
Landesteilung 1535 kam Schöllbron an Baden-Baden, blieb nach der Reformation
katholisch, jedoch hatte der Ort im 16. Jahrhundert teilweise auch evangelische
Pfarrer. Politisch gehörte Schöllbronn zum Amt Ettlingen, nach
1803 zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und kam nach dessen Auflösung
1937 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Schöllbronn mit der
Stadt Ettlingen vereinigt.
Neckname: "Meckel" oder "Waldapostel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7505
Ettlingen (1974), 76275 (1993)
Schröck - siehe Leopoldshafen
Sickingen
(ehemalige Gemeinde) - Gemeinde Oberderdingen
784 erstmals
als Siechenheim erwähnt, war der Ort im Besitz der Kloster Lorsch
und Weißenburg. Wie Flehingen war der Ort Strahlenbergisches bzw.
kurpfälzisches Lehen für das örtliche Adelsgeschlecht der
Herren von Sickingen. Die Steuern nahm jedoch ausschließlich der
Ritterkanton Kraichgau ein. Das Herrschergeschlecht erlosch 1831, die Wasserburg
des Ortes wurde im 19. Jahrhundert abgebrochen. Der seit 1522 lutherische
Ort wurde durch Konvertierung des Ortsadels im 17. Jahrhundert wieder katholisch.
1805 kam Sickingen an die Markgrafschaft bzw. an das Großherzogtum
Baden und gehörte von 1807 bis 1813 zum Amt Gochsheim und dann bis
1936 zum Amt/Bezirksamt Bretten. Im selben Jahre wurde Sickingen
in die Gemeinde Flehingen eingegliedert, nachdem
es mit Flehingen baulich wohl schon nahezu zusammengewachsen war. Gleichzeitig
wurde Flehingen mit Sickingen dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Postleitzahlen: 7519 Flehingen (1961),
75038 Oberderdingen (1993)
Söllingen
-
Gemeinde
Pfinztal
Im frühen
12. Jahrhundert als Saldingen erstmals erwähnt, war der Ort im Besitz
der Klöster Weißenburg, Hirsau und Gottesaue. 1291 ist ein Weißenburger
Lehen für die Markgrafschaft Baden belegt. Ein Ortsadel hatte wohl
die Ortsherrschaft als Afterlehen von Baden. Mehrere Herrschaften teilen
sich anschließen den Ort, bis die Markgrafen ab 1500 den gesamten
Ort aufgekauft hatten. Die Markgrafen führten die Reformation ein.
Bis 1924 gehörte Söllingen zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Durlach
und seither zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1974 vereinigte sich Söllingen
mit den Gemeinden Berghausen, Kleinsteinbach
und Wöschbachzur
neuen Gemeinde Pfinztal.
Neckname: "Dorndreher" oder "Rahmenschnecken"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7507
Pfinztal (1974), 76327 (1993)
Spessart
- Stadt Ettlingen
1265 erstmals
als Spehtezhard erwähnt, wurde der Ort wohl von den Grafen von Malsch
gegründet. Später kam er über die Grafen von Eberstein zu
verschiedenen Herrschaften, darunter zum Kloster Frauenalb. Im 14. Jahrhundert
kam Spessart vom Kloster Frauenalb, dessen Schirmherren die Markgrafen
von Baden waren, an Baden, ab 1535 an Baden-Baden. Der Ort teilte die Reformationsgeschichte
mit Ettlingen und wurde erst ab Anfang des 30jährigen Krieges endgültig
wieder katholisch. Nach 1803 gehörte Spessart zum Oberamt/Amt/Bezirksamt
Ettlingen und seit 1937 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.10.1974 wurde Spessart
mit der Stadt Ettlingen vereinigt.
Neckname: "Eber"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7505
Ettlingen (1972), 76275 (1993)
Spielberg
-
Gemeinde
Karlsbad
1161 erstmals
als Spilberc erwähnt, wurde der Ort von Grünwettersbach aus aufgesiedelt
undwurde 1281 von den Grafen von Zweibrücken und Eberstein an die
Markgrafschaft Baden verpfändet, 1296 an das Kloster Herrenalb verkauft.
Danach teilte es die Geschichte mit Langensteinbach, gehörte als ab
1603 endgültig zur Markgrafschaft Baden-Dulach. Die Württemberger
hatten die Reformation eingeführt. Eine mittelalterliche Kapelle wurde
1732/34 durch einen Neubau ersetzt. Politisch gehörte Spielberg nach
Auflösung des Amtes Langensteinbach von 1803 bis 1821 zum Oberamt
Pforzheim, von 1821 bis 1921 zum Amt/Bezirksamt Durlach und anschließend
zum Bezirksamt Ettlingen. 1937 wurde Spielberg dem Landkreis Karlsruhe
zugeordnet. Am 1.9.1971 vereinigte sich Spielberg mit den Gemeinden
Auerbach,
Ittersbach
(Landkreis Pforzheim), Langensteinbach und
Mutschelbachzur
neuen Gemeinde Karlsbad.
Neckname: "Gockler"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7516
Karlsbad (1971), 76307 (1993)
Spöck
- Stadt Stutensee
865 erstmals
als Speccaa erwähnt, kam der Ort seinerzeit bereits an den Dom zu
Speyer. 1239 lag die Obrigkeit bei der Markgrafschaft Baden. Vom 15. Jahrhundert
an war Spöck mit Staffort in einem Amt verbunden und teilweise an
den Niederadel verpfändet. Seit dem 16. Jahrhundert war es baden-durlachisch
und gehörte bis 1809 zum Oberamt Durlach und seither zum Landamt/Bezirksamt/Landkreis
Karlsruhe. Die Markgrafen hatten die Reformation eingeführt und schon
1243 wird dort erstmals eine Kirche erwähnt. Später war Spöck
auch für den Nachbarort Staffort zuständig. Am 1.1.1975 vereinigte
sich Spöck mit den Gemeinden Blankenloch
(mit dem 1935 eingemeindeten Büchig
bei Karlsruhe), Friedrichstal und Staffort
zur neuen Gemeinde Stutensee, welche mit Wirkung vom 1.1.1998 zur "Großen
Kreisstadt" erklärt wurde, nachdem sie die Einwohnerzahl von 20.000
überschritten hatte.
Neckname: "Esel" oder "Österreicher"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7513
Stutensee (1975), 76297 (1993)
Sprantal
-
Stadt
Bretten
1244 erstmals
als Brandal erwähnt, war der Ort anfangs im Besitz der Kraichgaugrafen.
Über die Herrschaft der Grafen von Zweibrücken-Eberstein kam
der Ort 1303 an das Kloster Herrenalb, später wurde es pfälzisch.
Die ortsherrschaftlichen Rechte wurden seit der Reformation durch die württembergische
Pflege Derdingen wahrgenommen. Damit wurde Sprantal evangelisch. Erst 1747
wurde Sprantal im Austausch für Unteröwisheim an die Kurpfalz
abgetreten, doch bereits 1771 an die Markgrafschaft Baden abgegeben. Die
Markgrafschaft ordnete den Ort dem Amt Stein zu. Von 1803 bis 1936 gehörte
Sprantal dann zum Landamt/Amt/Bezirksamt Bretten, wurde dann vorübergehend
dem Landkreis Pforzheim zugeschlagen und kam 1939 schließlich zum
Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1973 wurde Sprantal in die Stadt Bretten eingegliedert.
Neckname: "Wicken"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7518
Bretten (1973), 75015 (1993)
Staffort
- Stadt Stutensee
1110 erstmals
als Stafphort erwähnt, war der Ort im Besitz des Klosters Gottesaue,
ab 1157 im Besitz eines bischöflich-speyerischen Ministerialengeschlechts,
das die Ortsherrschaft vom Bischof zu Lehen trug. Seit 1362 Diener des
Markgrafen, überließen diese ihrem Herrn die Burg um 1400. 1421
endgültig badisch unter speyerischer Lehnsabhängigkeit. Zeitweise
war der Ort an den Niederadel verpfändet, u.a. an die Grafen von Neipperg.
1689 war das Schloss und der Ort durch die Franzosen zerstört worden.
Bis ins 18. Jahrhundert war Staffort Sitz eines badischen Amtes, danach
gehörte der Ort zum Amt Karlsruhe. Von 1803 bis 1809 gehörte
Staffort zum Oberamt Durlach und seither wieder zum Landamt/Bezirksamt/Landkreis
Karlsruhe. Kirchlich wurde Staffort vor der Reformation von Weingarten
aus versorgt. 1488 wird ein Pfarrer in Staffort erwähnt. Die Markgrafen
führten später die Reformation ein, dann war Staffort Filial
von Spöck. Erst 1899/1901 erhielt Staffort eine eigene Kirche an der
Stelle einer mittelalterlichen Kirche. Am 1.1.1975 vereinigte sich Staffort
mit den Gemeinden Blankenloch (mit dem 1935
eingemeindeten Büchig bei Karlsruhe),
Friedrichstal
und Spöck zur neuen Gemeinde Stutensee, welche
mit Wirkung vom 1.1.1998 zur "Großen Kreisstadt" erklärt wurde,
nachdem sie die Einwohnerzahl von 20.000 überschritten hatte.
Neckname: "Holzschuh" oder "Rätsewasser"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7513
Stutensee (1975), 76297 (1993)
Stettfeld
- Gemeinde Ubstadt-Weiher
Um 1100 erstmals
als Stettueld erwähnt, gehörte der Ort im frühen 12. Jahrhundert
einer edelfreien Familie von Stettfeld, wahrscheinlich die Vorgänger
der Grafen von Kislau. Mit der Herrschaft Kislau kam Stettfeld vor 1250
an den Bischof von Speyer und verblieb dort beim Amt Kislau. Der Ort blieb
daher katholisch. 1803 kam Stettfeld an Baden und gehörte bis 1807
zum Amt Odenheim, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten
Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Stettfeld zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis
Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich die Gemeinde Stettfeld mit
der zum 1.4.1970 durch Vereinigung der Gemeinden Ubstadt
und Weiher neu entstandenen Gemeinde Ubstadt-Weiher.
Der
Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation Ubstadt-Weiher
an der Bahnstrecke Karlsruhe-Heidelberg bekannt.
Am 1.1.1972 wurde
noch die Gemeinde Zeutern eingegliedert. Damit erreichte
Ubstadt-Weiher seine heutige Ausdehnung. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973
wurde die Gemeinde Ubstadt-Weiher (mit ihren Ortsteilen Ubstadt, Weiher,
Stettfeld und Zeutern) dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Krautbäuch" oder "Seeräuber"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7521
Ubstadt-Weiher (1971), 7526 Ubstadt-Weiher (19 ), 76698 (1993)
Stupferich
- Stadt Karlsruhe
Um 1100 erstmals erwähnt kam
der Ort im 13. Jh. an die Markgrafschaft Baden bzw. 1535 an Baden-Baden
und gehörte zum Amt Ettlingen. Stupferich blieb daher nach der Reformation
katholisch. 1809 wurde Stupferich dem Amt Durlach und 1924 schließlich
dem Amt Karlsruhe zugeordnet. Stupferich wurde am 1.1.1972
dem Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert und bildet seither einen eigenständigen
Stadtteil der Stadt Karlsruhe. Zum Stadtteil Stupferich gehört auch
der im 18. Jahrhundert aus wüsten Gärten gegründete und
z. T. auch zur Gemarkung Hohenwettersbach gehörende Weiler Thomashof.
Neckname: "Pelzmüller" oder "Gänsfüßler"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7500
Karlsruhe 41 (1972), 76xxx (1993)
Stutensee
- Stadt Stutensee - www.stutensee.de
1.) Wohnplatz
auf der Gemarkung Blankenloch der Stadt Stutensee, umfasst das gleichnamig
Schloss und einige Häuser. An der Stelle von um 1560 angelegten Fischteichen
wurde 1652 ein markgräfliches Gestüt angelegt. 1721 wurde dort
das Schloss Stutensee als Jagdschloss erbaut, 1749/50 neu erbaut, dient
es seit 1819 als Erziehungsanstalt. Seit 1.1.1975 Bezeichnung der neu gegründeten
Gemeinde unter 2.)
2.) Name der
am 1.1.1975 durch Vereinigung der Gemeinden Blankenloch
(mit dem 1936 eingemeindeten Büchig
bei Karlsruhe), Friedrichstal, Spöck
und Staffort neu entstandenen Gemeinde Stutensee,
welche mit Wirkung vom 1.1.1998 zur "Großen Kreisstadt" erklärt
wurde, nachdem sie die Einwohnerzahl von 20.000 überschritten hatte.
Weitere
"Große Kreisstädte" im Landkreis Karlsruhe sind Bretten, Bruchsal
und Ettlingen. Mit mehr als 22.000 Einwohnern ist
Stutensee nach Bruchsal, Ettlingen und Bretten die viertgrößte
Stadt im Landkreis Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7513 (1975),
76297 (1993)
Sulzbach
-
Gemeinde
Malsch
1115 erstmals
als Sulzbach erwähnt, war der Ort eine Ausbausiedlung von Ettlingeweier,
mit welchem er eine Markgenossenschaft bildete. Sulzbach wurde 1115 von
Liutfried an das Klosterreichenbach verschenkt. 1404 wurde die Hälfte
des Ortes badisch, die andere verblieb noch bei Klosterreichenbach, jedoch
wurde diese noch vor 1500 ebenfalls badisch. Nach der Landesteilung 1535
kam Sulzbach an die Linie Baden-Baden, weshalb der Ort katholisch blieb.
Kirchlich gehörte der Ort zunächst zu Ettlingenweier, erhielt
jedoch 1781 eine eigene Filialkirche St. Ignatius. Politisch gehörte
Sulzbach zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und seit 1937 zum Landkreis
Karlsruhe. Am 1.1.1971 wurde die Gemeinde Sulzbach in die Gemeinde Malsch
eingegliedert.
Neckname: "Ullebächer" oder "Krabbe"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7502
Malsch (1971), 76316 (1993)
Sulzfeld
- Gemeinde Sulzfeld - www.sulzfeld.de
Vor 1077 erstmals
als Siltzfelt erwähnt, gehörte der Ort wohl im Besitz des Hochstifts
Speyer, das in Sulzfeld Ministerialien sitzen hatte. Um 1312 nannte sich
ein Wilhelm von Freudenstein nach Sulzfeld, die Herrschaft war mit der
Ravensburg verbunden, welche ab 1231 durch ein Niederadelsgeschlecht, der
Göler von Ravensburg, bezeugt ist. Diese kamen mit Wimpfen in die
Reichsministerialität. Der Ort war Lehen der Grafen von Öttingen.
1364 wurde der Ort den Grafen von Katzenelnbogen zu Lehen aufgetragen.
Pfälzische Öffnungs- und Vorkaufsrechte führten hier nicht
zur Eingliederung in das Territorium. Daher blieb Sulzfeld selbständig
und gehörte zum Ritterkanton Kraichgau. Die Ortsherren führten
1522 die Reformation ein. 1805 kam der Ort an Baden und gehörte zunächst
bis 1813 zum Amt Gochsheim, dann vorübergehend zum Amt Bretten und
von 1813 bis 1924 zum Amt/Bezirksamt Eppingen. Bei dessen Auflösung
1924 kam Sulzfeld erneut zum Bezirksamt Bretten. 1936 wurde es dem Landkreis
Sinsheim zugeordnet. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Sulzfeld zum
Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Baale" oder "Ipsbobbel"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 75056
(1993)
Teutschneureut
-
Stadt
Karlsruhe
Um 1260 erstmals erwähnt als
villa Novale, gehörte der Ort zum Amt Mühlburg. Als 1699/1700
durch piemontische Glaubensflüchtlinge auf der Gemarkung Neureut der
Ort Welschneureut angesiedelt wurde, welcher bald danach eine eigenständige
Gemeinde wurde, nannte sich das bisherige Neureut zur Unterscheidung forthin
Teutschneureut. Beide Orte gehörten weiterhin zum Amt Mühlburg,
ab 1809 zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Am 1.11.1935 wurde Welschneureut
mit Teutschneureut (wieder) vereinigt und in Neureut
(Baden) umbenannt. Dieses wurde am 14.2.1975 als letzter Stadtteil
nach Karlsruhe eingegliedert.
Postleitzahlen: 7503 Neureut (Baden)
(1961), 7500 Karlsruhe 31 (1975), 76xxx (1993)
Tiefenbach
-
Stadt
Östringen
1122 erstmals
als Tiephenbach erwähnt, war der Ort eine Ausbausiedlung von Odenheim,
so dass die Ortsherrschaft auch beim dortigen Kloster lag. Die Landeshoheit
wurde 1344 vom König an Ludwig und Eberhard von Sickingen verpfändet,
das jedoch bals vom Hochstift Speyer eingelöst wurde, so dass Tiefenbach
katholisch blieb. 1803 kam Tiefenbach an Baden und gehörte bis 1807
zum Amt Odenheim, dann zum Amt Gochsheim und 1813 vorübergehend zum
zweiten Landamt Bruchsal. Von 1813 bis 1924 gehörte Tiefenbach zum
Amt/Bezirksamt Eppingen. 1924 wurde Tiefenbach dem Bezirksamt Bruchsal
und 1936 dem Landkreis Sinsheim zugeordnet. Am 1.1.1972 wurde die Gemeinde
Tiefenbach in die Gemeinde Östringen eingegliedert und kam somit (wieder)
zum Landkreis Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam Tiefenbach
mit der Gemeinde Östringen zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Moubutze"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7524
Östringen (1972), 76684 (1993)
Ubstadt
- Gemeinde Ubstadt-Weiher
769 erstmals
als Hubestadt erwähnt, war der Ort wohl im Besitz des Klosters Lorsch.
1232 bis Ende des 14. Jahrhunderts ist ein Ministerialengeschlecht nachweisbar,
ursprünglich Lehnsleute der Herren von Kislau und von Bruchsal, wohl
unter Oberlehnherrschaft der Grafen von Katzenelnbogen. Schon 1232 ging
gräfliches Gut an die Pfalzgrafen, an den Bischof von Speyer über,
der in der Folgezeit die Herrschaftsrechte erwerben konnte. Der Ort gehörte
zum Amt Kislau und blieb katholisch. 1803 kam Ubstadt an Baden und gehörte
bis 1806 zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis
1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte Ubstadt zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis
Bruchsal. Am 1.4.1970 vereinigte sich die Gemeinde Ubstadt mit der
Gemeinde Weiher zur neuen Gemeinde Ubstadt-Weiher.
Diese Vereinigung war der erste Gemeindezusammenschluss in Nordbaden. Der
Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation Ubstadt-Weiher
an der Bahnstrecke Karlsruhe-Heidelberg bekannt. Zwei weitere Eingliederungen
(Stettfeld und Zeutern)
folgten, bis die Gemeinde am 1.1.1972 ihre heutige Ausdehnung erreichte.
Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde die Gemeinde Ubstadt-Weiher (mit
ihren Ortsteilen Ubstadt, Weiher, Stettfeld und Zeutern) dem Landkreis
Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Esel"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7521
Ubstadt-Weiher (1970), 7526 Ubstadt-Weiher (19 ), 76698 (1993)
Ubstadt-Weiher
- Gemeinde Ubstadt-Weiher - www.ubstadt-weiher.de
Die Gemeinde
enstand am 1.4.1970 durch Vereinigung der Gemeinden Ubstadt
und Weiher.
Diese
Vereinigung war der erste Gemeindezusammenschluss in Nordbaden.
Der
Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation Ubstadt-Weiher
an der Bahnstrecke Karlsruhe-Heidelberg bekannt. Am 1.9.1971 wurde die
Gemeinde Stettfeld
und am 1.1.1972 die Gemeinde Zeutern
eingegliedert, damit erreichte die Gemeinde ihre heutige Ausdehnung. Bei
der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Gemeinde Ubstadt-Weiher zum Landkreis
Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7521 Ubstadt-Weiher
(1970), 7526 Ubstadt-Weiher (19 ), 76698 (1993)
Udenheim - siehe Philippsburg
Unterderdingen
- Gemeinde Oberderdingen
839 erstmals
erwähnt als Tardingen, seit 1247 Unterscheidung zwischen Ober- und
Unterderdingen. Beide Orte nahmen wohl den gleichen Lauf in der Geschichte
und gehörten zu verschiedenen Herrschaften, bevor sie über das
Kloster Herrenalb 1344 an Württemberg kamen. In Oberderdingen existierte
ein Pflegamt des Klosters Herrenalb, das erst 1807 aufgelöst wurde.
Seither gehörten beide Orte zum Oberamt Maulbronn. 1835 wurde
der Gemeindenamen in Derdingen (Ober-) umbenannt und 1936 in Derdingen
vereinfacht. Bei der Auflösung des Oberamts
Maulbronn 1938 kamen beide Orte zum Landkreis Vaihingen. 1964 wurde
die Gemeinde wieder Oberderdingen bezeichnet. Das frühere Unterderdingen
ging zwischenzeitlich ganz in Oberderdingen auf, wurde jedoch bis 1971
noch als Wohnplatz geführt.
Postleitzahlen: 7135 Oberderdingen
(1961), 7519 (1973), 75038 (1993)
Untergrombach
-
Stadt
Bruchsal
789 erstmals
als Grunbahe erwähnt, wurde erst am 1275 zwischen Ober- und Untergrombach
unterschieden. 1311 kam der Ort zusammen mit Obergrombach an das Bistum
Speyer und blieb bei diesem Hochstift bis 1803. Daher blieb Untergrombach
nach der Reformation katholisch. 1803 gelangte Untergrombach an Baden und
gehörte bis 1806 zum Landamt Bruchsal, dann zum Oberamt Bruchsal und
von 1809-1819 zum Stadt- und ersten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte
Untergrombach zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.7.1971 wurde
Untergrombach in die Stadt Bruchsal eingegliedert. Bei der Kreisreform
zum 1.1.1973 kam Untergrombach mit der Stadt Bruchsal zum Landkreis Karlsruhe.
Zu Untergrombach gehört auch der Wohnplatz "Auf dem Michaelsberg",
mit der 1720-1744 neu erbauten Wallfahrtskirche St. Michael.
Neckname: "Frösch" oder "Froscher"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7520
Bruchsal (1971), 76646 (1993)
Untermutschelbach
-
Gemeinde
Karlsbad
1278 als Muschelnbach
erstmals erwähnt, wurde ab 1357 zwischen Ober -und Untermutschelbach
unterscheiden, Mittelmutschelbach taucht erst in der Neuzeit auf. Untermutschelbach
gehörte eng zu Grünwettersbach und kam wohl wie dieses über
die Grafen von Vaihingen an das Herzogtum Württemberg, welche die
Reformation einführten. Die zuständige Pfarrei war Grünwettersbach,
doch hatte der Ort schon sehr früh eine eigene Filialkirche. Politisch
gehörte der Ort zum Amt Neuenbürg. Um 1700 wurden hier Waldenser
angesiedelt. Im Austausch kam Untermutschelbach 1806 an Baden und gehörte
ebenso wie Obermutschelbach zunächst zum Oberamt Pforzheim, von 1821
bis 1924 zum Amt/Bezirksamt Durlach und seither zum Landkreis Karlsruhe.
Kirchlich gehörte Untermutschelbach seit der Kirchenunion innerhalb
Badens im Jahre 1821 zur Pfarrei Palmbach. 1936 vereinigte sich
Untermutschelbach mit der Gemeinde Obermutschelbach
zur Gemeinde Mutschelbach. Diese vereinigte
sich am 1.9.1971 mit den Gemeinden Auerbach, Ittersbach
(Landkreis Pforzheim), Langensteinbach und
Spielberg
zur neuen Gemeinde Karlsbad.
Postleitzahlen: 7501 Mutschelbach
(1961), 7516 Karlsbad (1971), 76307 (1993)
Unteröwisheim
-
Stadt
Kraichtal
771 erstmals
als Auwinsheim erwähnt, wird Unteröwisheim ab 1227 von Oberöwisheim
unterschieden. Vermutlich von den Grafen von Calw über die Welfen
und Staufer kam der Ort vor 1300 in den Besitz der Markgrafen von Baden.
1346 überließ Markgraf Hermann III. dem Kloster Maulbronn die
Hälfte der Ortsherrschaft, die andere Hälfte folgte bis spätestens
1411 nach. Wie über Maulbronn übte die Pfalz die Schirmherrschaft
über den Ort aus. Seit der Reformation übte Württemberg
die Ortsherrschaft aus und übernahm den Maulbronner Pfleghof, das
sog. Schloss. Die Reformation konnte wohl erst ab 1557 voll durchgesetzt
werden. 1747 erwarb Württemberg im Austausch gegen Zaisenhausen, Sprantal
und Gölshausen auch die pfälzischen Oberhoheitsrechte. Damit
war ganz Unteröwisheim württembergisch. Die Württemberger
hatten Unteröwisheim vermutlich im 17. Jahrhundert zur Stadt erhoben.
1806 kam Unteröwisheim im Austausch zum Großherzogtum Baden
und gehörte zunächst zum Amt Gochsheim, ab 1809 zum Stadtamt
und ersten Landamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal.
Ab 1819 gehörte Unteröwisheim zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis
Bruchsal. Am 1.9.1971 vereinigte sich Unteröwisheim mit der Stadt
Gochsheim
sowie den Gemeinden Bahnbrücken,
Landshausen
(Kreis Sinsheim), Menzingen,
Münzesheim,
Neuenbürg,
Oberacker
und Oberöwisheimzur
neuen Stadt Kraichtal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 kam die Stadt Kraichtal
zum Landkreis Karlsruhe.
Neckname: "Kerschdekipper" oder "Gäschd"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7527
Kraichtal (1971), 76703 (1993)
Völkersbach
-
Gemeinde
Malsch
1254 erstmals
erwähnt als Volchersbach, wurde der Ort von Malsch aus gegründet
und bildete mit diesem lange ein Marggenossenschaft. 1254 wurde Völkersbach
mit Genehmigung der Grafen von Eberstein an das Kloster Frauenalb verkauft.
Die Ortsherrschaft blieb bis 1803 beim Kloster, die Landeshoheit gint jedoch
mit dem Schirm auf die Ebersteiner, bzw. die Markgrafschaft Baden und ab
1535 auf die Linie Baden-Baden über. Daher blieb der Ort katholisch.
Die Pfarrei versorgte bis 1726 auch die Nachbarorte Burbach und Marxzell.
Politisch gehörte der Ort zum Oberamt/Amt/Bezirksamt Ettlingen und
seit 1937 zum Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1973 wurde die Gemeinde Völkersbach
in die Gemeinde Malsch eingegliedert.
Neckname: "Besebinder"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7502
Malsch (1973), 76316 (1993)
Waghäusel
- Stadt Waghäusel - www.waghaeusel.de
1477 wird der
Name Waghusel (Häuschen, Kapelle am Wagbach) erstmals erwähnt,
nachdem 1435 der Legende nach ein Muttergottesbild Anlass für eine
Wallfahrt war. 1472 wurde auf den fürstbischöflich-speyerischen
Wald auf der Gemarkung Oberhausen (heute Oberhausen-Rheinhausen)
eine Kapelle errichtet und 1478 dotiert. Ab 1614 betreuten Kapuziner der
rheinischen Provinz die Wallfahrt. 1639 wurde der erste Klosterbau errichtet.
Nach dem 30jährigen Krieg nahm die Wallfahrt einen großen Aufschwung.
1723 bis 1730 ließ der Speyerische Fürstbischof Damian Hugo
das Schlösschen Eremitage südlich des Klosters errichten. Nachdem
die Gemeinde Oberhausen und mit ihr die Ansiedlung Waghäusel 1803
an Baden gekommen war, diente das Schloss bis 1810 noch als Wohnsitz des
letzten Fürstbischofs Wilderich. Dann wurde es Staatsdomäne und
1837 an die neugegründete Aktiengesellschaft für Zuckerfabrikation
veräußert. Der gesamte Komplex wurde allmählich, bis auf
die Wallfahrtskirche, in das Firmengelände integriert. Die Arbeiter
der Zuckerfabrik siedelten sich bald nach Gründung in der nähe
an. Infolge stark gewachsener Bevölkerungszahlen wurde Waghäusel
1930 von Oberhausen abgetrennt und zur selbständige Gemeinde erklärt.
Sie erhielt vom Lußhardtwald eine eigene Gemarkung. Wie die Muttergemeinde
Oberhausen selbst gehörte auch Waghäusel zum Bezirksamt/Landkreis
Bruchsal. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde Waghäusel
dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet. Am 1.1.1975 vereinigte
sich Waghäusel mit den Gemeinden Kirrlach
und Wiesental zur neuen Gemeinde Lusshardt, die
jedoch sofort in Waghäusel umbenannt wurde. Mit Wirkung vom 1.5.1984
wurde der neuen Gemeinde Waghäusel die Bezeichnung "Stadt" verliehen.
Mit derzeit 19.700 Einwohnern ist sie nach Bruchsal, Ettlingen, Bretten,
Stutensee und Rheinstetten die sechstgrößte Stadt im Landkreis
Karlsruhe.
Neckname: "Stangeschisser" oder "Zuckerbüchse"
Postleitzahlen: 6831 (1961), 6833
(1975), 68753 (1993)
Waldbronn
- Gemeinde Waldbronn - www.waldbronn.de
Seit 19.11.1974
Name für die Gemeinde Reichenbach, in welche
am 1.7.1971 die Gemeinde Etzenrot und am 1.1.1972
die Gemeinde Busenbach eingegliedert wurde. Alle
drei Ortsteile gehörten schon vor der Kreisreform 1973 zum Landkreis
Karlsruhe. Der Name wurde als besonders werbewirksam gewählt, weil
alle 3 Orte von Wald umgeben sind. Waldbronn ist neben Bad Schönborn
die einzige Gemeinde im Landkreis Karlsruhe mit Heilquellen-Kurbetrieb.
Postleitzahlen: - (1961), 7517 (1974),
76337 (1993)
Waldprechtsweier
-
Gemeinde
Malsch
1271 erstmals
als Walprehetswiler erwähnt, war der Ort ein Ausbauort von Malsch
und mit diesem auch herrschaftlich verbunden. Hier bestand die Burg Waldenfels,
Sitz der Grafen von Malsch. Die Burg wurde 1318 an das Kloster Herrenalb
verkauft und viefiel alsbald. Das Dorf blieb bei der Markgrafschaft Baden,
später Baden-Baden, blieb daher katholisch und gehörte zum Amt
Kuppenheim, ab 1690 zum Amt bzw. späteren Bezirksamt/Landkreis Rastatt.
Um 1720 erhielt der Ort eine Kapelle, die ab 1769 errichtet wurde, heute
jedoch als Spritzenhaus dient. Die neue Filialkirche von Malsch wurde 1930
erbaut. Am 1.4.1972 wurde die Gemeinde Waldprechtsweier in die Gemeinde
Malsch (Landkreis Karlsruhe) eingegliedert und kam somit zum Landkreis
Karlsruhe.
Neckname: "Krabbe"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7502
Malsch (1972), 76316 (1993)
Walzbachtal
- Gemeinde Walzbachtal - www.walzbachtal.de
Die Gemeinde
entstand am 1.1.1971 durch Vereinigung der Gemeinden Jöhlingen
und Wössingen. Beide Ortsteile gehörten
bereits zum Landkreis Karlsruhe. Der Gemeindename bezieht sich auf den
Walzbach, der beide Ortsteile durchfließt.
Postleitzahlen: - (1961), 7519 (1971),
75045 (1993)
Weiher
- Gemeinde Ubstadt-Weiher
863 erstmals
als vilare in Ubstadter Marca erwähnt, hatte der Ort wohl die gleiche
Geschichte wie Ubstadt. Im Hochmittelalter war der Ort im Besitz der Edelfreien
von Weiher, die im Ostes des Ortes ihre Burg hatten. Diese verkauften ihre
Burg 1282 und später auch das Dorf an den Bischof von Speyer. Die
Burg wurde spätestens im Bauernkrieg zerstört. Weiher gehörte
zum Amt Kislau und blieb katholisch. 1391 bis etwa 1430 war der Ort an
die Ritter von Sickingen, dann bis 1461 an die Herren von Helmstatt verpfändet.
1803 kam Weiher an Baden und gehörte bis 1806 zum Landamt Bruchsal,
dann zum Oberamt Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal.
Ab 1819 gehörte Weiher zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal.
Am 1.4.1970 vereinigte sich die Gemeinde Weiher mit der Gemeinde
Ubstadt
zur neuen Gemeinde Ubstadt-Weiher. Diese Vereinigung war der erste Gemeindezusammenschluss
in Nordbaden. Der Gemeindename war zuvor schon durch
die gleichnamige Bahnstation Ubstadt-Weiher an der Bahnstrecke Karlsruhe-Heidelberg
bekannt. Zwei weitere Eingliederungen (Stettfeld
und Zeutern) folgten, bis die Gemeinde am 1.1.1972
ihre heutige Ausdehnung erreichte. Bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde
die Gemeinde Ubstadt-Weiher (mit ihren Ortsteilen Ubstadt,
Weiher,
Stettfeld
und Zeutern) dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Neckname: "Schnecken" oder Benznickel"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7521
Ubstadt-Weiher (1970), 7526 Ubstadt-Weiher (19 ), 76698 (1993)
Weingarten
(Baden) - Gemeinde
Weingarten (Baden) - www.weingarten-baden.de
Im 9. Jahrhundert
erstmals als Wingarten erwähnt, war der Ort wohl im Besitz des Klosters
Weißenburg und kam über die Salier an die Kraichgaugrafen. Im
13. Jahrhundert war Otto von Bruchsal Lehensherr über Weingarten,
das sich in der Hand der Niederadelsfamilie von Schmalenstein befand, deren
Burg sich im Walzbachtal befand. 1368 kam Weingarten durch Kauf von Philipp
von Bonlanden-Bruchsal an die Kurpfalz. 1370 mussten auch die Schmalensteiner
ihre Rechte an die Pfalz abgeben. Jedoch hatten Bligger Landschad und Wiprecht
von Helmstatt den Ort teilweise als Pfand und als Lehen. 1410 kam Weingarten
an Otto von Mosbach. Nach dem Erbfall an die Kurlinie wurde Weingarten
1504-1527 an Baden verpfändet, danach gehörte es bis 1803 ununterbrochen
zum pfälzischen Amt Bretten. Kirchlich musste der Ort nach der Reformation
mehrere Konfessionswechsel über sich ergehen lassen. 1706 wurde die
Kirche geteilt, das Schiff erhielt die reformierte Gemeinde, den Chor hatten
die Katholiken. Ab 1711 war jedoch auch lutherische Pfarrei ansässig.
Die Katholiken erhielten 1898 ein eigenes Gotteshause, das reformierte
Kirchenschiff wurde 1903 durch einen Neubau ersetzt. Politisch war Weingarten
1803 an Baden gekommen und gehörte zunächst zum Oberamt Durlach,
1809 zum Stadtamt und ersten Landamt Bruchsal und ab 1810 erneut zum Amt/Bezirksamt
Durlach. Bei dessen Auflösung 1924 kam Weingarten zum Bezirksamt/Landkreis
Karlsruhe.
Neckname: "Klemmbeidel"
Postleitzahlen: 7504 (1961), 76356
(1993)
Welschneureut
- Stadt Karlsruhe
1699/1700 durch piemontische Glaubensflüchtlinge
auf der Gemarkung Neureut angesiedelter Ort, der bald danach eine eingenständige
Gemeinde wurde. Das bisherige Neureut wurde zur Unterscheidung forthin
Teutschneureut genannt. Beide Orte gehörten zum Amt Mühlburg,
ab 1809 zum Amt/Landkreis Karlsruhe. Am 1.11.1935 wurde Welschneureut mit
Teutschneureut
vereinigt und (wieder) in
Neureut (Baden)
umbenannt. Dieses wurde am 14.2.1975 als letzter Stadtteil nach Karlsruhe
eingegliedert.
Postleitzahlen: 7503 Neureut (Baden)
(1961), 7500 Karlsruhe 31 (1975), 76xxx (1993)
Wettersbach
- Stadt Karlsruhe
Die Gemeinde
wurde am 1.1.1972 durch Vereinigung der Gemeinden Grünwettersbach
und Palmbach, beide im Landkreis Karlsruhe, gebildet.
Diese gehörte weiterhin zum Landkreis Karlsruhe und wurde am 1.1.1975
in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert. Seither bilden die beiden Ortsteile
Grünwettersbach und Palmbach jeweils eigenständige Ortsteile
der Stadt Karlsruhe.
Postleitzahlen: - (1961), 7501 (1972),
7500 Karlsruhe 41 (1975), 76xxx (1993)
Wiesental
- Stadt Waghäusel
1297 erstmals
als Wiesenten erwähnt, war der Ort wohl eine bischöflich-speyerische
Gründung, weil der Bischof seinerzeit das Gelände zur Anlage
von 80 Huben in seinem Waldgebiet ausgab. Der Ort gehörte mit Ausnahme
von einigen Verpfändungen zum Hochstift Speyer und blieb daher katholisch.
Innerhalb des Hochstift Speyer gehörte Wiesental zum Amt Udenheim
bzw. später zu Philippsburg. 1803 kam Wiesental an Baden und gehörte
bis 1864 weiterhin zum Amt/Bezirksamt Philippsburg. Nach dessen Auflösung
kam Wiesental 1865 zum Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. 1930 erhielt Wiesental
durch Eingliederung von Teilen der Lußhardt einen erheblichen Gebietszuwachs.
Bei
der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde Wiesental dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Am 1.1.1975 vereinigte sich Wiesental mit den Gemeinden Kirrlach
und Waghäusel zur neuen Gemeinde Lusshardt,
die jedoch sofort in Waghäusel umbenannt wurde. Mit Wirkung vom 1.5.1984
wurde der neuen Gemeinde Waghäusel die Bezeichnung "Stadt" verliehen.
Neckname: "Sandhasen"
Postleitzahlen: 6835 (1961), 6833
Waghäusel (1975), 68753 (1993)
Wöschbach
-
Gemeinde
Pfinztal
1297 erstmals
als Wesebach erwähnt, war der Ort höchstwahrscheinlich Zubehör
von Jöhlingen und kam mit diesem 1024 durch König Konrad II an
das Speyerer Domkapitel. Der Ort gehörte somit zum Hochstift Speyer,
blieb daher katholisch (heute der einzige überwiegend kathoische Ort
der neuen Gemeinde Pfinztal) und war dem Amt Jöhlingen zugeteilt.
Kirchlich war Wöschbach zunächst Filial von Jöhlingen, zwischen
1470 und 1500 und ab 1817 wurde der Ort jedoch eine eigene Pfarrei. Politisch
kam Wöschbach 1803 an Baden und gehörte bis 1807 zum Landamt
Bruchsal, dann zum Amt Bretten und von 1809 bis 1821 zum Amt Stein. Ab
1821 gehörte Wöschbach zum Amt/Bezirksamt Durlach und seit 1924
zum Bezirksamt/Landkreis Karlsruhe. Am 1.1.1974 vereinigte sich Wöschbach
mit den Gemeinden
Berghausen, Kleinsteinbach
und Söllingen zur neuen
Gemeinde Pfinztal.
Neckname: "Ölfunzle" oder "Ölweiber"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7507
Pfinztal (1974), 76327 (1993)
Wössingen
-
Gemeinde
Walzbachtal
1024 erstmals
als Wesincheim erwähnt, kam der Ort durch König Konrad II an
die Domkirche zu Speyer. Im 12. Jahrhundert ist ein edelfreies Geschlecht
von Wössingen bezeugt, ab 1289 ein Niederadelsgeschlecht, Lehnsleute
der Markgrafschaft Baden und der Grafen von Vaihingen. Vermutlich hatte
Baden die Landeshoheit dorch war die Ortsherrschaft verwirrend aufgeteilt.
Bis ins 14. Jahrhundert wurde auch zwischen Ober- und Unterwössingen
unterschieden. An der Ortsherrschaft waren u.a. beteiligt: Grafen von Höfingen,
später Grafen von Remchingen, Markgrafschaft Baden, Grafen von Eberstein,
Bistum Speyer. Später wurde der Besitz des Ortes weiter zersplittert.
Nach 1770 war wohl der gesamte Ort badisch. Baden-Durlach hatte auch die
Reformation eingeführt, trotz zweier katholischer Patronatsherren.
Anfangs bestanden in Unter- und Oberwössingen getrennte Pfarreien,
welche 1822 endgültig vereinigt wurden. In diesen Jahren wurde auch
die heutige Kirche erbaut. Seit 1803 gehörte Wössingen bis 1821
zum Amt Stein, dann zum Amt/Bezirksamt Bretten und seit 1936 zum Landkreis
Karlsruhe. Am 1.1.1971 vereinigte sich die Gemeinde Wössingen mit
der Gemeinde Jöhlingen zur neuen Gemeinde
Walzbachtal.
Neckname: "Mondspritzer"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 7519
Walzbachtal (1971), 75045 (1993)
Wolfartsweier
- Stadt Karlsruhe
1260 erstmals erwähnt kam der
Ort sehr früh an die Markgrafschaft Baden bzw. 1535 an Baden-Durlach
und gehörte zum Amt Durlach, ab 1924 zum Amt/Landkreis Karlsruhe.
Die Markgrafen führten die Reformation ein. im 17. Jahrhundert wurde
die Pfarrei jedoch mit Rüppurr vereinigt, ab 1782 wird der Ort von
Durlach pastorisiert. Wolfartsweier wurde am 1.1.1973
in den Stadtkreis Karlsruhe eingegliedert und bildet seither einen eigenständigen
Stadtteil.
Neckname: "Stickel"
Postleitzahlen: 7501 (1961), 7500
Karlsruhe 41 (1973), 76xxx (1993)
Zaisenhausen
-
Gemeinde
Zaisenhausen - www.zaisenhausen.de
Im 9. Jahrhundert
bereits erstmals als Zeizenhusen erwähnt, kam der Ort über das
Kloster Weißenburg und die Salier an die Kraichgaugrafen, welche
die Edlen von Weißenstein (bei Pforzheim) belehnten. In der 2. Hälfte
des 13. Jahrhunderts ist ein Ministerialenadel genannt, doch keine Burg
nachweisbar. Das Dorf und der Grundbesitz kamen mit Bewilligung der Grafen
von Eberstein und Katzenelnbogen zwischen 1265 und 1364 vom Markgrafen
als Lehnsträger des Basler Domkapitels an das Kloster Herrenalb. Der
pfälzische Schirm über den Klosterbesitz bestand auch nach 1504
noch weiter. Allerdings ergab es Auseinandersetzungen mit dem Herzogtum
Württemberg, als dieses 1555 durch das Klosteramt Herrenalb endgültig
die Rechte an sich bringen konnte. Die Württemberger führten
die lutherische Reformation ein. 1747 wurde Zaisenhausen im Tausch an die
Kurpfalz abgegeben (vgl. Unteröwisheim). Noch 1743 hatte Württemberg
in Zaisenhausen ein Bad eingerichtet, das durch die Pfalz noch vergrößert,
jedoch im 19. Jahrhundert wieder geschlossen wurde. 1803 kam Zaisenhausen
von der Pfalz an Baden und gehörte bis 1936 zum Amt/Bezirksamt Bretten.
Nach dessen Auflösung 1936 kam Zaisenhausen zum Landkreis Sinsheim
und bei der Kreisreform zum 1.1.1973 wurde die Gemeinde dem Landkreis Karlsruhe
zugeordnet. Seit Abschluss der Gemeindereform im Landkreis Karlsruhe 1970
bis 1975 ist Zaisenhausen die kleinste Gemeinde des Landkreises mit gegenwärtig
knapp 1.700 Einwohner.
Neckname: "Esel" oder "Langohre"
Postleitzahlen: 7519 (1961), 75059
(1993)
Zeutern
- Gemeinde Ubstadt-Weiher
769/70 erstmals
als Ziuterna erwähnt, war der Ort im Besitz des Klosters Lorsch. Später
Sitz eines niedern Adelsgeschlechts, jedoch bis ins 16. Jahrhundert keine
eigene Burg nachweisbar, gingen die Herrschaftsrechte wohl von den Herren
von Kislau z.T. über Welfen und Staufer an das Königtum, z.T.
über die Grafen von Katzenelnbogen an das Bistum Speyer. 1286 verlieh
Rudolf von Habsburg seinem Dorf Zeutern das Stadtrecht, was jedoch ohne
Folgen blieb. Seit Anfang des 14. Jahrhunderts ist Zeutern allein bischöflich-speyerisch
und gehörte zum Amt Kislau. Der Ort blieb somit katholisch. 1803 kam
Zeutern an Baden und gehörte bis 1807 zum Amt Odenheim, dann zum Oberamt
Bruchsal und von 1810 bis 1819 zum zweiten Landamt Bruchsal. Ab 1819 gehörte
Zeutern zum Oberamt/Bezirksamt/Landkreis Bruchsal. Am 1.1.1972 vereinigte
sich die Gemeinde Zeutern mit der zum 1.4.1970 durch Vereinigung
der Gemeinden Ubstadt und Weiher
neu entstandenen Gemeinde Ubstadt-Weiher, welche am 1.9.1971 bereits die
Gemeinde Stettfeld eingegliedert hatte.
Der
Gemeindename war zuvor schon durch die gleichnamige Bahnstation Ubstadt-Weiher
an der Bahnstrecke Karlsruhe-Heidelberg bekannt.
Bei der Kreisreform
zum 1.1.1973 wurde die Gemeinde Ubstadt-Weiher (mit ihren Ortsteilen Ubstadt,
Weiher,
Stettfeld
und Zeutern) dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet
wurde.
Neckname: "Weinschläuch"
Postleitzahlen: 7521 (1961), 7521
Ubstadt-Weiher (1972), 7526 Ubstadt-Weiher (19 ), 76698 (1993)
Die heutigen Stadtteile
von Karlsruhe,
die keine
selbständige Gemeinden waren
Innenstadt-Ost
- Innenstadt-West - Nordstadt
- Nordweststadt - Oberreut
- Oststadt - Südstadt
- Südweststadt - Waldstadt
- Weiherfeld-Dammerstock - Weststadt
Innenstadt-Ost
Der Stadtteil gliedert sich in die
Stadtbezirke Nordöstlicher Teil und Südwestlicher Teil. Er umfasst
den östlichen Teil der alten Stadt Karlsruhe.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe
1 (19), 76xxx (1993)
Innenstadt-West
Der Stadtteil gliedert sich in die
Stadtbezirke Östlicher Teil und Westlicher Teil. Er umfasst den westlichen
Teil der alten Stadt Karlsruhe.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe
1 (19), 76xxx (1993)
Nordstadt
Jüngster Stadtteil Karlsruhe,
welcher erst am 1.1.1996 gebildet wurde. Er umfasst wohl Teile des früheren
Stadtteils Nordweststadt.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe
1 (19), 76xxx (1993)
Nordweststadt
Der Stadtteil entstand wohl erst in
der Mitte des 20. Jahrhunderts und umfasst das Gebiet des alten Flugplatzes
sowie die Neubaugebiete Binsenschlauch, Lange Richtstatt und Rennbuckel.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe
1 und 21 (19), 76xxx (1993)
Oberreut
In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts
entstandener Stadtteil, der aus den Siedlungsbereichen Feldlage und Waldlage
besteht.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe
21 (19), 76xxx (1993)
Oststadt
Der Staddteil entstand im späten
19. und frühen 20. Jahrhunderts östlich des Durlacher Tores und
gliedert sich in einen südlichen, einen nördlichen und einen
westlichen Teil. Zu diesem Stadtteil gehört auch das aufgegangene
Gottesaue, einst ein Kloster, später ein markgräfliches Kammergut
und eine Schäferei (ab 1789), das bereits 1873 nach Karlsruhe eingegliedert
wurde.
Neckname: "Trapper"
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe
1 (19), 76xxx (1993)
Südstadt
Der Stadtteil entstand ab 1860 und
umfasst das Gebiet zwischen Kriegstraße im Norden, Stadtgarten im
Westen, Bahnanlagen im Süden und Bundesbahnausbesserungswerk im Osten.
Er gliedert sich heute in einen Nordlichen und einen Südlichen Teil.
Neckname: "Eisenbahner" oder "Indianer"
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe
1 (19), 76xxx (1993)
Südweststadt
Der Stadtteil entstand etwa um 1900
und umfasst das Gebiet zwischen Kriegstraße im Norden, Stadtgarten
im Osten und Beiertheim im Süden.
Er gliedert sich heute in eine Östlichen
und einen Mittleren Teil.
Neckname: "Fabrikler"
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe
1 (19), 76xxx (1993)
Waldstadt
In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts
entstandener Stadtteil im Hardtwald nordöstlich des Stadtzentrums.
Trabantenstadt mit regelhaftem Grundriss.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe
1 (19), 76xxx (1993)
Weiherfeld-Dammerstock
Die Weiherfeldsiedlung links der Alb
wurde ab 1919 angelegt, Dammerstock, rechts der Alb, entstand ab 1929 aus
einer durch Walter Gropius entworfene Vorstadtsiedlung. Beide Siedlungen
bilden einen gemeinsamen Stadtteil.
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe
51 (19), 76xxx (1993)
Weststadt
Der Stadtteil entstand am Ende des
19. Jahrhunderts westlich des Mühlburger Tores. Er gliedert sich in
einen mittleren Teil, einen südlichen Teil sowie in die Hardtwaldsiedlung.
Neckname: "Krautköpfler"
Postleitzahlen: 75 (1961), 7500 Karlsruhe
21 (19), 76xxx (1993)
Anmerkung:
Die obigen Angaben wurden überwiegend aus den beiden folgenden Veröffentlichungen entnommen und stark verkürzt wiedergegeben. Die Angaben erheben daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für Anregungen, Hinweise und Berichtigungen bitte im um eine E-Mail.
- Bernd Breitkopf: Die
alten Landkreise und ihre Amtsvorsteher - Die Entstehung der Landkreise
und Ämter im heutigen Landkreis Karlsruhe, Ubstadt-Weiher 1997
- Das Land Baden-Württemberg
- Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Band II, Stuttgart
1975
- Die Necknamen in Stadt
und Landkreis Karlsruhe von David Depenau, Ubstadt-Weiher 2001
© März 2002 www.bahnbruecken.de Martin W. Richter